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Walt Disney: Susi und Strolch

Die wohlbehütete Cocker-Spaniel-Dame Susi steht plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt des Lebens von Herrchen und Frauchen, da diese Nachwuchs erwarten. Doch zum Glück lernt sie den Straßenköter Strolch kennen, der sie über so manche Sorge hinwegtröstet und von ihrem Maulkorb befreit. Schließlich muss das Hundepaar auch noch das neugeborene Baby vor einer tückischen Ratte beschützen.

Walt Disney: Susi und Strolch

Susi und Strolch ist einer der absoluten Klassiker aus dem Hause Disney. Die legendäre Bella Notte-Spaghetti-Szene mit dem ungleichen Hundepaar wurde immer wieder gerne zitiert (man denke nur an die Komödie Hot Shots!) und der Song He‘s a Tramp von Peggy Lee ist ein echter Evergreen.

Walt Disney: Susi und Strolch
Nachdem der Film bereits zu seinem 50. Geburtstag als prall ausgestattete DVD-Special-Edition erschien, folgt auf Blu-ray eine nahezu identische Diamond Edition, die jedoch leider auf die umfangreichen Bildergalerien verzichtet und auch diesmal wieder die technisch perfektere aber deutlich sterilere neue deutsche Fassung enthält. Viel hübscher war es doch als in der alten Synchro das italienische Küchenduo zu Strolch immer “Bursche“ sagte.

Walt Disney: Susi und Strolch

Wieder enthalten ist, das sehr ausführliche Making Of, das Parallelen aufzeigt zwischen der idyllisch-nostalgischen Kleinstadtwelt des Films und dem Örtchen Marceline in dem Walt Disney Teile seiner Kindheit verbrachte. Susi und Strolch ist der erste Disney-Langfilm, der im Breitwandverfahren entstand. Die äußerst pralle Diamond Edition präsentiert den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität und bietet beste Unterhaltung für jung und alt!

Walt Disney: Susi und StrolchBonusmaterial der Blu-ray: Einführung von Diane Disney Miller (1:21 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Diane Disney Miller: Erinnerungen an ihren Vater (7:51 min); Neu aufgenommener Song: „I’m Free As The Breeze“ (1:26 min); “Making Of“ ein 52-minütiger sehr ausführlicher Bericht über die Entstehung des Filmes; Ausschnitte aus der TV-Serie „Disneyland“ von 1954 und 1955 mit Einführung und Trailer (insgesamt 45:56 min); Auf der Suche nach Susi: Das Storyboard (11:52 min); Original Storyboards von 1943 (12:22 min); Das Siamkatzen-Lied (1:52 min); Welpen-Pedia: Auf den Hund gekommen (9:22 min);“Bella Notte“ von Steve Tyrell – Musikvideo; Unveröffentlichte Szenen (nur Storyboards 12:55 min); Weitere zusätzliche Szenen (19:11 min); Drei US-Trailer von 1995 (3:38 min), 1972 (0:40 min) und 1986 (1:24 min)

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Walt Disney: Peter Pan

Peter Pan hat beschlossen nie erwachsen zu werden. Er nimmt das Mädchen Wendy und ihre beiden Brüder mit auf eine phantastische Reise in das geheimnisvolle Nimmerland. Dort begegnen sie wilden Indianern, charmanten Meerjungfrauen, räuberischen Piraten und Peter Pans Erzfeind Käpt’n Hook.

Walt Disney: Peter Pan
Nachdem 1951 der Zeichentrickfilm „Alice im Wunderland“ künstlerisch zwar überzeugte, aber an der Kinokasse floppte, ging Walt Disney auf Nummer sicher. Schon als er an „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ arbeitete, plante er eine Zeichentrick-Version von James M. Barries „Peter Pan“. Disney war bereits von einer Theateraufführung und der Stummfilmversion dieses Stückes fasziniert gewesen. Er hielt den Zeichentrickfilm für sehr viel geeigneter als die Theaterbühne um die überbordende Phantasie Barries in packende Bilder umzusetzen.

Walt Disney: Peter Pan

Der Erfolg gab Disney Recht. „Peter Pan“ wurde zu einem absoluten Klassiker und Captain Hook möglicherweise zum besten Zeichentrick-Schurken überhaupt.

Walt Disney: Peter Pan

Bonusmaterial der Blu-ray: Audiokommentar: Roy Disney moderiert Kommentaren zum Film von seinem Onkel Walt, diversen Zeichnern, Filmhistorikern und Sprechern, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Glaube, Vertrauen und Feenglanz: Das Making of von Peter Pan (15:59 min); In Walt Disneys Worten: Warum ich Peter Pan verfilmte (7:46 min); Tinkerbell: Der Zauber einer Fee (8:27 min); Der Peter Pan den es fast gegeben hätte (21:01 min); Die Geschichte von Disneys Peter Pan (12:04 min); Zusätzliches Lied: „The Pirate Song“ (2:22 min); Das verlorene Lied: „Never Land“ (2:40 min);Musikvideos: Paige O’Hara „Never Land“ (3:16 min) und T-Squad „The Second Star To The Right“; Die Lieder aus dem Film zum Mitsingen

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Walt Disney: Alice im Wunderland

Walt Disney fühlte sich schon immer zu Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker “Alice im Wunderland“ hingezogen. Sein erster Trickfilmerfolg war 1923 “Alice´s Wonderland“ ein Trickfilm, der ein reales Mädchen mit gezeichneten Figuren kombinierte und eine ganze Reihe von weiteren Alice-Cartoons nach sich zog. 1936 schickte Disney seine Micky Maus in einem Zeichentrick-Kurzfilm, der ebenfalls auf dieser DVD- und Blu-ray-Edition enthalten ist, auf ein Abenteuer hinter den Spiegel in Carrolls Wunderland.

Walt Disney: Alice im Wunderland

Anfang der fünfziger Jahre wagte sich Walt Disney schließlich an eine abendfüllende und weitestgehend werkgetreue Version von “Alice im Wunderland“. 15 Jahre zuvor wollte er bei seinem ersten Langfilm “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ dem Publikum die grellen Farben und extremen Charaktere seiner kurzen Trickfilme nicht in Spielfilmlänge zumuten. Doch “Alice im Wunderland“ brach er diese Regel und produzierte seinen wohl wildesten und ganz sicher cartoonigsten abendfüllenden Zeichentrickfilm. Mangels einer herkömmlichen Kinodramaturgie überzeugt der Film stärker in seinen Einzelteilen (unvergesslich das Nichtgeburtstagsfest!) als insgesamt.

Walt Disney: Alice im Wunderland

Im Gegensatz zu Tim Burtons für die Walt Disney Company gefertigter Quasi-Fortsetzung zu “Alice im Wunderland“ war der Trickfilm zunächst kein großer Hit. Erst in den 70erJahren erreichte der Zeichentrickfilm ein größeres Publikum als dessen farbenfrohe Verrücktheit ein sich oftmals im Drogenrausch befindendes studentische Publikum erfreute. Die Firma Disney erfreute dies jedoch weniger und “Alice im Wunderland“ verschwand eine Weile von der Bildfläche. Doch heute ist der Klassikerstatus des Films unstrittig.

Walt Disney: Alice im Wunderland

Bonusmaterial der Blu-ray: “Durch das Schlüsselloch: Ein Blick auf das Wunderland“ (76:16 min): Der komplette Film mit Kommentaren von Experten und mit eingeblendeten Entwurfszeichnungen, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Walt Disneys Einführung zur Farbfernsehen-Premiere von „Alice im Wunderland“ von 1959 (1:15 min); Vorlage zu: Alice und der Türknauf (1:33 min); Stifttest: Alice schrumpft (0:54 min); Wie Alice auf die Leinwand kam (13:27 min); Operation Wunderland (10:59 min); Wiederentdecktes Lied der Grinsekatze (3:56 min); Kurzfilm: „Micky im Traumland“ von 1936 (8:49 min); Eine Stunde im Wunderland – Schwarzweiße Disney-TV-Show von 1951 (59:26 min); Interaktives Spiel: „Wir malen die Rosen rot“; Wenn Disney View angewählt wird, können auf 16:9-Geräten im rechten und linken Bereich anstelle der schwarzen Balken neben dem 4:3-Bild sogenannte “Schmuckornamente“ eingeblendet werden.

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Walt Disney: Zoomania

Der 55. Animationsfilm aus dem Hause Disney erzählt von einem kleinen Hoppel-Häschen, das gerne ein Polizist wäre, doch Schwierigkeiten hat sich gegen größere Tiere durchzusetzen. Daher ist zu befürchten, dass hier nur die ganz, ganz kleinen Zuschauer bespaßt werden sollen.

Walt Disney: Zoomania
© 2016 Disney

Doch wenn die ehrgeizige kleine Häsin Judy Hobbs dann die Police Academy bewältigt hat und mit einem Zug aus dem heimischen Bunnyburrow in die Metropole Zoomania (die in der Originalfassung “Zootopia“ heißt) fährt, setzt langsam völlige Verzauberung ein. Judy hört dabei auf ihrem iPhone “Try Everything“, den neusten Hit ihrer Lieblingssängerin Gazelle (bzw. von Shakira), und braust durch eine phantasievoll zusammengepixelte prachtvolle Großstadt, die wie ein von Walt Disney konzipierter wundervoller Tierpark aussieht.

Walt Disney: Zoomania
© 2016 Disney

Für Eisbären und Pinguine gibt es den Polar-Distrikt Tundratown, am Sahara Square wohnen nachtaktive Wüstentiere, Little Rodentia ist eine Miniaturstadt für kleine Nagetiere und im dampfigen Amazonas-Viertel leben Dschungelbewohner. Judy Hobbs findet ein nicht allzu gemütliches Apartment im Stadtteil Nageria und tritt in Savanna Central ihren Dienst im ZPD (Zoomania Police Department) an.

Walt Disney: Zoomania
© 2016 Disney

Dort hat Chief Bogo, ein sturer Büffel, nicht gerade auf den ersten Hasen-Polizisten gewartet und er setzt Judy als Politesse ein. Judy macht bereits an ihrem ersten Arbeitstag Bekanntschaft mit dem Trickbetrüger Nick Wilde. Zusammen mit diesem mit allen Wassern gewaschenen Fuchs versucht sie einen großen Kriminalfall aufzuklären. Das Verschwinden etlicher Bewohner von Zoomania gefährdet das fragile Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Bewohnern der Großstadt. Bei den Ermittlungen stößt die Häsin Judy in höchste gesellschaftliche Kreise vor und muss feststellen, dass sie nicht frei von Vorurteilen gegenüber Füchsen ist…

Walt Disney: Zoomania
Rüdiger Hoffmann spricht das lahmarschige Faultier Flash. © 2016 Disney

In erster Linie ist “Zoomania“ ein ganz großer Spaß. Die Macher orientierten sich nach eigenen Aussagen stark am Disney-Zeichentrickfilm “Robin Hood“ von 1973. Dieser entstand nach dem Tod von Walt Disney und gehört nicht zu den ganz großen Klassikern. Doch der Film erzählt erstaunlich selbstverständlich von einer Welt ohne Menschen, die mit bekleideten Tieren bevölkert ist. Genau wie “Robin Hood“ bietet auch “Zoomania“ viel Humor, Spannung und Action. Doch die clever erzählte Geschichte verfügt zudem auch noch über gesellschaftskritische Untertöne und regt zum Nachdenken darüber an, warum es so schwer ist friedlich zusammenzuleben.

Walt Disney Zoomania
© 2016 Disney

Neben dem 109-minütigen Hauptfilm enthält die Blu-ray noch diese Extras: Recherchen: Ein tierisches Abenteuer (9:58 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Runder Tisch: Zoologie (18:23 min), Scoremania (4:59 min), Forensische Akten (3:23 min), unentdeckte Bewohner (3:26 min), Ursprünge einer tierisch spannenden Geschichte (9:15 min), Shakira-Musikvideo „Try Everything“ (3:21 min) und zusätzlichen Szenen (28:03 min). Der 3D-Edition liegen noch 5 Karten mit verschiedenen Motiven aus dem Film bei, durch die das Cover des Blu-ray-Schuber verändert werden kann.

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Walt Disney: Robin Hood

Der raffgierige Sir John unterdrückt alle Tiere im Sherwood Forest und klaut ihnen das letzte Goldstück aus der Tasche. Zum Glück gibt es Robin Hood und seine lustige Räuberbande, die den Kampf gegen Sir John aufnehmen. Mit vielen cleveren Tricks holen sie nach und nach die Beute zurück. Doch Sir John lässt sich dies nicht gefallen und heckt einen hinterhältigen Plan gegen Robin und seine Freunde aus. Wird es Robin Hood trotzdem gelingen, sich selbst und alle Bewohner in Sherwood Forest aus der Unterdrückung zu befreien?

Walt Disney: Robin Hood

Nach dem Tod von Walt Disney, der noch höchstpersönlich dafür sorgte, dass Das Dschungelbuch zu einem großen Erfolg wurde, war das Trickfilmstudio wie gelähmt. Es wurde versucht alte Rezepte so zu variieren, dass dadurch vielleicht etwas Neues entstehen würde. Während Aristocats noch zu einer recht charmanten Mischung aus Susi und Strolch und 101 Dalmatiner wurde, konnte der zweite Zeichentrickfilm, der nach Walt Disneys Tod entstand, nur noch bedingt überzeugen.

Walt Disney: Robin Hood

Robin Hood wirkt ein wenig so als wenn die Tiere aus dem Dschungelbuch einfach in historische Kostüme gesteckt wurden. So ist Little John tatsächlich nur durch seine grünen Klamotten von Balu dem Bären zu unterscheiden (und wird in der Originalfassung auch wieder von Phil Harris gesprochen), während Sir Hiss wenig mehr als die Schlange Kaa mit Federhut und Umhang ist. Dafür ist der (auch in der deutschen Fassung von Peter Ustinov gesprochene) feige Löwe Prinz John eine köstliche Figur. Durch die episodenhafte Struktur, die relativ grellen Farben und die locker-flockige Animation unterscheidet sich Robin Hood von den meisten Langfilmen des Studios und steht eher in der Tradition der Disney Cartoons aus den dreißiger Jahren.

Walt Disney: Robin Hood

Immerhin hat Robin Hood durch die Selbstverständlichkeit mit der von einer Welt mit bekleideten Tieren, aber ohne Menschen, erzählt wird, die Macher des 55. Disney-Animationsfilm Zoomania nach eigenen Aussagen maßgeblich beeinflusst.

Walt Disney: Robin Hood

Bonusmaterial der Blu-ray: Zusätzliche Szene „Love Letters” im vertonten Storyboard (7:35 min), wie alle Extras wahlweise in deutscher oder englischer Sprache; Alternatives Ende im vertonten Storyboard (4:34 min); Schwarzweißer Kurzfilm: „Prinzessin Minnie“ („Ye Olden Days“, 1933, 8:18 min) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache; Eine schöne Bildergalerie als kommentiertes Video (8:52 min) ; Direkte Songanwahl

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Lucky Luke im Kino

Der Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) alias Morris ließ 1946 erstmals jenen Cowboy im Comic auftreten, der schneller als sein Schatten zieht. Er hatte Lucky Luke eigentlich als Held eines Zeichentrickfilms geplant.

Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016
Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Die größten Erfolge feierte die Westernparodie jedoch erst, als René Goscinny ab Mitte der Fünfziger Jahre als Texter hinzu kam, noch bevor er mit Asterix durchstartete. Auch Goscinnys große Liebe gehört dem Zeichentrickfilm und als er in den USA weilte, träumte er davon bei Walt Disney zu arbeiten. Doch Goscinny fand es sehr bedauerlich, das Disney diesen Traum nicht teilte.

Lucky Luke im Kino

Schon daher ist es nicht verwunderlich, dass 1971 ein erster Zeichentrickfilm mit Lucky Luke entstand.  Bei Lucky Luke – Daisy Town führten Morris und Goscinny Regie. Der Film basiert auf keinem der Comic-Alben. Vielmehr wurde eine Originalgeschichte entworfen, die möglichst viele Aspekte des Wilden Westens beinhaltet und 1983 sogar zum Comic-Album  Daisy Town verarbeitet, das bei uns als Band 40 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Insgesamt kann dieser Film um den einsamen Cowboy durchaus als gelungen angesehen werden. Schwächen in der Animation werden durch originelle Einfälle (inklusive Anleihen bei Tex Avery) ausgeglichen und auch die musikalischen Einlagen sind sehr gelungen. Die Satire auf den klassischen Western ist zwar nicht ganz so subtil, wie in den besseren Comic-Alben, aber dafür wird im Film gleich der komplette Wilde Westen veralbert. Außerdem ist es sehr viel passender, dass Lucky Luke hier noch eine Zigarette zwischen den Lippen hat und nicht wie später (aus Gründen der politischen Korrektheit) auf einem Strohhalm herum kaut.

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Die 2001 bei Kinowelt erschienene deutsche DVD genügt von der (Voll-)Bildqualität her leider nicht den heutigen Sehgewohnheiten und enthält auch nur die deutsche Synchronfassung.

Lucky Luke im Kino

Doch mittlerweile gibt es eine Blu-ray mit den Lucky Luke – Trickfilmen, die auch Daisy Town in phantastischer 16:9-Bildqualität enthält.

Lucky Luke im KinoDie deutsche DVD und die Blu-ray-Box enthalten als Bonusmaterial die sehr interessanten und ausführliche 88-minütige Dokumentation René Goscinny – ein Leben für den Humor (René Goscinny – Profession Humoriste). Dieser Film enthält nicht nur seltene Privataufnahmen von Goscinny. Es gibt auch Ausschnitte aus von ihm gestalteten Kino- und TV-Filmen zu sehen. Darüber hinaus kommt auch noch nahezu die gesamte französische Comic-Elite zu Wort. Dieser 1998 für den Sender arte entstandene Bericht ist in französischer Sprache auf der DVD enthalten und wahlweise können deutsche Untertitel eingeblendet werden.

Lucky Luke im Kino

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die Studios Idéfix und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit Asterix erobert Rom. Als zweiter (und letzter) Film der Studios Idéfix folgte 1978 Lucky Luke – Sein größter Trick. In diesem tricktechnisch recht hochwertigen Film, ist der Lonesome Cowboy mal wieder auf der Jagd nach den Daltons, die im Auftrag eines am Strang gestorbenen Onkels die aus allen möglichen Westerntypen zusammengesetzte Jury umbringen sollen.

Lucky Luke im Kino

Die Geschichte wird – wie zuvor schon beim Zeichentrickfilm Asterix und Cleopatra (und natürlich bei Disney) – auch noch mit Musical-Szenen garniert, daher trägt der Film im Original auch den Titel La ballade de Dalton. Als eine Art Moderator fungiert ein Bänkelsänger, dessen Lieder in der deutschen Fassung von Reinhard Mey gesungen werden. Dieser hatte bereits vier Jahre zuvor beim Disney-Zeichentrickfilm Robin Hood einen ähnlichen Job übernommen.

Lucky Luke im Kino

Die Musical-Einlagen sind zwar ganz witzig, doch insgesamt ist der Film trotz gewaltiger tricktechnischer Fortschritte weniger gut gelungen als der Vorgänger Lucky Luke – Daisy Town. Kurz nach Fertiggestellung des Filmes schlossen die Studios Idéfix ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod im Jahre 1977 noch am Leben zu erhalten.

Lucky Luke im Kino

Auch Lucky Luke – Sein größter Trick basierte auf keinem Comic-Alben. Die Geschichte des Films wurde 1978 zunächst in einem kleinformatigen Comic adaptiert, der später ummontiert auch bei uns im Sammelband Die Dalton-Ballade und andere Geschichten als Band 49 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD-Veröffentlichung von Kinofilm enthält als Bonus den deutschen Trailer (2:59 min, Vollbild), eine Galerie mit 25 deutschen Aushangfotos und Standbildern, sowie ein 8-seitiges farbiges Booklet. Genau wie bereits bei Daisy Town ist die Bildqualität leider nur mäßig, während in dieser Hinsicht die Blu-ray  exzellent ist.

Lucky Luke im Kino

Nicht wirklich gelungen war der nächste Zeichentrickfilm Lucky Luke – Das große Abenteuer, der 1983 ins Kino kam. Hier wurden lediglich drei Episoden einer sparsam animierten 26-teiigen Trickfilmserie aus dem Hause Hanna-Barbera (Familie Feuerstein) zu einem Kinofilm zusammengeschnitten. Bei den einzelnen Geschichten handelte es sich um Verfilmungen der Comics Die Daltons im Blizzard, Ma Dalton und Die Daltons bewähren sich. Genau wie in der Trickfilm-Serie war auch im Kino die von Freddy Quinn gesungene Titel-Melodie Bang Bang, Lucky Luke zu hören.

Lucky Luke im Kino

Es sei noch angemerkt, dass in diesem Fall die Bildqualität der zugehörigen DVD mit anamorphen 16:9-Format ganz passabel ist. Der DVD von Filmconfect liegt  sogar ein kleines 20-seitiges Comicheft mit der Kurzgeschichte Aus Liebe zur Musik bei.

Lucky Luke im Kino

2007 entstand mit Lucky Luke, Go West! (Tous à l’Ouest: Une aventure de Lucky Luke) ein weiterer Zeichentrickfilm, der leider nicht in unsere Kinos kam. Das Drehbuch basiert lose auf dem Comic Lucky Luke: Kalifornien oder Tod. Es fasst recht gut fast alle Situationen und Figuren zusammen, die den Reiz der langlebigen Erfolgs-Comicserie ausmachen. Im Zentrum des Geschehens stehen – neben Lucky Luke und Jolly Jumper – natürlich wieder die Daltons.

Lucky Luke im Kino

Nach einem turbulenten Auftakt in New York bricht Lucky Luke mit der vierköpfigen Gangsterbande und einem bunt zusammen gewürfelten Haufen von Siedlern zu einem Treck von Küste zu Küste auf. Wenn die Planwagen nicht in 80 Tagen das ganze Land durchquert haben, erlöschen die Ansprüche, die die Siedler auf ihr fruchtbares Land im Westen haben…

Lucky Luke im Kino
Mit dem sehr schön realisierten und erzählten Lucky Luke, Go West! ist es ein wenig so wie mit dem ein Jahr zuvor entstandenen Zeichentrickfilm Asterix und die Wikinger. Auch jener liebevoll und rechtwerkgetreu in klassischer 2D-Animation angefertigte Film kam – inmitten all der Comic-Realverfilmungen und Computeranimationen – etliche Jahre zu spät.

Lucky Luke im Kino

Doch dank DVD und Blu-ray hat Lucky Luke, Go West! weiterhin die Chance sein Publikum finden und es erfreuen.

Lucky Luke im Kino

Doch noch vor dem letzten Zeichentrickfilm zeigten die Kinos zwei der (bisher) drei Versuche aus Lucky Luke einen Realfilm zu machen. Morris stand der Sache ziemlich skeptisch gegenüber: “Eher zufällig hatte Terence Hill meine Alben gelesen, und er schwor sich, dass entweder er oder kein anderer die Hauptrolle verkörpere. Er nahm Kontakt mit dem Verlag Dargaud auf, an dem ich damals noch gebunden war, und die Verträge wurden unterschrieben. Er ähnelte Lucky Luke in keiner Weise (…), aber Terence Hill ist so sympathisch, so warmherzig, dass ich letztendlich mein Einverständnis gab.“

Lucky Luke im Kino

Kurioserweise erzählt der 1990 entstandene Spielfilm, die selbe Geschichte wie der fast 20 Jahre zuvor entstandene Zeichentrickfilm Lucky Luke – Daisy Town. Die Story von der rasch expandierenden Westernstadt, die Angriffen von Indianern und Daltons ausgesetzt ist, inszenierte Terence Hill höchstpersönlich, während das Drehbuch von seiner Frau Lori stammte.

Lucky Luke im Kino

Obwohl der Film in den USA (in Bonanza Creek, New Mexico) gedreht wurde, erinnert er stärker an einen Italowestern als an die klassischen Hollywood-Produktionen, über die sich Morris und Goscinny in ihren Comics hauptsächlich lustig machten. Passend (bzw. unpassend) dazu trägt Terence Hill ein Outfit, dass eher an seine Paraderolle in Mein Name ist Nobody denken lässt als an die Comicfigur. Somit ist Hills Lucky Luke ganz gewiss keine werkgetreue Comic-Verfilmung, doch insgesamt deutlich entspannter als die nächsten völlig überkandidelte Realverfilmungen.

Lucky Luke im Kino

Zeitgleich zum Kinofilm, für den Wolfgang Völz als Stimme von Jolly Jumper und Erzähler fungierte, entstand eine 8-teilige TV-Serie. Die beiden ersten Episoden Ma Dalton ist einmalig und Der Geisterzug wurden zum Kinofilm Lucky Luke 2 zusammengeschnitten.

Lucky Luke im Kino

Mittlerweile gibt es eine DVD- und eine Blu-ray-Box mit dem Kinofilm und allen acht TV-Episoden.

Lucky Luke im Kino

Der nächste Film-Versuch Die Daltons gegen Lucky Luke von 2004 hingegen ist ein Totalausfall. Da gibt es eine ganze Batterie wundervoller und unglaublich humorvoller Westerngeschichten vom Comicmeister Rene Goscinny und nichts davon ist im Film zu finden.

Lucky Luke im Kino

Stattdessen wurden Eric Judor und Ramsy Bedia, zwei nahezu gleich große französische Komiker, nicht nur als Joe und Averell Dalton gecastet, sondern sie durften auch noch ein völlig blödsinniges Drehbuch um einen magischen Sombrero verfassen.

Lucky Luke im Kino

Der Regisseur Philippe Haïm hingegen hält sich für eine Mischung aus Rodriguez, Tarantino und Leone, verbreitet aber trotz des beträchtlichen Budgets nur Langeweile.

Lucky Luke im Kino

Schon der französische Originaltitel Les Dalton deutet an, dass der Lonesome Cowboy nicht im Zentrum des Geschehens steht. Dies ist schade, denn überraschenderweise kann Til Schweiger als Lucky Luke (in seiner Nebenrolle!) durchaus überzeugen. Zwar wird der (einzige halbwegs brauchbare) Gag mit seinem langsameren Schatten qualvoll zu Tode geritten, doch Schweiger legt die Rolle merklich werkgetreuer an als zuvor Terence Hill.

Lucky Luke im Kino
Jean Dujardin in “Die Daltons gegen Lucky Luke“

Der nächste reale Lucky Luke war Jean Dujardin (OSS 117 – Der Spion, der sich liebte, Mein ziemlich kleiner Freund), der bereits in “Die Daltons gegen Lucky Luke“ in einer Nebenrolle zu sehen war.

Lucky Luke im Kino

Nachdem zuvor schon der Zeichentrickfilm Lucky Luke, Go West! nicht in unsere Kinos kam, verhielt es sich mit der 2009 in Argentinien entstandenen Realverfilmung mit Dujardin genauso. Dies ist teilweise verständlich, denn sonderlich werkgetreu zur Comicvorlage (oder gar zum Humor des begnadeten Texters René Goscinny) ist auch dieses Werk nicht ausgefallen.

Lucky Luke im Kino

Irgendwie geht es um das aus Comic und Trickfilm bekannte Städtchen Daisy Town, den Bau der Eisenbahn und einige Banditen wie Billy the Kid oder Jesse James sowie Calamity Jane kommen auch vor, während die Daltons diesmal pausieren. Der Hauptfigur wird nicht nur der Name John “Lucky“ Luke sondern auch noch eine tragische Vorgeschichte angedichtet.

Lucky Luke im Kino

Beim in Szene setzten dieser meilenweit vom Comic entfernten Origin wird eifrig aus Spiel mir das Lied vom Tod zitiert. So richtig überzeugen will das opulent ausgestattete Werk nicht, zumal der Humor oft ähnlich krude ausfällt wie in der vorherigen katastrophalen Realverfilmung Die Daltons gegen Lucky Luke.

Lucky Luke im Kino

So bleibt abschließend festzustellen, dass gleich der erste Versuch Lucky Luke ins Kino zu bringen der (bisher) gelungenste war. Was sicher daran liegt, dass Morris und René Goscinny maßgeblich am Zeichentrickfilm Daisy Town beteiligt waren.

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Walt Disney: Bambi

In einem zwischen Vermenschlichung und realistischer Naturdarstellung schwankenden Stil schildert der Film das Schicksal des Hirschkalbs Bambi, dessen Mutter von Jägern getötet wird. Doch die Waldgemeinschaft hält zusammen. Bambi wächst zum kapitalen Vielender heran und erobert die schmucke Feline.

Walt Disney: Bambi
© 2016 Disney

Nach den auf unterschiedliche Art sehr gelungenen Zeichentrickfilmen Schneewittchen und die sieben Zwerge, Pinocchio, Fantasia und Dumbo kam 1942 Bambi in die Kinos. Manche Kritiker halten den Film für Disneys letztes Meisterwerk, ein Höhepunkt des Trickfilms ist Bambi auf alle Fälle.

Walt Disney: Bambi
© 2016 Disney

Der renommierte Drehbuchautor William Goldman (Der Marathon-Mann, Die Unbestechlichen) singt in seinem Buch Das Hollywood-Geschäft ein Loblied auf Bambi: “Wenn die Duschszene in Psycho der Schocker der sechziger Jahre war, dann war das Äquivalent der vierziger Jahre, die Szene, als Bambis Mutter starb. Und dann der Satz “Der Mensch hat den Wald betreten.“ Und das Feuer und die ungeheuer starken Appelle für Gewaltlosigkeit (…) Der Film strahlte damals und strahlt auch heute noch ein beängstigendes Gefühl von Realität aus, und das hat nichts mit der Realität zu tun, wie wir sie gern hätten.“

Walt Disney: Bambi
© 2016 Disney

Die teilweise etwas zu kitschige Darstellung der großäugigen Tierfiguren wird in Bambi ausgeglichen durch meisterhaft inszenierte Szenen, wie die Ermordung von Bambis Mutter, der Kampf zweier Hirsche sowie ein bedrohlicher Waldbrand. Für die DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung wurde der knapp 70 Jahre alte Film sorgfältig restauriert und die Farben wurden an die noch vorhandenen Originalzeichnungen aus den Disney-Archiven angeglichen. Die Diamond Edition von 2016 ist – abgesehen vom neuen Cover – identisch mit der zwei Jahre zuvor erschienenen Blu-ray.

Walt Disney: Bambi
© 2016 Disney

Die Blu-ray enthält neben dem 69-minütigen Hauptfilm noch: „Im Kreativ-Meeting mit Walt Disney“: Der komplette Film mit Kommentaren von Walt Disney und seinen Mitarbeitern und mit eingeblendeten Entwurfszeichnungen, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Einführung von Diane Disney Miller (1:06 min); Ein Prinz ist geboren – ein 54-minütiges sehr ausführliches Making Of; Vier zusätzliche Szenen (1:56 min + 3:07 min + 0:36 min + 2:31 min); Zusätzliches Lied: „Frühlingsgefühle“ (1:53 min); Umfangreiche interaktive Galerien; Kurzfilm aus der Reihe “Silly Symphonies“: “The Old Mill“ (1937, 8:58 min); Geheimnisse des Zeichentricks mit Walt Disney, Ausschnitt aus einer TV-Sendung von 1957 (7:18 min); In den Disney-Archiven mit Zeichner Andreas Deja (8:39 min); Kinotrailer von 1942 (2:12 min); Disneys großes Wissensbuch: Bambi Edition; Wenn Disney View angewählt wird, können auf 16:9-Geräten im rechten und linken Bereich anstelle der schwarzen Balken neben dem 4:3-Bild sogenannte “Schmuckornamente“ eingeblendet werden.

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Walt Disney: Dumbo

1937 produzierte Walt Disney mit „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ den ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm und hatte riesigen Erfolg damit. Es folgten der unglaublich detailliert ausgeführte (aber auch etwas düstere) „Pinocchio“ und „Fantasia“ , ein sehr ambitionierter Ausflug in Regionen der Hochkultur. Erst „Dumbo“ sollte dem Publikum wieder die Frische der kurzen Disney-Zeichentrickfilme zurückbringen.

Walt Disney: Dumbo
„Dumbo“ entstand unter großen finanziellen und auch menschlichen Problemen, denn Disney konnte durch den Zweiten Weltkrieg seine Filme nicht mehr weltweit starten und das Studio sperrte sich dagegen, dass die Zeichner einer Gewerkschaft beitraten, was zu einem Streik und zur Entlassung des Star-Zeichners Art Babbit führte.

Walt Disney: Dumbo

Diese Querelen sind dem fertigen Film nicht mehr anzumerken. Er ist in den leuchtenden Farben einer Zirkuswelt gehalten, die auf dieser DVD besonders schön zur Geltung kommen. Erzählt wird von einem kleinen Elefanten, der zunächst wegen seiner riesigen Ohren gehänselt wird, dann aber feststellt, dass er damit fliegen kann. Ein absolutes Meisterwerk ist dabei eine surreale Parade von rosa Elefanten, die Dumbo nach dem Genuss von Alkohol erlebt.

Walt Disney: Dumbo
Bonusmaterial: Ein Audiokommentar von Pete Docter, Paula Sigman und Andreas Deja, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Zusätzliche Sequenzen: „Die Geschichte der Maus“ (5:20 min) und das Lied „Are You A Man Or A Mouse?“ (3:53 min);“Dumbo – Ein Making Of zum Abheben“ (27:09 min); „Die Magie von Dumbo: Das Dumbo-Karussell in Disneyland“ (3:01 min); „Das Sound-Design“ – Ausschnitt aus „The Reluctant Dragon“ (5:43 min): Hier wird die “Casey Junior“-Sequenz mit dem Zirkuszug benutzt um zu erklären wie in den Disney-Studios die Geräusche gemacht wurden. Bemerkenswert ist, dass hier Trickfilmszenen zu sehen sind, die nicht in “Dumbo“ enthalten sind; Original TV-Einleitung von Walt Disney (0:59 min); Zwei US-Kinotrailer (2:07 min + 1:15 min); Zusätzlich auf Blu-ray: Cine-Explore-Kommentar, „Ein Meisterstück wird gefeiert“ (14:53 min), Kunstgalerien, Animierte Kurzfilme: „Elmer Elefant“ (8:31 min) und „Die fliegende Maus“ (9:21 min), „Disney View Einführung“ mit James Coleman (0:53 min), wenn Disney View angewählt wird, können auf 16:9-Geräten im rechten und linken Bereich anstelle der schwarzen Balken neben dem 4:3-Bild sogenannte “Schmuckornamente“ eingeblendet werden

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Walt Disney: Fantasia 2000

Am 17. Dezember 1999 hatte in der New Yorker Carnegie Hall eine neue Version von „Fantasia“ Premiere. Bereits Walt Disney plante 1940 seinen mit klassischer Musik versehenen Trickfilm-Episodenfilm immer wieder neu aufzuführen und dabei um frisch gezeichnete Episoden zu ergänzen. „Fantasia 2000“ enthält nun nur noch eine Episode aus dem alten Film: Die Geschichte mit Micky als Zauberlehrling, der zugleich auch das zentrale Kernstück des alten Filmes darstellt. Ursprünglich war auch noch vorgesehen, die Jahreszeiten-Wechsel-Episode zu Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ mit in die neue Version aufzunehmen.

Walt Disney: Fantasia 2000

Die Musik (mit Ausnahme vom „Zauberlehrling“, denn hier wurde Leopold Stokowskis alte Version akustisch aufpoliert) hat diesmal James Levine mit dem Chicago Symphonie Orchester eingespielt. Levine führte nach der Premiere in New York Ende 1999 auch noch Live-Aufführungen des Filmes mit Orchester in London, Paris und Tokyo durch. „Fantasia 2000“ lief zunächst für vier Monate auf den Großleinwänden ausgewählter IMAX-Kinos.

Walt Disney: Fantasia 2000
Hier die einzelnen Episoden im Überblick:

1. Episode
Musik: Ludwig van Beethoven: „Symphonie Nr. 5, erster Satz“
Regie und Design: Pixote Hunt
Anmoderation: Izhak Perlman
Länge: 3 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Genau wie der Film aus dem Jahre 1940 gibt es hier auch am Anfang eine Episode mit abstrakten Bildern zu getragener klassischer Musik. Damals war es Bachs „Toccata und Fuge in G-moll“, jetzt ist es Beethoves Fünfte. Die Bilder sind diesmal jedoch nicht sonderlich visionär. Mal plätschert buntes Wasser und mal formieren sich Unmengen von Dreiecken zu schmetterlingsartigen Gebilden.

2. Episode
Musik: Ottori Respighi: „Pini di Roma“
Regie: Hendel Butoy
Anmoderation: Steve Martin
Länge: 10 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Auch noch nicht der ganz große Knaller. Grob am Computer animierte Walfische fliegen (!) mit Möwen um die Wette. Ein kleiner Walfisch verirrt sich, findet seine Eltern wieder und fliegt im Finale mit noch mehr Walfischen durch die kitschige bunte Eisberglandschaft.

3. Episode
Musik: George Gershwin: „Rhapsody in Blue“
Regie: Eric Goldberg
Anmoderation: Quincy Jones
Länge: 13 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Zu Gershwins toller und abwechslungsreicher Musik erleben mehrere Großstädter einen turbulenten Tag im konsequent im Stil des Karikaturisten Al Hirschfeld durchgestylten New York der dreißiger Jahre. Der mal komische mal rührende Trickfilm wirkt zwar eher wie aus den fünfziger Jahren, als Studios wie UPA mit ganz schlichten Figuren Disney Konkurrenz machten, hinterläßt aber insgesamt einen sehr angenehmen Eindruck.

4. Episode
Musik: Dimitri Schostakowitsch: „Piano Konzert Nr. 2, Allegro, Opus 102“
Regie: Hendel Butoy
Anmoderation: Bette Midler
Länge: 7 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Auch hier hat der Computer wieder zugeschlagen und insgesamt etwas unbefriedigende Version von Hans Christian Andersens Märchen „Der standhafte Zinnsoldat“ geschaffen. Neben den nicht sonderlich gut gestalteten Figuren nervt vor allem, das auch hier (genau wie beim ebenfalls auf Andersen basierenden Disney-Film „Arielle, die Meerjungfrau„), ein kitschiges Happy End herangepappt wurde. Dies wäre bei einem Kurzfilm zu getragener klassischer Musik nicht wirklich nötig gewesen und verfälscht die Vorlage.

5. Episode
Musik: Camille Saint-Saens: „Der Karneval der Tiere, Finale“
Regie: Eric Goldberg
Anmoderation: James Earl Jones
Länge: 2 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Das Gegenstück zum „Tanz der Stunden“ der Ballett-Szene mit Nilpferden und Krokodilen aus dem ersten Film. Hier wurde zunächst die Frage gestellt, was passiert, wenn ein Strauß einen Jojo erhält. Disney-Chef Michael Eisner bevorzugt jedoch Flamingos, also neues Casting. Bemerkenswert ist neben der „Länge“ von nur zwei Minuten noch die Tatsache, dass an diesem ganz lustigen Filmchen der 91-jährige Disney-Veteran Joe Grant bei dem Entwurf der Figuren mitgewirkt hat.

6. Episode
Musik: Paul Dukas: „Der Zauberlehrling“
Regie: James Algar
Anmoderation: Penn und Teller
Länge: 10 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Hier nun noch einmal die beste Episode aus dem alten Film um den Zauberlehrling Mickey und die Geister die er rief und nicht wieder loswurde. Die Zeichnungen wirken auf der riesigen Imax-Leinwand manchmal etwas klobig, aber ganz unverkennbar handelt es sich um ein in künstlerischer Handarbeit gefertigtes absolutes Trickfilm-Juwel.

7. Episode
Musik: Sir Edward Elgar: „Pomp and Circumstances – Märsche 1, 2, 3 und 4“
Regie: Francis Glebas
Anmoderation: Michey Mouse und James Levine
Länge: 6 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Was „Der Zauberlehrling“ für Mickey bedeutete, soll dieser Film nun für Donald werden. Als Helfer von Noah sucht er die gerade abgelegte Arche nach seiner geliebten Daisy ab. Im glatten Stil von „Der König der Löwen“ gefertigt und viel zu hektisch erzählt, kann diese Episode leider nur tricktechnisch überzeugen. Die pompöse nicht immer passende Marschmusik hat übrigens der damalige Disney-Vorstand Michael Eisner höchstpersönlich ausgesucht.

8. Episode
Musik: Igor Strawinsky: „Der Feuervogel, Suite – Version von 1919“
Regie: Gaetan und Paul Brizzi
Anmoderation: Angela Lansbury
Länge: 9 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Das absolute Highlight unter den neuen Episoden. Eine Frühlingsfee kämpft gegen einen als Raubvogel dargestellten ausbrechenden Vulkan. Der Film hat einen sehr eigenen Stil, der mehr an den japanischen Trickfilm „Prinzessin Mononoke“ und weniger an die Konfektion aus dem Hause Disney erinnert. Der leider nur sehr kurz zu sehende und beeindruckend animierte Feuervogel ist etwas an den Höllenfürsten aus der abschließenden „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“-Episode des ersten Filmes angelehnt.

Walt Disney: Fantasia 2000

Fazit:
Die einzelnen Episoden werden durch Showbiz-Größen anmoderiert. Dies ist oft ein wenig nervig und nicht wirklich nötig. Insgesamt ist „Fantasia 2000“ etwas zu sehr an die Gestaltung und Struktur des ersten Filmes angelehnt und leider nur selten wirklich beeindruckend, wobei es heute sicherlich sehr viel schwerer ist, noch neue und unverbrauchte Bilder zu finden.

Walt Disney: Fantasia 2000

Während die DVD eher spärlich ausgestattet ist, bietet die Blu-ray als Bonus noch den Salvador Dali Film “Destino“ und eine sehr ausführliche spielfilmlange Dokumentation zu diesem 1945 begonnenen und 2003 fertig gestellten Kurzfilm!

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Walt Disney: Fantasia

Nach der Premiere von “Fantasia“ soll Walt Disney gesagt haben: “Damit wird Beethoven berühmt werden!“ Zwar setzte Disney auch in seinen Kurzfilmen insbesondere in den Silly Symphonies immer wieder gerne klassische Musik ein, doch richtig ambitioniert ging er die Sache Ende der Dreißiger Jahre an, nachdem er mit “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und “Pinocchio“ zwei absolute Meisterwerke des Trick-Spielfilms in die Kinos brachte.

Walt Disney: Fantasia

Auslöser war ein Kurzfilm in dem Micky Maus, der in Sachen Popularität langsam aber sicher von seinen Trickfilmkollegen Donald und Goofy in den Schatten gestellt wurde. Hier agierte Micky als Goethes Zauberlehrling, der als Urlaubsvertretung seines Meisters an Hundertschaften von hergehexten Besen verzweifelte. Der Kurzfilm hat als Soundtrack die “symphonische Dichtung“ von Paul Dukas, die der alles andere als öffentlichkeitsscheue Star-Dirigent Leopold Stokowski aus Freundschaft zu Walt Disney unentgeltlich mit einem 100-köpfigen Orchester einspielte. Trotzdem kostete der aufwändig animierte 9-minütige Trickfilm dem Studio mit über 100.000 Dollar viermal soviel wie ein herkömmlicher Cartoon. Wo hin also mit diesem Animations-Juwel?

Walt Disney: Fantasia

Walt Disney ließ es mit es richtig krachen und brachte den Zauberlehrling gemeinsam mit sechs weiteren Trickfilmen, die zu von Stokowski eingespielten klassischen Musikstücken entstanden. Zu „Toccata und Fuge in d-moll“ von Johann Sebastian Bach gibt es abstakte Bilder zu sehen, bei denen kaum zu glauben ist, dass sie ohne Computeranimation in Handarbeit entstanden. Stücke aus Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ wurden in eine andere Reihenfolge gebracht und untermalten jetzt den Wechsel der Jahreszeiten. Igor Strawinskis: „Le Sacre du Printemps“ hingegen ist nun der Soundtrack zur Schöpfung unter besonderer Berücksichtigung der Dinosaurier.

Walt Disney: Fantasia

Zu Ludwig van Beethovens “Pastorale“, der „6. Sinfonie“, tobt fast die komplette griechische Mythologie über die Leinwand, während sich bei Ponchiellis „Der Tanz der Stunden“ Nilpferde, Elefanten, Strauße und Krokodile als Balletttänzer versuchen, Zum Abschluss terrorisiert in der wohl eindringlichsten Episode zu Mussorgskis „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ ein riesiger Dämon eine expressionistisches Bergdorf bevor dieser von Franz Schuberts „Ave Maria“ vertrieben und der Zuschauer mit einer etwas kitschigen religiösen Prozession durch einen sakral anmutenden Wald aus dem Bilderrausch verabschiedet wird.

Walt Disney: Fantasia

Gemeinsam mit der 60 Jahre später entstandenen teilweise ebenso inspirierten Fortsetzung “Fantasia 2000“ erscheint Disneys Meisterwerk auf DVD und Blu-ray. Puristen mögen sich darüber aufregen, dass die dunkelhäutigen Zentauren der Urspringsversion auch weiterhin in der “Pastorale“-Episode fehlen und es jetzt andere Aufnahmen (und möglicherweise eine Neusynchronisation) von Deems Taylors Zwischenmoderationen gibt. Doch noch nie war es möglich die kunstvollen Animationen von “Fantasia“ auch daheim so prachtvoll zu genießen wie auf der Blu-ray-Edition.

Walt Disney: Fantasia

Bonusmaterial der Blu-ray: Audiokommentar von Disney-Historiker Brian Sibley, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Das Schultheis-Notizbuch: Ein Disney-Schatz (13:51 min); Interaktive Kunstgalerien zu „Fantasia“ und „Fantasia 2000„; Disneys Familien-Museum (4:05 min); Wenn Disney View angewählt wird, können auf 16:9-Geräten im rechten und linken Bereich anstelle der schwarzen Balken neben dem 4:3-Bild sogenannte “Schmuckornamente“ eingeblendet werden.

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