Schlagwort-Archive: Marvel Cinematic Universe

Black Widow

Der 24. Film des Marvel Cinematic Universe startet mit einer Verspätung von über einem Jahr. Manche Kinos boykottieren Black Widow zwar, weil er zeitgleich auf Disney+ zu sehen ist. Hierfür ist jedoch nicht nur ein Abo erforderlich, sondern auch noch ein Betrag von 21,99 Euro zu entrichten. Ich finde es erfreulich, dass es dennoch – genau wie im Falle von Disneys Cruella – auch wieder möglich ist aktuelle Film auf großer Leinwand zu genießen.

Black Widow

Das Warten auf Scarlett Johannsen als Natasha Romanoff hat sich gelohnt, zumal sie diesmal auch noch ihre schrecklich nette “Familie“ mitgebracht hat. David Harbour aus Stranger Things und die wie immer großartige Rachel Weisz (About a Boy) spielen sehr überzeugend russische Agenten, die sehr überzeugend ein durchschnittliches US-Ehepaar spielen.

Black Widow

Doch 1995 war für die Scheinfamilie in Ohio der amerikanische Traum ausgeträumt und sie wurde in alle Winde versprengt. Während Natasha Romanoff bei den Avengers anmusterte, wird ihre “Schwester“ Yelena zum Teil eines kollektiv gesteuerten Netzwerks von russischen Killeragentinnen. Natasha gelingt es den Kontakt zu Yelena wieder herzustellen. Die beiden jungen Frauen raufen erst einmal heftig, bevor sie sich zusammenraufen und auf die Suche nach ihren Eltern machen…

Black Widow

Der Film spiel zwar unmittelbar nach den Ereignissen in The First Avenger: Civil War, doch nennenswerte Gastauftritte von Marvel-Superhelden (William Hurt als General Ross zählt da nicht wirklich) gibt es nicht. Doch da die Chemie zwischen Scarlett Johannsen und der ebenfalls großartigen Florence Pugh (Die Libelle) als Yelena stimmt, funktioniert Black Widow auch als Familien-Drama mit anrührenden Momenten. Es ist erfreulich, dass das Marvel Cinematic Universe weiterhin für Überraschungen gut ist.

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Loki

In Windeseile hat Disney+ das Marvel Cinematic Universe durch drei höchst unterschiedliche Serien bereichert. WandaVision beschäftigt sich erstaunlich raffiniert und verspielt mit der Love Story zwischen Wanda Maximoff und dem Androiden Vision alias J.A.R.V.I.S.

Loki

Deutlich konventioneller kommt The Falcon and the Wintersoldier daher. Präsentiert wird ein auf knapp sechs Stunden ausgedehnter Spielfilm mit großartiger Action am Anfang und Ende, etlichen Durchhängern im Mittelteil, sowie niedrigkarätigen Gastauftritten (Black Panthers glatzköpfige Wachen, Captain Americas Nachbarin und Daniel Brühl).

Loki

Gerade gestartet ist eine Serie um Thors Halbbruder, die bei dem Moment ansetzt, in dem sich Loki mitsamt des Tesserakts aus Avengers: Endgame verabschiedete. Er geriet in die Fänge der TVA (Time Variance Authority), einer Organisation, die darüber wacht, dass niemand von der Zeitachse abweicht.

Loki

Dort arbeitet ein gewisser Mobius M. Mobius, den Hochzeits-Crasher Owen Wilson mit voller Starpower sehr charmant verkörpert und ein interessanter Gegenpart zum Loki-Darsteller Tom Hiddleston ist. Hinzu kommt ein teilweise sehr schön verspielter 70er-Jahre-Look und skurriler Humor irgendwo zwischen Doctor Who und Terry Gilliam. Das kann was Großartiges werden…

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Zack Snyder’s Justice League

Die Initiative #ReleaseTheSnyderCut engagierte sich nicht für Klimaschutz oder Weltfrieden, sondern für die bessere und vor allem sehr viel längere Version eines gefloppten DC-Superheldenfilms. Justice League wurde 2017 weder finanziell noch künstlerisch zu DCs Gegenstück zum Marvel-Blockbuster The Avengers, obwohl dessen Regisseur Joss Whedon am Film beteiligt war.

Zack Snyder's Justice League

Das Scheitern von Justice League hat eine sehr tragische Vorgeschichte. Nachdem Zack Snyders 20-jährige Tochter Selbstmord begangen hatte, brach der Regisseur die Dreharbeiten ab und Whedon vollendete den Film. Dieser nahm sehr viele Änderungen am Drehbuch vor und war nicht immer erfolgreich dabei, seinen auch “Josstice League“ genannten Film leichtfüßiger und humorvoller zu machen.

Zack Snyder's Justice League

Anscheinend setzten sich genügend Fans dafür ein, dass Zack Snyder, dessen erstaunlich amüsanter Zombie-Film Army of the Dead aktuell bei Netflix zu bewundern ist, die Möglichkeit bekam, Justice League in seinem Sinne umzuarbeiten, damit er seine mit Man of Steel und Batman v Superman: Dawn of Justice begonnene Trilogie vollenden kann.

Zack Snyder's Justice League

Snyder entfernte alle von Whedon gedrehten Szenen, darunter auch der großartige Moment mit dem auf Wonder Womans “Lasso der Wahrheit“ sitzenden Aquaman. Dies erinnerte an den “Richard Donner Cut“ von Superman II, dem fast alle vom finalen Regisseur Richard Lester gedrehte Szenen zum Opfer fielen.

Zack Snyder's Justice League

Snyder fügte neben nicht verwendeten Sequenzen auch neugedrehte Szenen und bessere Spezialeffekte ein, wofür Warner angeblich 70 Millionen Dollar spendiert hat. Das 242-minütige Resultat kam nicht ins Kino, sondern wurde als vierteilige Miniserie in den USA bei HBO Max und bei uns auf Sky gezeigt. Mittlerweile ist der Film auch auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Zack Snyder's Justice League

Ziemlicher Blödsinn ist, dass Snyder seinen Film jetzt in einer Vollbildfassung präsentiert und allen Besitzern von hochgezüchteten Breiwand-TVs damit eine Riesenfreude bereitet. Doch auch das wirre apokalyptische “Ende nach dem Ende“, in dem Jared Leto, wie schon in Suicide Squad, als Joker zu sehen ist, schafft es nicht, den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck zu zerstören.

Zack Snyder's Justice League

Snyders Version von Justice League ist jetzt ein vielschichtiges, oft auch erstaunlich humorvolles Epos, das tatsächlich in derselben Liga spielt, wie die Filme des Marvel Cinematic Universe.

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Wer ist Black Panther?

Black Panther wurde 1966 von Stan Lee und Jack Kirby auf die Comic-Bühne gehievt. Zwar besiegte der erste afrikanische Marvel-Held die Fantastic Four, doch erst 1973 sollte der maskierte Herrscher von Wakanda eine eigene Heftreihe bekommen. 2005 schließlich erschien mit Who is Black Panther? eine sechsteilige Serie, die T’Challa fit für die Teilnahme beim Marvel Cinematic Universe machte.

Wer ist Black Panther?

Reginald Hudlin, der 1992 Boomerang mit Eddie Murphy inszenierte, hatte bereits fest in der Filmbranche Fuß gefasst, als er sich seinen Jugendtraum erfüllte und damit begann Comics zu schreiben. Später sollte er nicht nur Quentin Tarantinos Django Unchained produzieren, sondern auch die zugehörige Comic-Adaption verfassen.

Wer ist Black Panther?

In Who is Black Panther? verpasste Hudlin dem Marvel-Helden einen epischen Background. Er holte weit aus und zeigt, wie sich die Bewohner Wakandas bereits im 5. Jahrhundert mit trickreich konzipierten Waffen gegen einen feindlichen Stamm verteidigen. Dies setzte sich bis in die Gegenwart fort, und auch der zur Zeit des Zweiten Weltkriegs von der US-Regierung nach Wakanda entsandte Captain America hatte keine Chance gegen Black Panther. Doch es wurde weiterhin versucht, an die Technologie und Bodenschätze Wakanda zu gelangen.

Wer ist Black Panther?

Hudlin stellt die Militärs und Politiker der USA ähnlich unvorteilhaft dar, wie die in seiner Geschichte auftretenden Marvel-Schurken Claw und Rhino. Der gesellschaftskritische Ansatz mindert den Unterhaltungswert von Who is Black Panther? jedoch kein bisschen, was auch daran liegt, das die beeindruckende Grafik von John Romita Jr. (Superman: Das erste Jahr, Kick-Ass, Daredevil: Der Mann ohne Furcht) stammt!

Wer ist Black Panther?

Mittlerweile ist eine Neuauflage von Wer ist Black Panther? als preisgünstige Hardcover-Ausgabe in Paninis Reihe Marvel Must-Have erschienen. Enthalten ist auch interessantes Bonusmaterial, wie etwa Entwurfszeichnungen von John Romita Jr.

Wer ist Black Panther?

Es sei auch noch auf eine sehr werkgetreue Verfilmung von Who is Black Panther? hingewiesen, die im Rahmen der Reihe Marvel Knights Animation als Motion Comic. Hierfür wurden sehr behutsam und mit sparsamer Computeranimation die Comic-Zeichnungen von John Romita Jr. in Bewegung versetzt.

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WandaVision

Den ersten Zuwachs seit Spider-Man: Far From Home bekam das Marvel Cinematic Universe nicht im Kino, sondern in der Online-Videothek von Disney+. Dort starteten am 15. Januar 2021 die ersten beiden Episoden der Serie WandaVision. Im Zentrum der Geschichte steht die Love Story zwischen Wanda Maximoff (Elizabeth Olson) und Vision (Paul Bettany), die drei Jahre zuvor im Getöse von Avengers: Infinity War ziemlich untergegangen war.

WandaVision

Der Auftakt von WandaVision war nicht unbedingt das, was der action-verwöhnte Marvel-Fan erwartet hatte. Wanda alias Scarlet Witch und der Androide Vision alias J.A.R.V.I.S. agieren zunächst als Hauptdarsteller einer scheinbar in den 60er-Jahren gedrehten Serie. Passend dazu wurden die ersten beiden Episoden von WandaVision in Schwarzweiß, im Bildformat 4:3 und mit Lachern vom Band realisiert.

WandaVision

Der Serien-Auftakt ist eine liebenswerte Hommage an TV-Klassiker wie Verliebt in eine Hexe oder Bezaubernde Jeannie. Doch zugleich tauchen immer wieder leicht verstörende Fremdkörper in der nur scheinbar heilen Vorstadtwelt von Wanda und Vision auf. Diese Mischung aus Mystery und Sitcom lässt sich erfreulich viel Zeit, um eine ganz eigene Welt zu präsentieren. Zugleich mangelt es nicht an gelungenen Gags und Spannung. Es bleibt spannend wohin die Reise von Wanda und Vision geht.

WandaVision

Nach und nach wurde aber auch eine parallele Storyline gestartet, deren Breitwand-Optik sich stärker an den Marvel-Kinofilmen orientiert. Hier wird von Differenzen zwischen Militärs und Wissenschaftlern erzählt. Dabei es zu einer Wiederbegegnung mit der etwas verhuschten Doktorandin Darcy Lewis (Kat Dennings), die genau wie in den ersten beiden Thor-Filmen für schrägen Humor sorgt.

WandaVision

Noch einen Spoiler gefällig? Als Wandas Bruder Pietro alias Quicksilver ist diesmal nicht, wie in Avengers: Infinity War, Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass) zu sehen, sondern Evan Peters, der die Figur in den X-Men-Filmen der jetzt bei Disney eingemeindeten Konkurrenz-Firma Fox spielte.

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Marvels 616

In dem aus vielen Parallel-Universen bestehenden Marvel-Kosmos ist Earth-616 jene an unsere Erde erinnernde Welt, auf der die meisten hauseigenen Superhelden beheimatet sind. Eine achtteilige Doku-Reihe namens Marvels 616 ist auf Disney+ zu sehen und erzählt davon, wie viel Kreativität aufgebracht wird, um Tradition und Zeitgeist bei Marvel in Einklang zu bringen.

Marvels 616

Dabei geht es bemerkenswerterweise überhaupt nicht um die omnipräsenten Filme des Marvel Cinematic Universe. Im Zentrum der Serie stehen nicht nur Profis, wie das weit entfernt voneinander an der Comic-Reihe Iron Man 2020 arbeitende Team des noch nach der klassischen Marvel-Methode textenden Autoren Dan Slott.

Marvels 616

Gewürdigt werden auch Fans, die durch ihre mit viel Liebe und Aufwand produzierten Kostüme als Cosplayer oder in Schulaufführungen selbst zu Marvel-Charakteren werden.

Marvels 616

Die Episode Schneller, höher, weiter erzählt davon, wie immer mehr Frauen durch ihre Arbeit an Serien wie Captain Marvel oder Ms. Marvel die Comics auch für weibliche Leser interessant machen. Ein Beitrag über Action-Figuren stellt auch Mitchel Wu vor, dem durch das Hinzufügen von Unschärfen, sowie Rauch- oder Wasser-Effekten erstaunlich lebendige, aber oft auch sehr amüsante Fotos von kleinen Spielzeugen gelingen.

Amazing Artisans

Sehr interessant ist Amazing Artisans, ein Bericht über die spanischen Zeichner Natacha Bustos (Moon Girl and Devil Dinosaur) und Javier Garrón (Miles Morales: Spider-Man), die von ihrer Heimat aus für Marvel arbeiten. Hier ist zu erfahren, wie die Künstler arbeiten und durch welche höchst unterschiedlichen Umstände sie ihre begehrten Jobs bei Marvel erhielten.

Marvels 616

Recht amüsant ist eine Episode, die sich mit vergessenen Marvel-Figuren beschäftigt und die auch den nicht ganz ernst gemeinten Versuch dokumentiert, die tierischen Superhelden aus der 1990 nach nur vier Heften eingestellten Serie Brute Force zu revitalisieren.

Marvels 616

Doch so richtig massenkompatibel ist das Team um den schwerbewaffneten Cyborg-Delfin Surfstreak und den Löwen auf Rädern Lionheart immer noch nicht…

Marvels 616

Mein persönlicher Favorit der ersten Staffel dieser hoffentlich recht langlebigen Serie ist eine Episode über eine erstaunliche japanische TV-Serie mit Spider-Man.

Marvels 616

Ein Jahr nachdem in den USA eine Realfilm-Reihe mit den Netzschwinger durchgefallen war, erhielt die Produktionsfirma Tōei 1978 die Erlaubnis ihre ganz eigene Version von Spider-Man zu realisieren.

Marvels 616

Das Resultat lässt selbst die legendäre Pop-Art-Version von Batman  mit Adam West bieder wirken. Das Kostüm und auch die zugehörigen Stunts in der japanischen Version können durchaus beeindrucken. Doch Spider-Man alias Takuya Yamashiro agiert in einer ungewohnten Umgebung voller durchgeknallter Schurken, wie Professor Monster und der aus Aliens mit Entenschnäbeln bestehenden Iron Cross Army oder einem riesigen Krabben-Dämonen.

Marvels 616

Bemerkenswert ist auch, dass Spider-Man in Japan über das Raumschiff The Marveller verfügt, welches sich – lange vor den Transformers – in einen Roboter verwandeln kann. Die in Marvels 616 gezeigten Ausschnitte aus der immerhin aus 41 Episoden bestehenden Serie sind zum Schreien komisch, und eine synchronisierte Version wäre auf Disney+ garantiert ein Hit!

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Jack Kirby – Die Comic-Biografie

Wer sich über Jack Kirby informieren wollte, kam bisher nicht um die von Mark Evanier verfasste reich bebilderte Biografie King of Comics herum. Doch jetzt kommt eine weitere Option hinzu, die zwar auch nur in englischer Sprache vorliegt, doch Comic-Freunden sehr entgegenkommen dürfte. Tom Scioli hat das Leben der Marvel-Legende auf knapp 200 Seiten in Comic-Form zu Papier gebracht.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Als Erzähler fungiert dabei Jack Kirby selbst, wobei sich Scioli auf zahlreiche Quellen beruft, die er im Anhang  Seite für Seite benennt. Die Kriegserlebnisse von Kirby, der zuvor bereits zusammen mit Joe Simon Captain America erfunden hatte und anschließend ab 1943 in Frankreich gegen die Deutschen kämpfte, bringt Scioli schlicht aber eindringlich zu Papier.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Doch für Comic-Fans am interessantesten ist natürlich die Arbeitsbeziehung zu Stan Lee, aus der ab 1961 viele noch heute erfolgreich im Marvel Cinematic Universe tätige Comic-Charaktere hervorgingen. Der sehr umtriebige Lee hat es immer so dargestellt und auch in die Comic-Credits geschrieben, dass von ihm die Ideen (“Script“) und von Kirby die Zeichnungen (“Art“ oder “Layout“) stammen.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Sciolo hingegen erzählt im Comic davon, dass Kirby die Tantiemen für die zahlreichen von ihm geschaffenen Figuren und die von ihm erzählten Geschichten vorenthalten wurden. Dadurch war der Vater von vier Kindern gezwungen, bis zum Umfallen für Marvel zu arbeiten.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Besonders gut kommt Stan Lee in Sciolos Comic nicht weg. Der Zeichner zeigt ihn Anfang der 60er-Jahre als unscheinbaren Angestellten mit Stirnglatze und lässt ihn dann plötzlich zu einem farbenfroh bekleideten Paradies-Vogel mutieren, dem “ein ganzer Kopf voller Haare über Nacht“ gewachsen war.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Tom Sciolis hat seinem Comic einen „Altpapier-Look“ verpasst. Die handelnden Figuren zeichnet er karikierend, während die “graphischen Zitate“ respektvoll und exakt ausgefallen sind. Die hoffentlich auch bald bei uns erscheinende Biographie lädt zu einer spannenden Zeitreise ein, die fast 100 Jahre Comic-Geschichte erzählt.

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Howard the Duck

Überraschenderweise war eine Ente die erste Marvel-Comicfigur, die im Mittelpunkt eines aufwändigen Film-Spektakels stand. 1986 – mehr als 20 Jahre bevor das Marvel Cinematic Universe mit Iron Man startete –  produzierte George Lucas – der sich persönlich dafür einsetzte dass die Comicversion zu Star Wars bei Marvel erschien – eine als Blockbuster geplante Verfilmung der Serie Howard the Duck.

Howard the Duck

Regie führte Willard Huyck, der gemeinsan mit Lucas und seiner Ehefrau Gloria Katzam das Drehbuch von American Graffiti ge schrieben hatte. Der Film basiert auf einer eher Insidern bekannten Comicfigur, die 1973 von Steve Gerber und Val Mayerik erfunden wurde. Seitdem spukt sie sporadisch im Marvel-Universum herum.

Howard the Duck

Der Film erzählt wie Howard von seinem Enten-Planeten plötzlich per Energiestrahl auf die Erde geschickt wird. In Cleveland, Ohio lernt er Beverly Switzler (Lea Thompson aus Zurück in die Zukunft spielte einige Jahre später auch die Mutter des Comic-Lausbuben Dennis the Menace) und ihre New-Wave-Frauenband Cherry Bomb kennen. Außerdem rettet er  die Erde vor einer außerirdischen Bedrohung.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Sein Budget von 37 Millionen Dollar spielte der Film gerade so eben wieder ein, was nicht weiter verwunderte. Das Enten-Kostüm, in dem ein Liliputaner steckte und die nicht allzu bewegliche Gesichtsmaske sind eher albern (genau wie viele der Gags), Spaß macht Howard the Duck trotzdem.

Howard the Duck

So gibt es neben einem hemmungslos herumkaspernden Tim Robbins und einen abgedreht bedrohlichen Jeffrey Jones im großen Finale noch ein richtig gutes Stop-Motion-Monster, irgendwo zwischen Ray Harryhausen und H. P. Lovecraft. Der schmalzige Soundtrack vom James-Bond-Komponisten John Barry fügt sich nahtlos ins überhaupt nicht zusammenpassende Gesamtkonzept ein.

Howard the Duck

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 110-minütigen Film noch diese Extras: „Howard“ – Die Story“ (12:52 min) + „Howard“ – Ein Blick zurück“ (26:21 min) – Zwei Dokus von Laurent Bouzereau aus dem Jahre 2008, die sich auch mit dem Mißerfolg des Films beschäftigen; “News-Featurette“ (1:38 min); “Stunts“ (2:43 min); “Special Effects“ (3:11 min); “Musik“ (3:08 min); “Duckumentary“ (1:48 min); Deutscher Trailer (1:18 min); Zwei US-Teaser (0:58 min + 1:33 min) und Galerie mit 63 Bildern.   

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Bloodshot

Valiant war eine Weile nach DC und Marvel der größte Superhelden-Verlag. Dort debütierte 1991 ein gewisser Raymond Garrison, der durch in sein Blut injizierte sogenannte Naniten große Selbstheilungskräfte hat. Doch sein Gedächtnis wurde dabei auch gelöscht und als Bloodshot versucht ehemalige Elite-Soldat herauszufinden, wer er wirklich ist, bzw. war.

Bloodshot

Sony Pictures schätze den Charakter Bloodshoot als eine solide Grundlage ein, um mit Figuren aus den Valiant Comics etwas ähnliches zu erschaffen wie Disney mit dem Marvel Cinematic Universe. Für die Titelrolle war zunächst Jared Leto Vorgesehen, der als Joker im DC-Film Suicide Squad jedoch sehr viel weniger Aufsehen erregte als seine Kollegin Margot Robbie in der Rolle der Harley Quinn.

Bloodshot

Es war sicher keine schlechte Entscheidung Vin Diesel die Rolle des Bloodshoot zu geben, zumal er in xXx: Die Rückkehr des Xander Cage nicht seine übliche One-Man-Show abgezogen hatte, sondern auch seine Mitspieler glänzen ließ. Dies passierte auch in Bloodshot, denn die gut gewählten Darsteller, wie Eiza González (Baby Driver), Lamorne Morris und vor allem Guy Pierce (Iron Man 3), sind sehr viel mehr als Stichwortgeber.

Bloodshot

Hinzu kommt noch ein erstaunlich pfiffiges Drehbuch mit überraschenden Wendungen, gelegentlichen Humor und einem Hauch von Philip K. Dick. Dadurch gibt es gut in einer interessanten Story verankerte Gründe für spektakuläre Spezialeffekte und großartig in Szene gesetzte Action-Sequenzen. Insgesamt kann attestiert werden, dass Bloodshot sehr viel unterhaltsamer ist, als alles was Warner bisher mit DC-Superhelden ins Kino gebracht hat.

Bloodshot

Die Blu-ray von Sony Pictures Entertainment enthält neben dem 109-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: Entfallene & erweiterte Szenen (12:09 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Outtakes & Pannen (1:59 min); Anfangsszenen – Die Regie von Bloodshot (9:16 min); Vergessene Soldaten – Der Cast von Bloodshot (11:13 min)

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21 Bridges

Bei einem Diebstahl in New York erbeuten die Kleinkriminellen Jay (Taylor Kitsch) und Michael (Stephen James), die zuvor beim Militär waren, sehr viel mehr (und sehr viel besseres) Rauschgift als erhofft. Doch es kommt zu einer Schießerei, bei der Jay acht Polizisten tötet. Police Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) soll die Täter so schnell wie möglich fassen und dazu lässt er alle 21 Brücken von Manhattan schließen.

21 Bridges

Die Brüder Anthony und Joe Russo inszenierten mit The First Avenger: Civil War sowie dem furiosen Double-Feature Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame drei der gelungensten Filme des Marvel Cinematic Universe. Ähnlich wie im Netflix-Film Extraction ließen sie auch als Produzenten von 21 Bridges einen Marvel-Superhelden-Darsteller in einer halbwegs realitätsnahen Geschichte das Böse bekämpfen.

21 Bridges

Anstelle von Thor Chris Hemsworth spielt diesmal Black Panther Chadwick Boseman die Hauptrolle. Ein kurzer Prolog versucht seiner Figur etwas Profil zu verleihen und zeigt den jungen Andre Davis auf der Beerdigung seines Vaters. Dieser war Polizist und wurde im Dienst ermordet. Nach einem harten Schnitt ist zu sehen, wie sich Andre Davis 19 Jahre später verantworten muss, weil er im Polizeidienst sehr schnell zur Waffe greift.

21 Bridges

Doch bei der Jagd nach Jay und Michael greift Davis im Gegensatz zu seinen Kollegen nicht immer sofort zur Waffe. Recht schnell bringt er das Duo zur Strecke, doch damit ist die Geschichte noch lange nicht am Ende. Dem Iren Brian Kirk gelang in seinem Spielfilm-Debüt dank guter Darsteller wie Sienna Miller und J. K. Simmons ein mitreißender fast komplett in einer Nacht spielender Großstadt-Thriller mit einigen intelligent konstruierten, überraschenden Wendungen.

21 Bridges

Die Blu-ray von Concorde Video enthält neben dem 100-minütigen Film noch Interviews mit Cast & Crew (6:35 min), B-Roll (3:09 min), Deleted Scenes (3:07 min) und den deutschen Trailer (1:25 min) 

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