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King Kong (2005)

Wer den 1933 entstandenen Monsterfilm King Kong und die weiße Frau in seiner Jugend sah, wird von der ebenso alptraumhaften wie romantischen Story Zeit seines Lebens nicht mehr loskommen.

King Kong (2005)

Daher ist es absolut nachvollziehbar, dass der neuseeländische Filmemacher Peter Jackson nach dem nicht sonderlich gut gelungenen Remake von Dino De Laurentiis alles dransetzte, um eine Neuverfilmung inszenieren zu dürfen. Ende der 90erJahre war es fast so weit, doch erst nach dem Erfolg seiner Der Herr der Ringe-Trilogie durfte Peter Jackson endlich sein Traumprojekt realisieren.

King Kong (2005)

Der Regisseur hatte jetzt alle Freiheiten und das bekommt dem Film im ersten Drittel nicht allzu gut. Es entsteht hier eher der Eindruck eines um unnötige Szenen ergänzten Director´s Cut. Immerhin gelingt es Peter Jackson in kurzen Szenen die Stimmung im depressions-erschütterten New York der frühen 30erJahre zu rekonstruieren. Doch ansonsten schildert er viel zu langatmig das Zusammenkommen jener Expedition, die schließlich (nach über einer Stunde!) auf einer mysteriösen Insel den Riesenaffen King Kong und diverses Urzeit-Getier trifft.

King Kong (2005)
Doch von da an gibt es ordentlich was auf die Augen. Bereits eine Brontosaurier-Stampede bietet mehr Dinosaurier-Action als Jurassic Park und wird durch Kino Kongs schwindelerregenden Lianen-Kampf mit gleich drei T-Rexs noch getoppt.

King Kong (2005)

Ein kleiner Fremdkörper ist eine Ekelszene mit Rieseninsekten, die auf einem verschollenen Outtake der 33-er Version basiert. Diese sogenannte „Spider Pit“-Sequenz hat Jackson zeitgleich gemeinsam mit seinen Weta-Technikern für die (leider nur in den USA erhältliche) DVD-Veröffentlichung des Ur-King-Kongs sogar im klassischen Stop-Motion-Stil rekonstruiert.

King Kong (2005)

Überhaupt ist Jacksons Film so werkgetreu wie möglich. Daher  wird, nachdem King Kong betäubt wurde, ebenfalls sehr rasant von Skull Island nach New York gewechselt. Dort sind während der Präsentation des Riesenaffens in einem Theater Teile aus Max Steiners Original-Soundtrack zu hören.

King Kong (2005)

Spätestens bei King Kongs Flucht durch New York zeigt sich, dass die von Naomi Watts verkörperte Ann Darrow aus einem anderen Holz geschnitzt ist, als ihre meist nur herumschreiende Vorgängerin Fay Wray. Die deutlich aktivere Hauptdarstellerin begibt sich diesmal freiwillig in die Hände Kongs (wodurch die berühmte Szene mit der Riesenpranke im Hotelzimmer leider fehlt), um dessen Amoklauf zu stoppen.

King Kong (2005)

Die dann folgende romantische Rutschpartie auf einem zugefrorenen See im Central Park ist hingegen eine eher bescheuerte Modernisierung, die aber locker vom bombastischen Finale auf dem Empire State Building neutralisiert wird. Abgesehen vom etwas lahmen Auftakt gelang Peter Jackson somit ein Film voller gewaltiger Schauwerte, der auch dadurch dem Original voll gerecht wird.

King Kong (2005)

Wie nicht wirklich anders zu erwarten, brachte Peter Jackson – genau wie bei seinen Trilogien  Der Herr der Ringe und Der Hobbit – auch zu King Kong ein Jahr nach Kino-Start (und ein halbes Jahr nach der ersten DVD-Veröffentlichung) eine verlängerte Fassung des Filmes heraus. Eine Edition mit beigepackter Skulptur, wie zu den Tolkien-Filmen, ist hingegen nicht erschienen.

King Kong (2005)

Auf den ersten Blick dürfte etwa enttäuschen, dass Jackson seinen Film diesmal lediglich um 12 ½ Minuten (durch drei neue und fünf ergänzte Szenen) gestreckt hat. Doch die zusätzlichen Momente haben es in sich und spielen sich fast alle auf Skull Island ab. So gibt es einen temporeichen Styracosaurier-Angriff, der als Hommage an jene Szene aus dem Ur-King-Kong zu verstehen ist, als die Expedition erstmals auf prähistorische Tiere traf. Damals war es allerdings ein Stegosaurier.

King Kong (2005)

Auch für die tödliche Floßfahrt aus der 33er-Version gibt es jetzt eine atemberaubend getrickste Entsprechung in Form einer unheimlichen Begegnung mit einem von den Weta-Trickexperten frei erfundenen Seeungetüm. Außerdem wurde die drastische Spider-Pit-Sequenz mit den Rieseninsekten noch etwas ausgebaut. Monster-Freunde kommen bei der Extended Edition also voll auf ihre Kosten.

King Kong (2005)
Attraktion in den Universal Studios

Zusätzlich werden aber auch noch als separates Extra über 40 Minuten nicht verwendete Szenen geboten. Diese spielen sich meist während der schon im Kino etwas langatmig anmutenden Schiffsreise zur Insel von King Kong ab, sind für sich betrachtet aber durchaus interessant. Sehr stimmungsvoll ist z. B. die im Film nur kurz gezeigte Tanzszene an Bord mit Naomi Watts, die in der vollständigen Fassung allerdings etwas zu stark an die ausgelassene Feier auf dem Unterdeck von James Camerons Titanic erinnert. Insgesamt ist einzusehen, dass Jackson diese zusätzlichen Momente nicht auch noch in seine erweiterte Version schneiden wollte, um den Einstieg nicht noch schwerfälliger zu machen. Doch sehenswert sind diese Szenen allemal.

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Sharknado 3: Oh Hell No!

2013 gelang der auf Billigvarianten von Blockbustern und Filme mit Riesenfischen spezialisierten Firma The Asylum ein kleiner Kultfilm. In Sharknado wirbelt ein Tornado eine Unmenge von Haie aus dem Pazifik mitten hinein nach Los Angeles. Dem Film ist jederzeit anzumerken, dass den Machern voll bewusst war, was für einen Unfug sie produzierten. Daher funktionierte Sharknado nicht nur als rasante Mischung aus Katastrophen- und Tier-Horror-Film, sondern zugleich auch noch als Parodie darauf. Dies galt in einem noch stärkeren Maße für die schon ein Jahr später entstandene Fortsetzung, die den ebenso souveränen wie absurden Untertitel The Second One und New York zum Ziel der Hai-Attacke macht.

Sharknado 3: Oh Hell No!

Auch im dritten Teil schwingt der heldenhafte Fin (Ian Ziering) wieder seine Motorsäge und zerteilt jede Menge fliegende Haifische. Am Anfang des Films erhält Fin vom US-Präsidenten für seine Verdienste aus Teil 1 und 2 sogar eine goldene Kettensäge, die er dann auch prompt einsetzen muss, während Washington von einem Sharknado zerstört wird. In diesen ersten Minuten noch vor dem Vorspann gehen bei Sharknado 3 fast so viele US-Monumente zu Bruch wie in einem Film von Roland Emmerich und zugleich wird auch noch dessen White House Down ganz gehörig veralbert.

Sharknado 3: Oh Hell No!

Die absurde Qualität dieser “pre-title sequence“ erreicht Sharknado 3: Oh Hell No! leider erst wieder kurz vor dem Ende. Bis dahin werden reichlich mehr (George R.R. Martin) oder weniger (Hulk-Darsteller Lou Ferrigno als „Secret Service Agent Banner“) Prominente zum Opfer von durch die Luft wirbelnden Haifischen, die u. a. die Universal Studios in Orlando attackieren. Hier sind auch ganz kurz Oliver Kalkofe und Peter Rütten zu sehen, die Sharknado und Sharknado 2 bereits im Rahmen ihrer Sendung “Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ präsentierten. Sehr viel weniger amüsant als zuvor in Piranha 2 fällt leider der Gastauftritt von “Bademeister“ David Hasselhoff aus, der als Fins Vater fast so etwas wie eine Charakter-Rolle spielt. Ganz mithalten beim Irrsinn des zweiten Teils kann diese Fortsetzung leider nicht, denoch ging es munter weiter.

Sharknado 3: Oh Hell No!

Die Blu-ray enthält neben dem 89-minütigen Film noch ein Making of (12:43 min, wie alle Extras ohne deutsche Untertitel), eine Gag Reel (4:47 min) und den US-Trailer (1:46 min).

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Tarantula

Ein Film über eine Riesenspinne muss nicht zwangsweise Mega-Trash sein. Dies bewies 1955 der vielbeschäftigte Regisseur Jack Arnold mit Tarantula. Er drehte nicht nur, wie seinerzeit bei B-Pictures üblich, im Studio sondern auch in der kalifornischen Wüste. Dort baute er sorgfältig eine bedrohliche Atmosphäre auf und schuf sympathische Charaktere, die sich dem durch missglückte Tierversuche entstandenen Untier stellen müssen.

Tarantula

Die Blu-ray-Edition ist der DVD-Version deutlich überlegen (auch wenn sie nicht über ein 3D-Wackelcover verfügt). Wer mag, kann den Film in einer 16:9-Fassung mit oben und unten beschnittenen Bild betrachten, doch auch die Originalversion im Vollbildformat ist auf der Scheibe enthalten. Eine schöne Ergänzung zum Film ist zudem noch eine umfangreiche Bildergalerie.

Tarantula

Außerdem enthält diese Edition auch endlich die zugehörige deutsche TV-Kurzdokumentation Jack Arnold erzählt, die in den Siebziger Jahren in den dritten Programmen gezeigt wurde. Hier erzählt der Regisseur recht launig aus der Blütezeit der Filmfabrik Universal Studios. Damals waren die Produzenten zwar auch in erster Linie am Profit interessiert, aber sie verstanden mindestens ebensoviel vom Filmemachen wie vom Geschäft. Es ist zu hoffen, dass weitere Jack-Arnold-Klassiker ebenfalls in dieser optimalen Form veröffentlicht werden.

Tarantula

Bonusmaterial: Interview mit Jack Arnold (26:10 min), zwei Folgen der deutschen Reihe „Jack Arnold erzählt“ in der eine deutsche Tonspur die interessanten Statements des Regisseurs übersetzt, Deutscher Original-Vorspann (2:24 min), Eine kompakte Super-8-Heimkino-Kurzfassung in deutscher Sprache (8:14 min), Eine stumme Normal-8-Kurzfassung mit deutschen Untertiteln (2:16 min), US-Trailer (1:53 min), Deutscher Trailer (1:51 min), Galerie mit 137 Bildern, Werberatschlägen und Plakaten

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