Ticonderoga

Ticonderoga spielt nicht im Wilden Westen mit weiten Prärien, halbnackten Eingeborenen und Colts an den Hüften. Es ist mehr als hundert Jahre zuvor, als der alte Osten noch wild war und die Indianer in riesigen Wäldern lebten. Es ist die Zeit, die J. F. Cooper in seinen Romanen aufleben ließ, mit Waldläufern, Mohikanern, Huronen und Irokesen, die entweder mit Franzosen oder Engländern verbündet sind und auf amerikanischem Boden helfen, die Kämpfe der europäischen Mächte auszutragen.

Ticonderoga

Im Argentinien der 1950er und 1960er Jahre war Héctor Germán Oesterheld die wohl prägendste Figur der damaligen Comic-Szene. Zusammen mit seinem Bruder war er Herausgeber zweier wichtiger Comic-Magazine mit so bedeutenden Zeichnern wie Alberto Breccia, Francisco Solano López und Hugo Pratt (Corto Maltese).

Ticonderoga

Vor allem schrieb Oesterheld einen Großteil der Geschichten selbst. Ticonderoga wurde von 1957 bis 1959 im Magazin Frontera publiziert, überschneidend zu Eternauta, dem berühmtesten Werk Oesterhelds, das im Schwestermagazin Hora Cero erschien.

Ticonderoga

Die Wiedergabe des Artworks von Ticonderoga basiert auf Scans der argentinischen Originalausgaben, die auf minderwertigem Papier z.T. grottenschlecht gedruckt wurden. Entsprechend sind manche Seiten unscharf, trotzdem ahnt man gelegentlich, was das für schöne Grautöne in den verschollenen Originalzeichnungen von Hugo Pratt gewesen sein müssen. Unterstützt wurde der Meister von seiner damaligen Assistentin und Partnerin Gisela Dester.

Ticonderoga

Empfehlen kann ich den Band allgemein für historisch Interessierte und speziell für Liebhaber des Ausnahmekünstlers Pratt. Euch erwartet ein im deutschsprachigen Raum bisher unbekanntes wichtiges Werk im prächtigen Gewand. Zwei Bände im Hardcover, einer im Quer-, der andere im Hochformat, sind vereint in einem schönen Schuber.

Rainer Schneider

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Ticonderoga