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Bilder vom Comic Café vom 25.03.2018

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 25. März 2018 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 25.03.2018

Okin Cznupolowsky eröffnete die Veranstaltung wieder mit der Erkennungsmelodie vom Comic Café.

Zu Gast: Uli Oesterle

Der Zeichner und Autor wurde 1966 in Karlsruhe geboren. Nach einer Ausbildung zum Grafiker an der Akademie für Gestaltung in München ist er seit Anfang der 90er-Jahre als freiberuflicher Illustrator, Grafiker und Comic-Autor tätig. 1995 gründete er gemeinsam mit Benjamin von Eckartsberg, Marc Herold und anderen die Münchner Ateliergemeinschaft Die Artillerie.

Bilder vom Comic Café vom 25.03.2018

Seit den frühen 90er-Jahren veröffentlichte Uli Oesterle zahlreiche Comics für Magazine wie Strapazin und Men’s Health oder die amerikanische Anthologie The Dark Horse Book of Hauntings. Sein Debütalbum Schläfenlappenphantasien wurde im Jahr 2000 auf dem Internationalen Comic-Salon Erlangen für den Max und Moritz-Preis nominiert. Schläfenlappenphantasien und weitere Werke von Oesterle wurden auch gesammelt im Band Kopfsachen veröffentlicht.

Uli Oesterle: Kopfsachen

Für die Einzelveröffentlichung des ersten Kapitels von Hector Umbra erhielt Uli Oesterle 2004 u.a. eine Nominierung beim Comic-Festival im französischen Angoulême und den ICOM Independent Comic Preis. Für die Gesamtausgabe von Hector Umbra wurde er ein zweites Mal in Angouléme und auch in Erlangen nominiert. Oesterles Bücher wurden bisher in sechs Sprechen übersetzt.

COMIC CAFÉ

In seiner Graphic Novel Vatermilch wird Uli Oesterle vom Absturz eines gut situierten Familienvaters in Alkoholsucht und Obdachlosigkeit erzählen. Für diese fiktive, aber zum Teil auch biografische Geschichte über den eigenen Vater erhielt Uli Oesterle 2016 den mit 15.000 Euro dotierten Comic-Buchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung,  der für Graphic Novels in der Entstehung vergeben wird. Vatermilch wird in zwei Bänden bei Carlsen erscheinen.

Uli Oesterle: Kopfsachen

Wir freuten uns sehr mit Uli im Comic Café über seine bisherigen und künftigen Werke zu sprechen.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht. Regelmäßig und kontrovers diskutiert Gastgeber Heiner Lünstedt in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren der Comiczeichner Rolf Boyke (alias boy), Rainer Schneider (Comicaze) und Matthias Schäfer zu Gast.

Diese Comics stehen zur Debatte:

Der französische Zeichner Tébo schildert lässig-rotzig DIE JUNGEN JAHRE VON MICKY.

Tébo: Die jungen Jahre von Micky

Mit SHINGUZLOOZ INC. gelang Wilfrid Lupano und Mathieu Lauffray eine sehr schöne Hommage an die galaktischen Welten von VALERIAN & VERONIQUE.

Valerian & Veronique: Shinguzlooz Inc.

Beide Comics kamen bei der Expertenrunde sehr gut an.

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Bilder vom Comic Café vom 25.03.2018

Hier noch einige Skizzen, die Rolf Boyke während der Veranstaltung gemacht hat:

Bilder vom Comic Café vom 25.03.2018

Das nächste Comic Café ist am 20. Mai 2018 (Pfingstsonntag), zu Gast ist der Zeichner Franz Gerg!

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Uli Oesterle: Hector Umbra

Mitten in einer wilden Nacht verschwindet Osaka, der beste DJ der Stadt, ganz plötzlich auf höchst merkwürdige Weise, während er in der angesagten Münchner Diskothek Robot Mitchum Platten auflegt. Seinen Freund den Maler Hector Umbra trifft das besonders hart und er beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei erfährt er Dinge über Osaka von denen er zuvor noch nichts wusste. Außerdem erhält Hector einen Anruf von einem verstorbenen Freund und muss feststellen, dass es in der Nähe des Hofbräuhaus eine ihm bisher unbekannte Bar gibt, die nicht ohne Grund Jenseits heißt…

Uli Oesterle: Hector Umbra

Diesen Teil der Geschichte erzählte Uli Oesterle (Kopfsachen) bereits 2003 in seinem bei der Edition 52 erschienenen großformatigen Album Fern von Osaka, von dem auch eine französische Ausgabe erschienen ist. Carlsen veröffentlichte sechs Jahre später eine kleinformatigere 216-seitige Gesamtausgabe. Hierin wurde das alte Album integriert, allerdings in leicht überarbeiteter Form und um einen Prolog ergänzt. Lettering und Text wurde noch einmal überarbeitet und upgedatet, so wurde aus einem “Plasma-TV“ ein “HD-Ready-TV“. Das nur noch halb so große US-Format bekommt den stark auf Schwarzflächen setzenden und im Riesenformat oft etwas leer wirkenden Zeichnungen von Uli Oesterle sehr gut.

Uli Oesterle: Hector Umbra

Uli Oesterle bezeichnet Hector Umbra als eine Mischung aus Szene und Mystery. Er bedient zwar einige altbekannte Klischees, ironisiert sie jedoch immer wieder in Wort und Bild. Doch bei allem Humor möchte Oesterle seine Geschichte auch als Hymne an die Freundschaft verstehen. Er hat dabei eigene Erlebnisse verarbeitet. Besonders der Tod eines Freundes hat ihn sehr stark zu dieser Geschichte angeregt.

Uli Oesterle: Hector Umbra

Während sich Verlauf (und Sinn) der Haupthandlung nicht immer voll erschließen, überzeugt der eigenwillige und unverwechselbare Zeichenstil. Die nicht mit übersinnlichen Phänomenen geizende Geschichte hat ihren ganz eigenen Reiz dadurch, dass sie nicht in einer beliebigen und anonymen Metropole spielt, sondern unverkennbar in München. So findet das große Finale in der Frauenkirche statt. Auch ansonsten hat Oesterle viele Örtlichkeiten der bayerischen Landeshauptstadt als Handlungsorte eingesetzt. Diese wurden allerdings oft umbenannt und karikierend verfremdet. Dies wirkt besonders reizvoll dadurch, dass Oesterles Zeichenstil überhaupt nichts „typisch deutsches“ an sich hat und vertraute Umgebungen dadurch plötzlich zu etwas völlig Neuem werden.

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