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Swamp Thing – Die Serie

Abgesehen von Batman und Superman ist Swamp Thing der DC-Charakter, der in Kino und TV bisher am präsentesten war. Dabei ist er nicht einmal ein kostümierter Superheld und hat die Comic-Bühne erst 1971 betreten. Seinerzeit erzählten der Autor Len Wein und der Zeichner Bernie Wrightson die tragische Geschichte des Biologen Alec Holland.

Swamp Thing – Die Serie

Dieser wurde von einem eifersüchtigen Kollegen, der es auf dessen Frau abgesehen hatte, umgebracht. Anschließend wurde Alec “zum stinkenden Sumpf getragen und dort vergraben“. Alec ging eine Metamorphose mit den wilden Sumpfblüten ein, wurde zum mächtigen Swamp Thing und rächte sich an seinem Mörder. Doch das entfremdete ihn von seiner Frau und traurig ging das Ding zurück in den Sumpf…

Swamp Thing – Die Serie

Diese auf nur acht Comic-Seiten im DC-Heft House of Secrets # 92 erzählte Geschichte wurde zu einem gewaltigen Erfolg. Nach anfänglichem Zögern machten sich Wein und Wrightson daran, aus Swamp Thing einen Serien-Helden zu machen. Sie ließen ihr tragisches Ungetüm auf das Monster von Frankenstein aber auch auf Batman treffen. Nach 10 Heften verließ Wrightson die Serie und drei Ausgaben später ging Len Wein von Bord. 1976 war dann erst einmal Schluss mit Swamp Thing.

Swamp Thing – Die Serie

Mehr als 10 Jahre bevor Alan Moore (Watchmen) der Comic-Serie zu neuem Glanz verhalf, drehte Wes Craven 1982 eine gar nicht einmal so gute Verfilmung von Swamp Thing. Trotzdem folgte sieben Jahre später eine etwas amüsantere Fortsetzung, die Jim Wynorski (Vampirella) in Szene setzte. Beide Filme liegen mittlerweile auf Blu-ray vor, wobei Wynorskis Das grüne Ding aus dem Sumpf eine erstaunlich stark kalauernde deutsche Synchro verpasst bekam.

Swamp Thing – Die Serie

Doch auch im TV ist Swamp Thing erstaunlich präsent. Eine 1990 gestartete Serie, in der genau wie in den beiden Filmen Dick Durock die Titelrolle spielte, brachte es auf drei Staffeln mit 72 Episoden. Weniger erfolgreich war 1991 eine Animationsserie, die lediglich aus fünf Episoden besteht. Dabei ist der nach der Melodie von Wild Thing gesungene Titelsong Swamp Thing … you are Amazing! ein ziemlicher Knaller.

Swamp Thing – Die Serie

2019 entstand eine weitere TV-Serie, die sehr ambitioniert angegangen wurde. Die ersten beiden Folgen inszenierte der Kino-Regisseur Len Wiseman (Underworld, Stirb Langsam 4.0), der bereits den ähnlich gut gelungenen Pilotfilm zu Sleepy Hollow drehte. Das Resultat ist atmosphärischer Mystery-Horror mit einem beeindruckend realisierten Swamp Thing.

Swamp Thing – Die Serie

Auch der phantasievolle Vorspann und die Ausstattung können sich sehen lassen. Eine Kneipe wie das mitten im Sumpf gelegene Delroy’s Roadhouse hätte wohl jeder gerne in seiner Nachbarschaft.

Swamp Thing – Die Serie

Die Besetzung kann überzeugen. Die Hauptrolle der Abby Arcane spielt Crystal Reed (Teen Wolf) nicht – wie ihre Vorgänger – als hilflose Frau, die immer wieder von Swamp Thing gerettet werden muss, sondern als fähige Biologin greift sie immer wieder aktiv ins Geschehen ein.

Swamp Thing – Die Serie

Die aus diversen Kinofilmen bekannten Darsteller Virginia Madsen (Dune, Sideways), Jennifer Beals (Flashdance) und Will Patton (Armageddon, The Punisher) spielen interessante Charaktere irgendwo zwischen Gut und Böse.

Swamp Thing – Die Serie

Obwohl die Serie gut ankam und auch – durch einen kurzen Gastauftritt von Swamp Thing im TV-Crossover Crisis on Infinite Earths – versucht wurde sie zum Bestandteil der DC-Welt des “Arrowverse“zu machen, war nach zehn manchmal etwas auf der Stelle tretenden Episoden leider Schluss. Da konnte auch ein Gastauftritt von Adrienne Barbeau, die die Hauptrolle in Wes Cravens Swamp Thing spielte, nichts mehr retten.

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Sideways

Jack (Thomas Haden Church aus Spider-Man 3) wird in einer Woche heiraten, während sein Freund Miles (Paul Giamatti aus American Splendor) immer noch an seiner Scheidung zu knabbern hat. Gemeinsam brechen sie zu einer Tour durch das kalifornische Wine Country auf. Während der erfolglose Schriftsteller Miles vor allem Spaß an Weinproben hat, will es der auch nicht gerade vollbeschäftigte Schauspieler Jack vor seiner Ehe noch einmal richtig krachen lassen.

Sideways

Das ungleiche Duo lernt die lebensfrohe Stephanie (Sandra Oh) und die geschiedene Weinliebhaberin Maya (Virginia Madsen) kennen. Während Jack sofort bei Stephanie landet, kommen sich Miles und Maya sehr behutsam näher. Doch dann verplappert sich Miles und erzählt davon, dass Jacks in wenigen Tagen heiraten wird. Die Damen sind alles andere als erfreut…

Sideways

Der Regisseur Alexander Payne (Election, Downsizing) schickte bereits Jack Nicholson in About Schmidt auf einen Selbstfindungs-Roadtrip. Sideways hat den großen Vorteil, dass der Film über keinen Star sondern über gute Schauspieler verfügt. Paul Giamatti  überzeugt als sympathischer Loser, der – vor allem durch seinen gänzlich gegenteilig gepolten Kumpel Jack – nach und nach seine (auch moralische) Stabilität wiederfindet.

Sideways
Für den Film spricht zudem der jazzige Soundtrack von Rolfe Kent, sowie sein bedächtiges Tempo, das gegen Ende zwar etwas zunimmt, aber nie den genauen Blick auf die Hauptfiguren und die meist etwas arg künstlich auf europäisch getrimmten realen kalifornischen Schauplätze verliert.

Sideways
Die Blu-ray-Edition von Filmconfect präsentiert als Limited Mediabook interessantes Bonusmaterial. Zum 127-minütigen Hauptfilm gibt es einen sehr amüsanten Audiokommentar mit den beiden Hauptdarstellern Paul Giamatti und Thomas Haden Church (wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie ein Making Of von 2004 (6:34 min), Deleted Scenes (17:14 min) und ein 19-seitiges Booklet mit Texten von Kai Naumann (Dario Argento: Anatomie der Angst).

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Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause

Der Western-Film ist noch lange nicht tot, den für das US-Fernsehen werden immer mal wieder angenehm gradlinig in Kino-Qualität in Szene gesetzte Filme gedreht, die sich nicht vor klassischen Western der gehobenen B-Picture-Klasse verstecken müssen. Neben dem 1944 geborenen Sam Elliott, der leider etwas zu spät kam, um noch zu einem der ganz großen Stars des Western-Kinos zu werden, hat es sich auch Tom Selleck in dieser Nische bequem gemacht.

Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause

Genau wie etwa der TV-Film Pfad der Gewalt (The Quick and the Dead) mit Sam Elliott, basiert auch der 2001 erfolgreich im US-Kabelfernsehen gezeigte Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause auf einem Roman des Western-Vielschreibers Louis L’Amour (Hondo). Tom Selleck spielt hier einen gewissen Rafe Covington, der seinem besten Kumpel am Sterbebett schwört auf dessen Frau Anne (Virginia Madsen) und seine Ranch aufzupassen. Doch als Rafe in dem Heimatstädtchen seines Freundes ankommt, hat es schon der schmierige Bruce Barkow, den Mark Harmon mit viel Spielfreude als klassischen Westen-Schurken im feinen Anzug verkörpert, auf Haus, Hof und Anne abgesehen…

Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause

Bevor es zum halbwegs großen Showdown kommt, lässt der Australier Simon Vincer (Free Willy), der mit Tom Selleck schon den ulkigen Down-Under-Western Quigley der Australier drehte seinen Hauptdarstellern viel Raum. Vor allem die witzigen Wortgefechte zwischen Virgina Madsen und dem selbstironischen Macho Selleck bereiten viel Vergnügen. Es ist sehr erfreulich, dass Savoy Film diesen ebenso traditionsbewussten wie frisch-fröhlichen 92-minütigen Spät-Western auf einer DVD ohne Bonusmaterial, aber immerhin im anamorphen 16 : 9 Format herausgebracht hat.

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Dune – Der Wüstenplanet – Extended Edtition

Während die vorherigen nicht eben wenigen DVD-Veröffentlichungen von Dune – Der Wüstenplanet eher wie semiprofessionelle Bastelarbeiten wirkten, bietet diese Edition endlich den wohl bestmöglichen Blick darauf, wie gut diese Verfilmung von Frank Herberts Science-Fiction-Klassiker hätte werden können.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition

Regisseur David Lynch wollte 1984 aus dem von ihm gedrehten Material eine dreistündige Fassung zusammenstellen. Die Produzenten Dino und Raffaella de Laurentiis (Flash Gordon) bestanden jedoch auf einer zweistündigen Version und mehr als etwas über 130 Minuten waren schließlich nicht drin. Damit der Zuschauer dennoch einen Einblick in Herberts kompliziertes Universum bekam, sprach Virginia Madsen als Prinzessin Irulan in Großaufnahme noch zusätzlich einen Prolog ein, der jedoch mehr verwirrte als erklärte.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition
Viginia Madsen

Für die TV-Ausstrahlung wurde ohne die Beteiligung von David Lynch eine längere Fassung zusammengestellt und als Regisseur wurde das für solche Fälle gerne benutze Pseudonym Alan Smithee im Vorspann aufgeführt. Zur Einleitung wurde hier anstelle des Madsen-Prologes eine kommentierte Zusammenstellung von mehr oder weniger gelungenen Zeichnungen gezeigt. Dies wirkt zwar etwas seltsam ist jedoch eine passable Einführung in Herberts Welten.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition
Patrick Stewart

Dem dann folgenden Film bekommt die längere Laufzeit recht gut und er ist sehr viel atmosphärischer als die hektisch erzählte Kinofassung. Die längere Version bringt die tollen Darsteller wie Patrick Stewart oder Sting, die Sets, die Kostüme, aber auch die interessante und spannende Geschichte sehr viel besser zur Geltung als dies seinerzeit im Kino der Fall war.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition

Die Edition von SchröderMedia enthält auf einer Scheibe die Kinofassung mit der deutschen Synchronisation von 1984 in Dolby 2.0 und in der Originalfassung in Dolby 5.1. Als zweite Scheibe liegt eine 177-minütige Extended Version bei. Auch diese ist komplett im 1 : 2,35 Breitwandformat.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition
Sting

Die nicht im Kino gezeigten Szenen wurden sorgfältig remastered und nahtlos in den Film eingefügt (wie peinlich ist dagegen die lausige Qualität der neu eingefügten Szenen bei der Extended Edition von Es war einmal in Amerika). Auch hier liegt die Originalfassung in Dolby 5.1 vor, während für die deutsche Fassung eine gute Neusynchronisation angefertigt wurde, seltsamerweise aber nur in Dolby 2.0.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition

Extras der Blu-ray: Nicht verwendete Szenen (insgesamt 14:20 min), US-Trailer (3:10 min)

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