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Batman: Soul of the Dragon

Bruce Wayne trägt im 40. Beitrag zur Reihe der DC Universe Animated Original Movies zwar ganz schön fette Koteletten, doch nur selten sein Batman-Kostüm. Der eigentliche Held ist Richard Dragon, der als Geheimagent seine beträchtlichen Martial Arts Fähigkeiten einsetzt. Dragon erlernte einst die Kampfkünste gemeinsam mit Bruce beim Meister O-Sensei in der abgelegenen Stadt Nanda Parbat.

Batman: Soul of the Dragon

Dort gab es ein geheimnisvolles Tor, das zur von Dämonen bevölkerten Welt des Schlangengotts Nāga führt, die nur durch Willenskraft und das magische Schwert Soul Breaker im Zaum gehalten werden kann. Etliche Jahre nach ihrer gemeinsamen Zeit in Nanda Parbat taucht Richard Dragon bei Bruce Wayne in Gotham City auf, denn eine geheimnisvolle Sekte, will Nāgas Dämonen auf die Menschheit loslassen. Das Duo sucht die alten Ausbildungsgefährten Shiva und Ben Turner auf, um gemeinsam die Katastrohe zu verhindern…

Batman: Soul of the Dragon

Dem Animationsfilm ist in jeder Sekunde anzumerken, dass die Macher – darunter das Batman-Animated-Mastermind Bruce Timm – große Fans der Filme von Bruce Lee, der damit zusammenhängenden Blaxploitation-Welle und der TV-Serie Kung Fu mit David Carradine, sowie den ersten Kinoauftritten von James Bond sind. Daher ist es praktisch, dass die DC-Comics in den 70er-Jahren mit den Serien über die Kung Fu Fighter Richard Dragon und Ben Turner die selben Quellen angezapft haben.

Batman: Soul of the Dragon

Fast jede der teilweise sehr skurrilen Figuren, die in Batman: Soul of the Dragon auftreten, hat ihre Wurzeln im DC-Universum. Für die richtige Martial-Arts-Atmosphäre sorgen zudem in der Originalfassung die Stimmen von kampferfahrenen Darstellern wie Mark Dacascos (Der Pakt der Wölfe, Crying Freeman), Michael Jai White (Spawn) und Kelly Hu (X-Men 2), sowie James Hong aus John Carpenters Big Trouble in Little China, der in seiner unbekümmerten Mischung aus Martial Arts und Fantasy großen Einfluss auf den Animationsfilm hatte.

Batman: Soul of the Dragon

Entstanden ist ein gut funktionierender animierter Actionfilm, der teilweise ganz schön brutal ausgefallen ist. Das liebevoll rekonstruierte Flair der 70er-Jahre, die sympathischen Hauptfiguren, der allgegenwärtige Humor, sowie die interessante Erzählkonstruktion mit vielen Rückblenden machen Batman: Soul of the Dragon zu einem Highlight unter den DC-Filmen.

Batman: Soul of the Dragon
Cover von Bill Sienciewicz

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 83-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Batman: Raw Groove: Das Gefühl der 70er-Jahre“ (30:30 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) sowie ein mit etwas peinlichen Auftritten des Produzenten Jim Krieg im 70er-Jahre-Outfit  garniertes Making Of (18:03 min), die thematisch passenden Episoden „Day of the Samurai“ und „Night of the Ninja“ aus “Batman: The Animated Series“, sowie eine Vorschau auf „Justice Society: World War II“, den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum (8:07 min). Leider gibt es diesmal keinem Kurzfilm aus der Reihe DC Showcase.

Batman: Soul of the Dragon

In den USA bei Best Buy ist eine 4K-Edition erschienen und über Warner-Online-Shop in Großbritannien gibt es eine Blu-ray-Special-Edition, beiden liegt eine Figur von Ben Turner alias Bronze Tiger bei.

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Batman: Ninja

Japanische Versionen von Batman sind nichts Neues. Parallel zur TV-Serie mit Adam West zeichnete Jiro Kuwata bereits 1966 eine Manga-Version des damals noch gar nicht so dunklen Ritters. Deutlich finsterer ging es 2008 zu, als mit Batman: Gotham Knight unter japanischer Regie eine Zusammenstellung von sechs Anime-Kurzfilmen auf DVD und Blu-ray erschien. Diese Kompilation war der dritte Beitrag zur Reihe DC Universe Animated Original Movies.

Batman: Ninja

Batman Ninja entstand außerhalb dieses Labels und erzählt eine durchgehende Geschichte über Batman, der sich gemeinsam mit einigen Verbündeten und Gegnern plötzlich im mittelalterlichen Japan befindet. Dort haben sich Joker, Penguin, Two-Face, Poison Ivy und Deathstroke bereits als mächtige Kriegsherren etabliert. Batman und sein Team nehmen den Kampf auf…

Batman: Ninja

Das Design zu Batman Ninja stammt von Takashi Okazaki (Afro Samurai) und ist erstaunlich vielfältig. Der Film beginnt als detailverliebter Animationsfilm voller verrückter Bilder und überrascht mittendrin durch einen krassen Stilwechsel. In einen simplen an japanische Holzschnitte und Aquarelle erinnernden Stil wird davon erzählt, wie der Joker und Harley Quinn versuchen als schlichte Bauern zu leben.

Batman: Ninja

Das Finale ist dann wieder bombastischer animiert und mündet in eine fast schon klischeehafte Schlacht zwischen Riesenrobotern, während der Nachspann eine Nippon-Version von Gotham City präsentiert. Notdürftig zusammengehalten durch eine oft etwas seltsame Geschichte, entstand ein farbenfrohes Spektakel voller durchgeknallter Kulissen, Kostüme und Action-Sequenzen.

Batman Ninja

Die Blu-ray von “Batman Ninja“ enthält neben dem 85-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “East West Batman“ (17:33 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), “Batman: Made in Japan“ (14:03 min) und “Präsentation auf dem New York Comic Con“ (49:02 min)

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