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Die heißesten DVDs und Blu-rays

Men – Was dich sucht, wird dich finden

Alex Garland hat im letzten Vierteljahrhundert das britische Kino maßgeblich beeinflusst. Von ihm stammt der von Danny Boyle erfolgreich mit Leonardo DiCaprio verfilmte Roman The Beach. Außerdem schrieb er die Drehbücher zu 28 Days Later und zur Comicverfilmung Dredd.

Auch sein Regiedebüt Ex Machina konnte 2014 fesseln und war trotz faszinierender Naturaufnahmen und Spezialeffekte in erster Linie ein fesselndes klaustrophobisches Drama. Men hat ähnliche Ansätze, fasziniert aber auf eine völlig eigenständige Art und Weise.

Garland erzählt von Harper (großartig: Jessie Buckley), die nach dem möglicherweise durch Selbstmord verursachten Tode ihres Mannes Ruhe auf dem Lande sucht. Dort findet sie jedoch das absolute Gegenteil vor. Die junge Frau bezieht ein hübsches Landhaus in idyllischer Umgebung, doch sie wird dort mit allerlei männlichen Wesen konfrontiert, die sich mehr als seltsam verhalten…

Wer hier einen Thriller über toxische Männlichkeit vermutet, liegt nicht völlig falsch. Doch Garland überrascht auch durch lyrische Momente. So lässt er Harper anfangs zu einem Spaziergang durch eine wunderschöne Waldlandschaft aufbrechen, bei dem sie in einem Tunnel – dank des dortigen Echos – faszinierende Melodien produziert, bevor sie auf einem Exhibitionisten trifft.

Vorsicht, jetzt kommt ein Spoiler: Alle bedrohlichen Gestalten, darunter auch ein neunjähriger Junge und ein Pfarrer, werden von Rory Kinnear verkörpert, der in den letzten vier 007-Filmen als James Bonds zuverlässiger Kollege Bill Tanner zu sehen war, aber auch die köstlichen Komödie Es ist kompliziert… durch seine unberechenbar und durchaus bedrohliche gespielte Nebenrolle bereicherte.

Das Finale von Men wirkt vielleicht ein wenig zu stark wie eine Leistungsschau des Spezialeffekt-Teams, doch ansonsten gelang ein faszinierender Thriller, bei dem Alex Garlands Bereitschaft zu erzählerischen Brüchen und visuellen Experimenten der Spannung nicht im Wege steht.

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 100-minütigenHauptfilm noch zwei kurze Interview mit Alex Garland (0:47 min + 1:14 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Rebirth: The Making of Men (24:03), sowie vier Teaser und Trailer

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Star Trek IX – Der Aufstand

600 friedliche Planetenbewohner werden von der Sternenflotte heimlich beobachtet und sollen von ihrem Planeten gewaltsam vertrieben werden. Der Grund dafür ist eine Art Jungbrunnen, der einem größeren Kreis von Menschen und Aliens zugänglich gemacht werden soll. Doch bei dieser massiven Verletzung der Ersten Direktive können Jean-Luc Picard und Data nicht tatenlos zusehen.

Im Gegensatz zu allen sonstigen Star Trek-Kinoabenteuern wurde 1998 im neunten Spielfilm nicht versucht durch aufwändige Spezialeffekte, die im TV nicht möglich waren, zu punkten. Stattdessen wird eine Story geboten, die auch als Zweiteiler innerhalb der Next Generation-Serie denkbar gewesen wäre. Die Erzählweise mag auf der großen Leinwand etwas bieder wirken, ist aber von hoher Moral.

Einmal mehr wird ein kaum durch Science-Fiction-Elemente verbautes Gleichnis erzählt. Teile der Sternenflotte verhalten sich wie arrogante Kolonialpolitiker und wollen ein kleines Volk rücksichtslos ausbeuten. Es wäre schön, wenn es auch in der aktuellen US-Politik Entscheidungsträger wie Jean-Luc Picard und seine Crew gäbe.

Extras der Blu-ray: Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache, Die Entstehung des Dorfs (16:41 min), Art Direction (14:53 min), Stunts (6:33 min), Die Story (17:19 min), Produktion (25:07 min), Notizen des Regisseurs (18:54 min), Westmores Aliens (17:43 min), Weibliche Aliens (12:40 min), Die Effekte (9:37 min + 4:43 min + 4:38 min), Nicht verwendete Szenen (insgesamt 12:34 min), Galerien mit Storyboards und Fotos, Promo-Featurette (5:02 min), US-Teaser-Trailer (1:44 min), US-Kino-Trailer (2:22 min)

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Star Trek VIII – Der erste Kontakt

Nach einem etwas schlappen Auftakt (Picard wird mal wieder von Borg-Alpträumen gequält) entpuppt sich der achte Star-Trek-Film als die bisher wohl konsequenteste Film-Umsetzung der TV-Serie(n). Wer als Zuschauer nicht zumindest mit der Next Generation-Doppelfolge Best Of Both Worlds vertraut ist, wird dem ganzen Geschehen auf der Leinwand nicht so recht folgen können.

Diesmal verschlägt es die Next Generation-Crew aus dem 24. Jahrhundert zurück in das Jahr 2063. Damals legte ein gewisser Zefram Cochrane (brillant: James Cromwell) den ersten Flug mit Warp-Geschwindigkeit hin und machte dadurch die Vulkanier neugierig auf das Erdvölkchen. Dies wollen die Borgs verhindern, die im Film seltsamerweise immer noch genauso stupide Kollektiv-Wesen sind, wie zu Zeiten ihrer ersten Auftritte in der TV-Serie. Allerdings haben sie diesmal eine Königin (Alice Krige in voller Hellraiser-Montur) bekommen, die es anscheinend auch körperlich auf den immer menschlicher werdenden Data abgesehen hat.

Bis auf die bedauernswerte Gates McFadden als Dr. Crusher bekommen alle Crew-Mitglieder ihre mehr oder weniger großen Auftritte. Worf kommt von Deep Space Nine mit dem Raumschiff Defiant vorbei, das zerstört wird. Außerdem hat der Klingone Probleme mit einem Raumspaziergang auf der äußeren Oberfläche der neuen Enterprise und wird auch noch von Picard der Feigheit bezichtigt. Geordi kommt jetzt ohne Visor aus und hat justierbare Augen. Deanna Troi lässt sich vollaufen und Jonathan Frakes (als Regisseur und Darsteller) betrachtet die ganze gelungene Show anscheinend mit demselben entspannten Vergnügen wie der Kinobesucher.

Extras der Blu-ray: Audiokommentare von Regisseur und Schauspieler Jonathan Frakes und von den Drehbuchautoren Brannon Braga und Ronald Moore (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache, Tribut an Jerry Goldsmith (19:48 min), Das Vermächtnis von Zefram Cochrane (12:20 min), Der Erste Kontakt: die Möglichkeiten (19:33 min), Die Story (15:31 min), Das Raketensilo (14:06 min), Das Schutzschild (10:32 min), Von A bis E (6:39 min), Making of (20:00 min), Die Kunst (16:36 min), Unimatrix Eins (14:17 min), Die Borg-Queen (8:33 min), Die Design-Matrix (18:12 min), Borg-Queen-Montage (11:12 min), Fluchtkapsel-Start (5:00 min), Der Untergang der Borg-Queen (3:14 min), Storyboards zu vier Szenen, Galerie mit 47 Fotos, US-Teaser-Trailer (1:13 min), US-Kino-Trailer (2:13 min), Borg Invasion-Trailer (0:33 min)

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Star Trek VII – Treffen der Generationen

Eigentlich sollte der schon im Ruhestand weilende Captain James T. Kirk nur als Gaststar der Jungfernfahrt eines neuen Raumschiffes namens Enterprise beiwohnen. Doch prompt ist er wieder in galaktische Abenteuer verwickelt und wird durch Zeit und Raum geschleudert, mitten hinein in gemeinsame Abenteuer mit Captain Jean Luc Picard und seiner Next-Generation-Crew. 

Im siebten Star-Trek-Kinofilm wurde 1994 sehr pompös die im TV schon lange stattgefundene Wachablösung zelebriert. Aufwändiger und opulenter als auf dem kleinen Bildschirm erleben die liebgewonnenen Charaktere ihr erstes Kinoabenteuer, dass sicherheitshalber noch durch einige der schon leinwanderprobten Haudegen der TV-Serie abgepuffert wurde.

Neben dem sehr aktiv in die Handlung eingreifenden Kirk treten auch noch Scotty und Chekov recht kurz in Aktion. Insgesamt eine gelungene Weiterführung der Filmreihe voller Spannung, Aktion aber auch mit viel Gefühl und Humor. Für mich einer der schönsten Star-Trek-Kinofilme.

Extras der Blu-ray: Kommentar von Ronald D. Moore und Brannon Braga (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache,   „Zwei Legenden vereint“ – Making Of (25:39 min), Picards Fotoalbum (7:04 min), Ein sehr interessanter Bericht über die Anfertigung der klingonischen Messer (13:45 min), Die Geschichte der Enterprise (12:48 min), Bericht über die Außenaufnahmen (22:42 min),  Drei Berichte über die Effekte (9:21 min, 9:40 min, 10:44 min), Tribut an Matt Jeffries (19:35 min), Vier nicht verwendete Szenen (insgesamt 33:09 min), Storyboards zu 3 Szenen, Die Entstehung von drei Sequenzen (insgesamt 15:29 min), Galerie mit 34 Fotos

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Star Trek VI – Das unentdeckte Land

Captain Kirk wird auf eine Friedensmission zu den durch eine gewaltige Katastrophe geschwächten Klingonen. Er nimmt diesen Auftrag nur höchst wiederwillig an, denn sein Sohn wurde von Klingonen getötet. Mitten in den Verhandlungen wird der klingonische Kanzler umgebracht. Kirk und „Pille“ McCoy stehen unter Mordverdacht und werden auf einen eisigen Gefängnis-Planeten deportiert.

Der letzte gemeinsame Auftritt der klassischen Enterprise-Crew wurde zu einem Höhepunkt in der Geschichte von „Star Trek“ und insgesamt zum besten der Kinofilme. Sehr viel mehr als in den anderen eher an kurzweiliger Unterhaltung interessierten Filmen ist hier zu spüren, dass Science Fiction mehr als Raumschlachten und bunte Kostüme bieten kann.

William Shatner ist wirklich glaubhaft als verbitterter kalter Krieger. Der von Christopher Plummer gespielte (und immer wieder Shakespeare rezitierende) klingonische Oberbefehlshaber steht ihm näher als seine nach Frieden strebenden Vorgesetzten. Parallelen zum untergehenden sowjetischen Imperium sind durchaus vorhanden, dominieren die Handlung aber nicht. Insgesamt ein mehr als würdiger Abgang der besten aller Crews.

Extras der Blu-ray: Kommentar von Nicholas Meyer und Danny Martin Flinn (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprachem, Making Of (57:13 min), Interviews von 1991 mit William Shatner (6:03 min), Leonard Nimoy (6:24 min), DeForest Kelley (5:00 min), James Doohan (5:30 min), Walter Koenig (5:29 min), Nichelle Nichols (5:37 min), George Takei (5:26 min), Iman (5:05 min) und Nicholas Meyer (9:30 min), “Die Schwierig von Friedensverhandlungen“ (26:32 min), Bericht über die Klingonen (20:43 min), Bericht über die Föderation (4:51 min), Führung durch das Star-Trek-Archiv (6:03 min), Bericht über die Wiedervereinigung der beiden kanadischen Darsteller William Shatner und Christopher Plummer (6:03 min), Tribut an DeForest Kelley (13:18 min), Storyboards zu 4 Szenen, Galerie (4:04 min), Preview-Trailer (1:18 min), US-Kino-Trailer (2:10 min), Film den Nicholas Meyer 1991 für eine Star Convention drehte (4.47 min)

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Star Trek V: Am Rande des Universums

Der ziemlich emotionale Vulkanier Sybock (Laurence Luckinbill) ist ganz das Gegenteil seines Bruders Spock. Er entführt das Raumschiff Enterprise um zu einem geheimnisvollen Planeten „am Rande des Universums“ zu gelangen. Dort trifft die Crew auf ein Wesen, das behauptet Gott zu sein und die Enterprise benötigt. Doch Captain Kirk stellt die alles entscheidende Frage: „Wozu braucht Gott ein Raumschiff?“

Der fünfte Star-Trek-Kinofilme ist mit Abstand der erfolgloseste der ganzen Reihe. Da die meisten Trekkies ein etwas schwieriges Verhältnis zu William Shatner alias James T. Kirk haben, wurde dem hier erstmals Regie führenden Darsteller die ganze Schuld am Schlamassel gegeben. Shatner hoffte für die Heimkino-Veröffentlichung einen Director´s Cut erstellen zu dürfen, doch daraus wurde leider nichts.



Immerhin ist zu erfahren, dass ursprünglich ein deutlich spektakuläreres Finale mit knalligen Explosionen und steinernen Riesenmonstern geplant war. Doch leider fehlten dafür vier Millionen Dollar. Nicht auszudenken, was das hätte werden können, zumal auch noch Sean Connery für die Rolle des Sybock im Gespräch war. So bleibt leider wenig mehr als der Spaß an den gelungenen Camping-Szenen mit Kirk, Spock und Pille am Anfang des Films.

Extras der Blu-ray: Kommentar von  William Shatner mit seiner Tochter Liz (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache, Das Star Trek Universum: „Interview mit William Shatner (1989)“  (14:32 min), „Tribut an Hermann Zimmerman“ (19:09 min), „Kosmische Gedanken“ (13:06 min), „Ein klingonisches Paar“ (13:05 min) und “Eine grüne Zukunft“ (9:22 min), Making Of (28:55 min), Vier nicht verwendete Szenen (4:15 min), Pressekonferenz von 1989 (13:41 min), Visuelle Effekte (1:41 min und 5:32 min), Make-Up-Tests (9:50 min), Kurze Einführung von Harve Bennett (1:42 min), Storyboards zu 3 Szenen, Galerie (4:04 min), Zwei US-Kino-Trailer (2:34 min und 1:27 min), Sieben TV-Spots (insgesamt 3:11 min)

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Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart

Der Film beginnt zunächst als direkte Fortsetzung von Star Trek III – Auf der Suche nach Spock entwickelte dann aber einen ganz eigenen Drive. Captain Kirk und seine Crew müssen zurück in der Zeit reisen, um zwei Buckelwale aus dem Jahre 1986 in die Starfleet-Gegenwart zu transportieren. Sollte die Mission scheitern, droht ein mächtiges Wesen damit, die Erde zu zerstören.

Der Auftakt des Films ist vielleicht ein wenig konstruiert, aber wenn die Enterprise-Crew Abenteuer im San Francisco von 1986 erlebt, bleibt kein Auge trocken. So urteilt Spock treffsicher nach der vollzogenen Zeitreise: “Nach dem Verschmutzungsgrad der Atmosphäre zu urteilen, müssten wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angekommen sein.“ Scotty hingegen ist ziemlich entsetzt, als er einen PC nicht direkt per Stimme steuern kann. Als ihm dann eine Maus gereicht wird, hält er diese für das Mikro eines Funksprechgerätes. „Pille“ McCoy hingegen kann gar nicht fassen wie rückständig seine Arzt-Kollegen sind.

Dieser sehr vergnügliche Film, bei dem genau wie im dritten Teil Leonard Nimoy Regie führte, ist so erzählt, dass auch Menschen ohne Star Trek-Vorkenntnisse etwas damit anfangen können. Dadurch wurde Zurück in die Gegenwart zum erfolgreichsten Kinofilm der Serie.

Extras der Blu-ray: Kommentar von  Leonard Nimoy und William Shatner (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache, Das Star Trek Universum: „Zeitreisen“ (11:09 min), „Die  Sprache der Wale“ (5:43 min), „Vulkanischer Leitfaden“ (7:44 min), „Kirks Frauen“ (8:14 min), Making Of: „Die Geschichte der Zukunft: Ein Blick zurück“ (27:26 min), „Am Set“ (7:20 min), „Auf- und Abbau” (4:08 min), „Sound Design“ (11:39 min), Visuelle Effekte: „Vom Weltraum zum Ozean“ (14:41 min),  „Bird of Prey“ (2:43 min), Interviews mit Leonard Nimoy (15:34 min), William Shatner (14:27 min) und DeForest Kelley (12:56 min), Eugene Roddenberry erzählt über seinen Vater Gene (8:12 min), Die Töchter und die Ehefrau von Mark Lenard erzählen über den Darsteller von Spocks Vater Sarek (12:39 min), Storyboards zu 8 Szenen, Galerie (3:49 min), Kino-Trailer (2:11 min)

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Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock

Star Trek II – Der Zorn des Khan entwickelte sich zu einem soliden Kassenschlager, weil er sich sehr hier viel stärker an der klassischen TV-Serie orientiert wurde als beim tricktechnisch zwar beeindruckenden aber emotional unterkühlten ersten Star-Trek-Kinofilm.

Nachdem Mr. Spock am Endes des zweiten Films den Heldentod gestorben war, wollte dessen Darsteller Leonard Nimoy an einem dritten Kinofilm nur dann mitwirken, wenn er auch Regie führen durfte. Dies wurde ihm gewährt.

Nimoys Film gehört zwar nicht zu den absoluten Glanzlichtern der Serie, ist aber ein unverzichtbares Bindeglied zwischen dem spannenden zweiten Kinofilm und dem großartigen vierten Teil Zurück in die Gegenwart bei dem Nimoy ebenfalls Regie führte.

Bemerkenswert ist Auf der Suche nach Mr. Spock aber auf alle Fälle schon dadurch, dass die Klingonen (allen voran Christopher Lloyd als Commander Kruge) eine wichtige Rolle spielten und deren Kultur von nun ein wichtiger Bestandteil aller Star Trek-TV-Serien wurde.

Extras der Blu-ray: Kommentar des Regisseurs Leonard Nimoy, des Produzenten und Drehbuchautors Harve Bennett, des Kameramanns Charles Correll und der Darstellerin Robin Curtis (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Textkommentar von Michael und Denise Okuda (Ko-Autoren von “The Star Trek Encyclopedia“) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache, “Logbuch des Captains“: Dokumentation mit neuen Interviews mit Leonard Nimoy, William Shatner, Robin Curtis und Christopher Lloyd (26:12 min), wie alle Extras in 16:9 anamorphen Widescreen, Raumdocks und die Birds of Prey: Interviews mit den ILM-Designern (27:49 min), Klingonische Sprache: Marc Okrand erzählt etwas zu erschöpfend über die Entstehung dieser Kunstsprache (21:04 min), Kostüme der Klingonen und der Vulkanier – das Design: recht interessant (12:15 min), “Terraforming“ und die Oberste Direktive – Featurette mit Dr. Louis Friedman, NASA-Wissenschaftler, David Brin und Chris McKay über philosophische und technische Hintergründe der Filmserie (25:51 min), Storyboards zu 10 Szenen, Galerie mit 49 Fotos, Kino-Trailer (1:06 min)

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Der Leichendieb

Der Produzent Val Lewton startete Anfang der 40er-Jahre mit Katzenmenschen und Ich folgte einem Zombie für RKO eine Reihe mit Horrorfilmen, die sehr viel subtiler als ihre Titel waren. Bewusst wollte er sich von den auf knallige Effekte setzenden Monsterfilmen der Universal Studios abgrenzen. Er war nicht eben begeistert als RKO ihn dazu verdonnerte Universals Horrorikone Boris Karloff (Frankenstein, Die Mumie) als Hauptdarsteller einzusetzen.

Doch Karloff und Lewton verstanden sich so gut, dass sie mit Die Todesinsel und Bedlam insgesamt drei gemeinsame Filme drehten. Ihre erste Zusammenarbeit Der Leichendieb basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Robert Louis Stevenson (Die Schatzinsel, Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde), die von den Untaten der Grabräuber William Burke und William Hare inspiriert wurde. Das Duo versorgte im Edinburgh des frühen 19. Jahrhunderts experimentierfreudige Mediziner mit Leichen.    

Lewton schrieb auch am Drehbuch von The Body Snatcher mit und nahm sich einige Freiheiten gegenüber Stevensons Geschichte. So stand jetzt die Nebenfigur John Gray im Zentrum und Boris Karloff ging voll auf in der Rolle. Als charismatischer Leichendieb, der auch Morde verübt, ist er erschreckend jovial und sympathisch. Gray erschlägt zwar einen Hund, liebt aber sein Kätzchen und hat seinen Auftraggeber, den nicht minder rücksichtslosen Dr. MacFarlane (ebenfalls ziemlich großartig: Henry Daniell), fest im Griff.       

In einer kleinen Nebenrolle ist Bela Lugosi zu sehen, der es einst als Universals Dracula zu Weltruhm brachte, doch daran leider nicht anknüpfen konnte. Der Leichendieb ist der achte und letzte gemeinsame Film von Karloff und Lugosi. Regie führte Robert Wise, der danach weitere interessante Filme wie Der Tag, an dem die Welt still stand, The Sound of Music oder Star Trek: Der Film drehen sollte. Wise zählt Der Leichendieb zu seinen Lieblingsfilmen, denn dieser ist ohne Zweifel ein Klassiker des Horrorkinos.   

Filmjuwelen hat „Der Leichendieb“ als Blu-ray-Edition veröffentlicht, die keine Wünsche offen lässt. Die Bildqualität wird der exquisiten Schwarzweiß-Fotografie von Robert De Grasse voll gerecht und es handelt sich um die ungekürzte 78-minütige Version. Bei uns war bisher nur eine gekürzte Fassung von “Der Leichendieb“ zu sehen, der seine Premiere erst 1971 im ZDF erlebte. In Großbritannien wurden seinerzeit alle Bezüge auf die Leichendiebe Burke und Hare herausgeschnitten. Diese Version und nicht die Originalfassung aus den USA wurde vom ZDF synchronisiert. Die Blu-ray steckt in einem Schuber mit Booklet und das Bonusmaterial enthält die deutsch untertitelten Dokus “Schatten der Dunkelheit: Das Vermächtnis von Val Lewton“ (51:15 min) und “Du wirst mich nie los: Die Auferstehung des Leichendiebs“ (11:55 min), zwei Galerie mit Werbematerial und Fotos (4:37 min + 5:28 min), sowie den deutschen Trailer. Empfehlenswert ist auch der deutschsprachige Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen, der zwar nur selten auf die gerade gezeigten Szenen eingeht, aber erschöpfend über die Entstehung des Films und die Lebensgeschichte von Robert Louis Stevenson informiert.

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Beverly Hill Cop

Eigentlich sollte Sylvester Stallone den Cop aus dem rauen Detroit spielen, den es ins schnöselige Beverly Hills verschlägt. Doch zum Glück konnten Regisseur Martin Brest und die Produzenten Don Simpson und Jerry Bruckheimer 1984 ihren Wunschkandidaten durchsetzen. Eddie Murphy hatte sich durch Nur 48 Stunden für die Hauptrolle qualifiziert und der Rest ist Filmgeschichte.

Beverly Hills Cop ist die perfekte Balance aus niemals blutiger Action und niemals peinlichem Humor. Murphy spielt den Cop Axel Foley, der in Beverly Hills den Mörder eines Freundes jagt. Die örtliche Polizei ist zunächst entsetzt von seinen ungeschliffenen Auftreten und seinen merkwürdigen Methoden, doch schon recht bald findet Foley Verbündete und sogar Freunde fürs Leben.

Nach dem Riesenerfolg des Film konnten Fortsetzungen natürlich nicht ausbleiben. Wie fast immer wurde dabei jedoch nicht der Charme des Originals erreicht, doch trotzdem sind auch die beiden weiteren Beverly Hill Cops sehenswert. Während Tony Scott in Teil II zu stark auf Action setzte und den Humor vernachlässigt, lieferte John Landis im dritten Teil zu viel Klamauk und zu wenig Spannung.

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