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Batman: Arkham Asylum

Nach Year One und The Killing Joke präsentiert Panini einen weiteren Batman-Meilenstein als übergroße DeLuxe Edition. Arkham Asylum erschien in den USA 1989 und war ein Riesenerfolg, dennoch sollte es fast 10 Jahre dauern, bis Carlsen unter dem Titel Der Tag der Narren eine deutsche Ausgabe folgen ließ. Panini hat den Comic ab 2005 mehrmals unter seinem Originaltitel und schließlich in seiner Batman Deluxe Reihe veröffentlicht.

Batman: Arkham Asylum

Zu Arkham Asylum wurde der Autor Grant Morrison von Alan Moores Batman-Comic The Killing Joke inspiriert. Sehr gerne hätte er ebenfalls mit dem Zeichner Brian Bolland zusammengearbeitet. Doch dieser hat (wie er im Nachwort zur Deluxe-Ausgabe von The Killing Joke schrieb): “in einer seltsamen Huldigung an Alan (…) keinen Comic mehr gezeichnet, der von einem anderen Autor geschrieben wurde. Wenn man mit dem Besten zusammengearbeitet hat, dann ist jeder andere ein Schritt zurück.“

Batman: Arkham Asylum

Es war Karen Berger, die in London für DC britische Comic-Talenten suchte, und dabei nacheinander sowohl auf Grant Morrison als auch auf Dave McKean traf. Sie war fasziniert von Morrisons Story über Batman, der im Arkham Asylum gegen eigene und fremde Dämonen kämpfen musste, aber auch von seiner tragischen Geschichte des Irrenhaus-Gründers Amadeus Arkhams. Kurze Zeit wurde Berger bei einer Präsentation mit Dave McKeans entfesselten sich nicht an Comic-Konventionen orientierenden Werken konfrontiert.

Batman: Arkham Asylum

Karen Berger hielt es für eine gute Idee, wenn McKean die Geschichte von Morrison in seinem ungewöhnlichen Stil umsetzten würde. Morrison, der über zeichnerische Talente verfügt, hatte Arkham Asylum auf 64 Seiten durchskizziert (diese Entwürfe sind in der DeLuxe-Edition enthalten). McKean machte daraus sein eigenes Ding und es entstand eine 128-seitige Geschichte, die in dieser Form nicht bei einem Mainstream-Verlag wie DC zu erwarten war.

Batman: Arkham AsylumObwohl Arkham Asylum zu einem großen Erfolg und immer wieder neu aufgelegt wurde, war Grant Morrison war nicht so richtig glücklich mit der Art, wie McKean seine Geschichte umgesetzt hatte. Ihm waren dessen Bilder zu abstrakt und er ist davon überzeugt, dass ein “realistischer“ Zeichner noch sehr viel mehr Schrecken verbreitet hätte. Doch dabei sind es gerade McKeans expressionistischen Bilder, die dem Betrachter viel Raum für eigene Gedanke lassen und den Comic zu etwas ganz besonderem machten.

Batman: Arkham Asylum

Daher ist die neu übersetzte DeLuxe-Edition, die mit 24 x 36 cm fast doppelt so groß ist wie die bisherigen Ausgaben, die optimale Möglichkeit, um in die ebenso faszinierende wie erschreckende Welt von Arkham Asylum einzutauchen.

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Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Im nunmehr siebten Band der zwanzigteiligen Serie der „Klassiker der Comic-Literatur“ wird uns BATMAN vorgestellt. Die Auswahl der elf (bzw. vierzehn, wenn man „Das erste Jahr“ als Vierteiler zählt, was es ja auch ist) Geschichten ist wie immer sehr sorgsam vorgenommen und umfasst die sechsundsechzig Jahre seit seinem ersten Erscheinen im Jahre 1939 in DETECTIVE COMICS #27.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Mit dem Menschen betreten auch Sagengestalten und Heldenfiguren die Welt. Sie sind so alt wie die Menschheit selber. Ihre Epen und Geschichten findet man zu jeder Zeit in jeder Kultur. Heldenerzählungen ziehen sich durch die gesamte Weltliteratur. Es ist ein Kennzeichen des Menschseins selbst, dass er, sobald er denken und sich selbst erkennen kann, die Erfahrungen seiner Kräfte versucht zu steigern. Dieser Grundzug des Menschseins hat auch noch im 21. Jahrhundert seine Gültigkeit. Die Geschichten der Helden werden aber heute nicht mehr mündlich überliefert, sondern an die Stelle des Weitererzählens sind moderne Medien und an die Stelle der Unterhaltung und der Erbauung sind kommerzielle Interessen getreten. Wie kaum eine andere Figur der Phantasie vereinigt und präsentiert Batman diese Gegenpole. Er ist Held und Sklave gleichermaßen – er steht gleichsam über jedem Gesetz und unterliegt doch denen des Marktes. Identifikationsfigur im Kampf nach Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit (Er tut, was getan werden muss) und ex aequo Erfüllungsgehilfe für intriganten Geldpoker.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Die Geschichten hier versammeln die kreativsten und wichtigsten Künstler, die sich je mit BATMAN befasst haben: Die beiden Erfinder Bob Kane und Bill Finger, Sheldon Moldoff, Denny O’Neil, Irv Novick, Dick Giordano und Neal Adams, Alan Moore und Brian Bolland, Frank Miller und David Mazzucchelli, Jeph Loeb, Warren Ellis und Jim Lee.

Es werden nicht nur in Deutschland schon veröffentlichte Geschichten gebracht, sondern mit „Robin stirbt bei Morgengrauen“ liegt eine Geschichte in deutscher Erstveröffentlichung vor, entnommen US-BATMAN #156 vom Juni 1963. Im Gegensatz zu den meisten Batman-Geschichten dieser Zeit schaffte dieses wunderbare Melodram seinen Weg in die Batman Annalen Es ist ein exzellent geschriebenes, menschlich interessantes Drama dieser Periode, und hält zu Recht sich bis heute.

Anders als bei der Reihe von BILD/Weltbild kommen bei der Zusammenarbeit von FAZ/PANINI Geschichten zum Abdruck, die wichtig waren für den jeweiligen Charakter, und nicht nur Seiten, die man lizenzrechtlich kostengünstig reproduzieren kann. Hier müssen extra Druckvorlagen besorgt werden und das US-Original übersetzt werden.

Ein weiterer großer Unterschied ist die sehr viel aufwendigere redaktionelle Betreuung der Serie. Das überaus lesenswerte Vorwort von Dietmar Dath – ebenso sein Beitrag im Feuilleton der FAZ vom 15. Oktober – runden die Präsentation dieses Charakters wohltuend ab. Klar wird herausgestellt, dass die Figur des BATMAN ein milliardenschweres Kulturgut ist, über den wachsame Augen von Editoren schauen und immer den Batman den Lesern präsentieren, der sich am besten vermarkten und verkaufen lässt. Hier gelingt Dath eine kritische Metasicht.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Diese Einschränkung der künstlerischen Freiheit wurde auch sehr klar von Jim Lee in der Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse am 22.Oktober 2005 dargelegt: Einen Charakter, der millionenschwer ist, den kann man nur in bestimmten Grenzen ändern und interpretieren. Aber dennoch ist es ihm gelungen, Batman in einer Art und Weise darzustellen, wie er schon lange nicht mehr gezeigt wurde. Dem Ausnahmekünstler und Comicfan Jim Lee ist es gelungen, durch seine Bilder wieder die Comicfigur des Batman einem größeren Publikum zugänglich zu machen und das Interesse an ihr neu zu entfachen. Und so war es von den Redakteuren der FAZ ein kluger Schachzug, ihn nach Deutschland zu holen. Die sehr geschickten Fragen von Andreas Platthaus boten dem Künstler ein wenig Gelegenheit sich und seine Arbeit vorzustellen.

Jim Lee ist ein Künstler mit Alleinstellungscharakter: Seine Arbeiten zu X-MEN, FANTASTIC FOUR: HEROES REBORN, WILDC.A.T.S und DIVINE RIGHT haben längst Kultstaus. Wie kaum ein anderer ist er über jeden Zweifel erhaben und seine Kunst findet durch alle Verlage, alle Geschmäcker und Charaktere breite Zustimmung. Er ist der moderne Michelangelo in einem neuen multimedialen Zeitalter. Er schafft im Jahre 1991 X-MEN #1, das mit einer Verkaufsauflage von 8 Millionen(!) Exemplaren das wohl auflagenstärkste Comic-Book aller Zeiten war und wohl auch bleiben wird. Lees Status als Superstar war endgültig besiegelt.

Dietmar Dath

Der Mensch Jim Lee ist trotz seines Riesenerfolges ein bescheidener und bodenständiger Mensch geblieben. Seine Arbeit macht ihm Spaß und das sieht man den Werken auch an. Immer ist er bemüht und es ist ihm nie zuviel für seine Fans da zu sein. Auf Conventions ist er gerne bereit kleine Skizzen wegzugeben – auch wenn er weiß, dass sie bei Auktionshäusern im Netz für viel Geld wieder auftauchen können. Das tun aber die wenigsten, denn wer einmal in den Besitz einer Originalzeichnung gekommen ist, wird sich so leicht nicht wieder von ihr trennen. Immer wieder macht es ihm Freude, anderen Freude zu machen. Seine sechzig Sekunden Sketche sind so etwas wie die Essenz des Künstlers – der schnelle Strich weiß zu überzeugen und ist vergleichbar den Live-Mitschnitten von Musik-Künstlern, wo man sagt, dass sie hier besonders authentisch wirken.

So auch geschehen auf der weltgrößten Buchmesse. Wohl noch nie waren die Schlangen bei der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ so lang wie dieses Jahr. Das hatte die Zeitung wohl selbst auch nicht erwartet, dass ausgerechnet ein Comic-Künstler alle Rekorde bricht und solch ein mediales Interesse hervorruft. Lee hat wieder in seiner unglaublich intelligenten, freundlichen und charmanten Art zu überzeugen gewusst.

Lee ist im vorliegenden Band zwar nur durch zwei kleineren Arbeiten (und das Titelbild ist ebenfalls von ihm) vertreten, aber dennoch integraler Bestandteil des Buches. Seine Neuinterpretation der Batman-Origin ist ebenso wie die erste aus dem Jahre 1939 im Buche zu finden.

Dietmar Dath

Die Origin Story ist die Entstehungsgeschichte eines Superhelden. Am Anfang einer jeden Superheldenkarriere steht ein Ereignis – meist von einschneidendem Charakter – das den Ursprung der „Superkräfte“ erklärt und beschreibt. In einer einzigartigen Begegnung oder Begebenheit verändert sich alles für den Helden. Nach dieser Wandlung ist nichts mehr so wie vorher. Dieses nicht umkehrbare Ereignis stellt den Wendepunkt und Anfangspunkt für den Helden dar. Sie ist die Geburtsgeschichte mit Initiationsaura und hat „lebensvorprägenden“ Rang. In der Regel ist sie verbunden mit einem umwälzenden Ereignis und einer nachfolgenden ‚dedication of life‘ oder einem heiligen Eid, wie etwa hier bei Batman. Im Fall Batmans existieren verschiedene Grundversionen seiner Origin Story. Seine erste und älteste ist erstmalig in einer zweiseitigen Geschichte in DETECTIVE COMICS #33 (November 1939) beschrieben. Hier erfährt der Leser erstmals, wie aus Bruce Wayne Batman wurde. Seine Eltern – sein Vater heißt Thomas Wayne, der Name der Mutter wird noch nicht erwähnt – wurden auf offener Straße Opfer eines Raubüberfalls und der kleine Bruce musste mit ansehen, wie seine Eltern vor seinen Augen ermordet wurden. Weder der Name noch andere Angaben zu der Person des Mörders werden genannt. Aber diese knappe Geschichte beinhaltet schon alles Wichtige und man sieht, wie der kleine Bruce vor seinem Bett kniet – wie zum Nachtgebet – und schwört: ‚And I swear by the spirits of my parents to avenge their deaths by spending the rest of my life warring on all criminals‘. (Und ich schwöre bei den Seelen meiner Eltern, dass ich ihren Tod rächen werde, indem ich den Rest meines Lebens damit verbringe, jedes Verbrechen zu bekämpfen.‘)

Dietmar Dath

Und fortan widmet er sein Leben der Wissenschaft und der Ausbildung seines Körpers bis er zu einem einzigartigen Athleten geworden ist. Und am Ende seiner Ausbildung – er hat alles was er nun braucht für seinen Kampf: Wissen, Kraft und Stärke und ein riesiges Vermögen von seinem Vater – sucht er noch nach einer passenden Verkleidung. „Verbrecher sind ein abergläubisches und feiges Pack. Meine Verkleidung muss ihre Herzen mit Angst und Schrecken füllen. Ich muss zu einer Kreatur der Nacht werden, düster, angsteinflößend, zu einer…einer….“, und in diesem Augenblick – als Antwort auf sein Suchen fliegt eine riesige Fledermaus durch das geöffnete Fenster. Um den besonderen Charakter der Origin Story deutlich werden zu lassen, tritt oft noch ein besonderes – quasi transnatürliches – Ereignis hinzu. Bei Batman in Gestalt einer Fledermaus, deren Erscheinung ihm die neue Identität verleiht: ‚ A bat! That’s it! It’s an omen… I shall become a BAT!‘ „Und so wurde diese furchteinflößende Kreatur der Nacht geboren… der Rächer aller Verbrechen, Batman!“ In entscheidenden Situationen erinnert sich der Held häufig seiner Origin um, etwa in der Stunde äußerster Bedrängnis oder unter dem Druck starker Selbstzweifel und tragischer Verwicklungen, Kraft und Klarheit für den weiteren Weg zu gewinnen. Bei Batman ist die Bedeutung dieser Entstehungsgeschichte von enormer Wichtigkeit. Der junge Bruce Wayne muss mit ansehen, wie die Eltern vor seinen Augen ermordet werden. Dieses Verbrechen hinterlässt ein Traumata, welches immer wiederkehrend den Stoff für unzählige Geschichten liefert.

Dietmar Dath

Der Abdruck beider (inhaltlich gleichen) Origins ist überaus geschickt und erklärt, dass sie von seiner ursprünglichen Kraft und Aktualität nichts eingebüsst hat. Als Autor dieser ersten Origin wird hier Bill Finger genannt. Inwieweit dieses richtig recherchiert ist, kann ich nicht beurteilen. Mehrere andere Quellen nennen Gardner Fox. Die Urheberschafft solch alter Geschichten ist nur sehr schwer nachweisbar – Quellen gibt es kaum und oft besteht einfach Unklarheit darüber oder nach all den Jahren beanspruchen mehrere Kreative das Recht darauf. Entweder weil sie sich nicht besser erinnern können, oder weil Gemeinschaftsarbeiten oft für sich allein vereinnahmt werden oder werden wollen.

Dietmar Dath

Diese Origin Story wird im Laufe der Zeit immer weiter ausgeführt und um Elemente erweitert. Neue Einzelheiten, Aspekte und Begebenheiten werden hinzugefügt, aber immer in der Tradition des Bekannten. Besonders gelungen und wichtig ist „Das erste Jahr“ von Frank Miller und David Mazzucchelli. Diese Kriminalgeschichte beleuchtet in unvergleichbarer Art und Weise das Zusammenspiel zwischen Batman und einem seiner wichtigsten Verbündeten: Commissioner James Gordon (Einige Elemente dieser Geschichte flossen auch in den Film “Batman Begins“ mit ein).

Die anderen Geschichten sind nicht minder wichtig und gelungen. Die neukolorierten Werke von Neal Adams wirken auf den ersten Blick fremd und ungewohnt, aber auf den zweiten geben sie doch sehr viel Preis von ihrer Schönheit und Eleganz. Adams war einer der ersten, der solch dynamische Blickwinkelveränderungen einführte. Dies konnte er deshalb, weil er damals handwerklich und künstlerisch der einzige war, der dazu in der Lage war. Akrobatische Bewegungen und menschliche Anatomie realistisch aus jeder nur denkbaren Perspektive heraus darzustellen, dazu war er einfach in der Lage wie kein anderer.

Batman . The Killing Joke

The Killing Joke“ von Alan Moore und Brian Bolland ist sicherlich eins der bedeutendsten Werke mit Batman überhaupt. Erzählt wird, wie der Joker mit Vorsatz einfach versucht, zu beweisen, dass jeder verrückt werden kann. Er hat einen teuflischen Plan, den er sich vorgenommen hat. Und für diesen Plan braucht er Commissioner Gordon.

Batman . The Killing Joke

Wenn jeder jeden Tag wahnsinnig werden kann, was für einen Sinn hat dann das Leben!?

Er will beweisen, dass es zwischen ihm selbst und den anderen Menschen, den Durchschnittsmenschen – wie es seiner Meinung nach auch Gordon einer ist – keinen Unterschied gibt: Ein schlechter Tag, nur ein einziger schlechter Tag und der Normalste wird verrückt. Batman muss auch einen solchen Tag gehabt haben, oder warum sonst würde er wie eine fliegende Ratte rumlaufen?

Batman . The Killing Joke

Der Joker hatte seinen und fortan ist für ihn die ganze menschliche Existenz nur ein einziger schlechter Witz und absolut sinnlos. Ertragbar nur noch mit einem Lächeln: Die Träne, die Du lachst, brauchst Du nicht weinen. Aber es kommt ganz anders für den Joker, denn ein Held verhält sich immer ganz unvorhergesehen.

Norbert Elbers


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Batman: Year One – FILM

Das elfte DC Universe Animated Original Movie ist etwas ganz besonderes. Erstmal wurde hier – All-Star Superman hin oder her – ein wirklich bedeutender DC-Comic als Zeichentrickfilm adaptiert und das auch noch so werkgetreu, dass er bei uns (genau wie der Kinofilm The Dark Knight) eine FSK16-Freigabe bekam.

Batman: Year One - FILM

1987 – ein Jahr nach seinem bahnbrechenden Comic The Dark Knight Returns – widmete sich Frank Miller erneut dem Dunklen Ritter Batman. Diesmal jedoch nicht im Alleingang und nicht in Form einer außerhalb der regulären Serie stehenden düsteren Zukunftsversion mit einem desillusionierten Batman. Batman: Year One erzählte davon, wie Bruce Wayne erstmals zu Batman wurde. Miller ließ diese Geschichte recht eigenwillig von David Mazzucchelli (Stadt aus Glas) in Szene setzen und innerhalb der regulären Serie in den Batman-Heften 404 bis 407 erscheinen.

Batman: Year One

Bemerkenswerter ist jedoch, dass noch stärker als die Batman-Werdung von Bruce Wayne (oder die ebenfalls integrierte Origin von Catwoman) Jim Gordons erstes Dienstjahr in Gotham City im Zentrum der Geschichte steht. Wie dieser – im der Originalfassung gesprochen von Bryan Cranston aus Breaking Bad!- sich im Alleingang gegen eine fast durch und durch korrupte Kollegenschar behaupten muss, ist noch um einiges spannender erzählt als die ersten Fledermaus-Fehlstarts vom finanziell bestens ausgestatteten Bruce Wayne.

Batman: Year One

Der ganz offensichtlich von ergebenen Fans des Comic-Meilensteins in Szene gesetzte Zeichentrickfilm ist erstaunlich werkgetreu, kommt ganz ohne Superhelden-Quatsch aus und ist so spannend wie ein Filmklassiker aus Hollywoods Schwarzer Serie. Das Bonusmaterial (vor allen der Blu-ray) ist ebenfalls exquisit auch wenn in den Berichten leider weder David Mazzucchelli noch Frank Miller, der sich zeitgleich gerade mit dem eigentlich für Batman vorgesehenen Comic Holy Terror blamierte, zu Wort kommen.

Batman: Year One

Als nächstes “DC Universe Animated Original Movie“ entstand eine zweiteilige Adaption von Frank Millers Batman: The Dark Knight Returns.

Batman: Year One

Bonusmaterial der Blu-ray: Audiokommentar von Alan Burnett, Sam Liu, Mike Carlin und Andrea Romano, ohne deutsche Untertitel; Der thematisch und stilistisch passende DC Showcase Animated Kurzfilm – “Catwoman” (14:50 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Vorschau auf „Justice League: Doom“ (10:17 min); Featurette –“Heart of Vengeance: Returning Batman to His Roots” (23:25 min); Featurette –“Conversations with DC Comics”: Michael Uslan im Gespräch mit mit Dan DiDio, Scott Snyder und Dennis O’Neil (39:27 min); “Batman: Year One, Chapter 1” – Digitaler Comic; Zwei 22-minütige Episoden aus “Batman: The Animated Series” ausgewählt von Bruce Timm : „Catwalk“ und „Cult of the Cat“; Berichte über „All-Star Superman“ (10:47 min) und „Green Lantern: Emerald Knights“ (11:38 min)

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Batman: Year One

1987 kurz nachdem Comic-Meilenstein “The Dark Knight Returns“ erschien, folgte eine weiterer Batman-Klassiker aus der Feder von Frank Miller. Bei “Batman: Year One“ stammen die Zeichnungen jedoch nicht von Miller, sondern von David Mazzucchelli. Mit diesem arbeitete Miller bereits ein Jahr zuvor bei der fast ebenso eindrucksvollen Marvel-Story “Daredevil: Born Again“ zusammen.

Batman: Year One
© DC / Warner Bros. Entertainment

“Batman: Year One“ stand immer etwas im Schatten von “The Dark Knight Returns“ und Mazzucchellis grobe Zeichnungen beeindrucken im Gegensatz zu den effektvollen Bildern von “The Dark Knight Returns“ erst auf den zweiten Blick. Die Geschichte jedoch wurde zur Grundlage von Christopher Nolans “Dark Knight“-Trilogie und beeinflusste auch die TV-Serie “Gotham“.

Batman: Year One
© DC / Warner Bros. Entertainment

Miller erzählt davon, wie der 25-jährige Bruce Wayne nach 12 Jahren in seine Heimatstadt Gotham City zurückkehrt und sich fit macht für seine Tätigkeit als maskierter Rächer. Dabei erlebt er zunächst einige Rückschläge, bevor er schließlich langsam seinen Stil findet. Die Hauptfigur der Geschichte ist jedoch der Polizist Jim Gordon, der mit seiner Frau Barbara aus Chicago nach Gotham zieht. Gordon tritt seinen neuen Job beim Gotham City Police Department an und wird dort mit bei Kollegen und Vorgesetzten mit Korruption konfrontiert.

Batman: Year One
© DC / Warner Bros. Entertainment

Miller und Mazzucchelli gelang eine hochspannende Geschichte, die zunächst innerhalb der regulären Batman-Comic-Reihe in den Heften 404 bis 407 veröffentlicht wurde.  Später kolorierte Mazzucchellis Gattin Richmond Lewis den Comic noch einmal neu koloriert und dieser wurde immer wieder als “Graphic Novel“ neu aufgelegt. 2011 schließlich wurde “Batman: Year One“ innerhalb der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“ sehr werkgetreu als Zeichentrickfilm umgesetzt. Für mich ist „Year One“ der beste Batman-Comic ever!

Batman: Year One
© DC / Warner Bros. Entertainment

Daher ist es sehr erfreulich, dass Panini eine großformatige gebundene Ausgabe des Batman-Klassikers herausgebracht hat. Sehr überzeugend ist auch das 48-seitige “Bonus-Material“. Hier sind vier Comic-Seiten enthalten, auf denen Mazzucchelli allerlei Aspekte rund um Batman erklärt. Zum Abdruck kommt auch sein erster im Alter von sechs Jahren entstandener Batman-Comic. Sehr interessant sind auch Entwürfe, Skizzen und Seiten aus den Comicheften, die zeigen wie unterschiedlich unkonventionell Richmond Lewis ihre alte und neue Kolorierung angelegt hat. Viel schöner kann ein Klassiker nicht neu veröffentlicht werden!

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