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Dario Argento: Opera

Nachdem sein weiblicher Star in einen schweren Unfall verwickelt wurde, findet der Horror-Regisseur Marco für seine Opern-Inszenierung von Verdis Macbeth in der jungen Betty den perfekten Ersatz. Doch auf der Oper scheint ein Fluch zu lasten: Ein unheimlicher Killer macht Jagd auf die Beteiligten und zieht mit bestialischen Morden seine Kreise immer enger um das Objekt seiner Begierde: Die neue Diva der La Scala.

Dario Argento: Opera

Opera (Terror in der Oper) von 1988 mag vielleicht nicht der spannendste Film des italienischen Horror-Experten Dario Argento sein, doch es ist wahrscheinlich sein blutigster und auch schönster. In Deutschland lief er jedoch nur auf Festivals im Kino.

Dario Argento: Opera

Für die Heimkino-Fassung wurde Opera gekürzt, aber dennoch indiziert. Überraschenderweise erscheint jetzt eine neu geprüfte deutsche Fassung, die ungekürzt ist, aber dennoch ab 16 Jahren freigegeben wurde. Dies ist angesichts einiger wirklich ganz schön drastischer, wenn auch meisterlich inszenierter Momente, mehr als erstaunlich.

Dario Argento: Opera

Koch Media präsentiert diese ungekürzte Fassung (in der zwangsläufig  auch recht viele nicht synchronisierte Szene enthalten sind) in einem schönen Media-Book, das sowohl eine Blu-ray als auch 2 DVDs mit dem Film und viele Extras enthält. Sehr gelungen ist auch das reichhaltige Bonusmaterial, zu dem ein deutschsprachiger Audiokommentar von Kai Naumann und Marcus Stiglegger, dem Herausgeber des Buchs Dario Argento: Anatomie der Angst gehört.

Dario Argento: Opera

Die Blu-ray von Koch Media enthält den Film in einer ungekürzten Version (107:19 min, wahlweise mit einem Audiokommentar von Marcus Stiglegger und Kai Naumann) sowie in der Exportfassung (95:36 min), Trailer aus Deutschland (1:47 min), Italien (1:25 min), USA (1:43 min) und einen internationalen englischsprachigen Trailer (1:44 min) sowie eine Galerie mit 35 Bildern. Auf den beiliegenden DVDs gibt es noch ein Interview mit Regisseur Dario Argento (22 min), „Wer hat das getan und wer bin ich?“ mit Autor Franco Ferrini (36 min), „Noten und Alpträume“ mit Komponistin Claudio Simonetti (30 min), „Die Rache der Krähen“ mit Animatronikkünstler Sergio Stivaletti (15 min), „Der Fluch von MacBeth“ mit Publizist Enrico Lucherini (14 min), „Mit offenen Augen“ mit Filmhistoriker Fabrizio Spurio (36 min), “Featurette „Terror im Kino“ Q&A-Runde zum Film mit Regisseur Dario Argento, Autor Franco Ferrini und Regisseur Lamberto Bava (25 min)

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Dario Argento: Anatomie der Angst

Es mag etwas übertrieben sein, wenn im Klappentext zu diesem Buch behauptet wird, dass die Filme von Dario Argento (Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe, Tenebre, Vier Fliegen auf grauem Samt) hierzulande in erster Linie “eine tragische Zensurgeschichte“ sind. Da der italienische Horror-Regisseur auch weiterhin mit Filmen wie Giallo oder Dracula 3D aktiv ist, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Filmfreunde mit dessen zum Glück nicht mehr ganz so schwer zu beschaffenden und sehr viel interessanteren Frühwerken beschäftigt.

Dario Argento: Anatomie der Angst

Auch daher ist es erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis endlich ein deutschsprachiges Buch über Dario Argento erscheint. Dieses überzeugt schon durch seine Vielfältigkeit und die umfangreiche Filmographie. Wie in der Reihe Deep Focus von Bertz + Fischer üblich, beschäftigen sich auch hier wieder zahlreiche Autoren mit den einzelnen Filmen und den besonderen Aspekten im Werk von Argento.

Dario Argento: Anatomie der Angst

Am leidenschaftlichsten ausgefallen ist dabei das Essay Der wildeste Rausch von allen des Filmemachers Dominik Graf (Die Katze, Im Angesicht des Verbrechens), der sich sehr wortgewaltig mit der Musik der frühen Filme von Dario Argento beschäftigt. Eine gute Ergänzung hierzu ist das Interview mit Claudio Simonetti, der einst mit der Gruppe Goblin die Argento-Filme (aber auch die von Argento betreute Euro-Version von George A. Romeros Zombie – Dawn of the Dead) mit unvergesslichen wilden Klängen versorgte und auch heute noch mit dem Regisseur zusammenarbeitet.

Dario Argento: Anatomie der Angst
Dario Argento

Argento-Novizen sei neben dem mittlerweile ungekürzt ab 16 Jahre freigegebenen Opera der ebenso opulent in Szene gesetzte Film Suspira von 1977 ganz besonders ans Herz gelegt. Die Schauplätze dieses angeblich in “Freiburgo“ spielenden aber großteils in München gedrehten Films hat Sebastian Selig aufgesucht und dies zu einem sehr amüsanten Bildbericht verarbeitet. Die zahlreichen Abbildungen in diesem Buch sind zwar nur in schwarzweiß, doch die Texte liefern die Farben nach und laden zum Erstkontakt oder zur Wiederbegegnung mit Argentos Filmen ein.

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