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Kavallerie-Trilogie von John Ford

Bis zum letzten Mann (Fort Apache, 1948), Der Teufelshauptmann (She Wore a Yellow Ribbon, 1949) und Rio Grande (1950) bilden die sogenannte Kavallerie-Trilogie des Western-Regisseurs John Ford (Stagecoach). Dem Western-Spezialisten gelangen hier einzigartige Mischungen aus Melodram, Actionfilm, Komödie und, Charakterstudie, doch auch vor Gesangs- oder Tanz-Einlagen schreckte Ford nicht zurück.

Kavallerie-Trilogie von John Ford

Die Filme entstanden in den beeindruckenden Naturkulissen von Monument Valley und der Umgebung von Moab, Utah. In allen drei Filmen spielt John Wayne einen Offizier (in Der Teufelshauptmann und Rio Grande ist sein Rollenname Kirby York bzw. Kirby Yorke, obwohl es sich offensichtlich nicht um dieselbe Figur handelt) und Victor McLaglen agiert in der Trilogie immer als dickköpfiger und trinkfester irischer Sergeant.

Kavallerie-Trilogie von John Ford

Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. In Der Teufelshauptmann (im einzigen Farbfilm der Trilogie steht John Waynes Charakter kurz vor der Pensionierung) und in Rio Grande (hier schließt der von John Wayne gespielte Offizier wieder Frieden mit Frau und Sohn) beschäftigt sich Ford eher mit dem persönlichen Schicksal seiner Hauptfigur, während der Krieg gegen die  Indianerkrieg eher als Hintergrund dient. In Bis zum letzten Mann hingegen bezieht John Ford sehr viel deutlicher Stellung gegen Karrieristen, die sich durch den Krieg profilieren wollen und kein Interesse an einer friedlichen Lösung haben.

Kavallerie-Trilogie von John Ford

Lange bevor Henry Fonda als Schurke in Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod überraschte (und überzeugte), war er in Bis zum letzten Mann als hochmütiger Offizier zu sehen, der über Leichen geht. Seine Figur in Bis zum letzten Mann heißt zwar Oberstleutnant Thursday, aber es ist unschwer General Custer darin zu erkennen ist. Wenn dieser Thursday am Schluss des Filmes sein verdientes Ende findet, wird er trotzdem zum Helden verklärt, denn so sagt später ein Zeitungsmann in John Fords Der Mann, der Liberty Valance erschoss (1961): „Wenn die Legende Wahrheit wird, druckt die Legende.“

Kavallerie-Trilogie von John Ford

Die drei Filme der Kavallerie-Trilogie liegen auf DVD vor, lediglich Rio Grande ist bisher auch auf Blu-ray erschienen. In allen drei Fällen wurden Szenen ergänzt, die bisher in den deutschen Fassungen fehlten. Bei Bis zum letzten Mann ist die US-Fassung mehr als eine halbe Stunde länger als die deutsche Kinoversion. Auch mit Extras wurde nicht gegeizt: Der Teufelshauptmann enthält ein recht amüsantes einstündiges Gespräch mit John Ford, in dem dieser seinem britischen Interviewer immer wieder klar macht, wie blöd dessen Fragen eigentlich sind.

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Stagecoach

Der Film ist bei uns auch als Ringo oder Höllenfahrt nach Santa Fe bekannt – erlebte im magischen Hollywoodjahr 1939 neben Klassikern wie Vom Winde verweht oder Der Zauberer von Oz seine Premiere. Der Film ist sicherlich auch dafür bemerkenswert, dass durch ihn John Wayne – der auf der Besetzungsliste noch an zweiter Stelle hinter Claire Trevor genannt  wird- zum Star wurde. Doch wichtiger noch ist, dass der Western mit Stagecoach erwachsen wurde.

Stagecoach

Nachdem das Genre zuvor fast ausschließlich in billig produzierten Serials stattfand, erzählt John Ford in Stagecoach – trotz beeindruckender Außenaufnahmen mit Indianer-Action im Monument Valley und einem sehr spannenden Showdown-Finale – in erster Linie ein Kammerspiel. Der Film handelt von sehr unterschiedlichen Charakteren, die zusammengepfercht eine gefährliche Kutschfahrt überstehen müssen. Dabei entpuppt sich der Bankdirektor als Schurke, der besoffene Doktor als heldenhafte Hebamme und dass die selbstlose Alice eine Prostituierte ist, wird mehr als nur zart angedeutet.

Stagecoach

Lange hat es gedauert, bis Stagecoach endlich als DVD oder gar als Blu-ray vorliegt. Der Anbieter Schröder Media hat sich für die Blu-ray fast schon ein wenig zuviel Mühe gegeben. So ist auf der deutschen Tonspur nicht nur eine sehr ordentliche deutsche Synchronisation zu hören, sondern gelegentlich gar zwei Soundtracks gleichzeitig. Es wäre nicht nötig gewesen den Film noch mit Ennio-Morricone-artiger Musik und zusätzlichen Geräuscheffekten wier Hühnergegacker zu „veredeln“. Die Bildqualität ist während des Vorspanns grenzwertig, fängt sich dann aber wieder und insgesamt bereitet es viel Freude diesen kapitalen Klassiker als Blu-ray neu zu erleben.

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John Ford

“Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich jeden Morgen um 9 Uhr hinter der Kamera gestanden und darauf gewartet, dass es losging – denn das ist das Einzige, was mir wirklich Spaß macht.“ Dieser Spaß am Filmemachen ging bei John Ford (Stagecoach, Kavallerie-Trilogie) sogar so weit, dass er am liebsten geduckt vor der Kamera saß.

John Ford

Ford drehte seine Filme (“im Zweifelsfalle Western“) meist fernab von Hollywood vor Ort in Gegenden wie dem Monument Valley. Dort konnte er seine Western nicht nur drehen, sondern auch leben. Die gut ausgesuchten Fotos in diesem Buch sind nicht nur Standbilder aus Fords Filmen, sondern vermitteln oft auch einen Eindruck von den Dreharbeiten.

John Ford

Doch auch als Lesestoff überzeugt das Buch. Es ist nicht wie oft bei Taschen üblich mehrsprachig, sondern der Text von Scott Eyman ist ein vielschichtiger Exkurs durch das ebenso geartete filmische Werk von John Fords. Auch die Stummfilme des Regisseurs werden so ausführlich wie möglich gewürdigt. Zusätzlich wird die Lektüre noch vertieft durch die meist sehr ausführlichen Erläuterungen zu den Bildern. Ein gelungener Start von Taschens Serie über Filmregisseure!

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Western von Gestern

Ende der Siebziger Jahre gab es noch kein Privatfernsehen in Deutschland, doch auch die öffentlich-rechtlichen Sender bemühten sich das Publikum mit unbeschwerter Unterhaltung zu versorgen und zeigten freitags unter dem Motto Väter der Klamotte zur Abendbrotzeit immer gerne schwarzweiße Slapstick-Filme. Doch als sich kaum noch “neues“ sendefähiges Material auffinden ließ, hieß es “Galopp statt Klamauk“.

Western von Gestern

Mit dem Aufkommen des Tonfilms wurde Serials immer beliebter. Hierbei handelt es sich um meist aus 12 – 15 Teilen bestehende Fortsetzungsfilme. Diese 20-minütigen Einzelepisoden liefen im Vorprogramm der Kinos und endeten immer mit einem so genannten Cliffhanger. Da hing dann der Held buchstäblich an einem Cliff und wer wissen wollte, wie es weiter geht, musste nächste Woche erneut ins Kino kommen.

Western von Gestern

Als eins der besten dieser Serials gilt nicht ohne Grund Zorro Rides Again von 1937. In deutschen Kinos wurde die Filmreihe unter dem Titel Zorros schwarze Peitsche in zwei Teilen gezeigt. Als Zorro reitet wieder eröffnete das Serial in neuer Bearbeitung am 5. Mai 1978 im ZDF die Reihe Western von Gestern. Hierzu wurden die 12 Episoden etwas gerafft in sechs Teilen gezeigt und mit neuer Musik versehen.

Western von Gestern

Betreut wurde die Serie von Joe Hembus, der mit seinem leider schon lange vergriffenen Western-Lexikon ein echtes Standartwerk verfasst hatte und auch ein Begleitbuch zu Western von Gestern schrieb. Das Konzept ging auf und in insgesamt 155 Folgen wurden im ZDF neben Western-Serials auch gekürzte Filme mit Westernstars wie John Wayne, Roy Rogers und Al “Fuzzi“ St. Jones gezeigt. In vier Boxen hat Fernsehjuwel 84 dieser Episoden auf DVD veröffentlicht.

Western von Gestern

Doch am meisten Spaß macht immer noch Zorro reitet wieder, eine in der damaligen Gegenwart der dreißiger Jahre angesiedelte humorvolle Abenteuerserie mit reichlich Explosionen und Verfolgungsjagden per Bahn, Pferd und Flugzeug, kurzum eine der Vorlagen für Indiana Jones.

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Jijé: Jerry Spring

Auch wenn es etwas zynisch klingt, die frankobelgische Comicszene profitierte davon, dass während des Zweiten Weltkriegs der Import von US-Serien immer schwieriger wurde. Ende der 30er-Jahre kämpfte auch im Spirou-Magazin Superman für „Truth, Justice and the American Way“ und der Red Ryder versuchte den Wilden Westen zu bändigen. Als der Nachschub aus den USA ausblieb, übernahm der vielseitige Joseph Gillain alias Jijé das Zeichnen des Red Ryder und konnte hier für sein ab 1954 Spirou-Magazin erschienenes Western-Meisterwerk üben.

Jijé: Jerry Spring

Mit Jerry Spring startet Ehapa nach Jeff Jordan, Lucky Luke, Isnogud, Tanguy und Laverdure (diese Flieger-Serie übernahm Jijé nach einigen Alben von Albert Uderzo) und Blueberry (hier sprang gelegentlich als Ersatzzeichner ein, während Jean Giraud alias Moebius einen großen Teil des Jerry Spring-Alben Unterwegs nach Coronado zeichnete) eine weitere Gesamtausgabe eines frankobelgischen Comicklassikers. Der erste Band enthält neben gleich vier albenlangen Geschichten ein 30-seitiges hochinteressantes und exquisit bebildertes Vorwort.

Jijé: Jerry Spring

Die an B-Movies erinnernden Western-Abenteuer die Jerry Spring zu bestehen hat, mögen heute etwas altbacken wirken, doch Jijés Artwork ist zeitlos modern. Dies zeigt besonders gut in diese in Schwarzweiß abgedruckten Gesamtausgabe. Der Verzicht auf Farbe war Jijés Wunsch, denn beim Zeichnen orientierte er sich an US-Zeitungscomics wie Steve Canyon und geizte nicht mit schwarz ausgemalten Flächen. Das Kolorieren hingegen langweilte Jijé und wurde nach wenigen Alben auch nicht mehr von ihm ausgeführt.

Jijé: Jerry Spring

Auch wer nicht sonderlich beeindruckt von den bei uns bei Bastei, Condor und Carlsen veröffentlichten Jerry Spring-Alben war, dürfte in dieser sehr schön aufgemachten Gesamtausgabe einen meisterlichen Zeichner mit einem enorm lässigen Strich neu entdecken.

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Never Grow Old

Totengräber sind im Western eher Randfiguren, die gut klarkommen, wenn es gewalttätig zugeht. Der irische Regisseur Ivan Kavanagh (The Canal) machte sich einige Gedanken, wie Ende des vorletzten Jahrhunderts wohl das Leben eines Menschen ausgesehen hat, der als Bestatter tätig war. Kavanagh studierte auch entsprechendes Fotomaterial, auf dem zu sehen war, dass der Wilde Westen wenig Ähnlichkeit mit dem hat, was in Hollywood auf die Leinwand gezaubert wurde.

Never Grow Old

In einer Wildnis in Luxemburg und in Irland ließ er eine finstere schlammige Welt rekonstruieren, in der hart arbeitende Menschen gerade so über die Runden kommen. Die kleine Gemeinde in der Never Grow Old spielt liegt auf dem Weg nach Westen und profitiert von den durchreisenden Siedlern, doch die frommen Einwohner lehnen es ab einen Saloon zu betreiben. Das ändert sich jedoch als Dutch Albert (John Cusack mit Mut zur Hässlichkeit) in die Stadt kommt…

Never Grow Old

Plötzlich gibt es Alkohol, Huren, Konflikte und Todesfälle. Der Tischler Patrick Tate (Emile Hirsch), der auch als Bestatter arbeitet, hat plötzlich ein gutes Einkommen und der zwielichtige Dutch Albert sucht seine Freundschaft.

Never Grow Old

Dies gefällt Patricks Ehefrau Maria (Antonia Campbell-Hughes) überhaupt nicht und der Familienvater gerät zwischen die Fronten. Erstaunlich, dass ausgerechnet die Figur eines Totengräbers, dem immer wieder totgesagten Genre Western neues Leben einhaucht.

Never Grow Old

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 99-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: Making Of (20:23 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interviews (57:01 min), B-Roll (4:37 min), Deutscher Kinotrailer (2:27 min)

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Feinde – Hostiles

Der Western ist noch lange nicht tot! Dies beweist der Regisseur Scott Cooper, der sich zuvor– trotz Starbesetzung mit Johnny Depp, Benedict Cumberbatch und Kevin Bacon – eher erfolglos an einem Gangster-Film versuchte. Vielleicht konnte Black Mass auch deshalb nicht so überzeugen, weil sich die Geschichte an tatsächlichen Ereignissen – dem Leben des Bostoner Verbrechers “Whitey“ Bulger – orientierte.

Feinde – Hostiles

Feinde – Hostiles hingegen hat weniger die Realität, sondern eher Der mit dem Wolf tanzt zum Vorbild, denn auch hier entwickelt ein Soldat der US-Kavallerie nach und nach Verständnis für die Situation der US-amerikanischen Ureinwohner. Im Sommer 1892 soll U.S.-Army-Captain Joe Blocker (Christian Bale) den lange Jahre inhaftierten todkranken Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk (Wes Studi) zu seiner letzten Ruhestätte ins Land seiner Vorfahren eskortieren. Unterwegs nimmt sich der kleine Trupp der nach einem brutalen Überfall schwer verstörten Rosalee Quaid (Rosamund Pike) an und bekommt es anschließend mit kriegerischen Komantschen aber auch mit rücksichtslosen weißen Siedlern zu tun.

Feinde – Hostiles

Scott Coopers Film ist vielleicht noch besser gespielt als geschrieben. Feinde – Hostiles profitiert sehr stark von seiner bis in die kleinsten Rollen hervorragenden Besetzung. Ein Kabinettstückchen liefert gleich am Anfang der wie immer großartige Stephen Lang (Avatar), dem es als Colonel Biggs großes Vergnügen bereitet, den nicht gerade als Indianer-Freund bekannten Captain Blocker auf eine Mission zu schicken, die ihm völlig gegen den Strich geht.

Feinde – Hostiles

Christian Bale spielt die Wandlung von Captain Blocker sehr glaubhaft. Wenn das Drehbuch seiner Figur ein gutes Verhältnis zum ihm unterstellten schwarzen Soldaten Woodson (Jonathan Majors) andichtet, so könnte dies wie der Versuch wirken, einen angesagten Hollywood-Star nicht als totalen Rassisten, sondern “nur“ als Indianer-Hasser erscheinen zu lassen. Doch Bale und Majors, aber auch das restliche Ensemble, agieren so glaubhaft, dass “Klischee-Verdacht“ gar nicht erst aufkommt.

Feinde – Hostiles

Die DVD von Universum Film enthält neben dem 129-minütigen Kinofilm noch Interviews mit Christian Bale (5:24 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Rosamund Pike (3:09 min), Wes Studi (1:57 min) und Regisseur Scott Cooper (2;32 min), sowie den deutschen Kinotrailer (2:21 min)

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Bouncer

Eigentlich sollte François Boucq (Teufelsmaul, Die Frau des Magiers) ja eine Comicgeschichte mit dem schon reichlich gealterten Westernhelden Blueberry gestalten. Doch der Sohn von Jean-Michel Charlier, dem bereits verstorbenen Schöpfer dieser erfolgreichen Figur, hatte Bedenken, dass es dabei ein wenig zu esoterisch zugehen könnte. Daher stoppte er das vom Blueberry-Zeichner Jean Giraud alias Moebius angeschobene Projekt.

Bouncer Gesamtausgabe

Doch Boucq setzte trotzdem ab 2001 eine Western-Serie in Szene. Als Verbündeten fand er den gebürtigen Chilenen Alexandro Jodorowsky (El Topo), der nicht nur als Filmemacher tätig ist. Jodrowsky hat für Moebius schon die durchgeknallten Abenteuer geschrieben, die der Privatdetektiv John Difool gemeinsam mit seinem Betonpapagei Dipo erlebt.

Bouncer

Jodrowskys Western Bouncer bedient auf den ersten Blick die Klischees des Genres. Dabei kommt die knapp nach dem Ende des Sezessionskrieges angesiedelte Geschichte nicht ohne Härten aus, denn es muss ja schließlich erklärt werden, warum der Held nur noch über einen Arm verfügt. Dies steht im Zusammenhang mit einer ganz schön abgefahrenen Familiengeschichte.

Bouncer

Bouncers Mutter “Aunty Lola“ war eine der “wildesten Huren des ganzen Westen“ und sie brachte im Laufe ihrer “Karriere“ drei Söhne zur Welt, ohne sich dafür zu interessieren, wer die jeweiligen Väter waren. Bouncer war der jüngste der Brüder und verlor seinen linken Arm, als er mit seinen Brüdern Blake und Ralton im Clinch um einen gemeinsam in einem grausamen Beutezug erbeuteten riesigen Diamanten lag.

Bouncer

In den beiden ersten Bänden Ein Diamant fürs Jenseits und Die Gnade der Henker wird die tragisch endende Geschichte der Brüder erzählt. Schreiber & Leser startet seine neue Gesamtausgabe mit einem gebundenen Doppelband dieser beiden Abenteuer, der auch noch über einen sehr schön zusammengestellten Anhang mit Einzelillustrationen (teilweise sogar auf Klapptafeln) verfügt. Der ungewöhnliche Western lebt nicht nur von Jodorowkys deftiger Geschichte, sondern auch von Francois Boucqs Fähigkeit durch verzerrte Gesichter und ungewöhnliche Landschaftsbilder für Stimmung zu sorgen.

Bouncer

Boucq setzt Bouncer mittlerweile ab Band 10 Der Fluch des Goldes im Alleingang fort und Schreiber & Leser bringt auch diese neuen bisher bei uns noch nicht erschienenen Abenteuer in Einzelbänden heraus.

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Der Schatz im Silbersee

Mit diesem Film startete 1962 die wohl erfolgreichste deutsche Filmserie. Zuvor war es, trotz einiger Versuche, zuvor niemals gelungen die Abenteuerwelten von Karl May erfolgreich in die Kinos zu bringen und abgesehen von vielleicht Wasser für Canitoga (1939) hat es auch nie einen gelungenen deutschen Western gegeben.

Der Schatz im Silbersee

Doch Produzent Horst Wendlandt riskierte, angeblich angeregt von seinem Sohn, mit 3,5 Millionen DM eine für die damalige Zeit ungeheure Summe. Mit Harald Reinl, der neben Winnetou I, II und III auch noch Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968), den in jeglicher Hinsicht letzten Beitrag zur Karl May-Reihe drehen sollte, fand Wendlandt genau den richtigen Regisseur. Diesem gelang an Drehorten in Jugoslawien das Kunststück dem Film einen ganz eigenen Look zu geben, der kaum an amerikanische Western erinnert und trotzdem authentisch wirkt. Auch die Besetzung (und wohl fast genauso wichtig: die nur entfernt den Karl May-Romanen entnommene Kostümierung) der Hauptdarsteller gelang optimal.

Der Schatz im Silbersee

Lob gab es sogar vom französischen Cahiers du Cinéma („Schwarzwald-Western, der nicht vorgibt, wie Ford und Boetticher zu sein, aber seine eigene Suppe vortrefflich kocht“) und vom amerikanischen Monthly Film Bulletin („Ein frischer kontinentaler Western und wie schön, dass es zur Abwechslung einmal nicht die US-Kavallerie, sondern die Indianer sind, die in letzter Sekunde angaloppiert kommen.“). Der Schatz im Silbersee wurde zu einem gelungenen und sehr kassenträchtigen Einstieg in eine erfolgreiche Filmreihe.

Der Schatz im Silbersee

Nachdem Kinowelt den Film bereits als sehr gelungene DVD herausbrachte, folgte bei der UFA in drei schön aufgemachten Boxen mit je 3 DVDs eine Gesamtedition aller Karl-May-Western von Horst Wendlandt. Alle Boxen enthalten interessante Extras und farbig bebilderte sehr informative Booklets. Außerdem wurden die historischen Tonaufnahmen noch auf Dolby 5.1 aufgemixt. Vor allem die majestätische Musik von Martin Böttcher gewinnt dadurch ganz ungemein, doch Puristen können die Filme auch weiterhin im alten Monosound genießen. Die Karl May Collection I enthält neben Der Schatz im Silbersee noch die Spätwerke Winnetou und das Halbblut Apanatschi und Winnetou und sein Freund Old Firehand.

Der Schatz im Silbersee

Mittlerweile liegt auch eine Blu-ray von Der Schatz im Silbersee vor.

Der Schatz im Silbersee

Extras der UFA-„Karl May Collection I“ mit „Der Schatz im Silbersee“, „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ und „Winnetou und sein Freund Old Firehand“: Original Kinotrailer: Zu „Der Schatz im Silbersee“ in deutsch (zweimal 3:45 min) und englisch (1:53 min), zu „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ nur deutsch (4:07 min) und zu „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ ebenfalls nur in deutsch (3:50 min), jeweils in 1 : 2,35 und anamorph; Exklusive Interview-Dokumentation mit Götz George, Pierre Brice, Matthias Wendlandt und Ausstatter Wladimir Tadej (21:31 min); Drei Ausschnitte der Wochenschau mit kurzen Bericht über Horst Wendlandt (2:20 min + 1:38 min) und über die Dreharbeiten zu „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ (0:49 min) und „Winnetou und sein Freund Old Firehand (0:29 min); Interaktives Filmfehler-Quiz; Galerie mit 35 Fotos; 20-seitiges farbig bebildertes Booklet

Der Schatz im Silbersee

Extras der DVD von Kinowelt:  Erstaufführungstrailer (3:42 min, 1 : 2,35, anamorph, Stereo 2.0); Ein nahezu identischer Wiederaufführungstrailer (3:48 min, 1 : 2,35, anamorph, Stereo 2.0);  Filmdokumentation: Ausschnitt aus der WDR-Dokumentation „Der Hexer – Der Filmproduzent Horst Wendlandt“, 1996, 5:59 min; Restaurierungsbericht: Hier können mit Normalgeschwindigkeit und mit „Slow Motion“ die wohl am schlimmsten aussehenden Szenen aus dem Film und den Trailern angesehen werden und über die „Angle“-Taste kann gleichzeitig der Zustand nach der Restaurierung bestaunt werden, 3:21 min; Kurzdoku: Das Missgeschick während der Dreharbeiten, Während einer Szene ist kurz ein fahrendes Auto im Bild zu sehen, auf dieses wird hier mit einem Pfeil gedeutet, 0:14 min; Starinfo: Lex Barker (4 Texttafeln); Galerie mit 23 Fotos im Vollbildformat; Die Synchronsprecher: (4 Texttafeln)

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Lucky Luke # 96: Mitten ins Schwarze

Der 96. Band der Traditions-Serie Lucky Luke erzählt wieder kein durchgehendes Abenteuer, sondern kurze Geschichten aus der Jugendzeit des einsamen Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht.

Lucky Luke # 96: Mitten ins Schwarze

Fast ganz ohne Beteiligung von Lucky-Luke-Schöpfer Morris entstanden  mit Am Fluss der rosa Biber und Oklahoma Jim bereits Mitte der 90er Jahre Abenteuer von Lucky Kid. Während diese Geschichten bei uns in die nicht chronologische geordnete Lucky-Luke-Reihe als Band 82 und 73 aufgenommen wurden, heißt diese Figur in Frankreich Kid Lucky und hat eine eigene Serie.

Lucky Luke # 96: Mitten ins Schwarze

Morris hat Lucky Kid nach zwei Alben mit durchgehenden Geschichten auf Eis gelegt. Achdé, der dessen Erbe angetreten hat, zeichnete und textete seit 2011 unermüdlich weiter. Er füllte bereits vier Alben mit den zumeist einseitigen Kurzgeschichten über den kleinen Lucky Luke.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf
Beim vorliegenden Comic handelt es sich um den sechsten Band von Lucky Kid, bzw. um Les Aventures de Kid Lucky d’après Morris sous le numéro 4. Den Story-Reigen eröffnet eine sechsseitige Geschichte, in der auch der erwachsene Lucky Luke dabei ist und sich an seine Jugendzeit erinnert. Die restlichen 40 Seiten enthalten kurze Gagstrips von unterschiedlicher Güte. Recht hübsch mitzuerleben, wie Lucky Lukes Pferd Jolly Jumper seine ersten vergeblichen Gehversuche macht. Zu jedem Gagstrip gibt es belehrende Texte und so ist zu erfahren, dass es sich bei Jolly Jumper um ein Ouarter Horse mit “spanischen, englischen und indianischen Chickasaw-Blut“ handelt.

Lucky Luke # 96: Mitten ins Schwarze

Die Lektüre dieses Bandes bietet kurzweilige Unterhaltung und entlockt dem Leser manches Schmunzeln. Doch so richtig zu glauben ist es nicht, dass aus dem harmlosen Lausbuben Lucky Kid einmal ein unglaublich cooler durch nicht zu erschütternder Cowboy werden soll.

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