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Neil Gaiman: Nur wieder das Ende der Welt

Mit Eine Studie in Smaragdgrün und Mögliche Geschichten startete der Dantes Verlag seine in den USA bei Dark Horse erschienene Neil Gaiman Bibliothek. Beide Bände enthielten Adaptionen von Prosa-Geschichten und die Comics entstanden ganz ohne Beteiligung von Gaiman. Dies ist bei der im dritten Band enthaltenen Comic-Geschichte nicht der Fall. Only the End of the World Again debütierte 1998 in den Heften 6 bis 8 der Reihe Ōni Double Feature. Zwei Jahre später folgte eine 48-seitige Gesamtausgabe, ebenfalls in Schwarzweiß.

Neil Gaiman Bibliothek

Die Story versteht sich als Tribut an den Science-Fiction- und Fantasy-Autor Autor Roger Zelazny (Die Chroniken von Amber). Doch die Geschichte ist schon durch den Handlungsort – der fiktiven Stadt Innsmouth in Massachusetts – eindeutig im Cthulhu-Universum von H. P. Lovecraft angesiedelt. Hauptfigur ist der Versicherungs-Sachbearbeiter Lawrence Talbot. Da so auch die von Lon Chaney Jr. verkörperte Hauptfigur des Universal-Monsters-Klassiker The Wolfsman heißt, dürfte klar sein, in was sich Talbot regelmäßig verwandelt…

Neil Gaiman: Nur wieder das Ende der Welt

Anscheinend dienten dem Comic einige Ideen von Gaiman als Grundlage, die der auch als Zeichner bekannte P. Craig Russell zu einer Geschichte zusammenfügte. Diese wiederum brachte dann der Kanadier Troy Nixey zu Papier. Für die dritte Ausgabe derselben Geschichte spendierte Dark Horse noch eine Kolorierung von Matthew Hollingsworth und streckte das Ganze noch durch ein schön zusammengestelltes Skizzenbuch.

Neil Gaiman: Nur wieder das Ende der Welt

Nur wieder das Ende der Welt ist nicht mehr – aber auch nicht weniger! – als ein angenehm morbider Ausflug in eine vertraut wirkende Gruselwelt und somit das Comic-Gegenstück zu einem liebevoll in Szene gesetzten B-Picture. Genau wie die ebenfalls bei Dantes erschienene Veröffentlichung von Alan Moores Serie Cinema Purgatorio gibt es auch bei den Bänden der Neil Gaiman Bibliothek einem umfangreichen Anhang mit interessanten Hintergrundinfos des Übersetzers Jens R. Nielsen.

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Neil Gaiman: Mögliche Geschichten

Die Besucher des über einem Londoner Plattenladen gelegenen Diogenes Club sind alles andere als vornehme Gentlemen. Oft schon etwas angetrunken, tauschen sie gerne Geschichten aus, die zwar bizarr sind, sich vielleicht aber auch tatsächlich zugetragen haben. So geht es etwa um eine seltsame Geschlechtskrankheit oder ein Fotomodell, das in den letzten Jahrzehnten in zahlreichen Magazinen zu sehen war, aber kein bißchen gealtert ist…

Neil Gaiman: Mögliche Geschichten

Basierend auf Neil Gaimans Geschichten Foreign Parts, Feeders and Eaters, Looking for the Girl und Closing Time entstand 2016 die von skyARTS produzierte Serie Likely Stories, die nicht über die aus vier Episoden bestehende erste Staffel hinauskam. Zwei Jahre später erschien bei Dark Horse ein Comic, in dem Adaptionen der selben vier Short Stories enthalten sind.

Neil Gaiman: Mögliche Geschichten

Bei uns wurde diese Collection beim Dantes Verlag unter dem Titel Mögliche Geschichten als zweiter Band der Neil Gaiman Bibliothek veröffentlicht wurde. Genau Eine Studie in Smaragdgrün, der Eröffnungsband der Reihe, entstand auch Mögliche Geschichten ganz ohne Beteiligung von Gaiman.

Neil Gaiman: Mögliche Geschichten

Mark Buckingham (Fables) hat die vier durch eine Rahmenhandlung verbundenen Geschichten nicht nur gezeichnet, sondern auch adaptiert. Dabei hat einen verdammt guten Job gemacht. Der Brite Buckingham ist eine Art Gaiman-Veteran, denn seit 1987 illustrierte er zahlreiche Texte und Comics, wie Beiträge zur Serie Sandman, des mittlerweile in nahezu allen Medien tätigen Autors.

Neil Gaiman: Mögliche Geschichten

Buckingham arbeitet bei Mögliche Geschichten oft mit kleinformatigen aber detailreichen Panels und versucht so viel Gaiman-Prosa wie möglich in den Comic einfließen zu lassen. Das klappt erstaunlich gut, wobei die wohlüberlegte Kombination aus Gaiman-Texten und virtuosen Buckingham-Illustrationen erstaunlich gut darüber hinwegtröstet, dass manche Story eher seltsam als pointiert ist.

Neil Gaiman: Mögliche Geschichten

Genau wie die ebenfalls bei Dantes erschienene Veröffentlichung von Alan Moores Serie Cinema Purgatorio gibt es auch bei Möglichen Geschichten einen umfangreichen Anhang mit interessanten Hintergrundinfos des Übersetzers Jens R. Nielsen. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch noch Mark Buckinghams ebenfalls im Buch enthaltende mit Randnotizen versehenen sehr ausdrucksstarken Entwurfszeichnungen.

Neil Gaiman Bibliothek

Als nächste Beiträge zur Neil Gaiman Bibliothek erscheinen Nur wieder das Ende der Welt (Co-Autor: P. Craig Russell) sowie Das Susan-Problem und andere Geschichten.

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American Gods

Shadow freut sich nach einer dreijährigen Haftstrafe auf ein Wiedersehen mit seiner Frau Laura. Doch diese ist bei einem Autounfall umgekommen. Dabei starb auch Shadows bester Freund Robbie mit dem er zusammen Pläne für die Zukunft hatte. Als er auch noch erfährt, dass Robbie und Laura ein Verhältnis hatten, bricht für Shadow eine Welt zusammen. Er beschließt für den zwielichtigen Mr. Wednesday zu arbeiten, den er auf der Reise vom Gefängnis zu Lauras Beerdigung immer wieder getroffen hat.

American Gods

Was noch halbwegs realistisch beginnt, entwickelt sich zu einem großen Fantasy-Epos. Neil Gaiman (Sandman) schreibt in seinem 2001 erschienenen Roman American Gods darüber, dass Götter nur existieren, wenn jemand an sie glaubt. Daher sind uralte Gottheiten wie Mr. Wednesday alias Odin durch die Medien, das Internet oder den Glauben an Aktienkursen vom Aussterben bedroht.

American Gods

Mittlerweile wurde aus American Gods eine bei uns auf Amazon Prime laufende TV-Serie und bei Dark Horse erscheint eine Comic-Reihe. Die Adaption und das Layout besorgte P. Craig Russell, der bereits aus Neil Gaimans Coraline eine Graphic Novel gemacht hatte. Die Zeichnungen stammen zumeist von Scott Hampton. Das Resultat kann sich sehen lassen und macht ähnlich viel Spaß wie die TV-Reihe.

American Gods

Splitter wird die Serie in sechs Hardcover-Bänden im Format 20 x 28 cm veröffentlichen. Buch 1 enthält die ersten fünf US-Hefte und ist sehr schön aufgemacht. Schade nur, dass nicht alle Titelbilder und Variantcover enthalten sind, denn sie stammen von Meistern ihres Fachs wie Glenn Fabry, Dave McKean, David Mack oder Bill Sienkiewicz.

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