Schlagwort-Archive: Eli Roth

Piranha 3D

1978 drehte Joe Dante mit Piranhas weniger einen eigenständigen Film mit Killerfischen, sondern vielmehr versuchte er sich an den Erfolg von Steven Spielbergs Der weiße Hai zu hängen. Da Piranha – wie alle Filme von Dante – aber auch eine Revue von Gags und Zitaten für Insider war, ist es recht passend, dass das Quasi-Remake von 2010 mit einem Gastauftritt von Richard Dreyfuss beginnt. Dieser überlebte als Matt Hooper wider Erwarten das Finale von Der weiße Hai und ist jetzt – in ähnlicher Garderobe und mit dem selben Liedchen wie 1975 – das erste Opfer der in nun in drei Dimensionen attackierenden Piranhas.

Piranha 3D

Auch der von Roy Scheider so unvergesslich verkörperte Polizeichef und Familienmensch Martin Brody aus Der weiße Hai findet in Piranha 3D einen interessanten Gegenpart. Gleich in ihrer ersten Szene kann die für Leaving Las Vegas für den Oscar nominierte Ikone des 80er-Jahre-Teenie-Films Elisabeth Shue zeigen, dass sie auch als taffe Frau überzeugt. Mit Bravour stürzt sie sich als alleinerziehende Polizeichefin ins wirklich spannende Schlussgefecht. Doch bis es soweit ist, gibt Horror-Spezialist Alexandre Aja (The Hills have Eyes, Mirrors, High Tension) den Fans genau das, was sie erwarten: Plastische Brüste und reichlich Blut.

Piranha 3D
Die Haupthandlung erzählt von einem etwas schmierigen Produzenten (Jerry O´Connor dreht mächtig auf und sein bestes Stück hat einen grandiosen Abgang!), der großen Erfolge mit Billigfilmen hat, in denen nackte Girls in schöner Umgebungen herumhüpfen. Natürlich landet seine Jacht prompt genau dort wo sich eine Grotte voller prähistorischer und besonders gefräßiger Piranhas befindet und natürlich befindet sich auch der pubertierende Sohn besagter Polizeichefin als örtlicher Location Scout (sowie später auch noch dessen kleinen Geschwister) an Bord des Lotterkahns.

Piranha 3D

Hier kommt es zum besagten Finale, doch zuvor wirft Aja noch eine ganze Horde fröhlich feiernder Teenies genüsslich den Fischen zum Fraß vor. Dabei hat er fast so viele kranke blutige Einfälle wie Peter Jackson in seinen Splatter-Frühwerken.

Piranha 3D

Zwei Jahre später entstand eine ganz amüsante Fortsetzung, in der sich David Hasselhoff zum Affen machte.

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Inglourious Basterds

Äußerst lose angelehnt an “Ein Haufen verwegener Hunde“, einen kleinen dreckigen italienischen Kriegsfilm von 1978, der in den USA unter dem Titel “Inglorious Bastards“ lief, erzählt Quentin Tarantino in fünf Kapiteln Geschichten aus dem von Deutschen besetzten Frankreich. Anders als die Trailer vermuten ließen, geht es weniger um eine großteils aus Juden bestehende US-Spezialeinheit, die möglichst brutal Nazis tötet, sondern stärker noch um ein Attentat, das in einem Pariser Kino auf die nahezu komplette NS-Führungsriege verübt werden soll.

Inglourious Basterds

Obwohl er hier ein von ihm bisher noch nicht genutztes Genre beackert, setzt Quentin Tarantino wieder auf die vertrauten Mätzchen. Der Soundtrack wurde erneut fröhlich zusammengeklaut, wechselt von Morricone zu Bowie und will – ähnlich wie die wackelnde Videokamera in Michael Manns “Public Enemies“ – nicht so recht zur in den 40erJahren des letzten Jahrhunderts spielenden Handlung passen. Endlose (aber dennoch äußerst kurzweilige) Dialogszenen enden meist mit plötzlichen (aber diesmal eher lustlos in Szene gesetzten) Gewaltexzessen, denen zuvor sorgfältig eingeführte Figuren oftmals scheinbar wahllos zum Opfer fallen.

Inglourious Basterds
Dass es hier nicht um historische Akkuratesse geht, beweist spätestens das Ende des Filmes (aber eigentlich auch schon der Titel des ersten Kapitels (“Es war einmal… in einem von Nazis besetzten Frankreich“). Es erscheint am sinnvollsten “Inglourious Basterds“ einmal mehr als eine filmische Tarantino-Wundertüte zu betrachten, die diesmal zwar erstaunlich viel unnützes Zeug (wie etwas Mike Myers knallchargigen Gastauftritt oder “Stolz der Nation“, Eli Roths ohne jegliches Gespür für die 40er Jahre inszenierten Propagandafilm im Film) enthält, aber auch etliche überraschende Momente, die wieder in die Filmgeschichte eingehen dürften. Dazu gehören ganz sicher die unglaublich intensiv ausgespielten Nazi-Schurkenrollen vom (in Cannes prämierten) Christoph Waltz, aber auch von August Diehl und Daniel Brühl.

Inglourious Basterds

“Inglourious Basterds“ ist ganz gewiss kein perfekter Film, enthält jedoch viele unvergessliche Szenen, die schon beim ersten Mal Vorfreude auf das erneute Sichten erwecken.

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Grindhouse: Death Proof & Planet Terror

Die Historie dürfte bekannt sein: 2007 verbündeten sich die beiden wohl kultigsten Regisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez für ein gemeinsames Projekt. Nach ihrem Erfolgsfilm From Dusk till Dawn (der George Clooney zum Filmstar machte) waren die Erwartungen entsprechend hoch. Doch ihr im B-Picture-Style der 70er Jahre gedrehtes Double Feature Grindhouse, zu dem jeder Regisseur einen Film beisteuerte, floppte in den USA als 3-stündiges Gesamtkunstwerk.

Grindhouse: Death Proof & Planet Terror

In Europa wurden daher die beiden Filme in jeweils etwas verlängerten Versionen separat in den Kinos gezeigt. Dabei kam Tarantinos sich etwas mehr im Mainstream-Bereich bewegende bzw. herumrasende Auto-Action Death Proof bei Publikum und Kritikern deutlich besser an als Robert Rodriguez´ wilder Horror-Trip Planet Terror, über eine Einbeinige mit Maschinengewehr-Prothese, die eine Zombie Epidemie bekämpft.

Grindhouse: Death Proof & Planet Terror
Auf DVD und Blu-ray erschienen Death Proof und Planet Terror ebenfalls getrennt in zwar äußerlich recht hübsch aufgemachten, aber inhaltlich ziemlich unspektakulären Editionen. Doch mit vierjähriger Verspätung erscheint endlich eine Gesamtausgabe, die uns das Double Feature in der US-Version zugänglich macht. In der kürzeren – um einige Dialogszenen beschnittenen – Fassung kommt Planet Terror deutlich besser, zumal die Neuedition den Film in 2,35 : 1 und mit allen Goreszenen (selbst die deutsche FSK 18-Fassung war geschnitten!) also quasi gekürzt aber uncut präsentiert.

Grindhouse: Death Proof & Planet Terror

Fast noch wichtiger ist jedoch, dass jetzt auch alle Fake-Trailer dabei sind. Das Gesamtkunstwerk Grindhouse beginnt mit einem 3-minütigen Trailer zum damals nicht wirklich geplanten Actionfilm Machete von Robert Rodriguez (mit Danny Trejo und mittlerweile ist tatsächlich ein Kinofilm auf der Basis des Trailers entstanden), es folgt der 87-minütige Film Planet Terror. Danach gibt es weitere Trailer: Werewolf Women of the SS von Rob Zombie (mit Nicholas Cage als Fu Manchu), Don’t vom vielfältig begabten Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot FuzzScott Pilgrim, The World’s End, Baby Driver) und Thanksgiving von Eli Roth (Hostel). Das Programm endet mit der 93-minütigen “Kurzfassung“ von Tarantinos Death Proof.

Grindhouse: Death Proof & Planet Terror

Grindhouse erscheint als Steelbook mit 3 DVDs bzw. 2 Blu-rays. Beide Editionen enthalten reichlich Extras (siehe unten), wobei eigentlich das offensichtlichste Boni fehlt: Die in die europäischen Langfassungen eingefügten zusätzlichen Szenen.

Grindhouse: Death Proof & Planet Terror

Extras der Blu-ray-Edition: Audiokommentar zu „Planet Terror“ von Robert Rodriguez, ohne deutsche Untertitel; Tonspur mit Publikumsreaktionen zu „Planet Terror“; Was ist Grindhouse? (3:57 min),wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Jukebox mit Songs aus dem Film Musikkapitel „Death Proof“ (9:34 min); Grindhouse Teaser (1:36 min), Grindhouse Trailer (2:23 min), 3 Grindhouse TV-Spots (je 0:33 min); zu „Planet Terror“: Deutscher Teaser (0:38 min), Deutscher Trailer (1:52 min), US-Teaser (0:3 min), Die Makeup-Effekte (12:03 min) Die Mädels (11:49 min), Die Jungs (16:30 min), Casting Rebel Rodriguez (5:31 min) Die Stunts (13:16 min), Featurette: Der Freund, der Arzt und der Grundstücksmakler (6:40 min) Robert Rodriguez 10-Minuten-Filmschule (11:53 min), Robert Rodriguez 10-Minuten-Kochkurs (8:32 min) Postergalerie (2:16 min); zu „Death Proof“: Deutscher Trailer (2:15 min), Das Szenenbild (8:09 min), Stunts on Wheels: Die legendären Fahrer (20:38 min), Stunts on Wheels: Die heißen Kisten (11:45 min), Quentins beste Cutterin: Sally Menke (4:47 min), Die Jungs (8:14 min), Kurt Russell – Stuntman Mike (9:32 min), Quentins Mädels (21:13 min), Mary Elizabeth Winstead „Baby, It’s You” (ungek. Fassung) (1:46 min), Zoë Bell (8:57 min), Double Dare Trailer (2:34 min), Extended Music Cues: „Gangster Story“ aus dem Film „PIOMBO ROVENTE“ von Guido & Maurizio De Angelis (6:00 min) und „Italia A Mano Armata“ aus dem Film „ITALIA A MANO ARMATA“ von Franco Micalizzi (6:02 min), Postergalerie (1:12 min); „Machete“ von 2010: Deutscher Trailer (1:53 min) und US-Trailer (1:55 min); „Werewolf Women of the SS“: Extended Trailer (5:01 min), wahlweise mit Audiokommentar von Rob Zombie (hierzu gibt es deutsche Untertitel), Making of (8:48 min); „Don’t“: Extended Trailer (1:37 min), wahlweise mit Audiokommentar von Edgar Wright (hierzu gibt es deutsche Untertitel), Making of (9:40 min), storyboard/Trailer-Vergleich (1:40 min), wahlweise mit Audiokommentar von Edgar Wright, Storyboard-Galerie (4:44 min), Poster mit extended Score von David Arnold (5:57); The Making of „Thanksgiving“ Trailer (6:27 min); „Hobo with a Shotgun“: Trailer – Grindhouse Trailer Contest (2:00 min), „Hobo with a Shotgun“ Trailer von 2011 mit Rudger Hauer (1:21 min); Quentin Tarantino & Robert Rodriguez – Das New York Times Interview (64:36 min); Comic Con 2006 mit den Regisseuren und Darstellern (23:34 min)

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