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Wolverine: Origin

Seit Joe Quesada bei Marvel am Ruder ist, hat sich dort einiges geändert. Die Ende 2001 gestartete Miniserie Origin ging wohl von allen Reformen am weitesten. Bisher verfügte der beliebteste X-Man Wolverine über zwei markante Merkmale. Am auffälligsten sind sicher seine aus dem Körper hervorschnellenden spitzen Krallen. Ebenso wichtig ist jedoch die im Argen liegende Vergangenheit dieser oft wilden und unbeherrschten Figur. Doch damit war plötzlich Schluss.

Wolverine: Origin

In Form einer sechsteiligen Miniserie wurde das Geheimnis gelüftet und aus der Jugend des populären Mutanten erzählt. Alles begann Ende des 19. Jahrhunderts in einem etwas düsteren Herrenhaus in Alberta, Kanada. Die junge Irin Rose wurde von den wohlhabenden Howletts als Spielgefährtin für ihren kränkelnden Sohn James eingestellt. Rose und Irin befreunden sich mit Dog an, dem Sohn eines ständig betrunkenen Landarbeiters.

Wolverine - Origin

Aus dieser Grundsituation heraus gelangen dem Autoren Paul Jenkins (Fairy Quest) einige wirklich überraschende Wendungen, die Andy Kubert in Bilder am Rande des Kitsches umsetzte. Einer der Gründe für die Entstehung von Origin war, dass bei Marvel befürchtet wurde, in der Fortsetzung zum erfolgreichen X-Men-Film könnte die brachliegende Entstehungsgeschichte Wolverines ein zentrales Thema werden und dann alles Hollywood-like völlig danebengehen. Doch in die X-Men-Kinotrilogie wurden allenfalls ein paar Elemente aus Barry Windsor-Smiths 1991 entstandener Weapon X– Storyline eingearbeitet, die erzählte wie ein gewisser Logan in einem Militärlabor durch die Substanz Adamantium zum Mutanten Wolverine wurde. Erst ein Wolverine-Solo-Filmprojekt sollte sich 2009 etwas ausführlicher den Lehr- und Wanderjahren des beliebtesten Mitglieds der X-Men widmen.

Wolverine - OriginEs hat lange gedauert bis in Marvel-Comics weiter aus der Sturm- und Drangzeit des populären Mutanten erzählt wurde. Erst Anfang 2014 starteten Kieron Gillen (Über) und Adam Kubert mit Origin II eine Fortsetzung. Die erste Origin-Storyline hingegen liegt mittlerweile bei Panini als gebundener DeLuxe-Prachtband im 27 x 26 cm Überformat vor. Neben einigen Skizzen kann auch der Schutzumschlag gefallen, der zu einem riesigen Poster entfaltet werden kann!

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Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest

Der 1973 in Mexiko geborene Humberto Ramos ist einer der ganz wenigen Zeichner von US-Heften (eigentlich gibt es da sonst nur noch John Romita Jr.), der über einen wirklich eigenen Stil verfügt. Es ist äußerst spannend zu verfolgen wie er z. B. allgemein bekannten Figuren wie Peter Parker oder J. J. Jameson bei “Spider-Man“ seinen unverkennbar knuffigen Look verpasst.

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest

Doch Ramos ist nicht nur im Superhelden-Genre tätig, sondern hat auch allerlei eigene Serien am Start. Recht erfolgreich war seine Vampir-Serie “Crimson“, während er sich bei “Out There“ an Horror-Unterhaltung im Stile von Stephen King versuchte. Bei beiden Comic-Reihen arbeitete Ramos mit Brian Augustyn zusammen, während die Texte der sechsteiligen Mystery-Serie “Offenbarungen“ vom Briten Paul Jenkins (“Wolverine – Origin„) stammten. Dieser orientierte sich dabei ganz offensichtlich an den Thrillern von Dan Brown (“Sakrileg“). Auch bei “Fairy Quest“ fungiert Jenkins als Autor.

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest

Die Comic-Serie spielt in einer Welt, die mit Märchenfiguren bevölkert ist. Doch märchenhaft geht es dort nicht zu, denn Herr Grimm passt auf, dass seine Kreaturen jeden Tag streng nach seinen Vorgaben agieren. Dies istt Rotkäppchen überhaupt nicht recht, denn sie hat sich mit dem gar nicht so bösen Wolf angefreundet. Als Rotkäppchen deshalb Gehirnwäsche durch Grimms Gedankenpolizei droht, flüchtet sie zusammen mit dem Wolf. Dabei trifft sie auf einen gewissen Peter, der zusammen mit einigen wilden Jungs und einer kleinen Fee im Sumpf lebt…

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest
Fairy Quest Pin-up von J. Scott Campbell

Die Geschichte von Paul Jenkins ist nicht wirklich originell oder gar konsequent erzählt. Einige der Figuren, wie etwa eine alte Frau, die in einem großen Schuh wohnt, kommt bei den Brüdern Grimm nicht vor, dennoch leben sie in der Märchenwelt von “Fairy Quest“. Doch immerhin taugt die Story dazu Humberto Ramos einmal mehr zu graphischen Höchstleistungen anzuspornen. Unterstützt durch die schöne Kolorierung von Leonardo Olea, sind die Bilder des Comics ein Augenschmaus und kommen sehr gut in der Hardcover-Edition von Popcom zur Geltung. Diese wird noch abgerundet durch Variant-Cover von Ramos und beeindruckende Pin-ups der Märchenfiguren von Zeichnern wie J. Scott Campbell oder Skottie Young.

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Paul Jenkins, Humberto Ramos: Offenbarungen

Charlie Northern, Detective bei Scotland Yard hadert als Ex-Katholik mit seinem Glauben aber auch mit seiner Sucht auf Zigaretten. Ein alter Freund bittet ihn einen Todesfall aufzuklären, der in höchsten kirchlichen Kreisen mitten im Vatikan begangen wurde. Kardinal Richleau, der als möglicher Nachfolger des Papstes gehandelt wird, wird tot unter seinem Fenster aufgefunden, allerdings so weit entfernt davon, dass der alte Mann eigentlich unmöglich Selbstmord begangen haben kann. Sollten da höhere Mächte mitgewirkt haben?

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Offenbarungen

Der 1973 in Mexiko geborene Humberto Ramos ist einer der ganz wenigen Zeichner von US-Heften (eigentlich gibt es da sonst nur noch John Romita Jr.), der über einen wirklich eigenen Stil verfügt. Es ist äußerst spannend zu verfolgen wie er z. B. allgemein bekannten Figuren wie Peter Parker oder J. J. Jameson bei “Spider-Man“ seinen unverkennbar knuffigen Look verpasst.

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Offenbarungen

Doch während bei seinen von Brian Augustyn getexteten Serien “Crimson“ und “Out There“ die Qualität der Geschichten nicht mit dem Artwork von Ramos mithalten kann, diesem sogar eher untergeordnet ist, überzeugt die sechsteilige Miniserie “Die Offenbarung“ voll. Ramos zeigt, dass er auch ganz alltägliche Dinge wie den Besuch eines Straßencafés oder eines Schwimmbads ansprechend und spannend bebildern kann. Dem Autor Paul Jenkins (“Wolverine – Origin“) hingegen gelingt es seiner zunächst eher wie ein herkömmlicher Thriller im Stile von Dan Brown (“Sakrileg“) wirkender Geschichte ein äußerst überraschendes ja sogar verstörendes Finale zu verpassen, das noch lange nachwirkt.

Bei „Fairy Quest“ sollten Ramos und Jenkins erneut zusammenarbeiten.

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