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Maleficent – Die Dunkle Fee

Am Ende dieses Märchenfilms singt Lana Del Rey eine herrliche Version von „Once Upon a Dream“, dieses fürs Ballett von Peter Iljitsch Tschaikowski komponierte Musikstück wurde bereits 1958 für den Disney-Zeichentrickfilm „Dornröschen“ mit einem Text versehen. Das ist eine mehr als nette Zugabe, doch wenn der Abspann abrollt, sind ohnehin bereits alle Erwartungen übertroffen. Zu bestaunen war sehr viel mehr als ein trendiger starbesetzter Realfilm nach einem Kinderfilm-Klassiker. „Maleficent – Die Dunkle Fee“ ist als Fantasy-Film sehr viel überzeugender als Tim Burtons „Alice im Wunderland„, ja insgesamt sogar noch schöner als Disneys „Die fantastische Welt von Oz“.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Dies liegt natürlich an der sagenhaften Angelina Jolie, sowie an der tollen Ausstattung und den unglaublichen Effekten auf Peter-Jackson-Niveau, die auch in 2D sehr plastisch wirken. Es liegt aber auch daran, dass hier nicht nur eine leicht finstere Realfilm-Version von einem der wohl optisch schönsten Disney-Zeichentrickfilmen entstanden ist, sondern etwas ganz eigenes. „Maleficent“ nimmt sich sehr viele Freiheiten und orientiert sich eigentlich nur in der Szene, in der die dunkle Fee das gerade neugeborene Dornröschen verflucht, sehr nah am Zeichentrickfilm. Es wird nicht nur eine Erklärung nachgeliefert, wieso Maleficent „böse“ geworden ist, sondern die Geschichte wird komplett neu aufgerollt.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Dazu gehört auch, dass der Vater von Dornröschen hier ein echter Fiesling ist, den der auf seltsame Charaktere spezialisierte Südafrikaner Sharlto Copley („Distict 9„, „Elysium„) mit viel Spielfreude ansprechgend bedrohlich auf die Leinwand zaubert. Interessant ist auch der von Sam Riley („Das finstere Tal„) gespielte zum Menschen gewordene Rabe Diaval, der eine interessante Ergänzung zu Angelina Jolie ist. Etwas blass bleibt hingegen Elle Fanning als Dornröschen, während Imelda Staunton, Juno Temple und Lesley Manville als nervige Feen gottseidank nur sehr selten zu sehen sind. Überhaupt ist dies kein reiner Kinderfilm und die Blu-ray enthält zum Glück die etwas längere FSK12-Version sowie schönes Bonusmaterial.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Bonusmaterial der Blu-ray: „Vom Märchen zum Kinofilm“ (8:13 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Eine epische Schlacht (5:48 min), Maleficents Stil (1:34 min), Hinter den Kulissen von „Maleficent – Die Dunkle Fee“ (4:45 min), Aurora: Wie sie zur Schönheit wird (4:53 min), zusätzliche Szenen (6:41 min), Trailershow

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Tiki Pop – America imagines its own Polynesian Paradise

Den Stadtarchäologen Sven A. Kirsten hat es schon immer fasziniert, dass in den Fünfziger Jahren zahlreiche biedere US-Bürger daheim (zumindest innenarchitektonisch) den Wilden raushängen ließen. Exotisch wirkende Fetische galten als modern und auf primitiv getrimmte Möbelstücke brachten einen Hauch von Südsee in die gute Stube oder in damals angesagte Cocktail-Bars.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise

Kirsten hat dies als “Tiki Style“ bezeichnete Phänomen bereits 2003 zu einem ansprechend gestalteten gleichnamigen Buch verarbeitet, von dem es innerhalb der ICONS-Reihe des Taschen Verlags auch eine abgespeckte Version gibt. Mit dem mittlerweile bereits vergriffenen Band “Tiki Modern“ legte Kirsten 2007 noch einmal kräftig nach und präsentiert in einem wuchtigen Bildband u. a. eine beeindruckende Ansammlung von schaurig-schönen Einrichtungsensembles z. B. in Form von Lamas.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise

Doch damit noch nicht genug, jetzt folgt mit “Tiki Pop“ ein noch prallerer 370-seitiger Band, der zugleich auch der Katalog für eine im Pariser Musée du quai Branly gezeigte Ausstellung ist. Daher liegt das Buch auch in einer zweisprachigen Edition in Englisch und Französisch vor. Doch selbst wer beide Sprachen nicht versteht, dürfte seine Freude an der extravaganten Bebilderung haben. Wir werden unter anderen auch darüber informiert, dass es seinerzeit auch Tiki-Vergnügungsparks gab.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise
Walt Disney in seinem “Enchanted Tiki Room“

Ein gar nicht so schwacher Abglanz davon ist eine im klassischen Disneyland in Kalifornien immer noch bestens funktionierende Attraktion, die daraus resultierte, dass Walt Disney auch gerne Tiki-Bars aufsuchte. Der “Enchanted Tiki Room“ präsentiert zur eigens dazu komponierten Musik von den Sherman-Brothers (“Mary Poppins“) Exotik pur mit sprechenden künstlichen Vögeln und singenden Götzen.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise

Sven A. Kirsten belegt in seinem reich bebilderten Buch “Tiki Pop“ mit Filmplakaten, Comicbook-Titelbildern, Werbeanzeigen oder LP-Covern, dass sich die Tiki-Kultur durch alle Bereiche der Unterhaltungskultur zog. Das letzte Kapitel “The Tiki Revival“ weckt Hoffnung, dass diese faszinierende Fake-Exotik doch noch nicht völlig verschwunden ist.

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Walt Disney: Valiant

Die Eiskönigin“ hat mittlerweile weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt und ist somit der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten. Das Walt Disney Animations Studio hat jetzt wieder die Nase vorn und die Konkurrenz aus dem eigenen Hause – Pixars “Toy Story 3“ – an der Kinokasse überholt. Doch der Weg der Disney Studios zum Computeranimations-Erfolg war dornig und über so manchem Versuch in diesem Bereich wird der Mantel des Schweigens gelegt, nicht immer zu Recht.

Walt Disney: Valiant

„Die Eiskönigin“ wird offiziell als 53. “Walt Disney Animation Studios Film“ gelistet. In dieser Reihe tauchen zwar die relativ erfolgreichen computeranimierten Filme “Himmel und Huhn“ (2005), “Triff die Robinsons“ (2007) und “Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ (2008) auf, es fehlen jedoch das peinliche “Madagascar“-Plagiat “Tierisch wild“ (2006), sowie der Total-Flop “Milo und Mars“ (2011), der lediglich 40 % seiner Produktionskosten von 150 Millionen Dollar wieder einspielte.

Walt Disney: Valiant

Ebenfalls nicht aufgeführt ist ein 2005 in Großbritannien entstandener Disney-Computeranimations-Film, der zwar nicht bei uns gezeigt wurde, sein moderates Budget von 35 Millionen Dollar jedoch trotzdem fast doppelt wieder einspielte.

Walt Disney: Valiant

“Valiant“ erzählt die Geschichte einiger Tauben, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen. Der recht spaßig als Kriegskomödie in Szene gesetzte Film hat einen wahren Kern, denn in der Tat wird in Großbritannien ein Tapferkeitsorden namens Dickin Medal an Tiere im Kriegsdienst verliehen. Während des Zweiten Weltkriegs erhielten mehr als 20 Brieftauben diese Auszeichnung, Hunde hingegen brachten es auf sehr viel weniger Orden.

Walt Disney: Valiant
“Valiant“ ist eine charmante Ansammlung von Zweiter-Weltkriegs-Klischees und als Sprecher konnte allerlei britische Prominenz rekrutiert werden: Ewan McGregor in der Titelrolle als aufstrebende jugendliche Brieftaube sowie Ricky Gervais, John Cleese, John Hurt, Jim Broadbent, Hugh Laurie und Tim Curry als schurkischer deutscher Falke General von Talon. Vielleicht erbarmt sich Disney Germany eines Tages und spendiert diesem immer noch sehenswerten Animationsfilm eine deutsche Synchronisation und Heimkino-Veröffentlichung.

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Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro

Nun hat es schon wieder eine Disney-Reihe erwischt. Nachdem Egmonts sehr interessant zusammengestellte Comicreihen “Disneys Hall of Fame“ und “Disneys heimliche Helden“ nach 20 bzw. 10 Bänden beendet wurden, wird auch die danach gestartete Serie “Die besten Geschichten von…“ mit diesem 10. Band nach einer zweijährigen Laufzeit leider eingestellt. Präsentiert wurden sehr schön editierte Sammelbände von aktuellen Disney-Zeichnern wie den holländischen Brüdern Bas und Mau Heymans, aber auch von Klassikern wie Floyd Gottfredson oder Romano Scarpa.

Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro
© 2014 Disney Enterprises, Inc.

Nachdem der neunten Band der Reihe inhaltlich wie stilistisch sehr traditionsbewusste Enten-Geschichten vom Norweger Arild Midthun präsentierte, wird mit zum Abschluss der Serie ein Altmeister geehrt. Al Taliaferro ist als Zeichner der Duck-Familie längst nicht so bekannt wie Don Rosa oder Carl Barks (der bevor er selbst Comiczeichner wurde, bereits Gags für Taliaferros Zeitungsstrips schrieb). Doch er war es, der Walt Disney 1937 davon überzeugte, dass ein täglicher Comic mit Donald garantiert ein Hit werden würde. Im Gegensatz zu Floyd Gottfredson der – oftmals von Taliaferro getuschte – epische Fortsetzungsgeschichten mit Micky Maus in Szene setzte, war Taliaferro ein Mann der kurzen ohne viel Worte auskommenden Slapstick-Gags. Seine zeitlos komischen Onepager werden auch heute noch sehr gerne in Disney-Comicheften veröffentlichtt.

Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro
© 2014 Disney Enterprises, Inc.

Bei Taliaferro trug Donalds seine Matrosenbluse erstmals in schwarz, wie die danach im Comic üblich. In Taliaferros Strips hatten Donalds Neffen Tick, Trick und Track sowie Oma Duck ihre ersten Auftritte. Das Buch “Die besten Geschichten von Al Taliaferro“ enthält chronologisch geordnet markante und teilweise auch kommentierte Donald-Comics aus den mehr als drei Jahrzehnten, in denen der Zeichner für Disney arbeitete. Darunter befinden sich als deutsche Erstveröffentlichung auch Silly Symphony Comics mit Bucky Bug und den drei kleinen Schweinchen. Abgerundet wird der Band noch durch eine Biographie und ein Interview mit Taliaferro.

Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro
© 2014 Disney Enterprises, Inc.

Es ist sehr schade, dass hierzulande jemand wie Stefan-Raab-Sidekick Elton herangeholt werden muss, um ein Buch zum 80. Geburtstag von Donald Duck an den Leser zu bringen, weil anscheinend kein Interesse an bibliophil aufgemachten und inhaltlich anspruchsvollen Sammelbänden mit Disney-Comics wie “Die besten Geschichten von…“ besteht.

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Walt Disney: Lilo & Stitch

Zwischen den untypischen und nur mäßig erfolgreichen Science-Fiction-Zeichentrickfilmen “Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ und “Der Schatzplanet“ entstand bei Disney etwas ganz besonderes. “Lilo & Stitch“ sieht aus wie ein klassischer handgefertigter Disney-Film, der den wilden und lustigen Cartoons näher ist als den oft etwas kitschigen Märchenfilmen. Die Geschichte um zwei Schwestern, die gezwungen sind ohne ihre Eltern aufzuwachsen, ist fest in unserer Realität verankert.

Walt Disney: Lilo & Stitch

Doch die Geschichte beginnt zunächst im Weltraum und der 10-minütige Prolog, der erklärt, wie der kleine blauhäutige bösartig wirkende Klon Stitch seiner Verhaftung entkommen konnte, ist eigentlich völlig überflüssig, Danach spielt der Film fast ausschließlich auf Hawaii und gehört zum Besten was je bei Disney entstanden ist. Der seltsame Stitch trifft auf die kleine Lilo, die ein sehr untypisches Disney-Kind ist. Ihre ältere Schwester Nani bemüht sich so gut es eben geht darum die verstorbenen Eltern zu ersetzten, während Lilo versucht den Verlust durch allerlei Schrullen zu verdrängen.

Walt Disney: Lilo & Stitch

Auch tricktechnisch ist „Lilo & Stitch“ etwas ganz besonderes. Hauptverantwortlich hierfür ist der Co-Regisseur Chris Sanders („Drachenzähmen leicht gemacht„), der nicht nur die Geschichte schrieb, sondern der Figur des Stitch auch noch seine Stimme lieh. Sanders rundlichen Figurenentwürfe – Nani erinnert an die vom Undergroundmeister Robert Crumb gezeichneten Comic-Frauen – kommen vor den wunderschönen Aquarell-Hintergründen besonders gut zur Geltung und machen den Film auch optisch zu einem Erlebnis.

Lilo und Stitch

Bonusmaterial der Blu-ray: Zusätzliche Szenen (21:43 min), wahlweise mit deutscher Untertiteln, Mit Stitch auf Zeitreise: Die Jahre bei Disney (3:33 min), Der Look von Lilo & Stitch (4:06 min), Die Animation des Hula-Tanzens (3:05 min), Die jungen Stimmen von Hawai (2:46 min), Making Of zu „Burning Love“ von Wynonna (1:32 min), Musikvideo „I Can’t Help Fallin ‚In Love With You“ von A*Teens (1:02 min), Musikvideo „For Ohana“ (2:12 min), Kinotrailer mit Stitch als Störenfried bei den Disney-Filmen “Die Schöne und das Biest“ (1:07 min), “Aladdin“ (1:05 min), “Arielle, die Meerjungfrau“ (1:02 min) und “Der König der Löwen“ (1:08 min)

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Walt Disney: Die Kühe sind los

Die arme Kuh Maggie hat es schon einmal erlebt: Plötzlich über Nacht sind alle ihre Artgenossen von der Farm verschwunden und ihr Viehzüchter kann nur noch Konkurs anmelden. Maggie wird von der Rancherin Pearl gekauft und auf deren Farm scheint alles in bester Ordnung zu sein. Doch plötzlich taucht der Sheriff auf und fordert Pearl auf ihre Schulden von 750 Dollar zu begleichen, sonst droht auch ihrer Farm die Zwangsversteigerung. Maggie stiftet ihre Mitkühe, die etwas einfältige Grace und die würdevolle Mrs. Caloway an, gemeinsam den berüchtigten Viehdieb Alameda Slim zu fangen, denn auf dessen Kopf ist eine Belohnung von 750 Dollar ausgesetzt.

Walt Disney: Die Kühe sind losWenn dann herauskommt, was der ruchlose Alameda Slim beim Viehdiebstahl für gemeine Tricks verwendet, so ist dies nicht nur der stärkste Moment des Filmes, sondern möglicherweise sogar die beste Szene in einem nach Walt Disneys Tod entstandenen Disney-Zeichentrickfilm. Alameda Slim ist ein begnadeter Jodel-Sänger und mit seinem Lied “Yodel-Adle-Eedle-Idle-Oh“ hypnotisiert er ganze Viehherden. Die Regisseure Finn und Sanford wollten aus dieser Sequenz “die farbenprächtigste Szene in einem Disney-Film überhaupt“ machen und bei der “Rosa Elefanten-Parade“ aus “Dumbo“ mithalten. Das ist ihnen zweifelsohne gelungen.

Walt Disney: Die Kühe sind los

Auch ansonsten ist der Film sehr viel entspannter als so mancher zuvor entstandener “großer“ Disney-Zeichentrickfilm wie etwa “Der Schatzplanet“ oder “Bärenbrüder“, in denen entweder optisch überwältigt oder hemmungslos Sentimentalitäten herausgeschunden werden sollte. Somit steht der Film in der Tradition von den etwas leichtfüßigeren Disney Filmen wie “Ein Königreich für ein Lama“ oder “Lilo & Stitch“. Doch dank der kräftigen Farben, des cartoonhaften Stylings von Figuren und Hintergründen und des oft etwas anarchistischen Humors fließen auch die Traditionen der unberechenbaren Trickfilme von Chuck Jones und Tex Avery mit ein. Es bleibt zu hoffen, dass Disney uns künftig auch weiterhin mit sympathisch-unangestrengte Zeichentrickfilme wie diesen hier überrascht.

Walt Disney: Die Kühe sind los

Mittlerweile liegt der Film auch auf Blu-ray vor, als Bonus gibt es; Zusätzliche Szenen kommentiert von den Regisseuren (14:57 min) und ein Making Of (16:40 min).

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Walt Disney: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Es ist sehr erfreulich, dass es nicht nur bei Pixar, sondern mittlerweile auch bei Disney wieder Tradition ist, dem großen abendfüllenden Trickfilm einen kurzen Cartoon voranzustellen.

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Zum 85. Geburtstag von Disneys Wappentier kehrt Micky Maus an seinen Geburtsort – die große Leinwand – zurück. Der köstliche 7-minütige Micky Maus Film “Get a Horse!“ beginnt wie ein schwarzweißer Disney-Trickfilm aus den 20er Jahren, was sich auch dadurch bemerkbar macht, dass Kater Karlo hier noch ein Holzbein hat. Doch schon recht bald wird die Leinwand gesprengt, einige plötzlich farbige Figuren hüpfen dem Zuschauer plastisch entgegen und der Film wird zu einer ebenso wilden wie traditionsbewussten Geburtstagsparty.

Get a Horse!
Get a Horse!

Der Hauptfilm ist eine nicht ungeschickte Variante von Hans Christian Andersens Märchen “Die Schneekönigin“. Dieses war bereits 1959 die Grundlage für einen von Lev Atamanov inszenierten aufwändig animierten russischen Zeichentrickfilm, der sich nicht hinter den Disney-Klassikern verstecken muss. Wohl auch daher wurden für Disneys 53. Animationsfilm nur Fragmente aus Andersens ganz schön finsterer Geschichte übernommen.

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
Zentrale Figuren sind jetzt nicht mehr die Geschwister Kay und Gerda, sondern die Prinzessin Anna und ihre drei Jahre ältere Schwester Elsa. Letztere verfügt über Zauberkräfte und verletzte die kleine Anna beim spielerischen Umgang damit. Als dann auch noch die Eltern bei einem Schiffsuntergang ums Leben kommen ist Elsa gänzlich traumatisiert und kapselt sich völlig ab. Auf ihrer Krönungszeremonie kommt es zur Katastrophe und Elsa, die alles bei Berührung in Eis verwandelt, flüchtet in die verschneite Wildnis. Daraufhin herrscht ewiger Winter im Königreich Arendell. Anna macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Hilfe findet sie beim eigenwilligen Naturburschen Kristoff, seinem Rentier Sven und dem (in der deutschen Fassung von Harpe Kerkeling gesprochenen) Schneemann Olaf, dem noch nicht restlos klar ist, was ihm blüht, wenn endlich wieder Sommer ist…

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Die eisige norwegische Landschaft ist ein prachtvoller Hintergrund für eine romantisch-spannende Geschichte, die durch gute Gageinlagen aufgelockert wird und im großen Finale noch einige Überraschungen zu bieten hat. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Trickfilmer Chris Buck (“Tarzan“, “Könige der Wellen“) gemeinsam mit Jennifer Lee, die bereits bei “Ralph reichts“ als Autorin an Bord war und das Drehbuch zu “Die Eiskönigin“ schrieb. Durch die etwas arg kompliziert zusammengebastelte Geschichte sowie einige eher entbehrliche Gesangseinlagen wird nicht ganz die Klasse des nahezu perfekt in Szene gesetzten Disney-Märchenfilm “Rapunzel – Neu verföhnt“ erreicht. Doch dafür schlägt “Die Eiskönigin“ Pixars nicht unähnliches Mädchen-Fantasy “Merida – Legende der Highlands“ um Längen.

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Mittlerweile liegt der Film auch auf Blu-ray vor, als Bonus gibt es: Den Micky Maus Kurzfilm “Get a Horse!“ (6:00 min), eine recht lustige gesungene Einleitung zum Making Of (3:18 min), Walt Disney & Hans Christian Andersen (7:28 min), zusätzliche Szenen als Storyboard-Zeichnungen (6:51 min), Musikvideo “Let it go“ in verschiedenen Sprachen (15:42 min) und US-Trailer (1:32 min)

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