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Wonder Woman 1984

Die lang erwartete Fortsetzung des Blockbusters von 2017 geht in eine völlig andere Richtung als die finsteren DC-Filme von Zack Snyder, der zeitgleich eine überlange Version seines Flops Justice League auf HBO präsentiert. Doch leider ist der Titel Wonder Woman 1984 auch Programm, denn der Film spielt nicht nur im Orwell-Jahr, sondern wirkt auch so, als wäre er seinerzeit entstanden.

Wonder Woman 1984

Im Windschatten der Fortsetzungen von Richard Donners Blockbuster Superman kam 1984 Supergirl in die Kinos. Hier kämpfte die von Helen Slater gespielte Titelheldin mit der Hexe Selena (Faye Dunaway) um die Gunst eines Gärtners. Ähnlich weit entfernt von dem, was endlich einmal eine gute DC-Comicverfilmung sein könnte, ist auch Wonder Woman 1984.

Wonder Woman 1984

Der Film handelt von einem antiken Kristall, das jedem Menschen einen Wunsch erfüllen kann. Dies bietet Wonder Woman zwar die Möglichkeit ihren geliebten Steve Trevor wieder auferstehen zu lassen (und hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass Chris Pine in dieser Rolle zurückkehren kann). Doch genau wie in der Kurzgeschichte Die Affenpfote von William Wymark Jacobs werden die Wünsche zwar erfüllt, doch glücklich wird dadurch niemand.

Wonder Woman 1984

Richtige Spannung kommt nicht auf, auch weil die von Kristen Wiig (Ghostbusters) und Pedro Pascal (The Mandalorian) verkörperten “Schurken“ nicht wirklich böse sind, sondern einem fast schon leid tun, denn sie haben gute Gründe für ihre böse Taten. Einige wahllos eingefügte spektakuläre Actionszenen, sowie die gute Chemie zwischen Chris Pine und der großartigen Haptdarstellerin Gal Gadot, reißen das sich träge über 152 Minuten hinziehende altbackene Moral-Märchen auch nicht mehr raus.

Wonder Woman 1984

Zur Veröffentlichungspolitik: Wonder Woman 1984 startete ab 16.12.2020 international in einigen Kinos, aber nicht bei uns. Hierzulande kann der Film mittlerweile auf Sky geguckt werden, während er in den USA und Großbritannien bereits auf DVD und Blu-ray vorliegt. In Frankreich und den USA wurde auch eine 3D-Version veröffentlicht, während bei uns noch völlig unklar ist, wann der zweite Wonder-Woman-Film ins Heimkino kommt.

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Watchmen Serie

Der 1987 erschienene DC-Comic Watchmen der Briten Alan Moore und Dave Gibbons ist zweifelsohne einer der Meilensteine des Genres. In einer detailfreudigen Erzählstruktur werden die Fragen aufgewogen, ob unsere Welt besser wäre, wenn es Superhelden gäbe und wer die maskierten Wächter überwacht. Wer diesen auch bei uns in zahlreichen verschiedenen Editionen verfügbaren Comic noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen, selbst wenn er sonst nichts mit Superhelden-Comics anfangen kann.

Watchmen Serie

2009 verfilmte Zack Snyder den Comic und setzte ihn fast Panel für Panel sehr werkgetreu in bewegte Bilder um. Dennoch nahm er sich die Freiheit ein anderes Ende zu erfinden. Ebenfalls gegen den Film spricht, dass die schillernden Figuren nicht wirklich zu plastischen Charakteren werden, auch nicht im längeren Director´s Cut oder im sehr viel längeren 215-minütigen Ultimate Cut.

Watchmen Serie

Obwohl Alan Moore sich hoffnungslos mit DC verkracht hat, hat der Superhelden-Verlag bereits zweimal versucht an den Erfolg von Watchmen anzuknüpfen. 2012 erzählten in Before Watchmen prominente Autoren und -Zeichnern mal mehr, mal weniger gelungen die Vorgeschichten von diversen Charakteren aus dem Comic. Das Resultat ist deutlich weniger peinlich als die 2017 gestartete Miniserie Doomsday Clock, in der der gefeierte Comic-Autor Geoff Jones den großartigen Zeichner Gary Frank dazu verdonnerte, die Watchmen gen DC-Heroen wie Batman oder Superman anzutreten.

Watchmen Serie

Als zu hören war, dass HBO eine Art Fortsetzung zu Watchmen als Mini-Serie produzieren wollte, war ich sehr skeptisch. Doch der Ansatz von Damon Lindelof, der Co-Schöpfer der Serie Lost war und die Drehbücher zu Filmen wie Star Trek Into Darkness geschrieben hat, ist ebenso interessant wie ergiebig. Er bezeichnet seine Serie als Fan-Fiction und holt noch weiter aus als der Comic. Die Serie beginnt 1921 in Tulsa, Oklahoma. Dort kam es zu schrecklichen Ausschreitungen gegen die schwarze Bevölkerung, die als Black Wall Street Massacre in die Geschichte eingegangen sind.

Watchmen Serie

Doch die Haupthandlung der Serie spielt in Tulsa des Jahres 2019 in einer alternativen Version unserer Welt, die versucht darzustellen, wie es nach dem im Comic erzählten Ereignissen weitergegangen wäre. Dabei ist tatsächlich Alan Moores Geschichte die Grundlage, was sich schon dadurch manifestiert, dass Robert Redford (der nur zweimal kurz auf Fotos zu sehen ist) seit 1993 durchgehend US-Präsident ist und es immer wieder kleine Alien-Tintenfisch regnet…

Watchmen Serie

Die Hauptfigur der Serie ist die Polizistin Angela Abar, deren Ur-Großeltern beim Black Wall Street Massacre umgebracht wurden. Die Beamten der Polizei in Tulsa verrichten ihren Dienst maskiert, um im Privatleben unbehelligt von Angriffen durch militante Rassisten zu bleiben, die meist eine Rohrschach-Maske tragen. Während die meisten Polizisten gelbe Halstücher über Mund und Nase verkleidet sich Angela im Dienst als “Kampf-Nonne“ Sister Night.

Watchmen Serie

Dieses Konzept klingt etwas albern, doch Regina King als Angela Abar, Don Johnson als ihr Vorgesetzter Judd Crawford und alle anderen Darsteller spielen ihre Figuren so realistisch, dass Lindelofs gar nicht so weit von unserer Realität entfernte Welt glaubhaft wird. Zur Vertiefung der Utopie tragen zudem noch die vielen oft episodenlangen Rückblenden bei, die nachvollziehbare Vorgeschichten der Figuren erzählen.

Watchmen Serie

Zunächst wirkt es so, als wenn vor allem die auf einem englischen Schloss spielenden Szenen mit Jeremy Irons Fremdkörper innerhalb der Handlung wären.

Watchmen Serie

Doch in der letzten Episode fügen sich alle Puzzle-Steine zu einem faszinierenden und funktionierenden Ganzen zusammen, das sehr viel mehr mit der Comic-Vorlage zu tun hat, als zunächst anzunehmen war. Das zudem noch das leider immer noch brandaktuelle Thema Rassismus als roter Faden dient, verankert das Ganze noch stärker in unserer Realität.

Watchmen Serie

Ob sich Alan Moore die Serie ansehen wird, erscheint zweifelhaft. Doch der Watchman-Zeichner Dave Gibbons war eingebunden. Im Bonusmaterial der Blu-ray-Veröffentlichung ist zu sehen, wie er sich positiv über die Figur der Sister Night äußert und diese auch zeichnet. Gibbons hält die Serie eher für “eine Verstärkung als eine Abschwächung“ der Comic-Vorlage. Dies liegt auch daran, dass Damon Lindelof Watchmen nicht im Hinblick auf weitere Staffeln geplant hat, sondern die neun Episoden zu einer genauso runden und überzeugenden Geschichten wie den Comic machen wollte. Dies ist ihm zweifelsohne gelungen.

Watchmen Serie

Die Blu-ray-Edition von Warner enthält auf drei Scheiben alle 9 Episoden der Serie. Hinzu kommen noch diese Extras: “Charakter-Trailer“ zu Sister Night, Looking Glass und “Blond Man“ alias Adrian Veidt, alias Ozymandias (insgesamt 3:06 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), It’s Raining Squids (1:58 min), Watchmen: Masked and Dangerous (2:20 min), Cast & Crew 2019 auf dem New York Comic Con (36:49 min), Watchmen: Alternate History (2:04 min), Watchmen: Unmasked (16:33 min), Andrij Parekh on Directing (1:03 min), Anatomy of a fight scene (3:32 min), Hooded Justice (11:47 min), Adrian Veit – The Collosal King (12:36 min), Notes from Watchmen-artist Dave Gibbons (1:49 min), Rorschach Featurette (1:40 min), Glimpses – The Visual Effects (3:04 min), Sadiqua Bynum runs, jumps and falls for Sister Night (1:03 min)

Watchmen Serie

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Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn

Wie der Titel schon andeutet, ist dies eher ein Film über Harley Quinn als über die Birds of Prey. Nachdem vor allem Margot Robbies mitreißende Darstellung der Harley Quinn dafür sorgte, dass 2016 Suicide Squad halbwegs erfolgreich war, wurde jetzt alle Düsternis über Bord geworfen und eine quietschbunte Komödie über wilde Frauen in grellen Kostümen gedreht.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn

Das ist in Anbetracht der hohlen Ernsthaftigkeit, die in den von Zack Snyder verantworteten DC-Filmen vorherrschte, immerhin ein kleiner Akt der Befreiung. Bei diesem auf fröhliche Girl-Power setzenden Konzept war in Birds of Prey kein Raum für Barbara Gordon alias Batgirl. In Alan Moores und Brian Bollands Comicklassiker Killing Joke von 1988 wurde sie durch einen Mordanschlag des Jokers gelähmt. In vielen Comics und in einer kurzlebigen TV-Serie sitzt sie im Rollstuhl in der Kommandozentrale und koordiniert die Einsätze der Birds of Prey.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn

In erster Linie erzählt der Kinofilm von Harley Quinn, die versucht mit ihrer Trennung vom Joker (der lediglich anfangs als Zeichentrickfigur zu sehen ist) fertig zu werden. Verbündete findet sie in Black Canary (Jurnee Smollett) und Huntress (Mary Elizabeth Winstead), sowie nach einigen Anfangsschwierigkeiten auch in der Polizistin Renee Montoya (Rosie Perez).

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn

Als Bösewicht (und einziger männlicher Darsteller in einer größeren Rolle) fungiert Ewan McGregor, der so glaubhaft einen Unsympathen verkörpert, dass dies noch die Freude daran steigert, wenn die Birds of Prey ihn und seine Spießgesellen ordentlich verdreschen. Mangels wirklich zündender Gags entstand zwar nicht – wie wohl angestrebt – ein weibliches Gegenstück zu Marvels Deadpool-Filmen. Doch insgesamt ist dies genau der richtige Film zur Karnevals-Zeit und natürlich eine gute Inspirationsquelle für künftige Cosplay-Veranstaltungen.

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300: Rise of an Empire

2007 gelang Zack Snyder mit 300 eine vor allem optisch sehr werkgetreue Comic-Verfilmung. In seinem Comic 300 erzählte Frank Miller davon, wie im Jahre 480 v. Chr. ein kleiner 300-köpfiger Haufen Spartaner unter dem Kommando von König Leonidas dem 40.000-fach überlegenden persischen Heer des König Xerxes im engen Thermophylen-Gebirgspass erbittert Widerstand leistete.

300: Rise of an Empire

Der kleine Trupp unterlag zwar der persischen Übermacht, doch diese mutige Tat trug dazu bei, dass sich schließlich auch das restliche Griechenland erhob und die Eindringlinge vertrieb. Hiervon – insbesondere von der großen Seeschlacht bei Salamis – erzählt 300 – Rise of an Empire, wobei der 2014 entstandene Film nicht nur Sequel sondern auch Prequel ist, da die vor den Ereignissen in 300 angesiedelte Vorgeschichte des Perser-Königs Xerxes gezeigt wird. Grundlage für diesen Teil des Film war ein seinerzeit noch gar nicht erschienener  Comic von Frank Miller namens Xerxes, der erst 5 Jahre nach dem Filmstart veröffentlicht wurde.

300: Rise of an Empire

Aufgrund des Fehlens einer optisch ähnlich imposanten Vorlage wie Frank Millers 300, (hier beeindruckte auch die intensive Farbgebung von Lynn Varley), fehlt der Fortsetzung trotz guter 3D-Effekte ein wenig die visuelle Wucht von Zack Snyders Film. 300 – Rise of an Empire orientiert sich zwar an dessen Look, zugleich aber auch an konventionellerer Monumentalfilm-Ästhetik, irgendwo zwischen Quo Vadis und Gladiator.

300: Rise of an Empire

Ein schlechter Film ist das Werk aber trotzdem nicht. Das wieder von Zack Snyder und Kurt Johnstad geschriebene Drehbuch schlägt sogar etwas dezentere Töne an. Der im Mittelpunkt des Filmes stehende griechische Feldherr Themistokles ist kein kriegslüsterner Hitzkopf wie Gerard Butler als Leonidas, sondern wird vom Australier Sullivan Stapleton als besonnener Taktiker dargestellt. Die Perser sind hier keine mystisch überhöhten Fantasy-Barbaren, sondern einfach nur eine gut ausgestattete gefährliche Armee.

300: Rise of an Empire

Ein reiner Männerfilm ist 300 – Rise of an Empire noch sehr viel weniger als sein Vorgänger. Der Part von Lena Headey (Dredd), die wieder die spartanische Königin Gorgo spielt, ist diesmal deutlich größer und wichtiger. Eva Green (Casino Royale) verkörpert mit vollen Einsatz die auf der Seite der Perser kämpfende Amazone Artemisia und ist sogar die zentrale Figur des Films.

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Watchmen – Die Wächter

Mit der 12 Comichefte umfassende Serie Watchmen gelang es den Briten Alan Moore und Dave Gibbons 1986 – gemeinsam mit Frank Millers Batman-Version Der dunkle Ritter kehrt zurück – die amerikanische Comicszene zu revolutionieren. Auf dem ersten Blick erschien eine derart komplexe mehrere Jahrzehnte umfassende Erzählung überhaupt nicht zum Superhelden-Genre zu passen.

Watchmen Absolute Edition

Watchmen wirft die Frage auf, ob unsere Welt besser wäre, wenn es seit Ende der Dreißiger Jahre kostümierte Helden und Rächer nicht nur in Comicheften, sondern auch in der Realität gegeben hätte. Das Jahr 1985, von dem Autor Moore und Zeichner Gibbons erzählten, ist noch um einiges schlimmer als die damalige Realität, denn die Welt stand eher wegen als trotz der Superhelden kurz vor dem atomaren Holocaust.

Watchmen - Die Wächter

Es gab etliche Anläufe aus dem Comic Watchmen einen Film zum machen, doch sowohl Terry Gilliam als auch Darren Aronofsky scheiterten. Erst nachdem Zack Snyder (Dawn of the Dead) mit einer (in erster Linie optisch) erstaunlich werkgetreuen Verfilmung von Frank Millers Spartaner-Comic 300 einen Blockbuster hinlegte, kam die Sache richtig in Bewegung.

Watchmen - Die Wächter

Während Snyder bei 300 Millers Comicstory noch um einiges andicken musste um sie zur Grundlage für einen abendfüllenden Film zu machen, war bei Watchmen das genaue Gegenteil der Fall. Hier musste aus einer 342-seitigen Comicerzählung, die zudem noch mit allerlei ganz schön in die Tiefe gehenden Prosa-Anhängen garniert war, ein Film gemacht werden, der nicht mehr als einen Abend füllt. Snyder legte erst einmal eine knapp vierstündige Version vor, die er dann auf 163 Minuten eindampfte und die wie fast jede Literaturverfilmung ein Destillat der Vorlage ist.

Watchmen - Die Wächter

Es mag nicht immer einleuchten, warum Zack Snyder diesen Comic-Moment in den Film hinein nahm und jenen wegließ. Der Film Watchmen ist jedoch auf keinen Fall ein abgehetzter Durchmarsch, sondern wenn Snyder eine Szene des Comics adaptiert, macht er das behutsam und mit sehr viel Respekt vor den brillanten Dialogen Alan Moores und raffinierten Bildkompositionen von Gibbons. Eigene Akzente gibt es durchaus, doch das hat mehr Vorteile (das etwas gestraffte Finale funktioniert bestens und der toll aufgemachte Vorspann verankert die Watchmen noch stärker in der Historie der 40er- bis 80er- Jahre als der Comic) als Nachteile (der teilweise arg forcierte Einsatz von Splatter-Effekten, die auch in der ungekürzten deutschen FSK-16-Fassung enthalten sind, ist nicht wirklich im Sinne der Comicvorlage).

Watchmen - Die Wächter

Snyder traf die weise Entscheidung die Hauptrollen mit guten aber eher unbekannten Darstellern zu besetzten, so dass kein Egotrip eines Stars die Balance zwischen den sieben gleichberechtigten Watchmen gefährden konnte. Überraschenderweise sind es gerade jene Figuren die am seltensten zu sehen sind, die den stärksten Eindruck hinterlassen.

Watchmen - Die Wächter

Jeffrey Dean Morgan, der als zynischer, egoistischer und reaktionärer Comedian gleich am Anfang des Filmes ermordet wird, überzeugt in jeder dann folgenden Szene, die als Rückblende von seinen Missetaten erzählt. Morgans starke Leistung lässt an Robert Downeys furiosen Auftritt als Iron Man denken. Wesentlich präsenter als der Comedian ist die Figur des Rorschachs, doch Jackie Earle Haley steckt meist unter einer Maske, deren schwarzweiße Struktur sich ständig verändert. Wenn dann jedoch eine Demaskierung erfolgt, legt der zuvor schon durch seine markante Stimme sehr überzeugende Haley eine Glanzleistung hin.

Watchmen - Die Wächter

Etwas schwächer sind der blasse Patrick Wilson als Night Owl II und Billy Crudup (M:I 3) als Dr. Manhattan, der einzige Watchmen mit wirklichen Superkräften. Bei Crudup liegt dies jedoch eher an einer unbefriedigenden Mischtechnik aus Realaufnahmen und Computertechnik, durch die es so erscheint als wenn Dr. Manhattan schlechter geschminkt ist als die von Malin Akerman (Nach 7 Tagen – Ausgeflittert) sehr sexy dargebotene Silk Spectre II.

Watchmen - Die Wächter

In den USA erschien kurz nach dem Kinostart von Watchmen eine DVD, die den Piraten-Comic Tales of the Black Freighter als Animationsfilm enthält. Dieser war als “Comic im Comic“ Bestandteil von Moores und Gibbons´Watchmen, da diese der Meinung waren, dass in einer Welt voller Superhelden eher Bedarf nach Piraten-Comics besteht. Der Trickfilm wird anschließend allerdings doch nicht in den um 24 Minuten verlängerten Director´s Cut integriert, sondern erst später in den 215-minütigen “Ultimate Cut“.

Watchmen

Doch bereits im Director´s Cut sind neue Szenen enthalten, wie etwa der beeindruckend visualisierte Tod von Nite Owl 1. Snyder hat auch das arg gewalttätig ausgefallene Zusammenknüppeln einer Straßenbande durch zwei Watchmen entschärft, hauptsächlich dadurch, dass er jetzt statt übertriebener Soundeffekte das TV-Interview mit Dr. Manhattan auf die Tonspur packte. Die verlängerte Version ist noch näher an der Comicvorlage und ist mittlerweile im Windschatten der gelungenen HBO-Serie Watchmen auch bei uns  auf erschienen.

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Frank Miller: 300

Im Jahre 480 v. Chr. zitterte ganz Griechenland vor dem gewaltigen einmarschierenden Heer des persischen König Xerxes und will sich ergeben. Ganz Griechenland? Nein, ein kleiner 300-köpfiger Haufen Spartaner unter dem König Leonidas leistete den 40.000-fach überlegenden Persern im engen Thermophylen-Gebirgspass so erbittert Widerstand, dass sich schließlich auch das restliche Griechenland erhob und die Eindringlinge vertrieb.

Frank Miller: 300

Diese von Herodot überlieferte Geschichte spornte Frank Miller (Sin City) 1998 zu einer fünfteiligen Miniserie an. Er bemühte sich hierbei um eine möglichst exakte Darstellung des historischen Spartas, doch seine gewählte Optik ist ganz eindeutig Hollywood. Bei historischen Epen kommt unweigerlich der Gedanke an das Breitwand-Format auf und Miller erzählt seine Geschichte daher auch fast ausschließlich in Bildkompositionen, die sich über eine komplette Doppelseite hinziehen.

Frank Miller: 300

Während solche Splash-Pages ansonsten im US-Comic eher pointiert eingesetzt werden, macht Miller (unterstützt von der erdigen Kolorierung seiner damaligen Ehefrau Lynn Varley) auch ohne detailverliebte Wimmelbilder sein wuchtiges Historien-Epos zu einem optischen Dauerfeuerwerk und vermittelt ganz nebenbei auch noch die historischen Hintergründe.

Frank Miller: 300

1999 erschien bei Schreiber & Leser eine sehr schöne und längst vergriffene Ausgabe von 300 im Querformat. Hier konnten Frank Millers kühn konstruierte Doppelseiten ohne den störenden Knick in der Mitte der Heftausgaben bewundert werden. Als  2007 eine Verfilmung des Stoffes von Zack Snyder (Batman V Superman), in die Kinos kam, legte Cross Cult (dort erscheint auch eine sehr schöne Neuausgabe von Frank Millers Sin City) eine geringfügig kleinformatigere neu übersetzte Ausgabe dieses Comic-Meilensteins vor. 2018 erschien mit Xerxes eine Art Fortsetzung.


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Suicide Squad

Batman v Superman: Dawn of Justice spielte weltweit zwar 870 Millionen ein, doch Warner war enttäuscht, dass die Marke von einer Milliarde Dollar nicht geknackt wurde und auch die Kritiken enttäuschend ausfielen. Daher wurde der beliebte Comicautor Geoff Jones (Flashpoint) verpflichtet, der sicherstellen soll, dass zukünftige DC-Superhelden-Filme den Comicvorlagen gerecht werden und im Kino erfolgreich ein DC Extended Universe etabliert werden kann.

Suicide Squad

Wie groß der Einfluss von Geoff Jones bei Suicide Squad war, ist schwer abzuschätzen. In der ersten Hälfte wirkt auch dieser Film wieder wie ein typisches Produkt von Batman v Superman-Regisseur Zack Snyder, der als Produzent fungierte. Manchmal scheint Snyders nicht sonderlich gelungenes Werk Sucker Punch stärker als die DC-Comics als Vorlage gedient zu haben. Viele Szenen wurden penetrant musikalisch untermalt, sind knallig bunt, plump und nervig in Szene gesetzt. Doch nach und nach findet Regisseur und Drehbuchautor David Ayer (Herz aus Stahl) doch einen eigenen Stil und gegen Ende kann er mit guten Charakter-Momenten, zynischem Humor und einem fesselnden Finale punkten.

Suicide Squad

Die Story um eine Truppe von besonders begabten Knastinsassen, die nach dem Tod von Superman die Erde beschützen sollen, wirkt nicht sonderlich gut durchdacht. Doch zum Glück reißt der Cast eine ganze Menge raus. Will Smith hat als Deadshot zwar ein paar der besten Szenen und Sprüche, dominiert den Ensemble-Film jedoch keineswegs. Eine Traumbesetzung ist Margot Robbie (Legend of Tarzan) als Jokers durchgeknallte Freundin Harley Quinn und auch die weiteren weiblichen Hauptrollen sind in sehr guten Händen. Cara Delevingne (Valerian – Die Stadt der tausend Planeten) ist als Enchantess ebenso attraktiv wie bedrohlich, während Viola Davis (The Help) als Suicide Squad–Chefin Amanda Waller nur so vor Autorität strotzt.

Suicide Squad

Sehr viel wenig bleibenden Eindruck als erwartet, hinterlässt ausgerechnet jener Charakter auf den sich die Webemaschinerie am meisten eingeschossen hat. Jared Leto sieht als androgyner Joker zwar recht cool aus, agiert jedoch eher am Rande der Handlung da er kein Mitglied der Suicide Squad ist. Zum Ausgleich gibt es jedoch einige zwar kurze, aber nicht ganz unwichtige Gastauftritte von Ben Affleck als Batman und Ezra Miller als Flash, die Hoffnung darauf machen, dass irgendwann vielleicht doch noch einmal richtig gute DC-Spielfilme ins Kino kommen.

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Batman v Superman: Dawn of Justice – Soundtrack

Im Kino hat Christopher Nolan nicht mehr die Deutungshoheit über den Dunklen Ritter. Der Regisseur fungierte bei Batman v Superman: Dawn of Justice zwar noch als einer der insgesamt 13 Produzenten, doch von Nolans eher “realistischen“ Ansatz in seiner Dark-Knight-Trilogie ist wenig mehr übrig geblieben, als ein etwas an Nolans Tumbler erinnerndes Batmobile, sowie ein ähnlich klingender Soundtrack.

Batman v Superman: Dawn of Justice - Soundtrack

Letzteres erstaunt kaum, denn für die Filmmusik war einmal mehr Hans Zimmer zuständig. Diesem assistierte wieder der gebürtige Holländer Tom Holkenborg alias Junkie XL. Dieser feierte mit seinen Remixen des Elvis-Titels A Little Less Conversation und von Madonnas 4 Minutes zunächst Erfolge im Bereich Popmusik. Seit 2005 ist Holkenborg auch im Bereich Filmmusik tätig. Im Alleingang komponierte er etwa die Soundtracks zu Mad Max: Fury Road, sowie zu den Comic-Filmen 300: Rise of an Empire und Deadpool.

00001Bei Batman v Superman: Dawn of Justice ist Holkenborg gleichberechtigter Partner von Hans Zimmer. Isoliert gehört wirkt ihre teilweise mit großem Orchester eingespielte Filmmusik oftmals bombastischer, als die Bilder die Zack Snyder im Kino dazu serviert. Das Soundtrack Album ist in zwei Varianten erschienen. Die “Volksausgabe“ enthält eine CD mit 71 Minuten orchestralen Soundtrack, sowie ein 8-seitiges Booklet. Die “Deluxe Edition“ hingegen bietet zusätzlich noch eine zweite Scheibe mit weiteren 20 Minuten Musik, sowie eine sehr viel aufwändigere Verpackung.

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Batman v Superman: Dawn of Justice

Nachdem die Firma Disney ihr Marvel Cinematic Universe weiterhin erfolgreich ausbaut, möchte Warner nicht hintenan stehen. Dort wurde daher das DC Extended Universe ins Leben gerufen. Aufbauend auf dem halbwegs erfolgreichen letzten Superman-Film Man of Steel, folgt ebenfalls unter der Regie von Zack Snyder Batman v Superman: Dawn of Justice. Doch Man of Steel ist ein sehr viel weniger solider Grundstein für ein Kino-Superhelden-Universum als dies 2008 der erste Iron Man-Film mit Robert Downey Jr.  für das Marvel Cinematic Universe war.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Während des Vorspanns zitiert Batman v Superman: Dawn of Justice zwei Schlüsselmomente aus dem wohl einflussreichsten Batman-Comic. Wie in Frank Millers The Dark Knight Returns  wird beim Mord an den Eltern von Bruce Wayne gezeigt, wie die Kette seiner Mutter beschädigt wird, und die Perlen herunter fallen. Kurz darauf ist zu sehen, wie auf dem Begräbnis der Waynes der kleine Bruce in einen Wald flüchtet und dort in ein Loch fällt. Genau wie in Frank Millers Comic landet Bruce in einer verborgenen Höhle, in der von Fledermäusen nur so wimmelt. Diese ängstigen ihn zunächst, werden dann jedoch zum Symbol für Batman. Doch damit hat es sich auch schon mit den Einflüssen aus Millers Comic.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Der Film zitiert gegen Ende noch mehr schlecht als recht einen einflussreichen Superman-Comic, doch insgesamt ist die im Kino erzählte Geschichte uninteressanter als sehr viele DC-Comics, wie etwa Public Enemies / Freunde und Feinde, in denen der Stählerne auf den Dunklen Ritter trifft. An den Darstellern liegt es noch am wenigsten.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Der zynisch-finstere Batman, aber auch der nicht mehr ganz junge Bruce Wayne, wird recht gut von Ben Affleck verkörpert. Henry Cavill hingegen hätte durchaus das Zeug, als Gegenpol einen naiv-optimistischen Superman, aber auch den idealistischen Reporter Clark Kent, zu spielen. Doch im Kinofilm Man of Steel war Cavill gezwungen die Titelrolle eher finster zu spielen und auch sein Grundsatz niemals zu töten wurde nicht ernst genommen. Ähnlich sieht es jetzt auch mit Batman aus, der es in den Comic-Geschichten ablehnt Schusswaffen zu benutzen, da hierdurch seine Eltern getötet wurden. Ben Affleck hingegen greift im Kino schon mal zur Knarre und das nicht nur in einer völlig wirren, absolut überflüssigen apokalyptischen Traumsequenz.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice ist kein schlechter Film. Zack Snyder inszenierte etwas weniger überdreht und splattrig, als von ihm zu erwarten war.  Dabei ignoriert er nicht komplett die Vorarbeit, die Christopher Nolan in seinen drei Batman-Filmen geleistet hat, was sich im Soundtrack und Design des Batmobiles deutlich bemerkbar machte. Auch in  Batman v Superman wimmelt es von guten Momenten und interessanten Darstellern.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Jesse Eisenberg spielt Lex Luthor diesmal als neunmalklugen Computer-Geek mit langer Kopfbehaarung. Er wirkt auf seine unberechenbare Art durchaus bedrohlich, doch seine witzigen Sprüche sind selten witzig und für seinen Hass auf Superman wird keine nachvollziehbare Begründung geliefert. Auch Holly Hunter ist als aufrechte und die richtigen Fragen stellende Senatorin eine interessante Figur, deren Potential genauso, wie bei Jeremy Irons (Alfred Pennyworth), Diane Lane (Martha Kent), Lawrence Fisburne (Perry White), sowie beim überflüssigen Gastauftritt eines Hollywood-Stars fast komplett verschenkt wird.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Den Irrglauben, dass es nicht ausreicht lediglich zwei Superhelden in einer Geschichte auftreten zu lassen, haben nicht nur Drehbuch- sondern auch viele Comic-Autoren. Daher sind, als Werbung für den folgenden Justice League Film, nicht nur recht kurz Aquaman (Jason Momoa), The Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) zu sehen, sondern mit Wonder Woman erlebt auch noch eine weitere DC-Ikone ihren ersten Kinoauftritt  Die aus der Fast & Furious-Filmreihe bekannte Gal Gadot ist als Diana Prince, auch dank ihrer eleganten Kostüme, ein echter Blickfang. Doch auch die Wonder Woman Rüstung trägt das ehemalige Model mit Fassung. 

Batman v Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice ist nicht so gut, wie er als Summe seiner interessanten Momente und Figuren eigentlich hätte sein müssen. Etwas an Potential gewinnt der 150-minütige Film jedoch, wenn er als „Ultimate Edition“ auf Blu-ray in der um 30 Minuten längeren Fassung betrachtet wird. Hier ist zwar auch der alberne Alptraum von Bruce Wayne länger und es wird klar, dass Zack Snyder den fest zum Superman-Ensemble gehörenden Foto-Reporter Jimmy Olsen hat erschießen lassen, da er für diesen keinen Platz im DC Extended Universe sah.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Doch insgesamt macht der Film in der längeren Version mehr Sinn, denn Henry Cavill wird gezeigt, wie er als Reporter Clark Kent recherchiert und sich als Superman um die Opfer des Anschlags im Kapitol kümmert. Durch zusätzliche Szenen wie diese, wird Cavill zum gleichberechtigten Gegenpart zu Ben Affleck, der als Bruce Wayne und Batman die Kinofassung dominierte.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Die Box enthält eine Blu-ray mit der Extended Version (182:33 min) und eine zweite Blu-ray mit der Kinofassung (150:41 min) und diesen zumeist recht sehenswerten Extras: “Uniting The World’s Finest“ (15:05 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); „Gods and Men: A Meeting of Giants“ (12:28 min); Ein sehr interessanter Bericht über Wonder Woman (21:26 min); „The New Batmobile“ (22:46 min); Superman-Design (7:08 min); Batman-Design (8:15 min); The Batcave (7:12 min); „The Power Of A Punch“ (5:15 min); „The Empire Of Luthor“ (12:33 min) und „Save The Bats“ (4:37 min).

Batman v Superman: Dawn of Justice

Es bleibt abzuwarten wie sich das DC Extended Universe nach dem etwas holperigen Start von Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad weiter entwickelt und ob tatsächlich recht bald noch mindestens weitere zehn Kinofilme mit DC-Heroen in die Kinos kommen.

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Man of Steel

Der 2006 entstandene Superman Returns war sicher auch deshalb so unbefriedigend, weil Regisseur Bryan Singer, der besser daran getan hätte die X-MenTrilogie zu beenden, so eifrig Richard Donners Superman-Filme von 1978 und 1980 kopierte, dass er sogar einen am Computer reanimierten Marlon Brando als kryptonischer Helden-Vater Jor-El einsetzte. In Man of Steel versuchen Regisseur Zack Snyder (Watchmen) und Produzent Christopher Nolan (The Dark Knight) alles anders zu machen.

Man of Steel

Russell Crowe ist als Supermans Vater Jor-El sehr viel ruppiger aber auch körperlich aktiver als einst Marlon Brando in dieser Rolle. Der Planet Krypton sieht diesmal nicht wie ein strahlender Eispalast aus, sondern wie ein dem Untergang geweihtes finsteres Loch. Als Prolog hätte diese Variante ja noch durchgehen können, doch der ganze Film schlägt diese düstere eher zu Batman passende Tonart an.

Man of Steel

Insgesamt kann attestiert werden, dass der Film sein Thema fast komplett verfehlt hat. Darin wie hier am Superman-Mythos vorbei gefilmt wird, ähnelt Man of Steel Singers Superman Returns.

Man of Steel

Der Mann aus Stahl ist im Comic ein optimistischer, zupackender und oftmals auch etwas naiver Held, der seine Kräfte zum Wohl der Menschheit einsetzt- Er würde niemals töten, in diesem Film macht er es jedoch gleich zweimal. Einmal indirekt (Vorsicht Spoiler!), wenn er es – um seine Geheimidentität zu schützen – nicht fertigbringt seinen irdischen Adoptivvater zu retten. Dieser wird von Kevin Costner mit beeindruckender Leinwandpräsenz verkörpert, aber leider immer nur dann, wenn das Drehbuch es für einige Sekunden zulässt, bevor die nächste Krawall-Aktion-Szene kommt.

Man of Steel

Ein weiteres Problem bei Man of Steel ist die völlige Abwesenheit von Humor, der inmitten der nicht enden wollenden Zerstörungsorgien im Kampfe mit General Zod (angemessen diabolisch: Michael Shannon) bitter nötig gewesen wäre. Superman ist diesmal kaum Clark Kent, niemals Reporter und – schlimmer noch! – es gibt keine amourösen Versteckspiele mit Lois Lane. Was besonders schade ist, denn Amy Adams ist als Lois Lane eine mehr als interessante Besetzung, während der Brite Henry Cavill in der Titelrolle sehr viel weniger blass wirkt als Anno 2006 Brandon Routh.

Man of Steel
© DC / Warner Bros. Entertainment

Insgesamt ist Man of Steel eine nicht ganz so große Enttäuschung wie Superman Returns.  Die Schlussszene lässt gar an das Ende des 007-Films Skyfall denken und macht etwas Hoffnung darauf, dass diesem mittelprächtigen Film (der sein 200 Millionen Dollar Budget bereits doppelt wieder einspielte) noch einige sehr viel bessere Fortsetzungen folgen könnten. Doch stattdessen kam 2016 Batman v Superman: Dawn of Justice in die Kinos.

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