Volker Reiche: Strizz

Von Mai 2002 bis Dezember 2010 ließ Volker Reiche (Kiesgrubennacht, Snirks Café) die Leser der nicht gerade für Experimente bekannten Frankfurter Allgemeinen Zeitung fünfmal die Woche teilhaben an den Erlebnissen eines gewissen Herrn Strizz (Vornahme unbekannt). Dieser äußerlich eher unauffällige Zeitgenosse war angestellt in der Firma eines gewissen Herrn Leo (Vorname ebenfalls unbekannt) und bringt diesen eigentlich eher phlegmatischen Menschen regelmäßig auf die Palme.

Volker Reiche: Strizz

Faul ist er ja nicht wirklich, dieser Strizz. Er ist sogar ziemlich eifrig, wenn es darum geht sich vor der Arbeit (die aus dem Aufstellen von Knurrhahn-Listen und Überprüfen von Hartlaub-Kalkulationen besteht) zu drücken. Vorwände findet Strizz in der Zeitungslektüre, was Reiche ermöglicht immer wieder aktuelle Ereignisse in seine Geschichten einzuarbeiten. Doch auch privat tut sich so einiges bei Strizz, seit ihn im Juni 2002 versehentlich eine gewisse Irmi (Nachname unbekannt) anrief. Es sind jedoch etliche Hürden zu überwinden, bis es im November 2002 endlich zum ersten (auf einer Doppelseite gefeierten) Rendezvous kommt.

Volker Reiche: Strizz

Doch trotz des durchaus vorhandenen übergreifenden Spannungsbogens erzählte Reiche täglich in sich abgeschlossene Mini-Dramen. Er räumte sich hierzu auch weitaus mehr Raum ein als ansonsten beim meist nur aus drei Bildern bestehenden Zeitungsstrip üblich ist. Täglich neun Panels zu zeichnen und diese auch noch mit geistreichen Geschichten und wirklich originellen Gags zu füllen ist schon eine gewaltige Leistung. In den Genuss dieser Arbeit kamen auch FAZ-Muffel durch Strizz-Jahresbände.

Volker Reiche: Strizz

Das Strizz-Universum konnte nach und nach Zuwachs verzeichnen. Im Keller der Firma Leo & Co hatte sich der Archivar Berres verschanzt. Er hielt sich für unkündbar, da er eine Bescheinigung des ehemaligen Firmenchefs aus dem Jahre 1955 hatte, die ihm bestätigt: „Berres, Du kannst so lange in der Firma bleiben, wie Du willst.“ Dass es sich hierbei nur um die Erlaubnis handelt, seinerzeit das Mofa einen Abend lang in der Firma zu reparieren, stört Berres nicht weiter und bringt Strizz auf dumme Gedanken.

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Herr Berres hält sich die Ratte Lilo als Haustier und auch ansonsten hat die Menagerie des Strips noch Zuwachs durch den bulligen aber sehr poetischen Hofhund Tassilo bekommen, der sich oftmals erfolgreich in der schwierigen japanischen Haiku-Reimform versucht. Die an der Tagespolitik entlang schrammenden Erlebnisse der Tierwelt rund um Kater Paul sind geballt gelesen eher etwas nervig. Dafür machen die sich fortlaufend weiterentwickelnden Geschichten um Strizz, seine Freundin Irmi und dem kleinen Rafael umso mehr Spaß.

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