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Jaguar

Bei einem Besuch in Paris erwählt ein südamerikanischer Indianerhäuptling den leichtlebigen Perrin (Patrick Bruel) zum Retter seines Volkes. Da dieser gerade von Schuldeneintreibern gejagt wird, lässt er sich auf das Spielchen ein und bricht mit dem bulligen Dolmetscher und Survival-Experten Campana (Jean Reno) in den brasilianischen Dschungel auf. Dort macht Perrin einige unvergessliche Erfahrungen, verliebt sich und wächst über sich hinaus.

Jaguar

Francis Weber (Ruby & Quentin) schrieb die Drehbücher zu einigen der schönsten französischen Komödien wie etwa Ein Käfig voller Narren oder Der große Blonde mit den schwarzen Schuh. Als Regisseur setzte er die drei gelungene Actionkomödien Der Hornochse und sein Zugpferd, Zwei irre Spaßvögel und Die Flüchtigen mit dem ungleichen Paar Gerard Depardieu und Pierre Richard in Szene. An diese Tradition knüpft er 1996 in Jaguar mit Jean Reno und Patrick Bruel an.

Jaguar

Untermalt von einem wie immer herrlichen Soundtrack von Vladimir Cosma, unter Mitwirkung der attraktiven Venezianerin Patricia Velásquez (Die Mumie) und Danny Machete Trejo als Bösewicht gelang Weber ein rundum erfreulicher Film. Dieser ist zugleich spannend und amüsant, aber dabei nie albern ist, und hat – scheinbar ganz nebenbei – auch ein oder zwei Dinge zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Südamerika zu sagen.

Jaguar

Jaguar liegt schon lange als DVD vor, wer jedoch eine Blu-ray des Filmes möchte, muss zur Jean Reno Collection greifen. Die Box enthält neben Jaguar noch die 2017 entstandenen Filme The Adventures sowie Der Meisterdieb und seine Schätze.

Jaguar

Extras der Blu-ray von „Jaguar“: Kurzer Bericht mit Impressionen von den Dreharbeiten (3:00 min, ohne Untertitel) Making Of (19;51 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Interviews mit Jean Reno (4:33 min) und Patrick Bruel (3:23 min), Deutscher Kinotrailer (2:08 min); Zwei Französische Trailer (0:31 min + 2:07 min); Galerie mit 60 Bildern

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Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette

Der Profikiller Ruby (Jean Reno) sitzt schweigend in seiner Gefängniszelle. Um ihn endlich zu einer Aussage gegen den Gangsterboss Vogel zu bewegen, sperrt Kommissar Vernet den durchgeknallten und extrem nervigen Kleinkriminellen Quentin (Gerard Depardieu) in Rubys Zelle. Beiden gelingt durch eine Verkettung seltsamster Umstände die Flucht…

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette

Francis Veber hat in den Achtziger mit Der Hornochse und sein Zugpferd, Zwei irre Spaßvögel und Die Flüchtigen bereits drei ähnlich Filme gedreht in denen Gerard Depardieu mit Pierre Richard als ungleiches Duo agierte. Seinerzeit war allerdings Depardieu der leichte genervte Stoiker, während Richard das Nervenbündel verkörperte.

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette

2003 hat Depardieu die Seiten gewechselt und Jean Reno (mit dem Veber bereits die gelungene Abenteuer-Komödie Jaguar drehte) spielt einmal mehr wie in Leon den (zunächst) eiskalten Profi. Das auch mit harter Krimigewalt nicht gerade geizende Resultat überzeugt dank der Chemie zwischen den beiden ungleichen Hauptdarstellern und dank Vebers routinierter aber nicht formelhafter Inszenierung.

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette

Extras der DVD: Ein recht ausführliches „Making Of“, (26 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Interview mit Francis Weber (15:27 min); B-Roll (21:13 min)    

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Pierre Richard & Gérard Depardieu

Zwischen 1981 und 1986 drehte Francis Veber drei Komödien mit Gerard Depardieu und Pierre Richard. Da die beiden Darsteller immer ähnliche Rollen (der raue Hüne mit dem goldenen Herzen und der sanfte Trottel) spielten, Vladimir Cosma in allen drei Fällen für sehr einfühlsame Filmmusik sorgte, Depardieu jeweils Kopfnüsse austeilte und zu jedem Werk ein US-Remake gedreht wurde, kann durchaus von einer Trilogie gesprochen werden.

Pierre Richard & Gérard Depardieu

Die erste Zusammenarbeit von Veber, Depardieu und Richard bekam bei uns den unsäglichen Titel Der Hornochse und sein Zugpferd. Richard verkörpert den totalen Tollpatsch Francois, der in Begleitung eines bulligen Privatdetektivs (Depardieu) in Mexiko die verschwundene Tochter seines Chefs suchen soll. Er ist die letzte Hoffnung, weil die junge Dame genau wie Francois das Unglück geradezu anzieht.

Pierre Richard & Gérard Depardieu

Unter dem treffenderen deutschen Titel Ein Tollpatsch kommt selten allein lief der Film im TV in einer besseren Synchronisation, die zum Glück neben der deutlich klamaukigeren deutschen Kinofassung ebenfalls mit die Heimkino-Veröffentlichung kam. 1991 entstand das US-Remake Pure Luck – Reine Glückssache mit Danny Glover und Martin Short.

Pierre Richard & Gérard Depardieu

Der zweite Film der Trilogie wurde in Deutschland mit Zwei irre Spaßvögel ebenfalls unnötig grell betitelt. Depardieu und Richard werden hier als tatkräftiger Journalist Jean und als depressiver Selbstmordkandidat Francois von einer ehemaligen Freundin auf die Suche nach ihrem Sohn geschickt. Die verzweifelte Dame hat ihren beiden ehemaligen Liebhabern erzählt, sie wären jeweils der Vater des Jungen. Ivan Reitman drehte 1997 das deutlich weniger komische US-Remake Ein Vater zuviel mit Robin Williams und Billy Crystal.

Pierre Richard & Gérard Depardieu

Zum Abschluss besannen sich die deutschen Titelschmiede und verpassten dem letzten gemeinsamen Werk von Veber, Depardieu und Richard den fast schon poetischen Titel Die Flüchtigen. Hier ist Depardieu ein gerade aus der Haft entlassender Bankräuber, der wieder auf die gerade Bahn kommen will, dann aber dummerweise in einer Bank von einem verzweifelten Vater (Richard) bei einem ziemlich verunglückten Raub als Geisel genommen wird. Von diesem, dank einiger wirklich rührender Momente, wohl schönsten Werk der Trilogie realisierte Veber himself auch gleich das diesmal ganz passable US-Remake Das Bankentrio mit Nick Nolte und Martin Short.

Pierre Richard & Gérard Depardieu

Francis Veber beackerte auch weiterhin das fruchtbare Feld mit den ungleichen Filmpartnern etwa in Jaguar mit Jean Reno und Patrick Bruel. Bemerkenswert ist auch noch Ruby & Quentin, denn hier ist zur Abwechslung einmal Gerard Depardieu (an der Seite von Jean Reno in der Rolle des sanften Trottels) zu sehen. Doch ganz an die Klasse der Trilogie reichten diese Werke nicht mehr heran.

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