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Brennen muss Salem

Stephen Kings zweiter Roman “Brennen muss Salem“ erzählt von einer Kleinstadt in Neuengland, die langsam aber sicher von einem Vampir vereinnahmt wird. Das Buch entstand noch vor Kings Erstlingswerk “Carrie“ und wurde bereits 1979 – vier Jahre nach seinem Erscheinen – als dreistündige TV-Miniserie verfilmt.

Brennen muss Salem

Als Regisseur fungierte Tobe Hooper, der sich durch seinen mittlerweile als Kultfilm geltendes Werk “The Texas Chain Saw Massacre“ für diesen Job qualifizierte. 1982 sollte Hooper “Poltergeist“ inszenieren, wobei angeblich Produzent Steven Spielberg recht häufig selbst auf dem Regiestuhl saß.

Brennen muss Salem

“Brennen muss Salem“ überzeugt durch einige für TV-Verhältnisse recht drastische Szenen und die sehr gute Besetzung mit David Soul („Starsky & Hutch“), Bonnie Bedelia („Stirb Langsam“) und James Mason als Helfer des an Nosferatu erinnernden Vampirs Barlow (Reggie Nalder).

Brennen muss Salem

Genau wie Kings Roman, lässt sich auch Serie angemessen viel Zeit, um Spannung aufzubauen und die Charaktere vorzustellen. Hiervon ist in der auf DVD veröffentlichten Fassung leider kaum etwas zu spüren. Während die Serie 1985 auf SAT. 1 fast ungekürzt unter dem Titel “Der Schrecken im Marsten-Haus“ lief, hat die deutsche DVD lediglich eine Länge von 104 Minuten.

Brennen muss Salem

Doch damit ist zum Glück jetzt Schluss. Auf Blu-ray veröffentlicht Warner eine 183-minütige Fassung der TV-Serie, wobei es zu einigen kurzen Szenen keine deutsche Synchro (und daher englische Untertitel) gibt, da diese anscheinend von SAT. 1 nicht ausgestrahlt wurden. Das Bildformat ist mit 1,5:1 etwas breiter als “Vollbild“ (4:3). Als Bonus gibt es einen leider nicht deutsch untertitelten Audiokommentar von Tobe Hooper, sowie einen englischsprachigen Trailer (3:23 min).

Brennen muss Salem
Rudger Hauer war 2004 der Vampir Barlow

2004 entstand übrigens unter dem Titel „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ eine weitere TV-Adaption von Kings Roman.

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Batman: The Killing Joke

Als 26. Beitrag der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“ entstand nach “The Dark Knight Returns“ und “Year One“ eine weitere Zeichentrick-Adaption eines absoluten Batman-Klassikers.

Batman: The Killing Joke

1987 zeigte Alan Moore mit seinem von Dave Gibbons gezeichneten Comic “Watchmen“, das Superhelden-Geschichten kein Kinderkram sein müssen. Ein Jahr später widmete er sich dem Dunklen Ritter und auch “Batman: The Killing Joke“ hinterließ bleibende Eindrücke. Die Geschichte beschäftigte sich mit dem komplizierten Verhältnis zwischen Batman und seinem Widersacher, dem Joker. Eine äußerst extreme Szene zeigte, wie letzterer das ehemalige Batgirl Barbara Gordon durch einen Revolverschuss für immer an den Rollstuhl fesselt.

Batman: The Killing Joke

Mehr als bemerkenswert ist auch das unglaublich detailreich ausgeführte Artwork des Briten Brian Bolland, das sich nur bedingt (und vor allem nicht mit einem moderaten Budget) in animierte Bilder umsetzen lässt. Daher orientierten sich die Trickfilmer des Produzenten Bruce Timm (“Batman – The Animated Series“) an den etwas einfacher gestrickten Comic-Zeichnungen von Kevin Nowlan, der wiederum von Bolland beeinflusst ist. Das gelingt recht gut und abgesehen von der (in der Originalfassung von Mark Hamill gesungenen) Musical-Einlage “I Go Looney“ des Jokers, sowie ein paar zusätzlich in die Handlung eingefügten Zirkus-Freaks, ist das Kernstück des Zeichentrickfilm eine sehr werkgetreue und ziemlich intelligente Adaption der Comic-Vorlage.

Batman: The Killing Joke

Dies kann allerdings nicht von den ersten 30 Minuten behauptet werden. Um auf eine Spieldauer von 76 Minuten zu kommen, wurde Moores kompakte auf nur 48 Seiten erzählte Geschichte für die Verfilmung noch um einen Prolog, sowie einen sehr kurzen Epilog, ergänzt. Dies erledigte der vielbeschäftigte Comic-Autor Brian Azzarello (“The Dark Knight III“, “100 Bullets“) zum Missvergnügen von so manchem Fan der Comic-Vorlage. Mir persönlich hat die Vorgeschichte gefallen. Hier wird erzählt, wie sich die als Batgirl tätige Barbara Gordon von dem an den Joker erinnernden Ganoven Paris Franz fasziniert zeigte und deswegen schließlich ihr Kostüm ablegte. Zugleich wird eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Batman mehr als nur angedeutet. Der Epilog erzählt aber auch davon, wie in den 80er Jahren durch das Erscheinen von ganz schön finsteren Comic wie “The Killing Joke“ die fröhlich-naiven Jahre der DC-Superhelden beendet wurden.

Batman: The Killing Joke

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 76-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Batman: The Killing Joke: The Many Shades of The Joker“ (17:43 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “ Madness Set to Music“ (11:54 min); Zwei thematisch passende Cartoons der klassischen “Batman – The Animated Series“: „Christmas with the Joker“ und „Old Wounds“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League Dark“ (8:14 min) und kurze Berichte über die weiteren DC-Animationsfilme “The Dark Knight Returns“ und “Batman: Assault on Arkham“ Leider fehlt das 10-minütige sehr informative Making Of zu „The Killing Joke“, das auf Blu-ray von “Justice League vs. Teen Titans“ enthalten ist.

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Ich und Kaminski

Wenn am Anfang von “Ich und Kaminski“ kurz Woody Allen zu sehen ist, so hat das sicher seinen Grund. Genau wie in Allens Film “Zelig“ setzt sich auch hier, aus einer kunstvoll arrangierten Mischung von echten und nachgestellten Dokumentar-Aufnahmen, die Biographie einer fiktiven Persönlichkeit zusammen. Der mittlerweile zurückgezogen in den Schweizer Alpen lebende erblindete Maler Manuel Kaminski war einst weltberühmt. Er wurde von Künstlern wie Picasso, Matisse oder Warhol geschätzt und gefördert.

Ich und Kaminski

Der egozentrische Journalist Sebastian Zöllner erhofft sich großen Ruhm dadurch, dass er kurz vor Kaminskis Ableben noch schnell eine Biographie über ihn schreibt. Mit nicht ganz koscheren Methoden verschafft er sich Zutritt zum Atelier des Malers und bricht mit diesem gar zu einem Road Trip zu dessen Jugendliebe Therese auf. Das ungleiche Duo erlebt dabei allerlei skurrile Erlebnisse.

Ich und Kaminski

Zwölf Jahre nach seinem Riesenerfolg “Good Bye Lenin!“ arbeitete Regisseur Wolfgang Becker wieder mit Daniel Brühl zusammen. Die Rolle des Kaminski übernahm der Däne Jesper Christensen, der in den James-Bond-Filmen “Casino Royale“, “Ein Quantum Trost“ und “Spectre“ als Mr. White zu sehen war.

Ich und Kaminski

Basierend auf dem Roman von Daniel Kehlmann (“Die Vermessung der Welt“) gelang Wolfgang Becker ein erzählerisch, aber auch formal, höchst interessanter Film mit internationalen Flair. Die Besetzung ist bis in die kleinsten Rollen großartig, so ist etwa Josef Hader als Schaffner oder Charlie Chaplins Tochter Geraldine als Therese zu sehen.

Ich und Kaminski
Kaminski-Gemälde von Manfred Gruber

Der Humor des Films wird nie albern und die tragischen Momente nie schmalzig. Beeindruckend sind auch die wie Gemälde aussehenden Kapiteleinleitungen und der animierte Ausflug durch die Kunstgeschichte im Nachspann.

Ich und Kaminski
Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 125-minütigen Hauptfilm noch ein ausführliches Making Of (57:56), einen sehr interessanten Bericht über Manfred Gruber, der die Kunstwerke von Kaminski gemalt hat, die sogar erfolgreich in Berlin ausgestellt wurden (16:54 min), sowie den Bericht “Die Bässe lügen nie“, über den Soundtrack von Lorenz Dangel (17:53 min) und den deutschen Trailer (2:37 min)

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