Schlagwort-Archive: Wotan Wilke Möhring

25 km/h

Ab 2. Mai auf DVD und Blu-ray

Auf der Beerdigung ihres Vaters treffen sich die beiden ungleichen Brüder Georg (Tatortreiniger Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) wieder. Das artet zunächst in eine Prügelei aus, doch dann tritt das Duo zu einem Roadtrip an, den sie mit 15 Jahren geplant hatten. In ihren trauerschwarzen Anzügen wollen mit ihren Mofas vom Schwarzwald bis an die Ostsee fahren und unterwegs einige Aufgaben erfüllen, die sie sich einst mit pubertärer Phantasie ausgedacht hatten…

25 km/h
© 2017 Sunny Side Up GmbH / Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH

10 Jahre nach ihrem angenehm in Erinnerung gebliebenen Film Friendship! verbündeten sich Regisseur Markus Goller und Drehbuch-Autor Oliver Ziegenbalg erneut. Das Resultat ist ein vergnüglicher Episodenfilm, dessen Nebenrollen mit Sandra Hüller, Franka Potente, Alexandra Maria Lara, Jella Haase und Jördis Triebel allerbestens besetzt ist.

25 km/h
© 2017 Sunny Side Up GmbH / Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH

Mindestens zwei Szenen sind absolute Höhepunkte. Auf einem Volksfest im Schwarzwald führen Mädel und Eidinger mit einer unglaublichen Virtuosität einen entfesselten Stepptanz auf und nicht minder virtuos choreographiert ist ein Tischtennis-Match der Brüder gegen den arroganten Campingplatz-Matador Hantel (Wotan Wilke Möhring).

25 km/h
© 2017 Sunny Side Up GmbH / Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH

Manchmal hingegen knattert der Film einfach ähnlich entschleunigt dahin, wie die Mofas der Hauptdarsteller, was allerdings auch seinen Reiz hat.

25 km/h
© 2017 Sunny Side Up GmbH / Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH

Die Blu-ray von Sony Pictures Entertainment enthält neben dem 111-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Ein kurzes, aber aussagekräftiges Making Of (4:09 min), Bericht von der Premiere (4:00 min) und Trailer (2:22 min)

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Soul Kitchen

Zuvor drehte Fatih Akin (Der goldene Handschuh, Aus dem Nichts) meist Filme wie Kurz und schmerzlos, Solino, Gegen die Wand oder Auf der anderen Seite in deren dramatische Geschichten durchaus Raum für heitere Momente war. “Soul Kitchen“ hingegen ist ein eher leichtfüßiger Film, der jedoch niemals leugnet, dass das Leben ganz schön hart sein kann.

Soul Kitchen

Hauptfigur ist der griechischstämmige Zinos (Adam Bousdoukos, dessen Biografie den Film inspirierte), der im nicht eben angesagten und zudem noch ziemlich abgelegenen Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein – na ja – Restaurant betreibt. Eigentlich ist sein Soul Kitchen eher eine etwas bessere Imbissbude. Dies ändert sich als der streitsüchtige Gourmetkoch Shayn (Birol Ünel) seinen Dienst antritt. Die auf frittierte Speisen stehenden Stammkunden kommen zwar mit dessen neuen Speiseangebot nicht klar, aber nach und nach wird Zinos´ Soul Kitchen zum angesagten Szenetreff.

Soul Kitchen

Doch damit beginnen die Probleme erst, denn nicht nur die Gesundheitspolizei (netter Gastauftritt: Jan Vedder) sondern auch ein Immobilienhai hat ein Auge auf das Soul Kitchen geworfen. Für zusätzliche Probleme sorgen noch Zinos´ spielsüchtiger Bruder, der Knast-Freigänger Illias (Moritz Bleibtreu), und die Tatsache, dass Zinos´ Freundin plötzlich in Shanghai arbeiten muss. Als sich der nicht krankenversicherte Zinos auch noch einen schweren Bandscheibenvorfall zuzieht scheint die Sonne seines Lebens langsam aber sicher unterzugehen…

Soul Kitchen

Das klingt nicht unbedingt nach einer Komödie und ist ganz sicher etwas stärker geerdet als Akins frischfröhliches Roadmovie Im Juli. Der Regisseur gibt sogar selbst zu, dass Soul Kitchen sein “anstrengendster, teuerster, zeitaufwendigster und kompliziertester“ Film geworden ist. Naja, eigentlich ist es keine Neuigkeit, dass es leichter ist Menschen zu erschüttern als sie zum Lachen zu bringen. Fatih Akin gelang jedenfalls einmal mehr ein pralles Stück milieusicheres lebensnahes Kino, das zudem auch noch ganz schön viel Hoffnung macht.

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Das Experiment

Für 4000,- DM stellen sich 20 Freiwillige für ein Experiment zur Erforschung von Aggressionsverhalten zur Verfügung. Acht der Probanden fungieren als „Strafvollzugsbeamte“ und sollen die übrigen zwölf Testpersonen in einem künstlichen Knast bewachen. Hierbei gilt es Regeln wie „Alle Mahlzeiten sind komplett zu verzehren“ einzuhalten. Der Reporter Tarek (Moritz Bleibtreu) nimmt am Versuch teil, erhofft sich eine große Story und heizt die Stimmung noch ein wenig an. Es kommt zu immer härter werdenden Konflikten und das Experiment eskaliert schließlich.

Das Experiment

Üblicherweise heißt es ja: „Gar nicht einmal so schlecht für einen deutschen Film.“ Doch ein derart gönnerhaftes Kompliment hat Das Experiment von Oliver Hirschbiegel (Der Untergang, 4 Blocks) wirklich nicht verdient. Der Film setzt sein packendes Thema sehr spannend und direkt um. Neben Moritz Bleibtreu ist es vor allem Christian Berkel, als ins Experiment eingeschleuster Luftwaffen-Offizier, der aus der auch ansonsten sehr guten Besetzung herausragt.

Das Experiment

Lediglich das nicht so richtig überzeugende Ende und eine eher unnötige Liebesgeschichte lassen den Film konventioneller erscheinen als er wirklich ist. Fazit: Experiment gelungen! Dies schlug sich auch darin nieder, dass 2010 ein US-Remake mit Adrien Brody und Forest Whitaker entstand.

Das Experiment

Extras der DVD: Zehn geschnittene Szenen (9:27 min, 16:9, nicht anamorph, Stereo 2.0);  Audiokommentar von Oliver Hirschbiegel und Moritz Bleibtreu; Einzelgespräche mit der Versuchsleitung: Castinggespräche mit den “Häftlingen“ (16:27 min) und mit den “Strafvollzugsbeamten“ (15:51 min); Hinter den Kulissen: “Der Crash“ (4:11 min) und “Im Knast“ (4:55 min); Teaser (1:15 min, 16:9, nicht anamorph, Stereo 2.0); Trailer (1:40 min, 16:9, nicht anamorph, Stereo 2.0); Bio- und Filmographien von Moritz Bleibtreu (5 Texttafeln), Maren Eggert (2 Texttafeln), Christian Berkel (4 Texttafeln), Justus von Dohnanyi (3 Texttafeln), Oliver Stokowski (3 Texttafeln), Timo Dierkes (3 Texttafeln), Nicki von Tempelhoff (3 Texttafeln), Antoine Monot, jr. (3 Texttafeln), Wotan Wilke Möhring (3 Texttafeln), Andrea Sawatzki (3 Texttafeln), Edgar Selge (3 Texttafeln), Oliver Hirschbiegel (4 Texttafeln), sowie 21 Texttafeln zu 11 weiteren Crew-Mitgliedern; Interviews mit Moritz Bleibtreu (2:32 min), Maren Eggert (2:21 min), Christian Berkel (2:22 min), Justus von Dohnanyi (1:32 min), Oliver Stokowski (2:27 min), Andrea Sawatzki (1:50 min) und Oliver Hirschbiegel (2:32 min); 18 Texttafeln mit Produktionsnotizen

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