Walt Disney: Aladdin

Es ist etwas bedauerlich, dass sich bei Walt Disney mehr darum bemüht wird, aufwändige Realfilm-Remakes der Klassiker zudrehen, als sich an neuen Stoffen zu versuchen. Das Resultat kann überflüssig sein, wie Kenneth Branaghs Kitsch-Version von Cinderella, doch Angelina Jolies großartiger Auftritt als Maleficent – Die dunkle Fee oder Tim Burtons eigenwillige Interpretation von Dumbo können sich durchaus sehen lassen.

Walt Disney: Aladdin
© 2019 Disney

Eine gute Idee war es zweifelsohne bei der Realfilm-Version des Zeichentrick-Hits Aladdin von 1992 Will Smith die Rolle des Flaschengeists zu geben. Dieser trägt seine blaue Hautfarbe und den auf der Glatze platzierten Zopf mit Würde und ist so witzig, wie es das Drehbuch zulässt. So ziemlich die einzigen Neuerungen sind, dass Smiths Dschinni (wie ursprünglich auch im Trickfilm vorgesehen) am Anfang des Films auch als Erzähler fungiert und dass Naomi Scott als Prinzessin Jasmin selbstbewusster auftritt (und sogar einen neu komponierten Song vortragen darf).

Walt Disney: Aladdin
© 2019 Disney

Für die Regie war der Brite Guy Ritchie verantwortlich, der immer wieder für eine Überraschung gut ist, siehe seine originelle Sherlock-Holmes-Version mit Robert Downey junior oder seinen grottigen King Arthur. Ritchie gelingt es leider nicht Ordnung in das überladen und allzu bunt ausgestattete Chaos zu bringen. Nur die Romanze zwischen Will Smith und Nassim Pedrad als Dienerin von Jasmin verbreitet ein wenig Charme. Mena Massoud in der Titelrolle und vor allem Mawan Kenzari als der im Animationsfilm so charismatische Schurke Dschafar bleiben erschreckend blass.

Walt Disney: Aladdin
© 2019 Disney

Lediglich die turbulent in Szene gesetzte Tanzszene im Abspann des Filmes deutet an, dass hier Potential vorhanden war. Da der Film mehr als eine Milliarde Dollar einspielte wird folgen demnächst Realversion von Mulan, Susi und Strolch, Arielle – Die Meerjungfrau und vielen weiteren Disney-Klassikern.

Walt Disney: Aladdin
© 2019 Disney

Die Blu-ray enthält neben dem 128-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: Aladdins Video-Tagebuch (10:39 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Zusätzlicher Song: „Desert Moon“ (2:20 min); Guy Ritchie: Ein cineastisches Genie (5:28 min); Ein Freund wie Dschinni (4:31 min); Zusätzliche Szenen (10:44 min); Musik-Videos: „Speechless“ und 2x „A Whole New World“  (11:33 min) und Pannen vom Dreh (2:07 min)

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