Walt Disney: Ralph reichts

Nachdem die computeranimierten Filme “Himmel oder Huhn“, „Tierisch Wild“, “Triff die Robinsons“ und “Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ weit hinter der Qualität der Produktionen aus dem hauseigenen Hause Pixar zurückblieben, gab es 2009 bei der Walt Disney Company mit “Küss den Frosch“ eine kurze Rückkehr zum konventionellen Zeichentrick. Doch danach bewies der Erfolg von “Rapunzel – Neu verföhnt“ dass es möglich ist das seit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ (1937) bewährte Disney-Märchen-Musical-Konzept ins Computeranimations-Zeitalter zu retten.

Walt Disney: Ralph reichts

Ebenfalls eine Disney-Tradition ist es in Kurzfilmen neue Möglichkeiten des Mediums Trickfilm zu erforschen. Der vor “Ralph reichts“ gezeigte schwarzweiße Kurzfilm “Paperman“ („Im Flug erobert“) wirkt wie handgezeichnet, ist jedoch das Resultat diverser teilweise eigens für diesen Film entwickelter Computer-Programme. Dennoch wirkt diese ohne Worte auskommende charmante Großstadt-Liebesgeschichte als wenn sie ein begnadeter Künstler ganz lässig auf die Leinwand gepinselt hätte.

Walt Disney: Ralph reichts
Paperman

Der Hauptfilm “Ralph reichts“ hingegen ist technisch ganz sicher nicht die große Innovation. 3D ist mittlerweile Standard im Trickfilm und die (wenigen) menschlichen Charaktere sind ähnlich unbeholfen animiert wie in den ersten Pixar-Filmen. Der Titelheld Randale-Ralph ist eigentlich ein Schurke, doch er ist es leid der Bösewicht des gestrigen aber immer noch sehr kultigen Videogames Fix-It Felix Jr. zu sein. Seine Selbsthilfegruppe an der die Bösewichter anderer real existierender Games wie Street Fighter, Altered Beasts oder Pac-Man teilnehmen, kann ihm auch nicht weiterhelfen.

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Daher bricht Ralph zu neuen Ufern bzw. zu neuen Spielen auf und versucht Gutes zu tun um eine Medaille zu erringen. Dabei landet er zunächst im brandaktuellen Ego-Shooter-Game Hero´s Duty (eine Mischung aus “Avatar“ und “Starship Troppers“) und anschließend im verträumten 90er-Jahre Racer-Game Sugar Rush. Dort trifft er den scheinbaren Programmier-Fehler Vanellope von Schweetz, in der er nach und nach eine Art Seelenverwandte entdeckt…

Walt Disney: Ralph reichts

“Ralph reichts“ ist eine einzigartige Mischung aus “Toy Story“, “Tron“ und “Falsches Spiel mit Roger Rabbit“. Einziges Manko ist Christian Ulmens nicht so recht passende deutsche Stimme von Randale-Ralph, der im Original herrlich grummelig von John C. Reilly gesprochen wird. Doch die Story, die hier erzählt wird, hat Pfiff und fast schon mehr originelle Einfälle als in einen 108-minütigen Film passen!

Walt Disney: Ralph reichts

Extras der Blu-ray: Kurzfilm: “Paperman“ („Im Flug erobert“, 6:34 min); „Stück für Stück: Wie die Welten in “Ralph reichts“ entstanden“ (16:40 min); Alternative & zusätzliche Szenen (14:28 min);Vier witzige Videospiel TV-Spots (2:40 min)

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