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Sven Janssen

Beim All Verlag werden  in letzter Zeit Nostalgie-Serien wie Bruno BrazilLuc Orient  oder Yalek in kleinen Alben-Dosen verabreicht. Bei  Kult Comics hingegen gibt es sehr viel stärkere Dröhnungen. Fachkundig eingeleitet von Volker Hamann (Reddition) kann auf über 240 Comicseiten miterlebt werden, wie auf den Seiten den belgischen Comicmagazins Tintin vor knapp 60 Jahren aus einem Playboy urplötzlich ein Familienvater wurde.

Sven Janssen – Integral 1

Als Auftakt enthält dieser Integral-Band die deutschsprachige Premiere der 30-seitigen Geschichte Marc Franval chasse le »condor«. Dieses erste Abenteuer von Marc Franval setzte Édouard Aidans 1963 nach einem Szenario von Jacques Acar in Szene.

Sven Janssen – Integral 1

Erzählt wird, wie es Franval im Auftrag des Innenministeriums verschlägt nach Polynesien. Dort checkt er im Hotel Gauguin ein, und seine Mission führt ihn auf eine geheimnisvolle Insel mit Labor und schwerbewaffneten Wachleuten. Handlung und Bilder erinnern dabei recht deutlich an den ein Jahr zuvor gestarteten ersten 007-Film James Bond jagt Dr. No.

Sven Janssen – Integral 1

Anschließend gibt es für unseren Helden jedoch keine Liebesgrüße aus Moskau. Genau wie sein neuer Texter Yves Duval fährt Marc Franval jetzt keinen Sportwagens mehr, sondern einen roten VW-Bus und hat plötzlich auch noch Frau und Kind.

Sven Janssen – Integral 1

Dieses komplett geänderte Konzept wurde in vier vierseitigen Kurzcomics mit Safari-Abenteuern getestet, die auch Infos zu Krokodilen, Nashörnern, Gorillas und Löwen enthalten. Der Leserschaft von Tintin gefielen die Familienausflüge und bei uns erschienen die Short Stories mit einigen Jahren Verspätung in MV Comix und Zack Parade.

Sven Janssen – Integral 1

Im Original hieß die Serie jetzt Les Franval, während hierzulande der Familienvater als Sven Janssen zum alleinigen Titelhelden wurde. Duval und Aidans produzierten bis 1980 zwölf Alben mit den abenteuerlustigen Franvals, die ersten fünf davon sind in diesem Sammelband enthalten.

Sven Janssen – Integral 1

Zum Abdruck kommen aber auch noch diverse Titelbilder, Illustrationen. Schöner kann ein Comicklassiker nicht präsentiert werden.

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Frankenstein schuf ein Weib

1957 brachten die englischen Hammer Film Productions mit Frankensteins Fluch eine Neuverfilmung von Mary Shelleys Roman ins Kino. Der Erfolg des stilvoll ausgestatteten Farbfilmes war so groß, dass Hammer sechs weitere Frankenstein-Filme folgen ließ.

Frankenstein schuf ein Weib

Frankenstein schuf ein Weib war 1967 der vierte Beitrag zur Reihe und Peter Cushing spielte wieder in der Titelrolle. Doch fast ebenso viel Aufmerksamkeit zog die Österreicherin Dietlinde Ortrun Zechner auf sich, die kurz zu vor als Susan Denberg in der Star-Trek-Episode Die Frauen des Mr. Mudd und vor allem 1966 als Miss August im Playboy aufgefallen war.

Frankenstein schuf ein Weib

Die junge Darstellerin überzeugt als körperlich entstellte Christina, die Selbstmord begeht, nachdem ihr geliebter Hans unter der Guillotine landet. Baron Frankenstein ist dies gerade recht und er begnügt sich nicht damit bei der Wiederbelebung Christinas Schönheit wiederherzustellen, sondern verpflanzt auch noch die Seele von Hans in den Körper seiner Freundin.

Frankenstein schuf ein Weib

Das Resultat ist ein amoklaufender Racheengel, der sich daranmacht drei Adlige (die in Hammer-Filmen ohnehin meist nur eine kurze Lebensdauer haben) um die Ecke zu bringen. Das schnöselige Trio hatte zuvor Christina ganz fies gequält. Der Gender-Mix-Thematik (Mann in Frauenkörper und andersrum) trotzte Hammer 1971 mit Dr. Jekyll und Sister Hyde einen weiteren bemerkenswerten Thriller ab.

Frankenstein schuf ein Weib

Extras der DVD der Hammer-Edition: „World Of Hammer Frankenstein: eine von Oliver Reed kommentierte Zusammenstellung von Filmausschnitten von 1990 (24:42 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln, Zwei Bildergalerien mit Musik (2:37 min und 4:05 min), Englischer Kinotrainer (2:32 min),

Frankenstein schuf ein Weib

Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “The Mummy’s Shroud“ („Der Fluch der Mumie“), hierzu enthält die DVD noch einen Trailer (2:00 min) und zwei schwarzweiße TV-Spots (0:59 min und 0:21 min), Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit einem kuriosen deutschen Plakat und einem informativen Text von Uwe Sommerlad

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Django Unchained als Comic

Comics zum Film sind zumeist ein fades Abfallprodukt zum Blockbuster (Ausnahmen wie  Alien – Der Comic zum Film oder Mike Mignolas Comic zu Francis Ford Coppolas Dracula bestätigen die Regel). Doch der Comic zu Quentin Tarantinos Kinoerfolg Django Unchained ist etwas ganz Besonderes, was auch Tarantino in seinem Vorwort zum Ausdruck bringt, denn dieser liebt nicht nur Comics, sondern “ganz besonders“ Western-Comics.

Django Unchained als Comic

Die Comica-Aaption von Django Unchained stammt vom Reginald Hudlin, dem  auch als Comic-Autor (Wer ist Black Panther?) tätigen Produzenten des Films. Erzählt wird nicht nur die aus dem Kino bekannte Handlung. Das Buch enthält auch einige von Tarantino geschriebene Sequenzen, die es nicht in den Film geschafft haben, wie etwa eine schön in Szene gesetzte Kurzfassung der Nibelungen-Sage. Am Interessantesten dürfte jedoch die ausführliche Schilderung der tragischen Ereignisse sein, die dazu führten, dass die schöne Sklavin Broomhilda von Shaft in die Hände des skrupellosen Plantagenbesitzers Calvin Candie geriet.

Django Unchained als Comic

Gezeichnet wurde dieser Director’s Cut, der dank seiner sorgfältigen Machart erst Monate nach dem Start des Films komplett vorliegt, großteils von R. M. Guéra. Dieser wurde 1959 in Belgrad als Rajko Miloševic geboren und hatte seit frühster Jugend den Spitznamen Gera. Er las schon als Kind viele Comics und wurde ganz besonders inspiriert vom Westernklassiker Leutnant Blueberry, der von Jean-Michel Charlier getextet und von Jean Giraud alias Moebius gezeichnet wurde.

Django Unchained als Comic
R. M. Guéra auf dem Comicfestival München

In Jugoslawien veröffentliche Gera einige von Sergio Leone inspirierte Western-Comics. Als 1991 die Jugoslawien-Kriege ausbrachen, zog er nach Barcelona und nannte sich fortan R. M. Guéra. Sein größter bisheriger Erfolg ist die in der Gegenwart angesiedelte Western-Reihe Scalped, die in den USA erfolgreich bei DC Vertigo erschienen ist.

Django Unchained als Comic

Tarantino-Erfahrung hatte Guéra auch schon vor Django Unchained, denn er zeichnete als Werbung zum Film für den Playboy einige Seiten einer Comic-Adaption von Inglourious Basterds (auch hier erzählte er eine Episode, die nicht im Film enthalten war). Guèra war 2013 auf dem Comicfestival München zu Gast. Dort hatte er einige seiner schönsten Comicseiten aus Django Unchained, die übrigens alle noch keine Sprechblasen enthielten, für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt und stand auch für ein Gespräch zur Verfügung. Hier war zu erfahren, dass Guéra den Comic gezeichnet hatte, ohne die Filmvorlage zu kennen und daher die Comicfiguren unabhängig von dem Aussehen der zugehörigen Darsteller entwickelt hatte.

Django Unchained Comic
Frank Quitely

Der schön aufgemachte Hardcover-Band von Eichborn enthält nicht nur den Inhalt der sechs US-Hefte, sondern auch noch einige von Guèras Skizzen, sowie zahlreiche Coverillustrationen, die von bekannten Comickünstlern wie Jim Lee, Alex Ross (Marvels, Kingdom Come), Guillem March oder Frank Quitely (All-Star Superman, Jupiter’s Legacy ) gestaltet wurden.

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