Schlagwort-Archive: Kurt Russell

Stargate

Mit seinem ersten Hollywood-Film Universal Soldier gelang Roland Emmerich 1992 ein erfolgreicher Action-Kracher. Doch da seine Mutter die Baller-Orgie mit Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren ziemlich abstoßend fand, ließ er ein Fantasy-Abenteuer folgen, dessen Auftakt viel Indiana-Jones-Flair verbreitet.

Stargate

Die als Mediabook veröffentlichte Blu-ray von Stargate enthält zahlreiche Dokus, in einer davon kommt Erich von Däniken ausführlich zu Wort. Dessen Pseudowissenschaft der Prä-Astronautik hat Emmerich und seinen Co-Autor Dean Devlin zu einer abenteuerlichen Geschichte inspiriert.

Stargate

1928 wurde bei Ausgrabungen in Ägypten ein mysteriöses Artefakt gefunden. Es dauert etliche Jahrzehnte bis herausgefunden wird, dass es sich dabei um ein Portal handelt. Durch dies reisten einst Außerirdische, deren Technologie es ermöglichte die Pyramiden zu bauen. Der angebliche Sonnengott Ra versklavte die ägyptische Bevölkerung, die schließlich gegen ihn revoltierte und das “Stargate“ in der Wüste vergraben hat.

Stargate

Der Wissenschaftler Daniel Jackson (James Spader) knackt den Code des Tors zu den Sternen und bricht mit einer militärischen Einheit in eine fremde Welt auf. Kommandant der Truppe ist Colonel O’Neil, den Kurt Russell markant und zackig verkörpert. Die Reibung zwischen den sehr unterschiedlichen Charakteren von Jackson und O’Neil verleiht dem manchmal etwas formelhaft erzählten Abenteuer Würze.

Stargate

Stargate war so erfolgreich, dass der Film einer langlebigen TV-Serie als Vorlage diente. Diese entstand ohne die Beteiligung von Emmerich und Devlin, die eine Fortsetzung bevorzugt hätten. Der Kinofilm Stargate hat sich dank seiner opulenten Ausstattung und der sorgfältigen Machart sehr gut gehalten, wie die Neuedition belegt.

Stargate

Das Mediabook enthält die 121-minütige Kinoversion und den eine Viertelstunde längeren Director’s Cut. Hinzu kommt ein umfangreiches Bonusmaterial: Impressionen von den Dreharbeiten (52:02 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Making Of von 2002 (23:33 min); Stargate: History Made (22:19 min), Gibt es ein Stargate? (12:11 min, hier kommt auch Erich von Däniken zu Wort), Bericht über die Produktion (17:18 min); Hinter den Kulissen (6:03 min), Gag Reel (3:13 min), Interviews mit Roland Emmerich (2:52 min), Kurt Russell (2;13 min) und James Spader (2:20 min), Deutscher Trailer (2:39 min), US-Trailer (2:38 min), Galerien mit 91 Bildern und 151 Entwurfszeichnungen

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Schiff der lebenden Toten

Joe Hill (Locke & Key, Blind) eröffnete mit der von ihm verfassten und vom Italiener Leomacs gezeichneten Miniserie Ein Korb voller Köpfe spektakulär sein DC-Horror-Label Hill House Comics. Danach ließ er anderen Kreativ-Teams bei den drei ebenfalls aus sechs US-Heften bestehenden Miniserien Im tiefen, tiefen Wald, Das Puppenhaus und Daphne Byrne – Besessen den Vortritt, bevor er mit einem weiteren Knaller zurückkehrte.

Schiff der lebenden Toten

Auch Lesern, die sich mit dem Kino der 80er-Jahre kaum auskennen, dürfte bei der Lektüre von Hills Schiff der lebenden Toten (der Originaltitel lautet Plunge) recht bald klar werden, dass es sich um Hommage an die Filme von John Carpenter handelt.

Schiff der lebenden Toten

Die Geschichte einer Schiffsbesatzung, die mit 40 Jahren Verspätung mehr tot als lebendig aus der Versenkung zurückkehrt, lässt an The Fog denken, während die Hauptfigur Kapitän Gage Carpenter (!) dem bärtigen Kurt Russell aus Das Ding aus einer anderen Welt zum Verwechseln ähnlich sieht.

Schiff der lebenden Toten

Dass das das verschollene Schiff auf den Namen Derleth getauft wurde,  ist ebenfalls kein Zufall. August Derleth war Freund und Verlegen des 1937 verstorbenen Autoren H. P. Lovecraft, dessen sehr viel stärker auf Atmosphäre als auf Logik setzender Horror auch heute noch höchst lebendig ist und weiterhin in Filmen, TV-Serien oder Mangas herumspukt.

Schiff der lebenden Toten

Doch Schiff der lebenden Toten ist sehr viel mehr als der feuchte Traum eines Horror-Fanboys. Im Gegensatz zu den Werken von Lovecraft und John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt ist Joe Hills Comic fast schon überbevölkert mit interessanten Charakteren, deren Schicksal dem Leser nicht egal ist. Großartig ist auch das die Gefühlwelten der Figuren sehr gut vermittelnde Artwork von Stuart Immonen (Empress), der zuvor eher im Superhelden-Genre tätig war.

Schiff der lebenden Toten
Cover von Jeremy Wilson

Einzige Manko ist – nicht zum ersten Mal bei Hill House – die etwas seltsame Wahl des Künstlers, der die Titelbilder der regulären Hefte gestaltete. Warum, um Himmelswillen darf sich hier ein gewisser Jeremy Wilson in fast schon abstrakten Krickel-Krackel-Gefilden austoben, wenn für die Variantcover der großartige Gary Frank (Batman: Erde Eins, Doomsday Clock) zur Verfügung stand?

Schiff der lebenden Toten
Cover von Gary Frank

Panini machte das einzig Richtige und platzierte ein Motiv von Frank auf die Titelseite der Gesamtausgabe, die alle Cover zur Serie enthält.

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Flucht aus L.A.

Im Jahr 2013 erreicht Snake Plissken (Kurt Russell) das von einem gewaltigen Erdbeben der Stärke 9,6 zerstörte Los Angeles, das jetzt zum vom Rest der USA isolierten Gefängnis für Kriminelle und Oppositionelle geworden ist. Plissken soll in der verwüsteten Stadt den gestohlenen Datenträger einer globalen Vernichtungsmaschine auftreiben…

Flucht aus L.A.

Sicherlich ist dieser 1996 entstandene Film weniger eine Fortsetzung, sondern eher die Westküsten-Version von dem 15 Jahre zuvor entstandenen Klassiker Die Klapperschlange und ganz bestimmt ist John Carpenter kein Action-Regisseur vom Kaliber eines James Cameron oder John McTiernan. Dennoch macht die Sache Spaß.

Flucht aus L.A.

Wir begleiten unseren alten Kumpel Snake Plissken durch ein völlig heruntergekommenes L.A. Die Stadt beherbergt eine knallbunte Ansammlung von Individuen, die sich der politischen Korrektheit des neuen diktatorischen Präsidenten-Regimes verweigert haben. Die Mission ist dabei eher Nebensache, die Bilder von fantasievoll verwüsteten Touristenattraktionen zählen.

Flucht aus L.A.

Auch die Besetzung ist großartig: Cliff Robertson, Michelle Forbes, Pam Grier, Stacy Keach, Steve Buscemi, Valeria Golino und Bruce Campbell. Wenn Kurt Russell dann auch noch mit Peter Fonda durch die Stadt surft und sich nach einem Finale in einem nur geringfügig unkenntlich gemachten Disneyland eine Zigarette ansteckt, dann ist das origineller, subversiver und schwarzhumoriger als es all diese bemühten Tarantino-Epigonen hinbekommen.

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Soldier

Der Brite Paul W. S. Anderson (Resident Evil) ist ein zuverlässiger Action-Handwerker und enttäuschte auch 1998 nicht, als er ein Science-Fiction-Spektakel mit Kurt Russell in Szene setzte. Soldier beginnt in der damaligen Gegenwart und erzählt von einem speziellen Programm durch das aus Waisenkindern mit rücksichtslosen Methoden Super-Soldaten gemacht wurden.

Soldier

Da es keinen Mangel an kriegerischen Auseinandersetzungen auch außerhalb der Erde gibt, funktioniert das Programm bestens. Vierzig Jahre später ist Sgt. Todd 3465 der Elite-Soldat der 1996-er Rekruten. Doch der neuste Trend sind genetisch modifizierte Kämpfer, die Todd 3465 in einem Trainingskampf sehr alt aussehen lassen. Da er für tot gehalten wird, landet der Soldat auf einem Müll-Entsorgungsplaneten, doch dieser ist nicht unbewohnt…

Soldier

Sehr zielstrebig erzählt Anderson von der Ausbildung der Soldaten, davon wie Todd durch die Bewohner des Müllplaneten etwas von seiner Menschlichkeit zurückbekommt und wie er schließlich dank seiner Fronterfahrung die Gen-Soldaten sehr alt aussehen lässt. Die Besetzung ist beachtlich: Jason Scott Lee, Jason Isaacs, Connie Nielsen, Sean Pertwee, Michael Chiklis und Gary Busey. Anderson findet immer wieder durchaus beeindruckende Bilder, doch das Resultat ist nicht mehr – aber auch nicht weniger! – als ein solides B-Picture.

Soldier

Das Drehbuch stammte von David Webb Peoples, der für Ridley Scott auch Blade Runner schrieb (ohne die Roman-Vorlage von Philipp K. Dick zu kennen). People baute in Soldier kleine Hinweise auf Blade Runner und auf Kurt Russells größten Erfolg Die Klapperschlange ein. Doch das nutzte nichts, denn Soldier spielte nur ein Viertel seines 60-Millionen-Dollar-Budgets wieder ein. Der Film hat sich recht jedoch gut gehalten und es ist erfreulich, dass er endlich ungekürzt erscheint!

Soldier

Koch Media veröffentlicht den 95-minütigen Film als Media-Book mit Blu-ray, DVD und umfassenden Bonusmaterial, wie Audiokommentar von Paul W.S. Anderson, Jason Isaacs und Jeremy Bolt (leider ohne deutschen Untertitel); Making of (23:44 min, deutsche Sprache); Blick hinter die Kulissen (14:52 min); Interviews; Diverse Trailer und Bildergalerie

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Guardians of the Galaxy Vol. 2

Bei Guardians of the Galaxy fremdelte ich zunächst ein wenig mit dem Konzept, wenn es denn überhaupt eins ist. Ist ein Weltraum-Abenteuer mit einem Waschbären, einen immer den selben Satz sagenden Baum, sowie Hits aus den 70er Jahren wirklich kultig?  Ein Film der knapp 800 Millionen Dollar einspielt, ist schon kein Kult mehr, sondern der erste Teil eines Franchise und zudem noch ein wichtiger Beitrag zum Marvel Cinematic Universe .

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Daher folgt drei Jahre später die Fortsetzung. Da jetzt von Anfang an klar ist, was ungefähr auf der Leinwand abgehen wird, herrscht anstelle von Verwunderung Wiedersehensfreude. Die Mischung aus Humor, Action, Musik und ziemlich menschlichen Aliens zündet diesmal sogar noch stärker als Anno 2014.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Die Gurkentruppe um den sich gerne Star-Lord nennenden Peter Quill (Chris Pratt) ist zu einer Art Ersatzfamilie zusammen gewachsen. Thematisch passend hat sich der humanoide Baum zu Baby Groot zurückentwickelt, die grünhäutige Gamora (Zoe Saldana) hat Stress mit ihrer Adoptiv-Schwester Nebula (Karen Gillan).

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Quill muss sich gleich mit zwei Vätern herumärgern. Zum einen ist da der blauhäutige Banden-Chef Yondu Udonta (Michael Rooker), der ihn großzog und dann gibt es noch seinen leiblichen Vater. Dieser fast schon allmächtigen galaktische Patriarchen trägt den schönen Namen Ego und Snake Plissken Kurt Russell verleiht der Rolle durch seine Präsenz und seine beeindruckende Filmografie das nötige Gewicht.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Gleichzeitig müssen aber auch immer wieder Rettungsaktionen von galaktischen Ausmaß durchgeführt werden. Dies ist ein guter Vorwand für stylische – und wahrscheinlich sogar unvergessliche! –  Szenen, in denen die 3D-Techik von heute eine interessante Symbiose mit der Musik von gestern eingeht.

Guardians of the Galaxy Vol. 2
© 2016 Marvel

Die Blu-ray von Disney enthält den 135-minütigen Film, wahlweise mit Audiokommentar vom Regisseuren James Gunn (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Hinzu kommen ein umfangreiches Making Of (37:39 min), Guardians Inferno Music Video mit David Hasselhoff (3:35 min), Gag Reel (3:41 min) und vier deleted Scenes (insgesamt 5:04 min)

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Die Klapperschlange

Im Jahre 1997 ist die ganze Insel Manhattan ein Hochsicherheitsgefängnis in dem drei Millionen Häftlinge ohne Wärter eingesperrt sind. Es herrscht Anarchie und das Recht des Stärkeren. Mitten in dieses Chaos hinein stürzt Air Force One, die Maschine des US-Präsidenten ab. Daher muss jemand hinein in diese Hölle.

Die Klapperschlange

Die Wahl für dieses Wahnsinnsunternehmen fällt auf Snake Plissken, einen hochdekorierten Ex-Soldaten, der zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Bei Erfolg bekommt er Generalpardon, doch um sicherzustellen, dass Plissken seine Mission auch erfüllt, werden ihm kleine Sprengkörper implantiert. Snake hat weniger als 24 Stunden Zeit, den Präsidenten und sich selbst zu retten…

Die Klapperschlange

Für nur 5 Millionen Dollar zauberte John Carpenter eine schwarzhumorige Anti-Utopie auf die Leinwand und machte aus der Sparsamkeit (New York wurde durch ein künstlich verschmutztes St. Louis gedoubelt) eine Tugend, die sich sogar in immer wieder recycelten Textzeilen (“Ich dachte Sie wären tot“, “Nenn mich Snake!“) niederschlug.

Die Klapperschlange

Die deutlich aufwändiger produzierte Westküsten-Fortsetzung Flucht aus L.A. ist zwar ähnlich subversiv wie das Original, aber längst nicht mehr so spannend wie Snake Plisskens erster Trip. Es ist sehr schade, das eine weitere Fortsetzung (der vielversprechende Arbeitstitel lautete Escape from Earth) wohl nicht mehr zustande kommt, denn Filmemacher, die wie John Carpenter mit einem Sinn für starke Bilder und Geschichten haben, fehlen heute schmerzhaft.

Die KlapperschlangeBonusmaterial der neuen Blu-ray-Edition von 2016: Audiokommentar mit John Carpenter und Kurt Russell, wie fast alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Audiokommentar mit Debra Hill und Joe Alves; Audiokommentar von Darstellerin Adrienne Barbeau und Kameramann Dean Cundey:; Ein recht informativer deutscher Audiokommentar der Filmjournalisten Kai-Oliver Derks und Alexander Büttner; Dokumentation „Rückkehr zur Klapperschlange“ (23:01 min), Bericht über die Spezialeffekte (14:28 min), Bericht über die Musik (18:56 min); Die Original Eröffnungsszene (10:48 min) ; Interview mit Kurt Russell von 2016 als Audiodatei (7:04 min); Vier US-Trailer (insgesamt 4:58 min)

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Death Proof

Nachdem er zuvor seinen Film Kill Bill in zwei Teilen in die Kinos brachte, kommt nun (zumindest weltweit außerhalb der USA) mit Death Proof ein neues Werk von Quentin Tarantino in die Kinos, das eigentlich nur die Hälfte einer Gemeinschaftsarbeit darstellt, die der Kultregisseur mit seinem Kumpel Robert Rodriguez unter dem Titel Grindhouse in die US-Kinos brachte. Dort lief das Double Feature, das zudem im Mittelteil noch einige gefakte Trailer enthält, nur recht moderat und manche Zuschauer verließen bereits nach Robert Rodriguezs Planet Terror die Kinos und warteten gar nicht mehr auf Tarantinos Beitrag.

Death Proof
Um als eigenständiger Kinofilm bestehen zu können, wurde Death Proof noch um 30 Minuten gestreckt, was etwas seltsam anmutet bei einem Film, der kunstvoll mit abgehackten Übergängen und kurzen scheinbar fehlenden Szenen spielt. Tarantino hat sich nicht nur inhaltlich an Autojagd-Filmen wie Fluchtpunkt St. Francisco oder Mad Max orientiert.

Death Proof

Death Proof wirkt durch vermeidlich schlechtes Filmmaterial und verwaschene Farben tatsächlich so als wenn ein 70er-Jahre-Vorstadtkino die abgenudelte Kopie (eine Spule enthält anscheinend sogar nur schwarzweißes Filmmaterial) eines billigen Actionfilms zeigt. Vor allem in der ersten Hälfte ist Death Proof äußerst dialoglastig, wobei sich Tarantino etwas zu ausführlich – aber sehr eifrig – darum bemüht, zu zeigen, dass Mädels genauso vulgär wie Kerle sein können.

Death Proof
Doch urplötzlich entwickelt das Ding ein irrsinniges Tempo und die Geschichte vom Serial-Straßen-Killer Stuntman Mike (Paraderolle für Kurt Russell), der an einige taffe Chicks gerät mit denen nicht zu spaßen ist, legt tüchtig (je beinahe ultimativ) an Fahrt zu. Tarantino drehte die abschließende Auto-Action-Jagd ganz ohne Tricks und hatte die glänzende Idee der auch schauspielerisch talentierten neuseeländischen Stuntfrau Zoë Bell die Rolle der neuseeländischen Stuntfrau Zoë zu geben, was sich in einigen atemberaubenden Szenen niederschlägt. Der abrupte aber konsequente Schluss macht diese Trash-Hommage zu einer runden Sache bei der es rund geht.

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