Archiv der Kategorie: COMIC

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Darwyn Cooke: DC New Frontier

“Je nachdem, wie man die Story sieht, könnte es ein Liebesbrief an eine vergangene Zeit sein oder eine allegorische Betrachtung zeitgenössischer Probleme oder einfach eine große Keilerei oder ein historisches Melodram mit detailliert geschilderten Charakteren. Die Wahl sollte wie immer beim Leser liegen.“

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Mit diesen treffenden Worten beschreibt Darwyn Cooke (Batman: Ego, Before Watchmen: Minutemen, The Spirit, Parker) im Nachwort der jetzt auch bei uns vorliegenden Prachtausgabe seines 2004 erschienenen Meisterwerks DC New Frontier, das bei uns zwei Jahre später unter dem Titel Neue Horizonte in zwei Teilen bei Panini veröffentlicht wurde.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Da Cooke in seine Geschichte tatsächliche historische Ereignisse, sowie wie fingierte Zeitungsartikel einarbeitet und davon erzählt, wie unsere Welt aussehen würde, wenn es tatsächlich Superhelden gäbe, drängt sich ein Vergleich mit Watchmen, dem ähnlich konzipierten Comic-Meilenstein von Alan Moore und Dave Gibbons, geradezu auf. Doch bei Cooke werden die DC-Superhelden durchweg positiv dargestellt, denn sie kämpfen optimistisch für eine bessere Zukunft. Daher haben sie kein Interesse daran, nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Dienst der US-Regierung zu stehen.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Die einzige Ausnahme – und da ähnelt DC New Frontier Frank Millers Batman: The Dark Knight Returns – ist Superman. Einer der Höhepunkte in Cookes 400-seitigen Epos zeigt, wie  der Stählerne inmitten des Indochina-Kriegs versucht Wonder Woman zur Rede zu stellen, weil diese einige gefangene und misshandelte Frauen befreite, diese aber nicht davon abhielt, sich an ihren Peinigern zu rächen.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Doch die Amazonen-Kriegerin, die Cooke einen halben Kopf größer als Superman zeichnet, denkt im Gegensatz zu diesem, nicht daran sich an Vorschriften zu halten, die sie davon abhalten sollen sich einzumischen, “außer es handelt sich um einen dreckigen Sabotageakt, den unsere Regierung billigt.“ Sie beendet das Streitgespräch mit den Worten; “Da ist die Tür, Außerirdischer!“

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Doch auch wenn Superman, Wonder Woman und natürlich Batman großartige Auftritte haben, so stehen sie doch nicht im Zentrum von Cookes Geschichte. Sehr viel stärker interessiert ihn der kritische Blick, mit dem der auf der Erde gestrandete J’onn J’onzz alias Martian Manhunter sein neues Umfeld beäugt, das Kriegstrauma vom im Laufe der Geschichte zur Green Lantern werdenden Hal Jordan, sowie Barry Allen, der sein Flash-Kostüm an den Nagel hängen will, weil seine Heldendienste in der McCarthy-Ära anscheinend nicht mehr erwünscht sind.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Hinzu kommen noch jede Menge DC-Charaktere, wie der Regierungsdagent King Faraday, Colonel Rick Flag, Ace Morgan und die Challengers from Beyond oder Cooke Lieblingsfigur, der hartgesotenen Detektiv Slam Bradley. Alle diese nur DC-Insidern bekannten Figuren haben ihre großen Momente in einer Geschichte, deren wirklich großes Finale an Roland Emmerichs Independence Day denken lässt. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Darwyn Cookes ungebremste Fabulierfreude noch von seiner Zeichenkunst übertroffen wird.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

New Frontier, der Titel des Comics, bezieht sich auf eine Rede von John F. Kennedy, deren Text Cooke im letzten Kapitel mit seinen Zeichnungen illustriert hat. Thematisch zum Comic passen sprach der US-Präsident 1960 von “einer neuen  Grenze unbekannter Möglichkeiten und Gefahren“. Kennedy sah jenseits dieser Grenze “unbekannte Bereiche der Wissenschaft und des Weltraums, ungelöste Probleme von Frieden und Krieg“.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Paninis im Überformat von 22 x 33 cm erschienene Absolute Edition trägt diese Bezeichnung völlig zu Recht. Neben dem noch um einige zuvor nicht veröffentlichte Seiten ergänzten Comic gibt es noch einen Anhang. Dieser enthält auf über 100 Seiten zahlreiche Skizzen und Comics, wie ein auf Kuba spielendes Solo-Abenteuer von King Faraday.  In einem reich bebilderten Text benennt Cooke seine Inspirationsquellen und weist auf versteckte Anspielungen hin.

Darwyn Cooke: DC New Frontier

Hinzu kommt noch der Comic Justice League: The New Frontier Special. Dieser entstand 2008 um eine im Rahmen der Reihe DC Universe Animated Original Movies entstandene Verfilmung zu promoten, der es in 75 Minuten recht gut gelingt, einige der schönsten Momente des Comics in bewegte Bilder umzusetzen.

Justice League: The New Frontier

Cooke war aktiv an der Verfilmung beteiligt und nutze das Promoheft, um eine große Auseinandersetzung zwischen Batman und Superman in Szene zu setzten, von der in DC New Frontier nur erzählt wird. Hinzu kommen noch zwei von Cooke geschriebene Stories mit Robin und  Wonder Woman, die von J. Bone und David Bullock, dem Regisseur des Animationsfilms, in Szene gesetzt wurden. Schöner kann ein Meisterwerk nicht abgefeiert werden!

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Wer ist Black Panther?

Black Panther wurde 1966 von Stan Lee und Jack Kirby auf die Comic-Bühne gehievt. Zwar besiegte der erste afrikanische Marvel-Held die Fantastic Four, doch erst 1973 sollte der maskierte Herrscher von Wakanda eine eigene Heftreihe bekommen. 2005 schließlich erschien mit Who is Black Panther? eine sechsteilige Serie, die T’Challa fit für die Teilnahme beim Marvel Cinematic Universe machte.

Wer ist Black Panther?

Reginald Hudlin, der 1992 Boomerang mit Eddie Murphy inszenierte, hatte bereits fest in der Filmbranche Fuß gefasst, als er sich seinen Jugendtraum erfüllte und damit begann Comics zu schreiben. Später sollte er nicht nur Quentin Tarantinos Django Unchained produzieren, sondern auch die zugehörige Comic-Adaption verfassen.

Wer ist Black Panther?

In Who is Black Panther? verpasste Hudlin dem Marvel-Helden einen epischen Background. Er holte weit aus und zeigt, wie sich die Bewohner Wakandas bereits im 5. Jahrhundert mit trickreich konzipierten Waffen gegen einen feindlichen Stamm verteidigen. Dies setzte sich bis in die Gegenwart fort, und auch der zur Zeit des Zweiten Weltkriegs von der US-Regierung nach Wakanda entsandte Captain America hatte keine Chance gegen Black Panther. Doch es wurde weiterhin versucht, an die Technologie und Bodenschätze Wakanda zu gelangen.

Wer ist Black Panther?

Hudlin stellt die Militärs und Politiker der USA ähnlich unvorteilhaft dar, wie die in seiner Geschichte auftretenden Marvel-Schurken Claw und Rhino. Der gesellschaftskritische Ansatz mindert den Unterhaltungswert von Who is Black Panther? jedoch kein bisschen, was auch daran liegt, das die beeindruckende Grafik von John Romita Jr. (Superman: Das erste Jahr, Kick-Ass, Daredevil: Der Mann ohne Furcht) stammt!

Wer ist Black Panther?

Mittlerweile ist eine Neuauflage von Wer ist Black Panther? als preisgünstige Hardcover-Ausgabe in Paninis Reihe Marvel Must-Have erschienen. Enthalten ist auch interessantes Bonusmaterial, wie etwa Entwurfszeichnungen von John Romita Jr.

Wer ist Black Panther?

Es sei auch noch auf eine sehr werkgetreue Verfilmung von Who is Black Panther? hingewiesen, die im Rahmen der Reihe Marvel Knights Animation als Motion Comic. Hierfür wurden sehr behutsam und mit sparsamer Computeranimation die Comic-Zeichnungen von John Romita Jr. in Bewegung versetzt.

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Garth Ennis: Out of the Blues

Seine größten Erfolge feierte Garth Ennis zwar mit Serien wie Preacher oder The Boys, die sich mit Mystery oder Superkräften beschäftigen. Doch am besten ist der 1970 in Nordirland geborene Autor, wenn er sich an der Realität orientiert. So platzierte er mitten in seiner für DC/Vertigo getexteten Hellblazer-Storyline die  Geschichte Heartland, die ganz ohne Grusel-Elemente und die Hauptfigur John Constantine auskommt. Stattdessen vermittelt Ennis sehr sensibel , dass es kein “normales Leben“ gibt in einer Stadt wie Belfast, in der die Anwesenheit schwer bewaffneter Militäreinheiten als völlig normal angesehen wird.

Garth Ennis: War Stories

Krieg ist immer wieder ein Thema im Werk von Garth Ennis und er gibt unumwunden zu, dass er Angebote in Richtung “Luftkämpfe im Zweiten Weltkrieg“ sofort unterschreibt. Doch bei aller Begeisterung für Flugzeuge wie die Spitfire oder den “Fighter-Bomber“ De Havilland Mosquito, ist Ennis – ganz im Gegensatz zu kontinentaleuropäischen Serien wie Tanguy & Laverdure – in seinen Geschichten nicht nur daran interessiert, technische Gerätschaften so imposant wie möglich zu präsentieren. ,Vor einem gut recherchierten Background versucht er auch zu vermitteln, dass es kein Spaß ist, in den Krieg zu ziehen.

Garth Ennis: Out of the Blues

Die Hauptfiguren in den War Stories von Ennis sind keine makellosen und sterilen Helden wie Buck Danny oder Dan Cooper. Es ist völlig unklar, ob sie am Ende der Geschichten noch am Leben sind und weitere Abenteuer erleben werden. 2003 ließ Ennis in der von Gary Erskine gezeichneten War Story Archangel den schottischen Piloten Jamie McKenzie ein Himmelfahrtskommando überleben. Nachdem er bei Luftkämpfen in einem per Katapult von einem Schiff gestarteten Marine-Jagdflugzeug dem Tod ins Auge geblickt hatte, beschloss Jamie seiner Freundin Beth einen Heiratsantrag zu machen. Zuvor hatte er Angst davor, dass er sie zur Witwe machen könne…

Garth Ennis: Out of the Blues

2019 kehrte Ennis zu Jamie McKenzie zurück. Auch Out of the Blues beginnt wieder mit einem missglückten Flugmanöver, das dafür sorgt, dass Jamie bei seinem Vorgesetzten in Ungnade fällt. Doch Group Captain Broome hat nicht nur Jamie auf dem Kieker, sondern wirft auch ein Auge auf Beth. Ähnlich wie schon Archangel ist auch Out of the Blue in seiner Mischung aus Soap-Elementen und  – diesmal an der norwegischen Küste stattfindenden – spektakulären Kampfszenen für einen Ennis-Comic relativ konventionell erzählt. Doch interessante Nebenfiguren wie Jamies indischer Co-Pilot Ranjaram oder sein väterlicher Freund Captain Oxblood, der schon in Archangel dabei war, verleihen der Geschichte etwas Würze.

Garth Ennis: Out of the Blues

Der wohl faszinierendste Charakter des Comics ist Jamies alter Kumpel Paddy Wallis, den Beth einst als Adonis bezeichnete. Doch der ehemalige Frauenschwarm hat sich bei einem Absturz fiese Brandwunden zugezogen, seine Lebensfreude ist jedoch geblieben. Paddy zeigt Jamie das Örtchen East Grinstead, das 1943 Ziel eines massiven deutschen Bombenangriffs war. Hier betrieb der Arzt Archibald McIndoe nicht nur ein auf die Behandlung von Brandwunden spezialisiertes Krankenhaus, sondern er ermuntere die Stadtbewohner auch dazu, seinen Patienten zu sich nach Hause einzuladen, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen.

Garth Ennis: Out of the Blues

Die Begegnungen mit den entstellten aber lebensfrohen Freunden von Paddy in East Grinstead helfen Jamie dabei, seine eigenen Probleme zu relativieren und aus seiner Depression herauszukommen. Der Zeichner Keith Burns, mit dem Ennis auch den klassischen britischen Comic-Piloten Johnny “Red” Redburn wiederbelebte, ist in nicht nur in der Lage die spektakulären Flugmanöver bei den Luftkämpfe, sondern auch das Gefühlsleben der Figuren an den Leser zu bringen.

Garth Ennis: Out of the Blues
Ian Kennedy

Out of the Blues ist ganz gewiss nicht seine beste War Story, doch  Ennis, zeigt dass er auch durchgehend warmherzig erzählen kann, wobei er keineswegs die Schrecken des Zweiten Weltkriegs verharmlost. Über jeden Zweifel erhaben ist die schöne, leider nur in englischer Sprache vorliegende Hardcover-Ausgabe von Out of the Blues, die noch garniert wurde mit thematisch passenden Artwork von Ian Kennedy, der seit den 50er-Jahren britische Magazine mit beeindruckenden Cover-Gemälden versorgt.

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Seth: Wimbledon Green

Anscheinend entstand dieser recht komplexe Comic eher zufällig. Der kanadische Zeichner und Autor Gregory Gallant alias Seth (Clyde Fans), der auch die Peanuts-Werkausgabe gestaltete, experimentierte in seinem Skizzenbuch mit klitzekleinen, kurzen und in sich abgeschlossenen Comicstrips herum, die alle um die mysteriöse Figur des sagenhaft reichen Comic-Sammlers Wimbledon Green kreisten.

Seth: Wimbledon Green

Durch kurze Statements diverser Comichändler- und Experten – aber auch durch an Spionagegeschichten erinnernde Hetzjagden nach seltenen Comics – formierte sich so nach und nach die Biografie einer höchst seltsamen Persönlichkeit. Wimbledon Green war möglicherweise einst ein schmuddeliger Fanboy namens Don Green und gelangte mit etwas zweifelhaften Methoden in den Besitz einiger Koffern mit sehr seltenen alten Comicheften in neuwertigen Zustand. Dies war der Grundstock seiner rapide wachsenden sagenhaften Sammlung.

Seth: Wimbledon Green

Doch Seth beschreibt nicht nur – satirisch überhöht – die Mechanismen der Fan- und Sammlerszene, sondern er entwarf ganz nebenbei auch noch diverse komplett neue Comicserien. Am schönsten gelang ihm die angeblich aus den 40er-Jahren stammende Reihe Fine and Dandy um zwei Hobos.

Seth: Wimbledon Green

Wenn Seth seinen ausnahmsweise einmal nicht als cooler Sammlertycoon auftretenden Wimbledon Green von den schönsten Geschichten dieser Serie schwärmen lässt, gelingt ihm eine hinreißende Liebeserklärung an die Frühzeit der Comichefte.

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Seth: Clyde Fans

1997: Ein alter Mann namens Abraham Matchcard erzählt dem Leser wortreich von seinen beschwerlichen und unbefriedigenden Arbeitsjahren als Vertreter für Ventilatoren der Firma Clyde Fans. Er hasst den Job und trotz aller Anstrengungen gelang es ihm nicht, den Betrieb, den er von seinem Vater übernommenen hat, gegen die Konkurrenz der Klimaanlagen durchzusetzen.

Seth: Clyde Fans

Zwischendrin erzählt Abraham immer wieder von seinem Bruder Simon, der anscheinend noch unglücklicher als er war, wenn er einsam und unfähig dazu mit anderen Menschen zu kommunizieren als Ventilator-Vertreter durch die Provinz reiste. Insgeheim beneidet Abraham seinen Bruder jedoch darum, dass er sich wirklich für etwas interessiert. Simon beschäftigt sich intensiv mit dem Sammeln und Analysieren der skurrilen Scherzpostkarten seiner Lieblingsfotografen.

Seth: Clyde Fans

1957: Simon Matchcard sucht in einer kanadischen Kleinstadt potentielle Kunden für Clyde Fans-Ventilatoren. Der schüchterne junge Mann nimmt jede Zurückweisung persönlich und verschanzt sich immer mehr in sein Hotelzimmer. Er ruft seinen Bruder Abraham zwar wie abgesprochen immer wieder an, traut sich aber nicht mit ihm zu sprechen. Nachdem er mit anhören muss, wie geschickt ein anderer Vertreter sich bei einem Kunden anwanzt, verzweifelt er noch mehr…

Seth: Clyde Fans

2004 brachte der Kanadier Gregory Gallant alias Seth (Wimbledon Green), der auch die Peanuts-Werkausgabe gestaltet hatte, in ebenso schlichten wie ausdrucksvollen schwarz-weiß-blauen Zeichnungen das Leben zweier als Vertreter tätiger Brüder zu Papier. Die beiden in den Jahren 1997 und 1957 angesiedelten Kapitel ergänzen sich zu einem fast schon epischen Comic-Roman über die Schwierigkeit den Sinn des Lebens zu finden.

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Die Peanuts Werkausgabe

Bereits der erste Peanuts-Strip vom 2. Oktober 1950 zeigt, dass hier etwas ganz Besonderes geboten wird. Ein Junge (Shermy) erzählt einem Mädchen (Patty) andauernd etwas über den “guten alte Charlie Brown“, nur um abschließend festzustellen: “Wie ich ihn hasse!“

Die Peanuts Werkausgabe

Dadurch, dass sich die relativ niedlich gezeichneten Figuren oft mit Frustrationen und Ängsten beschäftigen mussten, unterschieden sich die Peanuts von den übrigen Zeitungs-Comics, die einen eher unschuldig-naiven Humor verbreiteten. Der erste Band von Carlsens Werkausgabe zeigt, wie schnell Charles M. Schulz seinen Stil fand und sich sein unverwechselbares Ensemble formierte.

Die Peanuts Werkausgabe

Von Anfang an dabei ist, neben dem “guten alten“ Charlie Brown (der schon nach wenigen Wochen seinen unverwechselbaren gezackt gemusterten Pullover trägt), dessen Hund Snoopy (der noch eine Weile braucht, bis er sich seine eigenen Gedanken macht). Recht schnell kamen der kleine Klavierspieler Schroeder sowie die anfangs noch etwas unbeholfene Lucy und ihr Bruder Linus dazu.

Die Peanuts Werkausgabe

Die in den USA bei Fantagraphics erschienene Werkausgabe der Peanuts, zeigt wie komisch bereits der frühe Schulz war, und wird von Carlsen glücklicherweise in identischer Aufmachung im Halbjahrestakt veröffentlicht. Die Betreuung der Reihe hat der kanadische Comickünstler Seth (Clyde Fans, Wimbledon Green) übernommen, der gelegentlich auch zeichnerisch ergänzend einspringen musste, da manche Sonntagscomics nur noch in der beschnittenen Form aufzutreiben waren.

Die Peanuts Werkausgabe

Abgerundet wird der erste Band durch ein Schlagwortregister, ein Vorwort von Robert Gernhardt und ein ausführliches Interview mit Charles M. Schulz. Carlsen hat beim Verlegen der Werkausgabe einen langen Atem bewiesen und den zeitlos frischen Klassiker von 2006 bis 2019 komplett veröffentlicht.

Die Peanuts Werkausgabe

Bemerkenswert sind die beiden letzten Ausgaben der Edition. Der orangefarbene Band 25 mit Sally auf dem Cover und einem Vorwort von Barack Obama endet nicht mit dem letzten Peanuts-Comic, der einen Tag nach dem Tod von Charles M. Schulz am 13. Februar 2000 in den US-Zeitungen veröffentlicht wurde. Als Zugabe gibt es noch sämtliche Episoden von Li’l Folks. In dieser frühen Cartoon-Serie hat Schulz‘ bereits ab 1947 viele seiner Peanuts-Leitmotive vorweggenommen.

Die Peanuts Werkausgabe

Ein 26. Band – natürlich mit Charlie Brown auf dem Titelbild! – weckt Erstaunen darüber, was Charles M. Schulz neben seinem täglichen Comic noch alles zu Papier brachte. Chronologisch geordnet wird eine Auswahl von Bilderbuchseiten, Cartoons, Werbeillustrationen und weiteren Raritäten präsentiert. Zum Abschluss gibt es noch ein bewegendes Interview mit Jean Schulz, der zweiten Ehefrau des Künstlers, das ausführlich belegt, was für ein faszinierender Mensch diesen absoluten Comic-Klassiker geschaffen hat.

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Garth Ennis: Enemy Ace

1965 stellte DC mit Hans von Hammer ziemlich überraschend einen an den “Roten Baron“ Manfred von Richthofen erinnernden adligen deutschen Jagdflieger des Ersten Weltkriegs ins Zentrum der Comic-Reihe Enemy Ace. Die von Robert Kanigher geschriebene Serie wurde kunstvoll von Joe Kubert in Szene gesetzt, der durch Comics wie Sgt. Rock Erfahrung mit Kriegs-Szenarios hatte.

Garth Ennis: Enemy Ace

Enemy Ace wurde kein dauerhafter Erfolg, doch ganz fallen (bzw. abstürzen) ließ DC Hans von Hammer nicht. So erzählte George Pratt 1990 in Enemy Ace: War Idyll (die deutsche Veröffentlichung erschien bei Carlsen unter dem Titel Der rote Baron) von einem stark gealterten von Hammer, der in einem deutschen Sanatorium Besuch von Journalisten erhält.

Garth Ennis: Enemy Ace

Von Hammer erkennt am Gesichtsausdruck des Mannes, dass dieser auch im Krieg war. Der Vietnam-Veteran erhofft, dass von Hammer ihm bei der Bewältigung seiner traumatischen Erinnerungen helfen kann.

Enemy Ace: War IdyllDie teilweise fast schon surrealen Panel-Gemälde von George Pratt vermitteln die Schrecken des Krieges noch eindringlicher als die realistischen Zeichnungen von  Joe Kubert.

Enemy Ace: War Idyll

Auch der Ire Garth Ennis (Preacher, Hellblazer), der ein großes Faible für War Stories und ganz besonders für die Kampfflugzeuge des Zweiten Weltkriegs hat, erzählte 2001 in der zweiteiligen Serie Enemy Ace: War in Heaven von einem stark gereiften Hans von Hammer.

Garth Ennis: Enemy Ace

Am Anfang der Geschichte hat sich dieser auf seine Burg in Bayern zurückgezogen. Doch 1942 erhält er Besuch von seinem alten Kameraden Peter Stalschmidt (kein Schreibfehler), der von Hammer überredet, ihn an die Ostfront zu begleiten und die dort kämpfenden  jungen Piloten auszubilden.

Garth Ennis: Enemy Ace

Von Hammer landet mit seinem knallroten bemalten Jagdflugzeug auf einem 50 Meilen vor Stalingrad gelegenen Flugplatz. Dort macht er sich  den überzeugten Nazi Hauptmann Engels zum Feind, nachdem er es ablehnt hat, auf dem Heckflügel seiner Maschine ein Hakenkreuz zu platzieren. Als von Hammer über Stalingrad abgeschossen wird, erlebt hautnah das durch die deutschen Angriffe verursachte Leid der Zivilbevölkerung.

Garth Ennis: Enemy Ace

Vollends zu einem Gegner des Nationalsozialismus wird von Hammer, nachdem er 1945 erneut in einem Luftkampf unterliegt und mit seinem Fallschirm im Konzentrationslager Dachau landet und mit dem dort herrschenden Grauen konfrontiert wird.

Garth Ennis: Enemy Ace

Auch die Freude, die er beim Steuern eines (natürlich rot lackierten) Kampfjets vom Typ Me 62 empfindet, kann ihn nicht mehr ablenken. Er kapituliert nicht nur geistig, sondern Von Hammer ergibt sich der US-Truppe von Sgt. Rock und zerstört zuvor noch die Jets seiner Truppe.

Garth Ennis: Enemy Ace

Innerhalb der Geschichte spielt auch jener mystische schwarze Wolf eine Rolle, der von Hammer immer wieder erscheint und ihn diesmal in Stalingrad vor russischen Soldaten rettet. Doch auch dank der sehr realistischen Zeichnungen von Chris Weston und Russ Heath, aber vor allem durch seine sorgfältig recherchierte Geschichte, gelang Ennis mit Enemy Ace: War in Heaven ein weiterer erstaunlich anspruchsvoller Kriegs-Comic.

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Alien: Die Urfassung

Kurz bevor der Verlag Dark Horse die Comic-Rechte an Star Wars abtreten musste, wurde dort ein interessantes Experiment gewagt. Im September 2013 startete unter dem Titel The Star Wars eine 8-teilige Serie, die auf der Grundlage der ersten Drehbuchfassungen und Entwurfszeichnungen spekulativ visualisierte, was möglicherweise geschehen wäre, wenn George Lucas 1974 gleich nach dem Ende der Dreharbeiten von American Graffiti grünes Licht zur Realisierung seiner damals noch Adventures oft the Starkiller, Episode I: The Star Wars betitelten Space-Opera bekommen hätte.

Alien: Die Urfassung

Mit einem ähnlichen Konzept versuchte Dark Horse 2020 mit der fünfteiligen Miniserie Alien: The Original Screenplay einen neuen Blick auf den Film-Klassiker Alien zu werfen. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass der US-Verlag demnächst auch die Rechte an den Serien Alien und Predator verlieren könnte, da der Rechteinhaber 20th Century Fox mittlerweile 20th Century Studios heißt und – genau wie Marvel – zu Disney gehört. Wollen wir hoffen, dass Alien bei Dark Horse bleibt.

Alien: Die Urfassung

Dort erscheinen seit 1988 mit großem Erfolg Alien-Comics. Anders als bei Star Wars muss hierbei nicht jeder Zeichenstrich mit dem Lizenzgeber abgestimmt werden. Dies ermöglichte sehr eigenständige Alien-Comics von prominenten Comickünstlern wie David Lloyd (V wie Vendetta), John Byrne (Superman: Der Mann aus Stahl), Dave Gibbons (Watchmen), Mike Mignola (Hellboy), Eduardo Risso (100 Bullets), Richard Corben (Creepy) oder Kelley Jones (Batman & Dracula).  Alle diese bemerkenswerten Geschichten wurden bei Cross Cult veröffentlicht, Nicht unerwähnt bleiben soll auch noch James Stokoes ebenfalls dort erschienener Comic Aliens: Dark Orbit.

Alien: Die Urfassung

Auch Alien: Die Urfassung ist bei Cross Cult in einer prächtigen Hardcover-Ausgabe erschienen, die auf 999 Exemplare limitiert wurde und bereits kurze Zeit nach der Veröffentlichung verlagsvergriffen war. Grundlage des Comics ist das ursprüngliche Alien-Drehbuch von Dan O’Bannon, das von der mehr als unheimlichen Begegnung der dritten Art der Besatzung des Raumschiffs Snark erzählt. Die Handlung unterscheidet sich kaum, von dem was Ridley Scott auf die Leinwand zauberte…

Alien: Die Urfassung

Herausgeber Randy Stradley hat die brasilianischen Künstler Cristiano Seixas (Text) und Guilherme Balbi (Bilder) dazu verdonnert, das geniale Filmdesign von HR Giger, Moebius und Ron Cobb zu vergessen. Die alternative Optik des Comics ist – trotz beeindruckender Bilder – zwangsläufig dem Original unterlegen.

Alien: Die Urfassung
Variant-Cover von Walter Simonson

Einen Mehrwert für Fans hat diese möglicherweise einmal zum gesuchten Sammlerstück werdende Edition durch die ebenfalls enthaltenen Titelbilder. Diese stammen vom Zeichner Walter Simonson und vom Koloristen Dave Steward, die 1979 die gefeierte Comic-Adaption von Alien schufen, die ebenfalls bei Cross Cult erschienen ist.

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Aliens: Dead Orbit

Comics zu Filmen sind fast immer von bestenfalls durchschnittlicher Qualität. Eine der wenigen Ausnahmen ist die von Archie Goodwin geschriebene und von Walter Simonson gezeichnete Adaption von Ridley Scotts Alien. Frank Miller hält diesen in Heavy Metal veröffentlichten und bei uns bei Cross Cult erschienenen Comic für „wahrlich überwältigend“ und die „womöglich einzige wirklich gelungene Adaption eines Films ins Medium Comic“.

Aliens: Dead Orbit

Das ist alles richtig, doch was der Kanadier James Stokoe, der bereits Comics für Marvel oder mit Godzilla gezeichnet hat, mit den vom HR Giger geschaffenen Außerirdischen veranstaltet, ist eine Klasse für sich. Die unnötig kompliziert verschachtelt in zwei Zeitebenen erzählte Story reist nicht unbedingt Bäume aus: Eine Raumschiff-Crew trifft auf eine andere Crew, die bereits auf Aliens traf und im Weltraum hört niemand ihre Schreie…

Aliens: Dead Orbit

Doch die Inszenierung ist das Gegenstück zu einem rasanten Action-Film mit großartigen Kulissen und beeindruckenden Spezialeffekten. James Stokoe hat bereits als Fanboy davon geträumt, einen Alien-Comic zu zeichnen. Ursprünglich sollte ihm James Camerons rasante Fortsetzung Aliens als Inspiration dienen, doch Dead Orbit steht mit seinen exakt dargestellten futuristischen Kulissen und den überforderten menschlichen Charakteren stärker in der Tradition von Ridley Scotts Klassiker.

Aliens: Dead Orbit

Stilistisch benennt Stokoe den Japaner Masamune Shirow (Ghost in the Shell) als eins seiner Vorbilder. Es schimmert aber auch Moebius durch, der die Raumanzüge für Ridley Scotts Film entworfen hatte, und ebenso das Matrix-Design von Geof Darrow (Hard Boiled).

Aliens: Dead Orbit

Darrow hat ein Variant-Cover zur Serie beigesteuert. Dieses Titelbild ist zusammen mit weiteren Illustrationen, Skizzen und Entwürfen in der schön aufgemachten Ausgabe von Cross Cult enthalten.

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Chester Brown: Ich bezahle für Sex

Viele Männer gehen zu Prostituierten, aber nur wenige reden darüber. Der kanadische Comic-Erzähler Chester Brown (Fuck) hat kein Problem damit für Sex zu bezahlen. Seine Erlebnisse als Freier erzählt er nicht nur seinen Kumpels, sondern auch seinen Ex-Freundinnen und jedem der bereit ist für das Buch “Ich bezahle für Sex“ zu bezahlen.

Chester Brown: Ich bezahle für Sex

In dem autobiographischen Comic schildert Brown wie er durch regelmäßige Puffbesuche sein Leben auf Vordermann brachte. Negative Erfahrungen machte er dabei so gut wie gar nicht, er war ein netter Freier, der den Damen gelegentlich auch seine Comics schenkte. Patentrezepte kann der Autor jedoch nur demjenigen anbieten, der ähnlich tickt wie er. Brown gesteht offen ein, dass er unfähig ist zur “romantischen Liebe“ bzw. hat seine Zweifel daran, ob es so etwas überhaupt gibt.

Chester Brown: Ich bezahle für Sex

Außerdem kennt er anscheinend keine Eifersucht und wohnte weiterhin zusammen in einer WG mit seiner Ex-Freundin und ihrem neuen Lover. Da er der Meinung ist auch in einer Beziehung immer für Sex “zahlen“ zu müssen, beschließt er käuflichen Sex in Anspruch zu nehmen. Nach dem ersten Erlebnis dieser Art hat er das Gefühl, dass “eine Last, die er seit seiner Jugend mit sich herumtrug von ihm abgefallen ist.“

Chester Brown: Ich bezahle für Sex

Das Buch ist alles andere als eine skandalträchtige Lebensbeichte, sondern erfrischend offen erzählt. In jeweils acht äußerst schlichten gehaltenen Panels pro Seite vermeidet es Brown die Gesichter der Prostituierten aber auch pornografische Details zu zeigen. Ebenso akribisch wie sachlich schildert Brown seine Erlebnisse mit “Escortservicen“ bzw. mit völlig normal wirkenden mehr oder weniger jungen Liebesdienerinnen.

Chester Brown: Ich bezahle für Sex

Alle ein bis zwei Monate suchte Brown verschiedene Prostituierte auf und informierte sich oftmals bereits vorab auf entsprechenden Internetseiten. Gelegentlich kehrte er zu seinen persönlichen Favoritinnen zurück und es gibt sogar ein fast schon romantisches Ende. Mittlerweile verkehren Chester Brown und eine Escort-Dame ausschließlich monogam miteinander…

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