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Nachdem Christopher Lee 1958 erstmals den Grafen Dracula spielte, drehte er für die britischen Hammer-Studios sieben weitere Filme mit dem adligen Vampir. Mit diesen Filmen war er immer weniger zufrieden. Zuletzt trieb Dracula sein Unwesen in der damaligen Gegenwart des Swinging Londons und bei uns lief der vorletzte Film dieser Art 1972 unter dem Titel Dracula jagt Minimädchen.
Zwischendrin erhielt Lee ausgerechnet vom eher als Trash-Filmer bekannten Jess Franco das Angebot die Titelrolle in Nachts, wenn Dracula erwacht, einer angeblich werkgetreuen Verfilmung von Bram Stokers literarischer Vorlage, zu spielen. Zwar standen ihm Herbert Lom als Van Helsing und Klaus Kinski als Irrenhaus-Insasse Renfield zur Seite, doch mangels Budget war das Resultat kaum weniger peinlicher als die schlimmsten Hammer-Draculas.
Als er 1976 sein Cape eigentlich schon an den Nagel gehängt hatte – Hammer ließ 1974 John Forbes-Robertson in Die 7 goldenen Vampire als Dracula auftreten – trat Christopher Lee in einer französischen Komödie ein letztes Mal als Vampir auf. In einer sich über einen Zeitraum von 200 Jahren hinziehenden Geschichte spielt er einen Vater, der sich erhebliche Sorgen um seinem mit dem Vampir-Dasein hadernden Sohn Ferdinand macht.
Lee trat dabei als im Film nicht namentlich benannter Vampir bewusst ganz anders auf, als in seinen Hammer-Filmen, Daher war er nicht begeistert als die Vampirkomödie in Frankreich unter dem Titel Dracula père et fils in die Kinos kam und bei uns im Fernsehen unter dem TitelDie Herren Dracula seine Premiere erlebte. Auch Claude Klotz, der Autor der Romanvorlage Der Vampir von Paris war mit der Verfilmung seines Buchs, in dem Dracula gar nicht auftritt, sehr unzufrieden.
Dennoch ist Die Herren Dracula eine äußerst gut gelungene Horrorkomödie. Regie führte Éduardo Molinaro, der zuvor bereits mit Jaques Brel und Lino Ventura den von Billy Wilder als Buddy Buddy neuverfilmten Klassiker Die Filzlaus gedreht hatte und dem kurz danach mit Ein Käfig voller Narren ein Welthit gelang.
Die Rolle des Ferdinands ist bei Bernhard Menez in den besten Händen und das Tüpfelchen auf dem i ist der stimmungsvolle Soundtrack des 1940 in Bukarest geborenen Vladimir Cosma, der genau wie etwa bei Die Abenteuer des Rabbi Jacob oder Das As der Asse immer die richtige Tonlage findet, Nachdem die DVD-Veröffentlichung schon lange vergriffen ist, erfreut uns Anolis mit einem prachtvollen Mediabook, das Die Herren Dracula sowohl in der 99-minütigen französischen als auch in der zwei Minuten kürzeren deutschen Fassung enthält.
Extras des mit fünf verschiedenen Covern veröffentlichten Mediabooks: Zwei Audiokommentare: Einmal mit Dr. Rolf Giesen und einmal mit Uwe Sommerlad und Volker Kronz, “Let the Son Shine in“ – Interview mit Bernard Menez (18:50 min), “The Molinaro Tapes“ (14:48 min), “Who Was Claude Klotz?“ (7:00 min), Interview mit Claude Klotz (1:49 min), “Christopher Lee and the Mediterranean“ (33:33 min), US-Kinotrailer (2:23 min), US-TV-Spot (0:25 min), US-Titelsequenz „Dracula and Son“ (2:20 min), Französischer Filmmarkt-Flyer zu “Dracula père et fils“ (0:49 min) / Bildergalerie (1:45 min), sowie ein 40-seitiges Booklet von Lars Dreyer-Winkelmann.
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Nach den klassischen Episoden mit Kirk Spock und Pille, der Next Generation, Deep Space Nine, Voyager, Discovery, Picard und Strange New Worlds sowie Scouts auf You-Tube startet jetzt neunte Realfilm-Serie aus dem Universum von Star Trek.
Schon seit langer Zeit wurde mit dem Gedanken gespielt, von der Zeit zu erzählen, als Kirk und Spock an der Sternenakademie ausgebildet wurden.
Doch Star Trek: Starfleet Academy ist genau wie die Serie Dicovery im 32. Jahrhundert, also “ganz weit vorne“ in der Zukunft des Star-Trek-Universums angesiedelt.
Die Serie überrascht durch die Besetzung der Hauptrolle. Die 1994 mit dem Oscar für die beste Hauptrolle in Das Piano ausgezeichnete Holly Hunter spielt die 422-jährige Nahla Ake. Diese ist sowohl Kanzlerin der Sternenflottenakademie als auch Captain der USS Athena.
Es macht sehr viel Spaß dabei zuzushen, wie 1994 mit dem Oscar für die beste Hauptrolle in Das Piano ausgezeichnete Holly Hunter sich als unkonventionelle Kapitänin in ihren Sesse lümmelt und auch schon mal barfuß herumläuft. Leicht nervig hingegen sind die scheinbar direkt aus Teen Movies übernommenen privaten und dienstlichen Probleme der mehr oder weniger flotten Sternenflottenkadetten.
mit dem Oscar für die beste Hauptrolle ausgezeichnete Holly Hunter
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Es ist erst etwas enttäuschend, dass es sich hier nicht um eine direkte Fortsetzung des fünfzehn Jahre zuvor entstandenen Sequels Tron Legacy handelt. Doch nach einem etwas holperigen Auftakt wird klar, dass Tron: Ares sehr eigene Wege geht.
Im Zentrum steht mit Ares ein Master Control Program, das von Dillinger Systems als perfekter Soldat entwickelt wurde. Doch die KI entwickelt ein Eigenleben und will ihrem Schöpfer nicht mehr gehorchen. Nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch in der Realität kommt es zu einem gewaltigen Showdown.
Die neuen Spezialeffekte und das klassische Design des ersten Tron-Films von 1982 kommen auch in der zweiten Fortsetzung bestens zur Geltung. Es ist daher sehr schade, dass es nicht möglich ist, den vom Norweger Joachim Rønning (Pirates of the Caribbean 5, Maleficent 2) mit einigen Terminator-Anleihen ebenso fantasievoll wie rasant in Szene gesetzten Film auch daheim in 3D zu sehen.
Neben dem, nicht völlig unerwartet, kurz vor Schluss doch noch als Kevin Flynn auftauchenden Jeff Bridges, ist Jared Leto das größte Plus des Films. Sowohl in Actionszenen als auch in stilleren Momenten überzeugt Leto als KI, die langsam ihre Menschlichkeit entdeckt und ist hoffentlich bei Tron 4 wieder dabei.
Während die DVD von “Tron: Ares“ über keinerlei Extras verfügt, enthält die Blu-ray zusätzlich noch diese Extras: „Der Weg zu Tron: Ares“ (11:41 min), „Lichtrenner auf Achse“ (6:57 min), „Die Kunstfertigkeit von Tron: Ares“ (6:17 min), „Die Darsteller unter sich“ (4:55 min), „Das Vermächtnis von Tron“ (5:12 min) und drei gelöschte Szenen, inklusive eines Gastauftritts von Steven Lisberger (insgesamt 2:17 min)
Es sei noch erwähnt, dass nicht nur der dritte Teil als 4K UHD veröffentlicht wird, sondern parallel dazu auch seine beiden Vorgänger.
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Vielleicht war jener Moment, als Mitte der Siebziger sein Projekt aus Frank Herberts Dune: Der Wüstenplanet einen Avantgarde-Blockbuster zu machen grandios scheiterte, die Initialzündung, die Alejandro Jodorowsky endgültig zur Kultfigur machte.
Der zuvor in Insiderkreisen durch seine “Midnight Movies“ wie El Topo oder Montana Sacra als unberechenbarer Filmemacher geschätzte Jodorowsky, wollte plötzlich einen Film mit Stars wie Orson Welles, Salvador Dalí, Mick Jagger und Pink Floyd drehen.
Daraus wurde zwar nichts, doch während der Vorproduktion von Dune entstanden unzählige Storyboardzeichnungen von großartigen Künstlern wie HR Giger, Chris Foss oder Jean Giraud alias Moebius, die kurz darauf für die atemberaubende Optik von Ridley Scotts Alien verantwortlich waren.
Von dieser Vorarbeit profitierte auch Jodorowsky, der künftig für Moebius und andere Zeichner bahnbrechende Comics wie Der Incal, Meta-Barone, Die Techno-Väter, Alef-Thau, Bouncer, Borgia oder Lust & Glaube schrieb, die sich großer Beliebtheit erfreuen, immer neu erscheinen und fortgesetzt werden.
Rechtzeitig zum 98. Geburtstag von Alejandro Jodorowsky präsentiert Taschen mit Art Sin Fin ein durch das Design und das Gewicht von 14 kg (aber auch den Preis von 1.200,- Euro) fast schon größenwahnsinniges Buchobjekt, das dem Künstler gerecht wird: “Jodorowsky persönlich hat Bild für Bild Filmstills, Aufnahmen seiner Performances, Collagen, Zeichnungen und Fotos aus seinem Archiv ausgewählt und zusammengestellt.“ Dieser tausendseitige Bildband erscheint als Softcover mit Ausklappseiten im Format 25 x 42 x 9 cm.
Der Edition liegt aber auch noch ein zweites gebundenes im Querformat von 22 x 8,5 cm Buch bei. Dieses verlagert “den Fokus von den Bildern zur Stimme und enthält Jodorowskys Reflexionen und Bekenntnisse zu jedem einzelnen Bild – wie eine Art Voice-over (…) in Jodorowskys einzigartigem Schreibstil – philosophisch, provokant, ungezügelt und zutiefst menschlich.“
Die zwei Bände von Art Sin Fin steckt in “einer maßgeschneiderten Plexiglasbox, die als Buchständer verwendet werden kann. Das skulpturale Box-Set besteht aus zwei ineinander verschachtelten Pyramiden aus klarem und dunklem Plexiglas und erinnert an einige der wiederkehrenden Motive von Jodorowsky, wie das Incal-Licht und das Incal-Dunkel, die gegensätzliche Kräfte symbolisieren.“
Diese Edition ist auf 800 Exemplare limitiert, Diese wurden von Jodurowsky signiert, “auf einem Blatt, das an einer zufälligen Stelle im Buch eingefügt ist.“ Es darf auf eine sehr viel günstigere „Volksausgabe“ gehofft werden und vielleicht auch endlich auf einen Reprint jenes legendären Buchs mit Entwurfszeichnungen, mit dem Jodorowsky einst seinen Dune-Film angepriesen hat.
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Als Heinz Strunk (Fleisch ist mein Gemüse, Ein Sommer in Niendorf) für einen Roman über Fritz Honka recherchierte, wurde ihm sehr schnell klar, dass es „des Schlechten zu viel gewesen“ wäre, wenn er sich bei seiner Geschichte ausschließlich den Hamburger Serienmörder konzentrieren würde. Ihm gelang ein erstaunliches, oft auch sehr skurriles Buch, über die sehr unterschiedlichen Besucher der St.-Pauli-Absturzkneipe Der goldene Handschuh, zu denen auch Fritz Honka gehörte.
Als Strunks Bestseller fürs Kino adaptiert wurde, erzählte Regisseur Fatih Akin seinen Film nahezu komplett aus Honkas Täter-Perspektive. Detailgenau, dreckig und blutig stellte er dessen menschenverachtende Untaten zur Schau.
Der die Comicserie Ottifanten produzierende Illustrator Ully Arndt nahm bereits 2017 Kontakt zu Heinz Strunk auf und zeigte ihm einige Entwürfen für eine Handschuh-Adaption als Graphic-Novel. Strunk war davon sehr angetan.
Neun Jahre später liegt nun ein hundertseitiger Comic vor, dem ein zweiter Teil folgen soll. Im Gegensatz zu Akin interessierte sich Arndt eher weniger für den Serial Killer. Genau wie in Strunks Roman geht es ihm bei seiner Adaption um die Siebziger, eine Zeit “zwischen Nachkriegstristesse und Moderne“, wie es so schön auf der Rückseite des Comicalbums heißt.
In einem sehr eigenständigen Stil setzt Arndt nicht nur Honkas Morde in Szene, sondern erzählt auch äußerst werkgetreu und nicht minder mitreißend von einer heruntergekommenen Pfeffersack-Familie, deren männliche Mitglieder sich ebenfalls im Goldenen Handschuh herumtreiben.
Anders als im Roman lud Arndt – zur Freude von Strunk – die Leserschaft seines Comics auch noch kurz in den Jazzclub Onkel Pö zu einem gemeinsamen Auftritt von Udo Lindenberg und Otto Waalkes ein. Strunk hatte auch nichts dagegen, dass Arndt seine Erzählung um eine 16-seitige Sequenz ergänzt hat, die von den Zuhälter-Praktiken des Handschuh-Besuchers Fanta-Rolf erzählt.
Strunk hat recht, wenn er in seinem Nachwort zu Arndts Comic schreibt: “Ich glaube, dass das Ergebnis bei einem glatten Durchmarsch gut geworden wäre, aber nicht diese Tiefe und Qualität erreicht hätte, für die es eben neun Jahre gebraucht hat.“
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Mit dieser schönen Edition wird auf Blu-ray und erstmals auf 4K Ultra HD ein Schlüsselwerk im sehr vielfältigen Oeuvre von Clint Eastwood gewürdigt. Nach seiner ersten Regiearbeit Sadistico und seinem Riesenerfolg mit Dirty Harry verabschiedete er sich mit Thunderbolt and Lightfoot 1974 endgültig von seinem Image als Western-Antiheld.
Der Film mit dem eher unschönen deutschen Titel Die Letzten beißen die Hunde war die erste Regiearbeit von Michael Cimino, der danach mit Die durch die Hölle gehen und Heaven’s Gate in Hollywood ebenso schnell auf- wie absteigen sollte. Auch zu Thunderbolt and Lightfoot verfasste Cimino das Drehbuch, genau wie zuvor bereits zum zweiten Dirty-Harry-Film.
Mit seiner Geschichte deckt Cimino ein breites Spektrum ab und unterbrach ein fabelhaft erzähltes Road Movie durch ein eher formelhaft konstruiertes Heist Movie. Darüber ob die Geschichte Sinn macht, lässt sich trefflich streiten. Über jeden Zweifel erhaben ist jedoch Jeff Bridges, dem es mit seinen Faxen als Lightfoot immer wieder gelingt, den wie immer ultracool auftretenden Eastwood ein Lächeln ins Stone Face zu zaubern.
Auftakt (und auch Ende) des Films sind großartig. Ganz entspannt erzählt Cimino, wie der als Pfarrer verkleidete ehemalige Kriminelle John Doherty mit dem Spitznamen Thunderbolt auf den in einem gestohlenen Auto sitzenden Lightfoot trifft. Sie amüsieren sich mit jungen Damen und landen als Anhalter bei einem von seinen Auspuffgasen völlig bekifften Crashpiloten und seinem Waschbären. Doch leider hört der Spaß erstmal auf, nachdem Thunderbolt und Lightfoot zusammen mit zwei von George Kennedy und Geoffrey Lewis verkörperten Gaunern versuchen, das dann doch gar nicht so große Ding zu drehen…
Zum ebenso originellen wie ergreifenden Ende hin, kehrt Cimino wieder zur Leichtigkeit der ersten halben Stunde zurück und der Film wurde zu einem riesigen Erfolg. Während sich Bridges danach in seinen Filmen weiterhin eher als Schauspieler denn als Star betätigte, hob Eastwoods Karriere richtig ab. Es gab Regie-Oscars für Erbarmungslos und Million Dollar Baby, doch auch wenn Eastwood in einer Komödie wie Der Mann aus San Fernando neben einem Orang-Utan Clyde agierte, machte er sich nicht zum Affen.
Das limitierte Mediabook von Capelight Pictures enthält den Film auf Blu-ray und 4K Ultra HD. Hinzu kommt interessantes Bonusmaterial: Audiokommentar von Dokumentarfilmer Nick Redman; Drehbuchautor Lem Dobbs und Essayistin Julie Kirgo, eine Tonspur mit isoliertem Soundtrack, den US-Trailer (1:57 min) und den deutschen Trailer (1:51 min), sowie ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Stefan Jung.
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Im Zentrum des elften Bands der Reihe Perlen der Comicgeschichte des Bildschriften Verlags stand bereits der kleine Maulwurf Pauli aus der Comic-Werkstatt von Rolf Kauka. Hier wurde mit der 1958 im Fix und Foxi-Heft 124 gestarteten Fortsetzungsserie Die Pauli Familie ein von Werner Hierl gezeichnetes wildes Frühwerk veröffentlicht.
Den “definitiven Pauli“ schuf jedoch der aus Zagreb stammende Branko Karabajic. Ewald Comics veröffentlicht eine seiner schönsten Maulwurfs-Geschichten. Das Geheimnis von Schloss Grauenfels erschien erstmals 1972 verteilt auf zwölf Fix und Foxi-Hefte. Erzählt wird von Pauli, der zusammen mit seinem Freund Mausi seinen wohlhabenden, aber sehr geizigen Onkel Hubert besucht, der in einem heruntergekommenen Schloss lebt.
Als das Duo nach einer beschwerlichen und beinahe tödlich verlaufenden Anreise endlich dort ankommt, beginnt – wie Herausgeber Hilmar Kalaba sehr treffend in seinem Vorwort schreibt – ein “Gruselkrimi“, der ziemlich brutal ist. Es gibt “Mordversuche mit offenem Dolch, Gift und Dynamit“. Doch dank der unschlagbar niedlichen Zeichnungen von Karabajic und seiner treffsicher platzierten Gags ist der Comic mindestens ebenso komisch wie gruselig.
Für die Qualität der Geschichte spricht auch, dass Das Geheimnis von Schloss Grauenfels jetzt bereits zum vierten Mal veröffentlicht wird. Bereits 1973 kam der Comic in der Reihe Fix und Foxi Album zum Abdruck, wurde jedoch um sechs Seiten gekürzt. 1992 erschien unter dem Titel Pauli – Das geheimnisvolle Schloss eine Bilderbuch-Version ohne Sprechblasen und mit sehr viel Prosatext. Hierfür passte Florian Julino die Zeichnungen von Branko Karabajic dem Seitenlayout an und ergänzte sie bei Bedarf.
Die jetzt erschienene Neuausgabe ist die definitive Version mit allen 53 Comicseiten. Hilmar Kalaba, der zuvor als gute Seele bei Ewaldschen Kauka-Veröffentlichungen wie Geschichten von Tom und Klein-Biberherz, Mischa – Piraten im All oder Lupo und der Jazz fungierte, hat wieder mit großem Einsatz die Druckvorlagen auf Vordermann gebracht und farblich angeglichen.
Es bleibt zu hoffen, dass noch viele Comic-Highlights aus dem reichhaltigen Fundus des Hauses Kauka in dieser optimalen Form erscheinen werden!
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Nicolas Meyer schrieb 1982 das Drehbuch zum Star-Trek-Erfolg Der Zorn des Khan, anschließend drehte er 1983 den vielbeachteten TV-Film The Day After über die Auswirkungen eines Atomkriegs und setzte 1991 nach einem eigenen Drehbuch Star Trek VI: Das unentdeckte Land in Szene. Doch bereits zuvor überraschte Meyer mit seiner ersten Regiearbeit.
In Flucht in die Flucht in die Zukunft ließ er H.G. Wells nicht nur einen Roman über Die Zeitmaschine schreiben, sondern dieses Gerät auch erfinden. Doch nicht er, sondern sein Freund Dr. John Stevenson, der nachts als Jack the Ripper London unsicher macht, reist als erster Menschen in die Zukunft und setzt dort sein mörderisches Werk fort. Wells begibt sich ebenfalls ins San Francisco des Jahres 1979, um Stevenson zu stoppen.
Diese originelle Geschichte setzte Meyer mit einer großartigen Besetzung imposant in Szene. David Warner (Das Omen, Tron, Titanic) ist als Whitechapel Murderer angemessen diabolisch.
Den ansonsten nur negative Charaktere, wie den psychopathischen Rabauken Alex in Stanley Kubricks Uhrwerk Orange, verkörpernden Malcolm McDowell ließ Meyer einen so sanftmütigen H.G. Wells spielen, dass sich seine Kollegin Mary Steenburgen während der Dreharbeiten in ihn verliebte. Steenburgen hingegen reiste 1990 als Clara Brown im dritten Teil der Filmreihe Zurück in die Zukunft.
Dank Plaion liegt Flucht in die Zukunft jetzt endlich auf Blu-ray vor. Ein großartiger Bonus ist der sehr interessante Audiokommentar mit Nicolas Meyer und Malcolm McDowell. Hinzu kommen ein Beitrag aus der Reihe “Trailers from Hell“ mit Alan Spencer (3:51 min), der deutsche Trailer (0:45 min), der US-Trailer (2:33 min), sowie eine sehr schön zusammengestellte Galerie mit 94 Plakaten und Aushangfotos.
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Basierend auf Sir Walter Scotts 1820 erschienen Roman hat der Film einige Schnittstellen zur Legende um Robin Hood. Auch Wilfred von Ivanhoe setzt alles dran, dass der rechtmäßige König Richard von Löwenherz nach England zurückkehrt und seinen das Volk brutal unterjochenden Bruder Prinz John vom Thron stößt.
In der Titelrolle ist der schauspielerisch nicht allzu stark geforderte Robert Taylor zu sehen, der anschließend mit Regisseur Richard Thorpe die beiden thematisch stark verwandten Filme Die Ritter der Tafelrunde sowie Liebe, Tod und Teufel drehte. Großartig sind Joan Fontaine und die 20-jährigen Elisabeth Taylor als die beiden sehr unterschiedlichen Herzdamen von Ivanhoe.
Auch heute noch beeindruckt der Film – genau wie die zwei Jahre zuvor entstandene Comicverfilmung Prinz Eisenherz mit Robert Wagner – durch seine großartig in Szene gesetzten Turnierszenen, die selbst die Kaltenberger Ritterturniere ganz schön mittelalt aussehen lassen.
Den Filmklassiker gab es bisher nur als DVD in mäßiger Bildqualität, doch bei Plaion liegt jetzt eine sehr schöne, sorgsam in HD restaurierte Edition mit Blu-ray und DVD vor. Auch das Bonusmaterial des Digipack kann sich sehen lassen.
Enthalten ist der Oscar®-prämierte Tom & Jerry Cartoon „The Two Mouseketeers“ von 1952, die deutsche Super-8-Fassung (18:44 min), zwei deutsche Trailer (4:02 min + 3:46 min), der Super-8-Trailer (1:49 min), der US-Trailer (4:04 min), eine sehr schön zusammengestellte Galerie mit 100 Plakaten und Aushangfotos, sowie ein 180-seitiges Booklet mit Texten von Thorsten Winter.
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