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Spider-Man in Venedig

J. Jonah Jameson ist (mal wieder) nicht sonderlich begeistert von seinem Fotografen Peter Parker, dessen Bilder von Spider-Man arg nach Selbstauslöser aussehen. Daher (und weil er gerade ein Gratisticket von einem Reisebüro erhielt) schickt der väterliche Verleger Parker nach Italien, was diesen sehr freut, denn er hat genug von maskierten Spinnern. Doch urplötzlich befindet er sich inmitten des Karnevals von Venedig…

Spider-Man in Venedig

Nicht nur diese originelle Ausgangssituation ist untypisch an Spider-Man in Venedig, auch das Kreativ-Team überrascht. Autor und Zeichner stammen aus Italien und waren recht häufig für die dortigen Disney-Comics tätig. Während Tito Faraci auch Geschichten für Dylan Dog verfasst, ist Giorgio Cavazzano einer der besten amtierenden Disney-Zeichner und betrat bereits Neuland als er Familie Duck die epische Fantasy-Geschichte Drachenritter erleben ließ. Bei Cavazzano sieht Peter Parker jetzt ein wenig wie Corto Maltese aus, was natürlich sehr gut zum Schauplatz passt.

Spider-Man in Venedig

Die Begegnung zwischen italienischen und amerikanischen Comicstil verläuft inhaltlich und formal äußerst spannend. Daher ist es sehr erfreulich dass die 24-seitige Geschichte um das Geheimnis des venezianischen Glases noch durch einen ebenso umfangreichen “Hinter den Kulissen“-Teil mit Bleistiftskizzen, schwarzweißen Seitenlayouts und Fotovorlagen ergänzt wurde.

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Giacomo C.

1987 wurde der Historien-Comic “Giacomo C.“ im Magazin Vecu des französischen Verlags Glénat gestartet. Den Erfolg des im Venedig des Rokoko angesiedelten Comics unterstreicht die Tatsache, dass bis 2005 erschienen insgesamt 15 Alben der Serie erschienen sind. Auf Deutsch liegt die Reihe komplett bei comicplus+ vor und hier wird eine auf 1000 Exemplare limitierte gebundene Gesamtausgabe in fünf Bänden herausgebracht.

Giacomo C.

Getextet wurde “Giacomo C.“ vom viel beschäftigten belgischen Autor Jean Dufaux (“Raubtiere – Jäger der Nacht“), der die Szenarien zu mehr als 40 Comic-Serien verfasste. Auch wenn es der Name der Hauptfigur vermuten lässt, so handelt es sich bei Giacomo C. nicht um den legendären Schürzenjäger Casanova. Dufaux wollte sich in seiner Phantasie nicht bremsen lassen und benutzte den historischen Casanova nur zur Inspiration. Ähnlich verhält es sich mit der Stadt Venedig, denn als Dufaux die Serie startete, war er noch nicht in der Lagunenstadt gewesen.

Giacomo C.

Das gilt auch für den Zeichner Werner Goelen alias Griffo, der sein Venedig aus Fotos, historischen Gemälden und wohl auch italienischen Comic-Vorlagen zusammengebastelte, aber nicht aus eigener Anschauung. Der belgische Zeichner hat bereits bei anderen Serie wie “Beatifica Blues“ mit Dufaux zusammengearbeitet und mit “Giacomo C.“ gelang dem eingespielten Team eine vielschichtige, fortlaufend erzählte Geschichte, die sich eher an reifere Leser wendet. Hinter den prachtvollen Bauten und unter den prächtigen Kostümen lauern intrigante Zeitgenossen, die auch vor Morden nicht zurückschrecken.

Giacomo C.

Der erste Band der Geamtausgabe enthält neben den Alben “Im Dunkel der Schatten“, “Der Sturz des Engels“ und “Die schwarze Herzdame“ auch noch einen reich bebilderten achtseitigen Anhang mit (comic-)historischen Hintergrundinformationen. Es freut mich sehr, dass comicplus+ in ähnlicher Form auch eine Gesamtausgabe der Bierbrauer-Saga “Hopfen und Malz“ von Jean Van Hamme und Francis Vallès herausbringt.

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