Schlagwort-Archive: Brian K. Vaughan

Ex Machina

Durch seltsame Umstände verfügt der New Yorker Bauingenieur Mitchell Hundred plötzlich über Superkräfte. Er kann mit Maschinen aller Art kommunizieren und diese nach seiner Pfeife tanzen lassen. Hundred setzt sich einen Raketenrucksack auf und spielt den Superhelden. Doch da jede gute Tat auch negative Nebenwirkungen hat, wechselt er in die Politik und wird mit großer Mehrheit zum Bürgermeister von New York gewählt. Ein einziges Mal wird Hundred jedoch rückfällig: Am 11. September 2001 verhindert er, dass auch der zweite Turm des World Trade Center durch einen Terroranschlag zerstört wird…

Ex Machina

Bereits mit Y: The Last Man qualifizierte sich Brian K. Vaughan (Saga, Die Löwen von Bagdad, We stand on Guard) als ebenso origineller wie drastischer Comicautor und er enttäuscht 2004 auch mit Ex Machina nicht. Gleich am Anfang benennt er seine Inspirationsquellen, dreht aber auch den Spieß gleich wieder um, wenn er seinen zum Politiker mutierten Superhelden sinnieren lässt: “Die Leute machen mich verantwortlich für Bush in seiner Fliegerkombi und dafür, dass Arnold zum Gouverneur gewählt wurde. Aber die Wahrheit ist … das wäre auch ohne mich passiert.“

Ex Machina

Nicht nur Vaughans Grundidee, sondern auch die Erzählstruktur kann voll überzeugen. Vaughan siedelt seine Hauptgeschichte im Jahre 2002. Die Serie erzählt sehr detailfreudig von den realen Problemen des Bürgermeisters einer US-Großstadt, was sich auch im nur auf den ersten Blick etwas unspektakulär wirkenden Artwork von Tony Harris niederschlägt. Doch in die Erzählung sind immer wieder Rückblenden eingeflochten, wodurch die Hauptpersonen plastischer werden und ein insgesamt äußerst spannendes Handlungsgeflecht entsteht.

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Y: The Last Man

Eine seltsame Seuche tötet alle Lebewesen mit einem Y-Chromosom. Folglich sterben 2,9 Milliarden Männer. Die einzige Ausnahme sind das männliche Kapuzineräffchen Ambersand und sein Herrchen, ein junger Mann namens Yorick.

Y: The Last Man

Dessen Mutter Margaret ist die Landwirtschaftsministerin der USA, wird aber durch die Seuche als ranghöchste Politikerin zur US-Präsidentin, während sich ihre Tochter Hero einer höchst dubiosen Amazonen-Sekte anschließt. Dort meldet sie sich freiwillig den letzten Mann zu töten: Ihren Bruder Yorick.

Y: The Last Man

Mit Y – The Last Man schien dem mittlerweile eingestellten DC-Erwachsenenlabel Vertigo 2002 endlich der große Wurf gelungen zu sein, der das Zeug hätte das Loch zu stopfen, dass dort nach der Einstellung von Garth Ennis Preacher entstanden ist. Die Zeichnungen von Pia Guerra sind ähnlich wie Steve Dillons realistisch-schlichtes Artwork bei Preacher auf den ersten Blick nicht sonderlich spektakulär, während die Geschichte von Brian K. Vaughan (Saga, Ex Machina, Die Löwen von Bagdad, We stand on Guard) sofort fasziniert.

Y: The Last Man

Wer sich auf den entfernt an Stephen Kings The Stand erinnernden Comic einlässt, wird ihn so schnell nicht mehr aus der Hand legen und der Fortsetzung entgegenfiebern. Nachdem zuvor der sich leider aus dem Comicgeschäft zurückgezogene Speed Verlag die Serie veröffentlichte, hat Panini übernommen. Dort wurde Y: The Last Man zunächst komplett in 10 Softcover-Bänden und anschließend auch noch als Deluxe-Edition in vier Hardcover-Büchern veröffentlicht.

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Die Löwen von Bagdad

Während eines amerikanischen Luftangriffs im Frühjahr 2003 fielen auch Bomben auf den Zoo von Bagdad. Dadurch entkam ein Rudel Löwen und versuchte inmitten der Kriegswirren zu überleben. Den Autor Brian K. Vaughan (Y: The Last Man, Ex Machina, Saga, We stand on Guard) inspirierte dieses Ereignis am Rand des Golfkriegs zu einer Graphic Novel, die ein Stück Zeitgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive schildert.

Die Löwen von Bagdad

Zwar lassen die Hauptfiguren gelegentlich an das Ensemble aus Disneys Der König der Löwen denken, doch Vaughan gelang es seine Raubkatzen plastisch zu charakterisieren, ohne sie allzu stark zu vermenschlichen. Die Odyssee, die der Löwe Zill gemeinsam mit seinem Sohn Ali, seiner Gefährtin Noor und der nicht mehr ganz jungen Safa antritt, weckt Erinnerungen an Richard Adams´ ähnlich glaubhaft geschildertes Kaninchen-Abenteuer Watership Down – Unten am Fluss.

Die Löwen von Bagdad

Doch auch die aufwändig kolorierten Zeichnungen des Kanadiers Niko Henrichon (Meta-Baron) können überzeugen. Er vermittelt sowohl die animalische Unschuld der Hauptcharaktere wie auch die Schrecken des Kriegs, die durch detailreiche Bilder für den Leser ebenso bedrohlich wie für die Löwen wirken. Vaughan und Henrichon gelang mit Die Löwen von Bagdad – nicht nur bezogen auf die fast nur an Superhelden-Geschichten interessierte US-Comicbranche – eine außergewöhnlich mitreißende Erzählung.

Die Löwen von Bagdad

Zeitnah zur US-Veröffentlichung erschien bei Panini bereits 2007 eine Softcover-Edition von Die Löwen von Bagdad. 2021 folgte im Überformat von 19 x 28 cm eine gebundene Deluxe Edition. Diese enthält neben zahlreichen sehr aussagekräftigen Skizzen von Niko Henrichon auch noch zwei Texte, mit denen Brian K. Vaughan 2003 und 2004 den Verantwortlichen bei DC Vertigo sein Konzept schmackhaft machte. Besonders interessant ist dabei die Charakterisierung der vier Löwen, die verschiedene Strömungen innerhalb der irakischen Gesellschaft verkörpern sollen. Doch auch wenn dieses Konzept bei der Lektüre kaum durchschimmert, gelang dennoch eine  mitreißende Fabel über Krieg und Freiheit.

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We stand On Guard

Im Jahre 2112 hat sich das Klima so verändert, dass auch dadurch die Wasservorräte der USA zur Neige gehen. Dies wird als Legitimation gesehen, um das nördliche Nachbarland Kannada zu besetzen. Doch die Invasion wird trotz überlegener Kriegstechnik mit riesigen Kampfrobotern zu einem sich über mehr als ein Jahrzehnt hinziehenden Kampf gegen kanadische Guerillas, die sich in den gewaltigen Wäldern ihrer Heimat verschanzt haben.

We stand On Guard

We stand On Guard wurde entwickelt vom US-Star-Autor Brian K. Vaughan (Y – The Last Man, Die Löwen von Bagdad, Saga) und vom kanadischen Zeichner Steve Skroce, der nicht nur durch seine Comics, sondern stärker noch durch seine Storyboards für die Filme der Wachowski Geschwister wie Matrix, V wie Vendetta oder Jupiter Ascending Aufsehen erregte.

We stand On Guard

Das Resultat ist eine aus sechs Heften bestehende Mini-Serie, die sowohl inhaltlich wie auch optisch überzeugt. Vaughan erzählt die Geschichte um die Widerstandskämpferin Amber auf zwei Zeitebenen, während Skroce sowohl die intelligent geschriebenen Dialog-Szenen, wie auch die in großen Panels in Szene gesetzte Action beeindruckend visualisiert. Bestens unterstützt wird Skroce vom legendären Koloristen Matt Hollingsworth (Preacher, Hawkeye).

We stand On Guard

Cross Cult veröffentlicht We stand on Guard in einer kompakten gebundenen Gesamtausgabe, die das filigrane Artwork leider etwas kleiner als die US-Hefte präsentiert, doch dafür im Anhang noch einige beeindruckende Bleistift-Skizzen von Steve Skroce enthält.

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Brian K. Vaughan: Saga

Weiter geht es mit der neuen bereits mehrfach preisgekrönten Erfolgsserie von Brian K. Vaughan. Der Autor von Y – The Last Man und Die Löwen von Bagdad lässt hier das galaktische Mischlingskind Hazel eine romantische Science-Fiction-Saga erzählen. Hazels Eltern Alana und Marko gehören zwei unterschiedlichen Alien-Völkern an. Beide haben zwar menschliche Körper, doch während sie über seltsame fledermausartige (aber eigentlich viel zu kleine) grüne Flügel verfügt, hat er nicht nur spitze Elfen-Ohren sondern auch noch Hörner wie ein Widder.

Saga 2

Im zweiten Saga-Sammelband von Cross Cult wird nicht nur die spannende Geschichte der verfolgten frischgebackenen Eltern weiter erzählt, sondern auch in Rückblenden geschildert, wie sich Alana und Marko kennenlernten. Das ständig wachsende Ensemble von interessanten Außerirdischen mit Hang zu irdischen Klamotten wird diesmal noch ergänzt um den zyklopischen Erfolgsautor D. Oswald Heist, dessen Roman Night Time Smoke Alana und Marko Markos zusammenbrachte. Außerdem lernen wir Markos besorgte und vielfältig begabte Eltern kennen, sowie dessen Ex-Freundin Gwendolyn, die sich dem Kopfgeldjäger Der Wille anschließt. Vaughan gelingt es dabei die Verfolger fast genauso sympathisch wirken zu lassen wie das junge Liebespaar.

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Dieser schön aufgemachte Hardcover-Band enthält die nur geringfügig verkleinerten US-Hefte 7 bis 12 der Serie Saga, die die Kanadierin Fiona Staples wieder in einem sehr lässigen Stil äußerst farbenfroh zu Papier gebracht hat. Als Bonus gibt es noch einige Skizzen sowie ein Porträt von Brian K. Vaughan. Man darf mehr als gespannt sein wie es mit Alana, Marko und der kleinen Hazel weiter geht.

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