Schlagwort-Archive: Helena Bonham Carter

Lone Ranger

Mit Lone Ranger versuchten sich Disney und Regisseur Gore Verbinski 2013 an einer Wild-West-Variante zu den Fluch der Karibik-Filmen. Die wichtigste Komponente dabei ist selbstverständlich ein abenteuerlich kostümierter und geschminkter Johnny Depp. Diesmal trägt dieser als Indianer Tonto weiße Paste im Gesicht und eine Krähe auf dem Kopf.

Lone Ranger

Doch im Gegensatz zu Depps durchgeknallten aber sympathischen Piraten Jack Sparrow, der erst im überflüssigen vierten Karibik-Film anfing zu nerven, ging mir Tonto schon nach wenigen Minuten vollends auf dem Keks.

Lone Ranger

Dieser mit einer Mischung aus Slapstick, Mystik und tragischer Vergangenheit aufgeladene Charakter dominiert – anstelle des von Armie Hammer mit naivem Charme verkörperten Titelhelden – den Film auch in einer völlig  überflüssigen Rahmenhandlung. Dadurch wird verhindert, dass Lone Ranger zwischen der spektakulären Eröffnung und dem rasanten Finale jemals richtig in Gang kommt.

Lone Ranger

Nicht eben hilfreich ist zudem, dass Verbinski sich weniger von der simplen Abenteuer-Romantik der Lone Ranger-Reihe, die durch Radio und TV populär wurde, sondern sowohl inhaltlich wie auch visuell und musikalisch hauptsächlich von Sergio Leones Italo-Western inspirieren ließ. Der daraus resultierende dreckige Look will so gar nicht zum maskierten Rächer mit dem weißen Hut passen.

Lone Ranger

Am Ende des Filmes ist dann doch noch (endlich!) ausgiebig Gioachino Rossinis als Erkennungsmelodie des Lone Rangers bekannte Wilhelm-Tell-Ouvertüre zu hören. Dazu  galoppiert der Titelheld mit seinem weißen Pferd Silver über Dächer, Züge und scheinbar planlos quer durch den Grand Canyon verlegte Gleisanlagen. Dies wirkt, wie der Versuch dem Zuschauer nach zwei Stunden Leerlauf doch noch etwas Spektakel mit auf den Heimweg zu geben, auf dass er Lone Ranger weiterempfehle, was hiermit in keinster Weise geschehen sei.

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The Crown – Season 4

Eine Serie über das Leben von Königin Elisabeth hätte furchtbarer Kitsch werden können. Doch das Team um Peter Morgan, nach dessen Drehbuch bereits ein Film mit Helen Mirren als Die Queen entstanden war, zeigt sich in einer 2016 gestarteten Netflix-Produktion nicht nur am Schicksal der ach so bedauernswerten in ihre Paläste eingesperrten Royals interessiert.

The Crown – Season 4

Mindestens ebenso wichtig ist die Rekonstruktion der jeweiligen Zeitepochen und der politischen Zustände, mit denen Königin Elisabeth II in ihrer bisher bereits knapp sieben Jahrzehnte andauernden Regentschaft konfrontiert wurde. In den ersten beiden Staffeln von The Crow war Claire Foy (Verschwörung) in der Rolle der Monarchin zu sehen, und zahlreiche Rückblenden erklärten, warum gerade diese junge Frau auf dem Thron von Großbritannien gelandet war.

The Crown – Season 4

In Staffel 3 übernahm Olivia Colman (Broadchurch), die eine bereits sehr viel reifere Monarchin verkörperte. Diese hatte auf teilweise schmerzhafte Weise genug Erfahrungen gesammelt , um sowohl die wöchentlichen Termine mit den wechselnden Premierministern, als auch die Probleme der lieben Verwandtschaft zu überstehen.

The Crown – Season 4

Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang Helena Bonham Carter, die in The King’s Speech bereits als “Queen Mum“ zu sehen war. In The Crown zaubert sie  das tragische Schicksal von Elisabeths Schwester Margaret sehr einfühlsam auf den Bildschirm.

The Crown – Season 4

Season 4 widmet sich jener Zeitepoche von 1979 bis 1990 in der Margaret Thatcher britische Premierministerin war, die recht sehenswert von Gillian Anderson (Akte X) verkörpert wird. Der krasse Sozialabbau sowie der zwar unnötige, aber für eine große Popularität der “eisernen Lady“ sorgende, Falklandkrieg werden thematisiert. Stärker noch interessiert zeigt sich die Serie jedoch an den Konflikten zwischen zwei derselben Generation angehörenden Frauen – die im Oktober 1925 geborene Thatcher ist ein halbes Jahr älter als Elisabeth II -, die sich in Männerwelten durchsetzen konnten, doch unterschiedliche Lebensziele hatten.

The Crown – Season 4

Zentrales Thema ist (natürlich) die völlig vergeigte Ehe von Prince Charles und Diana Spencer, deren Nachbeben immer noch die Yellow Press beschäftigen. In The Crown spielt Josh O’Connor den zukünftigen englischen König als rätselhaften Schrat, der auf eine andere Frau fixiert ist. Emma Corrin hingegen ist als Lady Di eine ganz normale junge Frau, die – auch weil sie gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit steht – eine perfekte Prinzessin und vielleicht auch Königin gewesen wäre.

The Crown – Season 4

Diese in der vierten Staffel noch nicht zu Ende erzählte Geschichte ist natürlich eine großartige Tragödie, die in einigen der zehn Episoden fast schon zu breit ausgespielt wird. Doch für The Crown spricht einmal mehr, dass sich die Serie weiterhin auf einem sehr hohen Niveau auch mit zu Unrecht vergessenen Ereignissen beschäftigt. Diesmal geht es auch um den Irland-Konflikt, um das britische Verhältnis zur Apartheit in Südafrika, um zwei ungeliebte königlichen Cousinen, die in einem Sanatorium versteckt wurden, sowie um Michael Fagan, jenen Mann, der 1982 in den Buckingham Palast eindrang und bei Elisabeth II auf der Bettkante saß.

The Crown – Season 4

Es darf sich noch auf zwei weitere Staffeln von The Crown gefreut werden, in denen Imelda Staunton und Jonathan Pryce als Elisabeth und Prince Philip zu sehen sein werden.

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Charlie und die Schokoladenfabrik

Die einst florierende Schokoladenfabrik des geheimnisvollen Willy Wonka nimmt nach 15 Jahren wieder ihren Betrieb auf und soll erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. In fünf der ausgelieferten Schokoladentafeln befinden sich goldene Eintrittskarten, die ihren Besitzern eine Vip-Tour mit Wonka garantieren. Der aus ärmsten Verhältnissen stammende Charlie Bucket findet eins dieser Tickets und bricht gemeinsam mit vier verzogenen Gören zu einer Magical Mystery Tour ins Schlaraffenland auf.

Charlie und die Schokoladenfabrik

Tim Burton (Nightmare before Christmas) gelang vor allem im ersten Teil des Filmes ein sehr eigener Zugang zur Geschichte, er blieb aber zugleich dem Geiste von Roald Dahl populären Kinderbuch absolut treu. Der ach so edle Charlie und seine arme Verwandtschaft hätten auch ganz leicht furchtbar weihnachtskitschig wirken können. Doch Burton gelingt das Kunststück eine Art fröhliche Armut zu zeigen, deren Darstellung trotzdem nie denunzierend oder verharmlosend wirkt.

Charlie und die Schokoladenfabrik

Johnny Depps mal wieder sehr spielfreudige und marottenhafte Darstellung von Willy Wonka erinnert mehr als einmal an Michael Jackson (auch wenn seine Figur Kinder verabscheut) und sein Süßwarenimperium an Neverland. Die immer wieder vom selben Darsteller (Deep Roy) verkörperten Hundertschaften von Oompa Loompas und ihre Danny Elfman-Songs sind eher Geschmackssache und auf Dauer etwas ermüdend. Zwar ist Charlie und die Schokoladenfabrik nicht Burtons absolutes Meisterwerk aber ganz sicher ein weiterer schillernder Mosaikstein im bunten Oeuvre des spleenigen Mainstream-Filmers.

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Tim Burton: Big Fish

Seit etlichen Jahren schon hat Will Bloom kein Wort mehr mit seinem Vater Edward gewechselt. Dieser hatte ihm als Kind phantastische Geschichten bis zum Abwinken erzählt, was schließlich dazu führte, dass Will seinem Vater kein einziges Wort mehr glaubte. Als Edward jedoch im Sterben liegt, besucht Will ihn und findet dabei heraus, dass in dessen bunten Geschichten doch mehr Wahrheit steckt als er jemals glauben wollte…

Tim Burton: Big Fish

In einzigartiger Weise vermischt Tim Burton 2003 in Big Fish die „realistische“ Rahmenhandlung um den sterbenden Edward (Albert Finney) mit dessen unglaublich phantasievollen Erzählungen (hier spielt Ewan McGregor mit naivem Charme den jungen Edward). Wie bei Burton nicht anders zu erwarten, bilden die mal wieder sehr ungewöhnlich bebilderten märchenhaften Geschichten den Kern des Filmes und die gelegentlich eingestreuten „realistischen“ Szenen sind (abgesehen vom wirklich ergreifenden Finale) wenig mehr als Übergänge zur nächsten bunten Story.

Tim Burton: Big Fish

Big Fish überrascht immer wieder und verzaubert das Publikum durch ungewöhnliche Einfälle (von denen hier nichts verraten werden soll). Tim Burton fühlt sich sichtlich wohl in den Geschichten um Zirkusfreaks, verschwundenen Städten und eigentlich harmlosen Riesen. Er bleibt sich in diesem Film treu ohne sich zu wiederholen.

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Tim Burton: Planet der Affen

Einen kleinen Augenblick besteht noch Hoffnung: Danny Elfmans wuchtige Ouvertüre erklingt und einige Details des teilweise sehr hübsch neu gestalteten Affen-Universums werden in stimmungsvollen Großaufnahmen gezeigt.

Tim Burton: Planet der Affen

Doch die eigentliche Story ist dann eine ziemliche Enttäuschung. Tim Burton (Nightmare before Christmas) wollte 2001 weder ein Remake noch eine Fortsetzung des Klassikers von 1967 drehen. Dennoch ist sein Affenfilm wenig mehr als der Versuch, den alten Film in einem neuen Look nachzuerzählen.

Tim Burton: Planet der Affen

Wenn zwischendrin etwas Neues versucht wird scheitert das Werk kläglich. Etwa am Anfang, wenn in „unserer“ Zukunft immer noch Affen zum Steuern von Raumschiffen benutzt werden, wo doch eine Fernsteuerung sehr viel praktischer und weniger anfällig wäre. Als einer dieser Schimpansen in einem magnetischen Sturm verschwindet, versucht der Affentrainer Leo Davidson (ruhender Pol des Film: Mark Wahlberg) diesen per Raumschiff zu retten, was zu einer Notlandung auf dem Planet der Affen führt.

Tim Burton: Planet der Affen

Die dann folgenden Szenen wurden ziemlich exakt aus dem alten Film übernommen. Die Jagd der Affen auf die Menschen und die Fahrt im Gefängniswagen durch die Affenstadt gehören daher noch zu den besten Momenten. Hier läuft der ansonsten sehr skurrile Burton auch kurz zu alter Größe auf, etwa wenn er einen Affen am Leierkasten zeigt, der einen Liliputaner zum Geldsammeln einsetzt.

Tim Burton: Planet der Affen

Doch dann wird es langsam aber sicher albern. Talentierte Darsteller wie Tim Roth oder Michael Clarke Duncan sind unter ihren Masken kaum zu erkennen und müssen auch noch absolut äffisch herumhampeln. Hierzu passen dann auch die an Kasperzipfel-Mützen erinnernden Helme der Affensoldaten.

Tim Burton: Planet der Affen

Ebenfalls ziemlich blöd ist, dass die Beziehung zwischen der menschenfreundlichen Äffin Ari (ganz gute Leistung: Helena Bonham Carter) und Leo rein platonisch bleibt, obwohl es zwischen den beiden immer mal wieder mächtig brodelt. Doch damit es nicht in Sodomie azsartet, hält Leo einer blonden Ureinwohnerin (Estella Warren) die Treue. Der Film wurde zwar ein finanzieller Erfolg, aber richtig Spaß daran hat kaum einer gehabt.

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Corpse Bride

Tim Burton hatte 2005 mit Charlie und die Schokoladenfabrik gerade eine gelungene Verfilmung eines Buches von Roald Dahl realisiert und zeitgleich kam sein Puppentrickfilm Corpse Bride in die Kinos.  Burton machte damit weiter, wo er 12 Jahre zuvor bei Nightmare before Christmas aufgehört hatte.

Corpse Bride

Basierend auf einem russischen Volksmärchen setzt Burton erneut seine ganz spezielle Art von sanftem Horror und seinen Lieblingsdarsteller Johnny Depp ein. Dieser leiht der Puppe von Victor Van Dort nicht nur seine Stimme, sondern auch sein Aussehen. Der etwas tollpatschige Victor will nach einem verhängnisvollen Probedurchlauf seiner Hochzeit im düsteren Wald noch ein wenig für die Trauung trainieren. Durch unglückliche Umstände heiratet Victor dabei anstelle der sanften Victoria Erverglot die höchst attraktive und lebendige Leiche Emily. Dies führt im grauen Diesseits und im deutlich fröhlicheren Jenseits zu einigen Verwicklungen.

Corpse Bride
Corpse Bride entstand diesmal nicht für Disney sondern für Warner und hat etwas weniger Musical-Einlagen als Nightmare before Christmas. Dennoch steuerte Burtons Hauskomponist Danny Elfman  vier (teilweise von ihm selbst interpretierte) Songs zum Film bei, die diesmal jedoch sehr viel weniger zünden und ähnlich wie schon bei Charlie und die Schokoladenfabrik fast etwas stören. Doch das ist auch schon der einzige Kritikpunkt an Burtons liebenswerter morbider Ballade, die nicht nur durch atemberaubende Puppen-Tricktechnik sowie das extrem eigenwillige Design begeistert, sondern auch immer wieder überrascht und zu Herzen geht.

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Les Misérables

Victor Hugos Roman Die Elenden erzählt von Jean Valjean, der im Frankreich des 19. Jahrhunderts wegen des Diebstahls eines Brotes zu einer Haft von 19 Jahren verurteilt wird. Nach seiner Entlassung ist er gebrandmarkt, versucht jedoch unter falschen Namen den sozialen Aufstieg und seinen Mitmenschen zu helfen. Doch der unerbittliche Inspektor Javet setzt alles dran um Valjean wieder in den Knast zu bringen.

Les Misérables

Die Franzosen Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg machten aus Hugos Buch das Musical Les Misérables, das 1980 in Paris uraufgeführt wurde und fünf Jahre später in London Premiere hatte. Dort läuft es bis heute und wurde auch weltweit zu einem Erfolg. Der britische Regisseur Tom Hooper (The King’s Speech, Cats) verfilmte das Musical mit Hugh Jackman (Valjean), Russell Crowe (Javet) und Anne Hathaway.

Les Misérables

Das Hauptproblem des Films dürfte sein, dass auch hier fast jeder Dialog gesungen wird (die deutsche Bearbeitung ist noch etwas problematischer, da die sehr wenigen gesprochenen Sätze synchronisiert und der restliche Film untertitelt in der Originalfassung gezeigt wird). Während einige Songs echte Ohrwürmer sind, klingen viele der meistens von Jackman oder Crowe interpretierten Lieder hingegen eher wie notdürftig instrumental untermalte Monologe. Diese musikalischen Einlagen gewinnen nicht wirklich, wenn dazu in Großaufnahme die Gesichter der Darsteller gezeigt werden, die bei den Dreharbeiten live zu Klavierbegleitung gesungen haben. In der Nachbearbeitung hat ein Orchester den Soundtrack auf der Grundlage des Live-Gesanges eingespielt, ansonsten ist es bei Filmmusicals meistens umgekehrt.

Les Misérables

Doch einige Lieder sind derart mitreißend komponiert und interpretiert, dass der Film dennoch alles andere als eine Enttäuschung ist. Die Hyperschnulze On My Own wird von der charismatischen Newcomerin Samantha Barks derart mitreißend durch den Regen geschmettert, dass kein Auge trocken bleibt (und die junge Dame anstelle von Anne Hathaway eigentlich eine Oscar-Nominierung verdient hätte).

Les Misérables

Das schon durch die Mitwirkung an Tim Burtons arg gewöhnungsbedürftiger Musical-Verfilmung Sweeney Todd einschlägig erfahrene Duo Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen (Borat) brilliert bei der Mördernummer Master of the House als verkommenes Gastwirt-Ehepaar. Ebenfalls einen hohen Mitsumm-Faktor hat die Revolutions-Hymne Do you hear the People sing, während der mittelprächtige neue Song Suddenly in den ohnehin schon überlangen Film nur aufgenommen wurde, damit es eine Oscar-Nominierung gibt (was nur bei neuen Liedern möglich ist und auch prima geklappt hat).

Les Misérables

Les Misérables ist ein etwas uneinheitlicher Film, der anfangs erstaunlich unästhetisch und nahezu realistisch das miserable Leben seiner Hauptfiguren zeigt. Danach werden jedoch sehr viel schnulzigere Töne angeschlagen, während die Inszenierung des Pariser Juniaufstandes von 1832 fast schon monumental geriet. Das Einspielergebnis von über 400 Millionen Dollar und acht Oscar-Nominierungen zeigen auf alle Fälle, dass das Filmmusical noch lange nicht tot ist.

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Dark Shadows

Die von 1967 bis 1971 von ABC produzierte Horror Soap Dark Shadows brachte es auf über 1.200 Episoden (!), ist hierzulande jedoch so gut wie unbekannt. Das tut der Stimmung keinen Abbruch, denn im Gegensatz zu den von Barry Sonnenfelds inszenierten nur formal überzeugenden klamaukigen Kinoversionen der TV-Serie The Addams Family gelang dem Dream-Team Tim Burton und Johnny Depp trotz eines Budgets von über 100 Millionen ein weiteres unverwechselbares schräges Meisterstück des wild romantischen (nicht 3D-) Kinos.

Dark Shadows

Johnny Depp spielt Barnabas Collins, der einst von der eifersüchtigen Hexe Angelique Bouchards (bedrohlich sexy: Eva Green) in einen Vampir verwandelt und eingesargt wurde. Fast zwei Jahrhunderte später im Jahre 1972 wird er zufällig aus seiner Gruft befreit. Barnabas findet den prachtvollen Wohnsitz seiner Ahnen als Ruine vor und seine Nachfahren als desillusionierte Kleinfamilie. Er versucht den Collins‘ wieder zu altem Glanze zu verhelfen. Dabei verliebt er sich in das Hausmädchen Victoria, das Geister sehen kann, muss sich aber auch mit der ihn immer noch begehrenden scheinbar unsterblichen Angelique auseinandersetzen…

Dark Shadows

Barnabas Collins mit seiner blassen Haut und den seltsam an die Stirn gepappten pechschwarzen Haaren ist eine weitere unvergessliche Kinofigur von Johnny Depp. Obwohl er als Vampir seinen Gelüsten nachgeht, kann der Zuschauer ihm nicht böse sein. Trotz seiner seltsamen Texte und Klamotten wirkt Barnabas niemals albern, was auch auf den ganzen Film zutrifft.

Dark Shadows

Danny Elfmans Soundtrack, die grandiose Besetzung – darunter der seit 1972 scheinbar kaum gealterte Alice Cooper sowie die phantasievollen Bauten und Kostüme, all das sind einzigartige Bestandteile, die sich zu einem homogenen Film zusammenfügen, der bestens amüsiert zugleich aber bei aller Blutigkeit auch zu Herzen geht.

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The King’s Speech

Der englische König George V. hatte das Glück, dass er über eine sonore selbstsichere Stimme verfügte und damit wohlklingende Reden im Radio halten konnte. Er war der erste Monarch, der – wie er (zumindest in diesem Film) erklärte- mehr im Angebot haben musste als die Fähigkeit nicht vom Pferd zu fallen. Sein ältester Sohn Edward war ebenfalls ein guter Selbstdarsteller, hatte sich aber leider in eine bereits zweimal geschiedene Amerikanerin verliebt. Als er diese heiratete, musste er als König abdanken und die Krone an seinen Bruder Albert (dem Vater von Königin Elisabeth II.) übergeben, der jedoch an einer schlimmen Sprachbehinderung litt.

The King’s Speech

Trotzdem gelang Albert als König George VI. 1939 eine mitreißende Radioansprache, in der er seine Untertanen dazu aufrief nicht mit dem Dritten Reich zu sympathisieren, sondern den Nazis Paroli zu bieten. Bei dieser und allen weiteren wichtigen Ansprachen stand dem Monarchen der australischer Sprachtrainer Lionel Logue zur Seite, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband. Dem australisch-englischen Autor David Seidler gelang es Details über den Heilungsprozess von König George VI. in Erfahrung zu bringen. Durch Vermittlung von Queen Mum, der er versprechen musste erst nach deren Tod damit an die Öffentlichkeit zu gehen, bekam er Einblick in die privaten Aufzeichnungen von Lionel Logue, die er so wahrheitsgemäß wie filmdramaturgisch möglich aufbereitete.

The King’s Speech

Der Film ist eine mitreißende und dabei oft äußerst humorvolle Mischung aus Krankheitsgeschichte und Historiendrama. Geoffrey Rush hat anscheinend sehr genau gewusst, warum er sich bei diesem Film auch als Produzent mit einbrachte. Seine Darstellung des australischen Sprachtherapeuten legt er in einem mitreißenden Balanceakt wechselweise als mitfühlend-unorthodoxer Heiler und prahlerischer Selbstdarsteller an.

The King’s Speech

Doch der auch hier etwas zu Overacting neigende Rush überstrahlt den Film nicht, denn Colin Firth liefert als sprachbehinderter aber ansonsten sehr kompetenter Monarch eine zu Recht oscar-prämierte Leistung ab, während Helena Bonham Carter als dessen liebevolle Gattin zeigt, dass sie immer noch mehr im Angebot hat als augenrollende Tim-Burton-Zottelweiber.

The King’s Speech

Es tut gut talentierte Darsteller wie Michael Gambon (als George V.) oder Timothy Spall (als Winston Churchill) auch einmal außerhalb des Harry-Potter-Kosmos zu erleben und festzustellen, dass nicht nur Frau Rowling sondern auch das Leben verdammt gute Geschichten schreibt.

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Tim Burton: Alice im Wunderland

Anders als in der Buchvorlage von Lewis Carroll und dem 1951 danach entstandenen Disney-Film ist Alice bei Tim Burton („Big Eyes„, „Batman Returns„) kein kleines Mädchen, sondern eine junge Frau von 19 Jahren. Diese wird von Mia Wasikowska gespielt und ihr droht im viktorianischen England die Ehe mit einem ungeliebten Mann. Doch zum Glück erscheint das weiße Kaninchen und dann auch noch all die anderen vertrauten Phantasiewesen, wie der verrückte Hutmacher, die Grinsekatze, die Herz-Königin, Tweedledum & Tweedledee sowie der monströse Jabberwocky.

Tim Burton: Alice im Wunderland

Doch es ist eigentlich gar kein Wunderland, das Tim Burton präsentiert, sondern ein Unterland, eine etwas düsterere Variante von Carrolls Fantasy-Welt. Doch da es sich um einen Disney-Film geht es nicht allzu grausig zu. Für die Gestaltung der Figuren ließ Burton bekannte Darsteller am Computer zu an Zirkusfreaks erinnernde Wesen verfremden. So hat sein Stammschauspieler Johnny Depp als besonders verrückter Hutmacher seltsame riesige Augen und Burtons damalige Gattin Helena Bonham Carter als rote Königin einen riesigen Kopf (was – netter Gag am Rande – ihre Dienerschaft dazu bringt, sich ebenfalls als deformiert zu verkleiden).

Tim Burton: Alice im Wunderland
So richtig konsequent durchgezogen wurde diese eher an “Harry Potter“- als an Burton-Fans adressierte Chose leider nicht. Zwar sind die Trick- und 3D-Effekte – die auch per Blu-ray daheim zu erleben sind – auf einem hohen Niveau, aber dabei auch von einer etwas kalten Perfektion. Anders als ansonsten bei Tim Burton will sich kein verzücktes Staunen über die – zweifelsohne vorhandenen – verrückten Ideen einstellen, sondern es drängt sich immer wieder die Frage auf, was der ganze Quatsch eigentlich soll. Wobei dies angesichts der ebenfalls ganz schön seltsamen Buch-Vorlage vielleicht sogar ein durchaus werkgetreuer Ansatz ist. 

Tim Burton: Alice im Wunderland

“Alice im Wunderland” ist ganz gewiss nicht Burtons bester, aber ohne Zweifel sein erfolgreichster Film und spielte mehr als eine Milliarde Dollar ein! Da ist es verwunderlich, dass es sieben Jahre dauerte, bis mit „Hinter den Spiegeln“ eine Fortsetzung in die Kinos kam.

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