America’s got Powers

Jonathan Ross ist eine der interessanten Persönlichkeiten im britischen Entertainment-Business. Ich hatte einige Male das Glück ihn als Moderator auf dem San Diego Comic Con zu erleben und war von seiner verbalen Brillanz, seiner Schlagfertigkeit und seiner jederzeit spürbaren Liebe zur Trivial-Kultur beeindruckt. Nicht unsympathisch ist auch, dass er eine der größten Comic-Sammlungen der Welt besitzt.

Jonathan Ross
© Image Comics / Jonathan Ross / Bryan Hitch

Daher war ich durchaus gespannt auf die von Ross getextete Comicserie America’s got Powers, die sich als Superhelden-Parodie auf TV-Trash wie America’s got Talent versteht, aber wohl auch versucht im Revier von Die Tribute von Panem zu wildern. Auch die Wahl des Zeichners lässt aufhorchen, denn Bryan Hitch hat in der von Mark Millar geschriebenen Reihe The Ultimates Blaupausen zu den erfolgreichen Avengers-Kinofilmen geliefert. So kam bereits hier eine stark an Samuel L. Jackson erinnernde Comicfigur als Geheimdienstler Nick Fury zum Einsatz, lange bevor diese Casting-Idee auf der großen Leinwand umgesetzt wurde.

America's got Powers
© Image Comics / Jonathan Ross / Bryan Hitch

Ross erzählt von einem außerirdisches Kristall, das in der Nähe von San Francisco auftaucht und in einem Umkreis von 8 Kilometern, alle schwangeren Frauen zu den Müttern von Kindern mit Superkräften macht. Einzige Ausnahme ist Tommy Watts, dessen Kräfte erst zum Ausbruch kommen, nachdem sein 17-jähriger Zwillingsbruder Bobby bei den Kämpfen der TV-Gladiatoren-Show America’s got Powers zu Tode kommt…

America's got Powers
© Image Comics / Jonathan Ross / Bryan Hitch

Der ganz große Knaller scheint America’s got Powers nicht zu werden. Hitch bleibt leider hinter seinen Möglichkeiten zurück und liefert durchschnittliches sich oft über zwei Seiten erstreckendes Superhelden-Artwork. Der Panini-Sammelband enthält die ersten drei Hefte der in den USA bei Image veröffentlichten 7-teiligen Mini-Serie. Spannung, Humor aber auch Sozialkritik halten sich bisher in sehr engen Grenzen und es bleibt zu hoffen, dass Jonathan Ross für das Finale noch ein paar Asse im Ärmel hat.

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