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Blade

Seinen ersten Auftritt hatte der von Marv Wolfman und Gene Colan geschaffene Blade 1973 als Nebenfigur der Marvel-Comicserie Tomb of Dracula. Die tragische Entstehungsgeschichte der Figur: Blades Mutter wird kurz vor seiner Geburt von einem blutsaugenden Arzt getötet und daher widmet Blade sein Leben dem Kampf gegen den Vampirismus.

Blade

Nachdem er etwas später von Graf Dracula angeknabbert wurde, stellt Blade fest, dass er immun gegen Vampirbisse ist. Die Figur, die damals eine ziemlich große, gelbe Sonnenbrille und eine Afrofrisur trug, war so erfolgreich, dass sie schon recht bald auch einmal an der Seite von Spider-Man kämpfen durfte.

Blade

Seit Anfang der achtziger Jahre versuchte Marvel in Zusammenarbeit mit Roger Cormans New Line Pictures einen Low-Budget-Film aus Blade zu machen. Anfang der neunziger Jahre war eine TV-Serie im Gespräch und seit 1994 wird am Drehbuch zum Blade-Film gebastelt. Für die Titelrolle kamen u. a. Ice-T und Laurence Fisburne in Fragen, aber als das Budget 1998 auf 30 Millionen Dollar anwuchs, kam nur noch ein Darsteller in Frage: Wesley Snipes, der zuvor schon für ein Film-Projekt mit Marvels Black Panther im Gespräch war.

Blade

Der Film beginnt im Jahre 1967. Eine lebensgefährlich an der Halsschlagader verletzte Frau wird in ein Krankenhaus eingeliefert und bringt kurz vor ihrem Tode noch einen Sohn zur Welt. Dieser ist nun sowohl mit übermenschlichen Kräften als auch mit der Gier nach Blut ausgestattet. Tageslicht ist nicht das große Problem für ihn und so eine Sonnenbrille kann doch auch ganz schön cool aussehen, siehe Men in Black.

Blade

Nach dem kurzen Epilog geht es dann zurück in die Gegenwart und der nun herangewachsene Blade muss erst einmal eine von Vampiren betriebene Disco auseinandernehmen, denn in diese werden unfreiwillige Blutspender gelockt. Hierbei geht es ganz schön zur Sache, die Untoten zerplatzen was die Spezialeffekte hergeben. Kurz bevor Blades Aufräumarbeiten beendet sind, tauchen die Ordnungskräfte auf und die Knallköpfe vom Police Department bringen eine der verkohlten Leiche natürlich direkt in die Gerichtsmedizin.

Blade

So ziemlich jeder, der an Filmen dieser Art interessiert ist, weißt was nun folgt: Der Untote wird natürlich wieder lebendig, killt einen bekittelten Nebendarsteller und macht sich über die knackige Pathologin Karen (N´Bushe Wright, ein Name, den man sich merken müßte, aber nicht kann) her. Doch schon taucht Blade wieder auf und rettet die zum Glück nur leicht angeknabberte Medizinerin.

Blade

Er bringt sie zu seinem väterlichen Rocker-Freund, der, da dies ja eine prima Rolle für einen abgetakelten Country-Sänger ist, von Kris Kristofferson gespielt wird und anscheinend ausschließlich in einer Garage wohnt. Dieser sogenannte „Whistler“ betreut nicht nur Blades Fuhr- und Waffenpark, sondern versorgt ihn auch noch mit den immer größer werdenden Dosierungen eines Blutserums, das jetzt auch von Karen dringend benötigt wird.

Blade

Doch auch die Gegenseite ist nicht faul: Die führenden Vampirfürsten sind besorgt über das Massaker in der Disco, die dem aufstrebenden Nachwuchsfürsten Deacon Frost (Stephen Dorff) gehört. Frost hingegen hält rein gar nichts vom Oberfürsten Dragonetti (Udo Kier, unser Mann in Hollywood), der ganz diplomatisch möchte, daß die Vampire möglichst unauffällig herumwandeln um nicht in Konflikt mit den Lebenden zu kommen. Frost will nun sehr viel lieber den Blutgott La Miagra wieder auf die Erde holen. Nachdem Dragonetti von Frost nicht nur beide Beißer gezogen bekommt, sondern auch noch im Sonnenaufgang explodierte, steht einer Suche nach dem Buch von Erebus, in dem etwas über ein Miagra-Ritual zu erfahren ist, nichts außer Blade mehr im Wege.

Blade
Tja, soviel Story passt natürlich nicht in 90 Minuten und daher bringt es der Film auf eine fast zweistündige Laufzeit, wobei sich Blade in Sachen Härte durchaus mit From Dusk Till Dawn messen kann. Auch ansonsten macht das Ding verdammt viel Spaß, was natürlich Folgen hatte.

Blade II

Auch in der drei Jahre später entstandenen Fortsetzung zeigte Wesley Snipes wieder vollen Körpereinsatz und ließ sich nur recht selten doubeln. Leider wurde Blade II nicht mehr von Stephen Norrington inszeniert, der den ersten Film optisch sehr ansprechend und rasant in Szene gesetzt. Statt einer Fortsetzung zu Blade übernahm er jedoch die Regie bei einer Comic-Verfilmung von Alan Moores The League of Extraordinary Gentlemen.

Blade II

Der Mexikaner Guillermo del Toro (Shape of Water) hingegen fiel seinerzeit durch seine seltsamen Horrorfilme Cronos und Mimic auf. Durch Blade II sollter er für seine Hellboy-Filme qualifizieren. Das Drehbuch schrieb wieder David S. Goyer, mit seiner wirklich interessanten Geschichte, das Genre zwar nicht neu erfand, aber auch den zweiten Film deutlich über durchschnittliches Blockbuster-Niveau hob.

Blade II
Diesmal muss sich der Daywalker Blade mit seinen vampirischen Gegnern gegen eine noch gefährlichere Rasse verbünden. Diese sogenannten Reaper machen nicht nur Jagd auf Menschen, sondern werden sogar den Blutsaugern gefährlich. Daher macht Blade gemeinsame Sache mit einer vampirischen Eliteeinheit, dem sogenannten „Bloodpack“, zu der auch das hübsche Töchterlein Nyssa (Leonor Varela) des Obervampirs gehört. Zunächst muss sich Blade den Respekt dieser Truppe verdienen und auch während der Kämpfe gegen die Reaper ist er sich niemals sicher, ob er den Vampiren wirklich trauen kann.

Blade II
Dies bietet natürlich genügend Anlass für abgefahrene Charaktere (mit an Bord ist neben Thomas Kretschmann auch der spätere Hellboy Ron Perlman) und ausgiebige Action. Etwas seltsam mutet an, dass der von Kris Kristofferson gespielte Whistler wieder dabei ist.

Blade II

Doch wer genau aufgepasst hat, bemerkte dass Whistlers Tod im ersten Teil nicht direkt im Bild zu sehen war. Jetzt erfahren, wir dass er seitdem von Vampiren in einem Tank voller Blut als Haustier gehalten wurde. Doch abgesehen von dieser etwas idiotischen Idee bietet auch der zweite Blade-Film wieder beste und garantiert nicht blutarme Unterhaltung.

Blade Trinity

Der dritte Teil folgte 2004 und bekam den schönen Titel Blade Trinity. Der Daywalker entlarvt diesmal nicht nur ein perverses Regierungsprojekt, das die Blutsauger ruhigstellen und mit Blut versorgen soll, sondern er hat auch noch den Ur-Vampir Dracula (Dominic Purcell) zum ultimativen Gegner. Verstärkung findet er in einer unbekümmerten Horde von High-Tech-Vampirjägern. In einem Penthouse über den Dächern von New York kommt es schließlich zum blutigen Showdown…

Blade Trinity

Diesmal muss sich der eher grimmige Einzelkämpfer Blade als Teamplayer mit einigen jugendlichen Vampirjägern umgeben, die direkt aus der TV-Serie Buffy stammen könnten. Nach dem durchaus innovativen Stephen Norrington und dem routinierten Guillermo del Toro gibt diesmal David S. Goyer, der Drehbuch-Autor der ersten beiden Blade-Filme (und von Batman Begins), hier sein Regie-Debüt.

Blade Trinity

Er setzt seine (im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen) nicht sonderlich raffiniert erzählte Geschichte in rasant geschnittene Bilder um und unterlegt diese einmal mehr mit greller Rockmusik. Das diesmal nicht in Prag sondern in Vancouver gedrehte Resultat bietet zwar überhaupt nichts Neues – außer vielleicht etwas mehr und teilweise wirklich zündenden Humor, für den hauptsächlich Ryan Reynolds (Deadpool) zuständig ist, kann sich aber in seiner insgesamt sehr unpathetischen Direktheit sehen lassen.

Blade

Nicht unerwähnt bleiben soll auch noch die kurzlebige aber recht unterhaltsame TV-Serie Blade mit Sticky Fingaz in der Titelrolle, die ebenfalls von David S. Goyer entwickelt wurde und es 2006 nur auf 12 Episoden brachte.

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Prinz Eisenherz (1997)

Am Anfang seiner Saga um Prinz Eisenherz ließ Autor und Zeichner Hal Foster seinen noch jugendlichen Helden auf eine gewisse Ilene treffen. Sie sollte die erste große aber auch tragische Liebe des Prinzen werden (bevor er in Aleta die Frau fürs Leben fand) und schließlich von Eisenherz und seinen nun zum Freund gewordenen Nebenbuhler Arne (Namenspatron für Eisenherz ersten Sohn) zu Grabe getragen werden. Aus diesem in sich abgeschlossenen frühen Abenteuer von Eisenherz hätte ein durchaus ansprechender Film, ja sogar der Einstieg in ein Epos, werden können.

Prinz Eisenherz (1997)

Mit Stephen Moyer (Safe House) wurde auch ein passabler Eisenherz-Darsteller gefunden, Edward Fox (Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten) ist als König Arthur souverän wie immer.

Prinz Eisenherz (1997)

Auch Nebendarsteller wie Hellboy Ron Perlman (Boltar), Udo Kier (Sligon) oder Willow Warwick Davies sind eigentlich schon die halbe Miete und Katherine Heigl (Love me like you do) eine mehr als niedliche Ilene.

Prinz Eisenherz (1997)

Doch das Fosters Epos einfach völlig ignorierende Drehbuch mit furchtbar unpassendem Happy End ist eine einzige Frechheit. Schon schlimm wenn Regisseur Anthony Hickox (Hellraiser III, Warlock II) den im Comic noch heute aktiven Sir Gawain einfach sterben lässt, doch warum muss er diesen zu allem Überfluss auch noch selbst darstellen?

Prinz Eisenherz (1997)

Hier und da gelingen Hickox auch tatsächlich einmal ein paar hübsch geschnittene Einstellungen und man merkt schon, dass der Horror-Freak es gerne noch etwas deftiger gehabt hätte, doch Produzent und Comic-Fan Bernd Eichinger, der sich bei seinen Fantastic-Four-Filmen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, bestand auf Jugendschutz. Sehr peinlich sind auch die budgetsparenden Zeichentrick-Einschübe (dadurch brauchen keine großen Burgen und Schiffe gezeigt werden).

Prinz Eisenherz (1997)

Doch losgelöst von der Comicvorlage und auch wenn er nicht bei Henry Hathaways Prinz Eisenherz von 1954 mithalten kann, hat der Film einen nicht unbeträchtlichen Trash-Charme und auch Thomas Kretschmanns augenrollende Performance als glatzköpfiger Schurke Thagnar ist durchaus sehenswert. Daher ist es durchaus erfreulich, dass der Film endlich in guter Bildqualität, mit interessantem Bonusmaterial und mit englischer Sprachfassung auf DVD vorliegt.

Prinz Eisenherz (1997)

Extras der DVD: Featurette in deutscher Sprache (5:04 min); Blick hinter die Kulissen (4:10 min); Interviews mit Stephen Moyer (1:43 min), Katherine Heigl (1:37 min), Thomas Kretschmann (0:52 min) und Udo Kier (0:54 min); Texttafeln mit Darsteller-Infos

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Soul Kitchen

Zuvor drehte Fatih Akin (Der goldene Handschuh, Aus dem Nichts) meist Filme wie Kurz und schmerzlos, Solino, Gegen die Wand oder Auf der anderen Seite in deren dramatische Geschichten durchaus Raum für heitere Momente war. “Soul Kitchen“ hingegen ist ein eher leichtfüßiger Film, der jedoch niemals leugnet, dass das Leben ganz schön hart sein kann.

Soul Kitchen

Hauptfigur ist der griechischstämmige Zinos (Adam Bousdoukos, dessen Biografie den Film inspirierte), der im nicht eben angesagten und zudem noch ziemlich abgelegenen Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein – na ja – Restaurant betreibt. Eigentlich ist sein Soul Kitchen eher eine etwas bessere Imbissbude. Dies ändert sich als der streitsüchtige Gourmetkoch Shayn (Birol Ünel) seinen Dienst antritt. Die auf frittierte Speisen stehenden Stammkunden kommen zwar mit dessen neuen Speiseangebot nicht klar, aber nach und nach wird Zinos´ Soul Kitchen zum angesagten Szenetreff.

Soul Kitchen

Doch damit beginnen die Probleme erst, denn nicht nur die Gesundheitspolizei (netter Gastauftritt: Jan Vedder) sondern auch ein Immobilienhai hat ein Auge auf das Soul Kitchen geworfen. Für zusätzliche Probleme sorgen noch Zinos´ spielsüchtiger Bruder, der Knast-Freigänger Illias (Moritz Bleibtreu), und die Tatsache, dass Zinos´ Freundin plötzlich in Shanghai arbeiten muss. Als sich der nicht krankenversicherte Zinos auch noch einen schweren Bandscheibenvorfall zuzieht scheint die Sonne seines Lebens langsam aber sicher unterzugehen…

Soul Kitchen

Das klingt nicht unbedingt nach einer Komödie und ist ganz sicher etwas stärker geerdet als Akins frischfröhliches Roadmovie Im Juli. Der Regisseur gibt sogar selbst zu, dass Soul Kitchen sein “anstrengendster, teuerster, zeitaufwendigster und kompliziertester“ Film geworden ist. Naja, eigentlich ist es keine Neuigkeit, dass es leichter ist Menschen zu erschüttern als sie zum Lachen zu bringen. Fatih Akin gelang jedenfalls einmal mehr ein pralles Stück milieusicheres lebensnahes Kino, das zudem auch noch ganz schön viel Hoffnung macht.

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Lars von Trier: Hospital der Geister

Im Kopenhagener königlichen Reichskrankenhaus geschehen die seltsamsten Dinge. Geister, Zombies und Missgeburten gehören schon fast zur Tagesordnung. Der arrogante und skrupellose Stig G. Helmer (Ernst Hugo Järegard) aus Schweden tritt dort eine neue Stelle als Neurochirurg an und verzweifelt langsam aber sicher an seinen Kollegen, die er allesamt für “dänischen Abschaum“ hält.

Lars von Trier: Hospital der Geister

Lars von Trier (“Breaking the Waves“, “Dancer in the Dark“) schuf mit der TV-Serie “Hospital der Geister“ sein bisher monumentalstes, wohl aber auch zugänglichstes, Werk. 1994 und 1997 entstanden zwei Staffeln mit 11 Episoden und über 9 Stunden Laufzeit vor. Im deutschen Fernsehen wurden daraus 6 Episoden. Eine dritte abschließende Staffel war lange im Gespräch, kam aber nie zustande. Stephen King schrieb 2004 für das US-Fernsehen unter dem Titel “Kingdom Hospital“ ein Remake.

Lars von Trier: Hospital der Geister

In “Hospital der Geister“ experimentiert von Trier bereits mit seinem Dogma-Stil. Er verwendet kein Stativ und die scheinbar wahllos zusammengefügten Szenen wirken wie ein Dokumentarfilm. Die simplen aber wirkungsvollen Geistertricks fügen sich nahtlos in diesen Schein-Realismus ein und haben einen sehr viel stärkeren Gruseleffekt als die aufwändigen Computertricks von US-Produktionen. Doch das ganz große Plus der Serie sind die Schauspieler, die scheinbar mühelos die seltsamsten Typen darstellen und den Zuschauer schon nach wenigen Minuten gefesselt haben. Noch heute fasziniert „Geister“ stärker als viele der nachfolgenden Fälle von „Dogma-Wackelkino“.

Lars von Trier: Hospital der Geister

Die neue DVD-Edition von Koch Media enthält die ungekürzte Fassung erstmals komplett deutsch synchronisiert. Als Extras gibt es: Audio-Kommentar mit Lars von Trier, Niels Vorsel und Molly Stensgard zu bestimmten Szenen, wie alle Extras wahlweise mit Untertiteln; Behind-the-Scenes Dokumentation mit Darsteller-Interviews (24:20 min); Acht Werbespots von Lars von Trier mit Ernst Hugo Järegard; Dänischer Trailer (1:29 min); Ein sehr interessantes Portrait von Lars von Trier (39:53 min); Musikvideo mit Lars von Trier „The Shiver“ (1:54 min); Musikvideo-Outtakes mit Lars von Trier (1:59 min); Udo-Kier-Special (8:12 min);  Wendecover

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