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Steven Spielberg: Gefährten

Der Film erzählt von der Freundschaft des Pferdes Joey und des englischen Bauersohnes Albert Narracott (Jeremy Irvine). Nachdem Joey 1914 an die Armee verkauft werden musste, erlebt das Pferd in Frankreich unter wechselnden Besitzern hautnah die Schrecken des Ersten Weltkrieges. Auch Albert eilt zu den Waffen, um seinen Gefährten wieder zu finden…

Steven Spielberg: Gefährten

Es gab einmal eine Zeit, da dachte der Kinogänger, mein Gott warum dreht er so einen Schrott und nicht weitere Filme über Außerirdische oder peitschenschwingende Archäologen. Doch spätestens als Steven Spielberg 1993 Jurassic Park UND Schindlers Liste in die Kinos brachte, war klar, dass hier jemand sowohl Hightech, Kommerz als auch Anspruch kann. Die Zeiten von filmischen Gurken wie Always oder Hook waren endgültig vorbei.

Steven Spielberg: Gefährten

Als Steven Spielberg 2011 unbedingt einen vom Pferd erzählen möchte, weil ihm ein Theaterstück mit Pferde-Marionetten schwer berührt hat, dann überraschte es niemanden, dass daraus ein guter Film entstanden ist. Gefährten (der Originaltitel War Horse war sehr viel passender) ist eine Art jugendfreie Version von Der Soldat Ryan mit einem Pferd in der Hauptrolle, meisterlich fast ganz ohne Computertricks in Szene gesetzt und schwer ergreifend!

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The Life and Death of Peter Sellers

Der extrem (ver-)wandlungsfähige Komiker und Schauspieler Peter Sellers ist auch seinen engsten Bekannten als Mensch immer ein Rätsel geblieben. Daran wird auch dieser Film nichts ändern.

The Life and Death of Peter Sellers

The Life and Death of Peter Sellers entstand als TV-Film in Co-Produktion zwischen BBC und HBO, Regie führte Stephen Hopkins (24, Der Geist und die Dunkelheit) und in der Hauptrolle brilliert Geoffrey Rush. Dieser bekam schon für die Filmbiographie Shine einen Oscar und für seine kaum vom Original zu unterscheidender Darstellung des Peter Sellers gab es einen Golden Globe.

The Life and Death of Peter Sellers

Ohne Rush wäre The Life and Death of Peter Sellers eine ziemliche Enttäuschung, trotz zahlreicher namhafter Nebendarsteller wie Emily Watson, Stanley Tucci, John Lithgow, Stephen Fry oder Charlize Theron. Den nicht uninteressanten Kunstgriff Sellers bzw. Rush zwischendrin immer mal wieder seine wichtigsten Weggenossen wie Stanley Kubrick oder Blake Edwards spielen zu lassen, setzt der Film nur zaghaft bis willkürlich ein.

The Life and Death of Peter Sellers

Doch wenn Rush etwas mehr Raum für seine Seller-Show gelassen wird, ist der Film großartig und gehört unbedingt ins Kino. Ein absolutes Kabinettstückchen ist Rushs Performance während des Fluges zu den Dreharbeiten von Der rosarote Panther. Wie er hier erstmals Sellers Inspektor Clouseau erfinden lässt und eine Stewardess zur Weißglut bringt, ist nicht nur schreiend komisch, sondern auch ziemlich nah an den Tatsachen.

The Life and Death of Peter Sellers

Auch die Hassliebe zum Regisseur Blake Edwards und der Druck den Sellers empfand als Stanley Kubrick vom ihm verlangte in Dr. Seltsam, oder wie ich lernte die Bombe zu lieben nicht nur drei sondern vier Rollen zu übernehmen sind verbürgt und werden nachvollziehbar umgesetzt. Ob Sellers jedoch wirklich versuchte 1967 in Casino Royale einen seriösen James Bond zu verkörpern darf bezweifelt werden.

The Life and Death of Peter Sellers

Bei allen Schwächen gelang auf alle Fälle eine bunte Revue, die Appetit auf Sellers-Filme macht.

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Corpse Bride

Tim Burton hatte 2005 mit Charlie und die Schokoladenfabrik gerade eine gelungene Verfilmung eines Buches von Roald Dahl realisiert und zeitgleich kam sein Puppentrickfilm Corpse Bride in die Kinos.  Burton machte damit weiter, wo er 12 Jahre zuvor bei Nightmare before Christmas aufgehört hatte.

Corpse Bride

Basierend auf einem russischen Volksmärchen setzt Burton erneut seine ganz spezielle Art von sanftem Horror und seinen Lieblingsdarsteller Johnny Depp ein. Dieser leiht der Puppe von Victor Van Dort nicht nur seine Stimme, sondern auch sein Aussehen. Der etwas tollpatschige Victor will nach einem verhängnisvollen Probedurchlauf seiner Hochzeit im düsteren Wald noch ein wenig für die Trauung trainieren. Durch unglückliche Umstände heiratet Victor dabei anstelle der sanften Victoria Erverglot die höchst attraktive und lebendige Leiche Emily. Dies führt im grauen Diesseits und im deutlich fröhlicheren Jenseits zu einigen Verwicklungen.

Corpse Bride
Corpse Bride entstand diesmal nicht für Disney sondern für Warner und hat etwas weniger Musical-Einlagen als Nightmare before Christmas. Dennoch steuerte Burtons Hauskomponist Danny Elfman  vier (teilweise von ihm selbst interpretierte) Songs zum Film bei, die diesmal jedoch sehr viel weniger zünden und ähnlich wie schon bei Charlie und die Schokoladenfabrik fast etwas stören. Doch das ist auch schon der einzige Kritikpunkt an Burtons liebenswerter morbider Ballade, die nicht nur durch atemberaubende Puppen-Tricktechnik sowie das extrem eigenwillige Design begeistert, sondern auch immer wieder überrascht und zu Herzen geht.

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The Happy Prince

1997 trat Stephen Fry in Oscar Wilde als der gleichnamige englische Schriftsteller auf. Der Film erzählte von der großen Popularität des begnadeten Autors und schildert seinen tiefen Fall. Wilde, der relativ offen schwul lebte, wurde 1895 wegen “homosexueller Unzucht“, die damals auch als “Sodomie“ bezeichnet wurde, zu zwei Jahren Zuchthaus mit Zwangsarbeit verurteilt. Völlig verarmt und schwer geschwächt durch die Strapazen der Haft verstarb Wilde 1900 im Alter von 46 Jahren.

The Happy Prince

Die letzte drei Jahre von Oscar Wilde schildert ein weiteres Biopic, in dem Rupert Everett (Die Hochzeit meines besten Freundes) nicht nur die Hauptrolle übernahm, sondern den Film auch inszenierte. Ein Großteil der Dreharbeiten fand in Bayern statt und die dortigen Örtlichkeiten doubelten Londoner oder Pariser Schauplätze. Für Everett ist sein Regie-Debüt  The Happy Prince – so lautet der Titel einer Märchen-Anthologie von Wilde  – auch ein Road Movie, denn in seinen letzten Lebensjahren reiste Wild quer durch Europa.

The Happy Prince

Everett konnte für Nebenrollen prominente Kollegen wie Emily Watson, Colin Firth und Tom Wilkinson verpflichten. Besondern ergreifend gelangen Everett zwei Szenen, in denen der ohnehin schon verzweifelte Wilde von Mitmenschen wegen seiner Homosexualität gedemütigt wird. In kunstvoll finsteren Bildern, die nur von kurzen Rückblenden auf lange zurückliegende Erfolge unterbrochen werden, gelang Everett das beeindruckende Porträt eines Mannes, der verzweifelt versucht aus seinen letzten Tagen das Beste zu machen.

The Happy Prince

Die DVD von Concorde enthält neben dem 101-minütigen Hauptfilm eine sehr kurze Featurette (1:38 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), zahlreiche Interviews mit Cast & Crew (insgesamt 19:38 min),  eine B-Roll (9:02 min) und den deutschen Trailer (1:39 min)

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A Royal Night Out – 2 Prinzessinnen. 1 Nacht.

Am 8. Mai 1945 feierte ganz Großbritannien das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Prinzessinnen Elisabeth und Margaret verlassen den sicheren Buckingham Palast um diesen Tag gemeinsam mit den Bürgern von London zu erleben. Sie befanden sie sich allerdings in einer wohlbehüteten Gruppe mit und kehrte bereits um 1 Uhr morgen zu ihren königlichen Eltern zurück. Dieser Kinofilm unterstellt, dass dies nur die offizielle Version der Ereignisse war und es in dieser Nacht sehr viel wilder zuging.

A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht.

Wenn im Drehbuch anfangs erwähnt wird, dass sich auch der Schauspieler Gregory Peck seinerzeit im Londoner Nachtleben vergnügte, ist dies ein Hinweis darauf, wohin die filmische Reise gehen soll. Peck spielte 1953 im Filmklassiker “Ein Herz und eine Krone“ einen US-Journalisten, der gemeinsam mit einer von Audrey Hepburn verkörperten Kronprinzessin Rom unsicher macht. Etwas Ähnliches erlebt in “A Royal Night Out“ die 19-jährige angehende Königin Elisabeth, als sie sich, auf der Suche nach ihrer im Alkoholnebel verschollenen Schwester Margaret, mit dem jungen etwas rebellischen Soldaten Jack anfreundet.

A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht.

Dem Film gelingt es recht gut die wild entfesselte Stimmung auf den Londoner Strassen am sogenannten VE Day einzufangen. Für die königlichen Eltern konnten mit Rupert Everett und Emily Watson interessante Darsteller gefunden werden, die Humor in den Film bringen. Sara Gadon (“Dracula Untold“) hingegen überzeugt als zwar naive aber auch willensstarke Prinzessin. Spätestens, wenn die Kameraführung bei einem kleinen Küsschen zwischen Elisabeth und Jack dezent zur Seite schwenkt, hofft der Zuschauer, dass die unverwüstliche britische Monarchin etwas ähnlich Schönes in ihrer Jugend erlebt hat.

A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht.

Die DVD von Concorde enthält neben dem 93-minütigen Hauptfilm noch Interviews mit Cast & Crew (9:10 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie den deutschen und englischen Trailer (je 2:18 min).

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