V wie Vendetta

Die britischen Anti-Utopien von George Orwell und Aldous Huxley, aber auch die mitunter nicht minder düsteren englischen Comics mit zweifelhaften (und auch zweifelnden) Helden wie Judge Dredd standen Pate als Alan Moore („From Hell“) Anfang der 80er Jahre damit begann eine Geschichte für den Zeichner David Lloyd zu verfassen. Auch die ultrakonservative Thatcher-Regierung inspirierte Moore zu seinem ersten Fortsetzungs-Comic.

V wie Vendetta

Die Idee einen maskierten Rächer als jenen Guy Fawkes zu verkleiden, der 1605 versuchte das britische Parlament in die Luft zu jagen, kam von Lloyd. Das aus diesen Komponenten angerührte Resultat ist eine vielschichtige düstere Zukunftsvision. Obwohl angesiedelt im damals weit entfernten 1998 hat der Comic auch heute nichts von seiner Brisanz verloren.

V wie Vendetta

“V for Vendetta“ erschien zunächst ab 1982 in schwarzweiß als Fortsetzung im britischen Magazin Warrior. Nachdem die Zeitschrift drei Jahre später eingestellt wurde, konnte der Comic zunächst nicht beendet werden. Doch nach dem Erfolg von Alan Moores Comic-Meilenstein „Watchmen“ veröffentlichte DC die Serie in Farbe. Innerhalb dieser sechsbändigen US-Ausgabe konnten Moore und Lloyd “V for Vendetta“ beenden.

V wie Vendetta

1990 brachte der Carlsen Verlag das bahnbrechende Werk in sechs Bänden im Albumformat heraus. Der mittlerweile leider insolvente Tilsner Verlag übernimmt in seiner etwas kleinformatigeren Gesamtausgabe die Übersetzung von Uwe Anton und das Lettering von Dirk Rehm. Es fehlte allerdings die nicht sonderlich gelungene Kolorierung (Lloyds Zeichnungen leben ohnehin von Schwarz-Weiß-Kontrasten) und einige recht überflüssige ganzseitige Einzelillustrationen, die den Lesefluss eher hemmen.

V wie VendettaDas ganz große Plus der Neuveröffentlichung waren allerdings die informativen Vorworte von Lloyd und Moore, sowie ein umfangreicher Artikel, den Alan Moore 1984 während seiner Arbeit an „V wie Vendetta“ verfasste. Ferner sind noch zwei bisher bei uns nicht veröffentlichte insgesamt 10-seitige „V wie Vendetta“ -Kurzcomics (eins davon erinnert ziemlich an Stephen Kings Shortstory „Der Mauervorsprung“ von 1976) enthalten.

V wie Vendetta

Da diese Neuveröffentlichung mittlerweile vergriffen ist und eine aufwändige (allerdings ohne den Segen von Alan Moore entstandene) Verfilmung in die Kinos gekommen ist, liegt bei Panini eine weitere Neuauflage von “V wie Vendetta“ vor. Diese ist noch etwas kleinformatiger als die Tilsner-Ausgabe, wurde neu gelettert und verfügt über eine dezente Kolorierung die den Lesegenuss steigert. Auch die Vorworte und Artikel von Lloyd und Moore sind enthalten.

V wie Vendetta

Somit liegt dieser Meilenstein der Comicgeschichte zum Glück wieder in einer ansprechenden Edition vor. Wer es gerne noch etwas feudaler mag, dem sei die “Masken-Edition“ oder die großformatige “Absolute Edition“ empfohlen.

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