Schlagwort-Archive: Stephen King

Firestarter

1980 erschien mit Firestarter der achte Roman von Stephen King, der von der kleinen Charlie McGee handelt, die mit ihrer Willenskraft Feuer entfachen konnte. Das Buch wurde 1984 zu einer Zeit verfilmt, als nicht eben wenige Adaptionen des King of Horrors in die Kinos kamen.

Im Vergleich den kurz zuvor entstandenen meisterlichen King-Verfilmungen wie Carrie, Shining, Dead Zone, Christine sieht Der Feuerteufel (so der deutsche Verleihtitel) ganz schön alt aus. Da kann auch die seinerzeit neunjährige Drew Barrymore in der Titelrolle sowie die hochkarätigen Nebendarsteller wie oder George C. Scott als Indianer Martin Sheen und Louise Fletcher nichts ändern.

Nachdem 2002 mit Feuerteufel – Die Rückkehr eine TV-Fortsetzung als dreistündige Miniserie entstand, die mit Malcolm DcDowell und Dennis Hopper immerhin recht prominent besetzt war, folgt jetzt eine Neuverfilmung. Diese wurde produziert von der Firma Blumhouse (The Purge, Halloween Kills) produziert, die mit Mercy – Der Teufel kennt keine Gnade bereits Stephen Kings Kurzgeschichte Granny recht anständig als Spielfilm adaptierte.           

Das Resultat reißt zwar keine Bäume aus, ist der 1984er-Version aber dennoch haushoch überlegen. Ursprünglich war Fatih Akin (Der Goldene Handschuh, Gegen die Wand) als Regisseur vorgesehen, doch dann übernahm Keith Thomas. Die Hauptrollen von Charlie McGee und ihrem Vater Andy sind bei Zac Efon und der elfjährigen Ryan Kiera Armstrong (Black Widow) in sehr guten Händen. Dies trifft auch auf den Soundtrack zu, der von John Carpenter zusammen mit seinem Sohn Cody nicht ganz ohne Eigenzitate eingespielt wurde.    

Bonusmaterial der Blu-ray von Universal: Audiokommentar von Keith Thomas (ohne deutsche Untertitel) , Alternatives Ende (2:43 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Unveröffentlichte und erweiterte Szenen (20:14 min), Gag Reel (1:06 min), Eine kinetische Energie (6:04 min), Ein Feuer entfachen (3:43 min), Zündung von Feuerstarter (3:38 min), Machtkampf (3:28 min).

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Stranger Things – Season 4

Nach einer mehrjährigen pandemiebedingten Verspätung hat Netflix endlich die Fortsetzung der Erfolgsserie Stranger Things online gestellt. Wer sich, nachdem Mitte 2019 die dritte Staffel ihre Premiere erlebt, nicht mehr mit dem großartigen 80er-Jahre-Rivival der Duffer-Zwillinge beschäftigt hat, braucht eine Weile, um durchzublicken.    

Season 4 beginnt kurz nach den zuvor erzählten Ereignissen und schildert, wie die Hauptfiguren, die teilweise in Kalifornien oder gar in einem russischen Gefangenenlager gelandet sind, Anno 1979 langsam aber sicher nach Hawkins in Indiana zurückkehren. In der Kleinstadt gibt es Portale zu der von gefährlichen Wesen bevölkerten Schattenwelt “Upside Down“.

Von dort aus schleicht sich der Dämon Vecna über Alpträume in die Gedanken einiger Einwohner von Hawkins ein, um Macht über sie zu gewinnen und sie brutal umzubringen. Eine der Inspirationsquelle für Vecna war Wes Cravens Klassiker A Nightmare on Elm Street, dessen Hauptdarsteller Robert Englund einen wichtigen Gastauftritt absolviert.

Robert Englund

Anfangs wirkt die Erzählstruktur der vierten Staffel eher durchwachsen als durchdacht. Doch immerhin platzieren die Duffers immer wieder imposante Sequenzen, wie gleich zu Beginn die mitreißende Parallelmontage eines High-School-Basketball-Spiels und einer Partie des Fantasy-Rollenspiels Dungeon & Dragons. Hierbei werden die unterschiedlichen Schülergruppen vorgestellt, die anschließend noch allerlei Konflikte auszutragen haben.

Hart dran am Picasso-Motto “Gute Künstler kopieren, großartige Künstler stehlen.”  wildern die Duffers immer wieder bei Stephen Spielberg und Stephen King. Dennoch gelingt ihnen auch diesmal sehr viel mehr als eine Fanboy-Hommage, denn die Serie entwickelt spätestens ab dem Ende der vierten Staffel – Stichwort Running Up That Hill von Kate Bush – eine großartige Eigendynamik.

Die Schlusspointe darf ruhig gespoilert werden, denn am Ende der sieben Folge ist zu erfahren, dass die letzten beiden Episoden der vierten Staffel erst einen Monat später nachgeliefert werden. Dies ist anscheinend eine Hommage von Netfilx an den Konkurrenten Disney+, der seine Serien nicht in kompletten Staffeln sondern häppchenweise serviert.

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Dead Zone

Johnny Smith (Christopher Walken) hat einen netten Job als Lehrer in Castle Rock und ist verliebt in seine Kollegin Sarah (Brooke Adams). Nachdem die beiden einen Rummelplatz besuchten, lehnte es Johnny ab, bei Sarah zu übernachten, denn “auf manche Dinge lohnt es sich zu waren.“ Auf der Heimfahrt wird Johnny in einem Autounfall verwickelt und fällt er in ein Koma, aus dem er erst nach fünf Jahren wieder erwacht.

Dead Zone

Sarah ist mittlerweile mit einem anderen Mann verheiratet. Johnny hingegen hat plötzlich sobald er eine Person berührt hellseherische Visionen. Als er auf er einer Wahlveranstaltung dem rücksichtslosen Politiker Greg Stillson (Martin Sheen) die Hand schüttelt, sieht er, dass dieser als US-Präsident den Dritten Weltkrieg starten wird. Johnny beschließt Stillson durch ein Attentat zu töten…

Dead Zone

1983 entstand eine der besten Stephen-King-Verfilmungen. Der kanadische Regisseur David Cronenberg (A History of Violence) drehte zuvor billige aber effiziente Horror-Schocker wie Rabit – Der brüllende Tod oder Scanners – Ihre Gedanken können töten. Bei Dead Zone schlug er erstaunlich leise Töne an, und es wird sogar behauptet, dass Cronenberg ein von Stephen King verfasstes Drehbuch verworfen hatte, weil es zu brutal war.

In an den idyllischen Gemälden von Norman Rockwell orientierten Bildern erzählt Cronenberg in Form von eindrucksvoll in Szene gesetzten Episoden die Geschichte eines Mannes, den seine besondere Begabung alles andere als glücklich macht. Christopher Walken ist sensationell in der Hauptrolle und wird unterstützt durch großartige Darsteller wie Tom Skerritt, Herbert Lom und Anthony Zerbe. 2002 startete die recht interessante TV-Serie The Dead Zone mit Anthony Michael Hall, die es auf sechs Staffeln brache.

Bei Kochfilms liegt Cronenbergs Dead Zone auf Blu-ray als gut ausgestattetes Mediabook mit einer treffenden Analyse von Christoph Huber vor. Zum 104-minütigen Hauptfilm gibt es einen Audiokommentar der Filmexperten Stephen Jones und Kim Newman. Das Kernstück des auf einer beiliegenden DVD enthaltenen Bonusmaterials ist ein 48-minütiges sehr interessantes Gespräch mit Stephen King, in dem es allerdings hauptsächlich um dessen Buch Der Anschlag geht. Hinzu kommen weitere Dokus zum Film: Memories (12:18 min), The Look (9:23 min), Visions and Horrors (9:42 min), The Politics (11:32 min), Interview mit David Cronenberg (18:04 min), sowie der US-Trailer (2:08 min) und eine Galerie mit 73 Bildern

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Stephen King: Billy Summers

Mit über 700 Seiten ist das neue Buch von Stephen King ein ganz schöner Brocken. Doch der Leser bekommt sehr viel mehr geboten als nur einen einzigen straight erzählten Roman. Titel-„Held“ ist ein ehemaliger US-Soldat, der als Killer arbeitet. Seinen Auftragsgebern gaukelt Billy Summers vor, er hätte ein simples Gemüt. Doch der literarisch interessierte Präzisionsschütze versucht sein schlechtes Gewissen dadurch zu beruhigen, dass er nur schlechte Menschen tötet, die dies seiner Meinung nach verdient haben.

Stephen King: Billy Summers

In der ersten Hälfte des Buchs erzählt King davon, wie Summers einen letzten Auftrag annimmt und vorbereitet. In Red Bluff, einer Kleinstadt in den Südstaaten, soll einem Mörder und Vergewaltiger der Prozess gemacht werden. Da unklar ist, wann die Verhandlung stattfindet, zieht Summers erst einmal inkognito in das Städchen und gibt sich als Schriftsteller aus. Zunächst nur als Tarnung, doch mit immer größerer Begeisterung, beginnt er damit, seine Audiobiografie zu schreiben.

Stephen King: Billy Summers

Der auf mehreren Ebenen erzählte Auftakt besteht zu einem Großteil aus der von Summers immer mitreißender niedergeschriebener Schilderung seiner tragischen Jugendjahre, beschreibt aber auch, wie sich der Killer immer mehr mit einigen Kleinstädtern anfreundet. Dies fesselt durchaus, eine Straffung durch ein Lektorat hätte aber auch nicht geschadet. Doch nachdem Summers auf den Angeklagten geschossen hat und sich auf der Flucht befindet, entwickelt sich der Roman in eine überraschende Richtung. Direkt vor dem Versteck von Summers wird die 21-jährige Alice Maxwell von ihren Vergewaltigern aus dem Auto geworfen. Summers nimmt sich der jungen Frau an und ein ebenso spannender wie faszinierender Road Trip beginnt…

Stephen King: Billy Summers

Ganz ohne fantastische Elemente kommt Stephen King auch in Billy Summers nicht aus. Diese stehen im Zusammenhang mit seinem Klassiker Shining und bereichern die Story nicht wirklich. Doch insgesamt gelang King ein spannend erzählter Thriller voller glaubhafter Charaktere, wobei er eher auf psychologischen Tiefgang als auf permanente Hochspannung setzt. Auch dank seiner Liebe zu interessanten Details, wobei King auch einige Spitzen gegen Trump abfeuert, bleibt die Geschichte jederzeit glaubhaft.

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Bernie Wrightson: Creepshow

Kurz nachdem Stephen King bereits 1981 kurz in George A. Romeros Knightriders als pöbelnder Zuschauer zu sehen war, ließen der Bestsellerautor und der Zombie-Regisseur ihrer Vorliebe für die alten EC-Comics freien Lauf. Creepshow ist das filmische Gegenstück zu den aus mehreren Horrorgeschichten bestehenden EC-Comicheften wie Tales from the Crypt oder The Vault of Horror.

Stephen King: Creepshow

In Deutschland zeigten die Kinos den Film unter dem blöden Titel Die unheimlich verrückte Geisterstunde (wahrscheinlich hatte derselbe Knallkopf, der Airplane! mit Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug übersetzte, erneut zugeschlagen) und es wurde auch noch eine komplette Episode herausgeschnitten.

Bernie Wrightson: Creepshow

Diese war natürlich im von Bernie Wrightson zu Papier gebrachten Creepshow-Comic enthalten, doch dieser erschien bei uns erst 1989 als der Film ohnehin schon komplett auf Video erhältlich war. Der Zeichner hatte auch Stephen Kings Buch Das Jahr des Werwolfs bebildert und 12 Illustrationen zu dessen Langfassung von The Stand beigesteuert.

Bernie Wrightson: Creepshow

Die Creepshow-Adaption gehört ganz gewiss nicht zu Wrightsons schwächsten Werken, denn nicht ohne Grund wurde der durch seine Arbeiten für die Warren-Magazine Creepy und Eerie, sowie die Comics mit Swamp Thing, bekannte Zeichner für den Job ausgewählt. Das Cover des Creepshow-Comics stammt übrigens nicht von Wrightson, sondern vom EC-Zeichner Jack Karmen. Dieser zeichnete auch alle Comichefte, die im Film zu sehen sind.

Bernie Wrightson: Creepshow
Der Kunstdruck

Es ist sehr erfreulich, dass bei Splitter eine liebevoll editierte Hardcover-Neuauflage von Wrightsons Creepshow erschienen ist. Als Anhang ist noch ein fundiertes achtseitiges Nachwort von Sven Jachmann enthalten. Der Erstauflage liegt zudem noch ein Kunstdruck bei. Doch dieser ist etwas enttäuschend ausgefallen und wirkt wie eine Blanko-Urkunde.

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Naoki Urasawa: 21th Century Boys

Im September 2018 startete Panini seine Ultimative Edition des Monumental-Mangas 20th Century Boys von Naoki Urasawa (Monster, Billy Bat). Vierteljährig erschienen 420-seitige Sammelbände. Die Aufmachung mit schmucken Plastik-Schutzumschlag, verbesserten Lettering einer lesefreundlicheren Größe von 15 x 21 cm und gelegentlich eingefügten Farbseiten ist sehr viel prächtiger ausgefallen als Paninis Erstveröffentlichung.

Naoki Urasawa: 21th Century Boys

Auf 5.000 Seiten erzählt Urasawa kunstvoll verschachtelt von Kenji Endō und seinen Freunden, die sich 1969 als Kinder ein bedrohliche Science-Fiction-Szenario ausdachten, das drei Jahrzehnte später Wirklichkeit zu werden scheint. Ein mysteriöser “Freund“ strebt die Weltherrschaft an und es deutet alles darauf hin, dass er aus Kenjis Freundeskreis stammt…

Naoki Urasawa: 21th Century Boys

Urasawa zögert es immer wieder hinaus, zu enthüllen, wer der “Freund“ ist. Er treibt es sogar so weit, das Geheimnis auch am Ende des elften und letzten Bandes von 20th Century Boys nicht zu lüften. Dies geschieht erst in der Fortsetzung 21th Century Boys. Es sei verraten, dass hinter der Maske mit Auge und Zeigefinger eine Figur steckt, die nicht gerade zur Kernbesetzung des Mangas gehört.

Naoki Urasawa: 21th Century Boys

Dieses mäßig kunstvoll konstruierte Manöver lässt eher an die plumpen Auflösungen von bundesdeutschen Edgar-Wallace-Filmen denken, als an Agatha Christies fast immer recht pfiffigen Krimi-Pointen. Dennoch war ich nicht enttäuscht, denn Urasawas Erzählstil erinnert an Stephen Kings Meisterwerk Es, auch weil die vielen starken Charaktere und großartigen Momente das etwas enttäuschende Ende grandios überstrahlen.

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Stephen King: Später

Als Erzähler fungiert ein kleiner Junge, der darauf hinweist, dass es bei ihm anders ist als “im Film mit Bruce Willis“. Das ist nicht ganz richtig , denn genau wie Haley Joel Osment als Cole Sear in The Sixth Sense sieht auch Jamie Conklin tote Menschen. Bei ihm handelt es sich jedoch ausschließlich um kürzlich Verstorbene, mit denen Jamie reden kann und die gezwungen sind, seine Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten.

Stephen King: Später

Diese Fähigkeit kann er gewinnbringend einsetzen, als Regis Thomas, der lukrativste Klient seiner als Literaturagentin arbeitenden Mutter Tia stirbt, ohne den lange erwarteten Abschlussband seiner Erfolgsserie Roanoke vollendet zu haben. Doch kurz nach seinem Tod diktiert der Geist des Autors Jamie  das Finale des Buchs, die Mutter schreibt es nieder und die Miete ist für eine Weile gesichert. Weniger erfreulich entwickelt es sich, nachdem Jamie einen frisch verstorbenen Attentäter dazu zwingt, ihm zu verraten, wo er seine Bomben versteckte, denn danach wird er dessen rachsüchtigen Geist nicht mehr los…

Stephen King: Später

Stephen King gelingt es großartig seine Geschichte aus der Sicht eines Jungen zu erzählen und den Leser das Erwachsenwerden von Jamie Conklin miterleben zu lassen. Durch die sensible Beschreibung von dessen Gedankenwelt kommt der Leser der Hauptfigur sehr nahe und bangt darum, dass Jamie nichts Schlimmes geschieht. Virtuos wie schon lange nicht mehr, dreht King an der Spannungsschraube und hat auch nach dem großen Showdown noch eine weitere Überraschung parat.

Stephen King: Später

Mit etwas über 300 Seiten ist Später für Kings Verhältnisse ein erstaunlich kompakter Roman. Dies liegt daran, dass er Later in den USA – genau wie zuvor seine Romane Colorado Kid und Joyland – als billiges Paperback mit bewusst trashig gehaltenen Cover in der Reihe Hard Case Crime veröffentlicht hat. Hier erscheinen sowohl klassische Schwarze-Serie-Krimis aus den 40er-Jahren von Autoren wie Erle Stanley Gardner,  aber auch thematisch passende Werke von Schriftstellen wie Ed McBain, Donald E. Westlake oder Max Allan Collins (Road to Perdition).

Stephen King: Später

Wer Bücher nicht nur liest, sondern auch sammelt, hat die Möglichkeit eine limitiere und illustrierte Edition zu erwerben, die über gleich zwei Variant-Cover verfügt. Mitgeliefert wird ein zweiter Schutzumschlag, der das Cover des fiktiven Romans The Secret of Roanoke zeigt, dessen Finale Jamie Conklin vom verstorbenen Autoren Regis Thomas erfahren hatte. Die von Stephen King signierten Versionen dieser Edition erzielen bereits Preise im vierstelligen Bereich…

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Creepshow – Die Serie

Nach einem Drehbuch von Stephen King gelang George A. Romero (Night of the Living DeadZombie) 1982 mit Creepshow eine kultige Horror-Hommage an die EC-Comics im Stile von Amicus-Episodenfilmen wie Die Todeskarten des Dr. Schreck oder Tales from the Crypt. 1987 und 2006 entstanden zwei Fortsetzungen, die weder stilistisch noch inhaltlich beim Original mithalten konnten.

Creepshow - Die Serie

Daher war zu befürchten, dass eine 2019 auf dem Horror-Kanal Shudder gestartete Creepshow-Serie bestenfalls das Niveau der Fortsetzungen erreichen würde. Doch schon die erste Geschichte macht Hoffnung. Gray Matter basiert auf Stephen Kings fast schon klassischer Kurzgeschichte Graue Masse von 1973, die in seiner ersten Story-Sammlung Nachtschicht enthalten ist.

Creepshow - Die Serie

Einige Einwohner haben sich vor dem aufziehenden Orkan in einen Kleinstadt-Laden geflüchtet. Die Gruppe horcht auf, als der kleine Timmy, der eine Kiste der Billigbier-Marke Harrow’s Supreme Lager kaufen will, erzählt, dass sein Vater sich in letzter Zeit extrem verändert hat. Als eine kleine Gruppe Kleinstädter daraufhin Timmys Vater aufsucht, erlebt sie eine böse Überraschung…

Creepshow - Die Serie

Gray Matter ist großartig besetzt mit Tobin Bell (Saw), Giancarlo Esposito (Breaking Bad) und Adrienne Barbeau (The Fog – Nebel des Grauens), die bereits 1982 beim ersten Creepshow-Film dabei war. Regie führt der Horror-Makeup-Guru Greg Nicotero (The Walking Dead), der 1982 als Jugendlicher bei den Dreharbeiten von Creepshow dabei war, danach an den Effekten von Creepshow 2 mitarbeitete und einer der Produzenten der TV-Serie ist.

Creepshow - Die Serie

Neben Gray Matter enthält die erste Episode der Creepshow-Serie auch noch die Puppenhaus-Horror-Story The House of the Head. Beide Geschichten werden dadurch verknüpft, dass sie scheinbar in einer Ausgabe fiktiven Comic-Serie Creepshow enthalten sind, die “Tales of Suspense and Horror“ präsentiert .

Creepshow - Die Serie

Hierzu wurden eigens sehr stilvoll gestaltete Comic-Seiten angefertigt, die gelegentlich auch mitten in den Episoden anstelle von aufwändigen Kulissen oder Spezialeffekten – effizient aber wirkungsvoll – zum Einsatz kommen. Liebevoll nachgestellt wurden auch die Anzeigen für ominöse Artikel wie Sea-Monkeys, Röntgen-Brillen, Mini-Atom-U-Booten oder Muskelaufbau-Präperate, die seinerzeit in den Comic-Heften zum Abdruck kamen.

The House of the Head

The House of the Head erinnert an den von Stephen Kings Sohn Joe Hill produzierten Comic Das Puppenhaus. Hill ist in der Serie Creepshow mit zwei Episoden vertreten. In The Finger erfüllt ein abgetrenntes Körperteil tödliche Wünsche

By the Silver Waters of Lake Champlain

Joe Hills zweiter Beitrag By the Silver Waters of Lake Champlain hingegen wurde zuvor bereits 2014 für die IDW-Reihe Shadow Show als Comic  adaptiert.

Creepshow - Die Serie

Die Verfilmung  der gelungene Miniatur eines Films über prähistorische Monster bildet den Abchluss der ersten Staffel von Creepshow. Die Geschichte wurde stimmungsvoll in Szene gesetzt von Tom Savini, einem weiteren Horror-Makeup-Guru.

All Hallows Eve

Ein weiterer Höhepunkt ist die Episode All Hallows Eve. In dieser sehr subtil erzählten Geschichte geht es um fünf Jugendliche, die alljährlich zu Halloween sehr viel mehr Schrecken verbreiten als ihre Mitbewerber. Nach und nach erfährt der Zuschauer, dass die kleine Gruppe aus gutem Grund auf einem Rachefeldzug ist…

Creepshow - Die Serie

Bemerkenswerte an dieser an die Werke von Ray Bradbury erinnernden Geschichte ist, dass sie tatsächlich auf einer Comic-Vorlage basiert. Bruce Jones schrieb die Story 1982 für die erste Ausgabe seiner Horror-Anthologie Twisted Tales und Tim Conrad brachte sie auf 6 Seiten zu Papier. Fast 40 Jahre später adaptierte Jones seinen Comic für Creepshow.

Creepshow - Die Serie
Aus Twisted Tales # 1

Zwar ist nicht jede Episode ein Höhepunkt (nicht sehr originell ist etwa Night of the Paw, ein Update der 1902 entstandenen Kurzgeschichte Die Affenpfote von William Wymark Jacobs), doch manche Stories hätten auch als Vorlage für einen Spielfilm getaugt. Genau wie die Filmvorlage präsentiert Creepshow sehr stimmungsvoll ein breites Spektrum von höchst unterschiedlichen Horror-Geschichten.

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Diary of the Dead

Ein aus Studenten bestehendes Filmteam dreht in den Wäldern von Pennsylvania einen Horrorfilm. während im Radio (zu hören sind u. a, die Stimmen von Guillermo Del Toro, Simon Pegg und Stephen King) erste Meldungen von wiederauferstehenden Toten zu hören sind. Verzweifelt und verängstigt versucht die Gruppe, sich zu ihren Familien und Freunden durchzuschlagen. Dabei lässt einer der Studenten gnadenlos seine Kamera mitlaufen und dokumentiert den Angriff der Zombies, um diesen später über das Internet der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Diary of the Dead

Mit seinem billig produzierten Erstlingswerk Night of the Living Dead (1968) und dem zehn Jahre später entstandenen und bei uns als Zombie bekannten Dawn of the Dead schuf George A. Romero zwei Klassiker des modernen Horrorkinos, die eine ganze Welle von Filmen über Invasionen von Untoten lostraten. Romero selbst setzte seine Dead-Reihe in unregelmäßigen Abständen fort, doch weder der kammerspielartige Day of Dead noch der (auch durch die Mitwirkung von Dennis Hopper und Asia Argento) etwas überproduziert wirkende Land of the Dead (der erst produziert wurde als Zack Snyders Remake von Dawn of the Dead zu einem Blockbuster wurde) konnten an den Erfolg – und vor allem an die verstörende Wirkung! – der beiden Frühwerke anknüpfen.

Diary of the Dead

Der Auftakt von Diary of the Dead weckt wenig Hoffnung, denn es entsteht zunächst der Eindruck Romero hätte hier in Wackelkamera-Optik einfach eine ebenso freche wie billige Mischung aus The Blair Witch Project und Cloverfield zusammengezimmert. Doch Romeros Film entstand noch ein Jahr vor letztgenanntem Werk (mit dem er auch die bedrohliche Mischung aus scheinbaren Amateuraufnahmen und sehr guten Spezialeffekten gemein hat) und inspirierte möglicherweise auch noch M. Night Shyamalan zu The Happening und The Visit.

Diary of the Dead

Romero gelang mit Diary of the Dead nicht nur ein handfester Horrorfilm, sondern er erzählt auch wie die traditionellen Informationsquellen wie TV oder Radio unter einer ungewohnten Bedrohung zusammenbrechen und liefert damit zugleich eine Analyse unserer Medienlandschaft. 2009 ließ Romero mit Survival of the Dead seinen letzten Zombie-Film folgen.

Diary of the Dead

Extras der DVD: Audiokommentar von George A. Romero, Kameramann Adam Swica und Cutter Michael Doherty (wie fast alle Extas ohne deutsche Untertitel); „Master of the Dead – Making Of“ (13:19 min), „Into the Camera“ (17:06 min), „You look Dead!“ (10:59 min),  „Character Confessionals“ (20:38 min), „A World gone mad“ (20:25 min), „One for the Fire – The Legacy of Night of the Living Dead“- Ein hochinteressanter Bericht über die Dreharbeiten von George A. Romeros ersten Spielfilm (83:54 min, ausnahmsweise mit deutschen Untertiteln), „Speak of the Dead – George A. Romero auf einer Convention in Kanada 2007“ (15:56 min), „Familiar Voices“ Einige der in “Diary of Dead“ verwendeten Tondokumente wurden über Telefon mit Prominenten aufgenommen, die DVD enthält die Aufnahmen mit Guillermo Del Toro, Simon Pegg und Stephen King (5:13 min), „A New Spin on Death“ (19:02 min), Audio-Interview mit dem 1988 verstorbenen Schauspieler Duane Jones („Night of the Living Dead“) (16:46 min)

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Stark – The Dark Half

Nachdem George A. Romero (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead) 1982 bei Creepshow erfolgreich Kurzgeschichten von Stephen King verfilmte, sollte es zu weiteren Zusammenarbeiten kommen. So sollte Romero Pet Sementary (Friedhof der Kuscheltiere, schließlich 1989 von Mary Lambert realisiert) aber auch The Stand (1994 von Mick Garris zu einer TV-Serie verarbeitet) in Szene setzen.

Stark – The Dark Half

Mit The Dark Half (Stephen King´s Stark) war es 1992 endlich soweit. In seinem Roman Stark verarbeitet King die Erfahrungen, die er mit seinem Pseudonym Richard Bachman gemacht hatte. Unter diesem Tarnnamen versuchte King einige Frühwerke an den Leser zu bringen. Stark handelt davon, dass Thad Beaumont, ein mäßig erfolgreicher Verfasser von anspruchsvoller Literatur, sich für seine sehr gut laufende Reihe mit bruralen Thrillern das Pseudonym George Stark inklusive fiktiver Biographie zulegt.

Stark – The Dark Half

Als der Autor sich svom Thriller-Genre verabschieden will, “tötet” und begräbt er sein Alter Ego. Gerade dadurch erschafft er ein Monstrum, denn am nächsten Tag ist ein tiefes Loch im leeren Grab und plötzlich wird der Schriftsteller von seiner eigenen Schöpfung bedroht.

Stark – The Dark Half

Alles in allem ein Roman, der auf dem Papier recht gut funktioniert, aber sehr schwer zu verfilmen ist. Wenn man dies bedenkt, muss schon gesagt werden, dass der mit Timothy Hutton als Thad Beaumont und George Stark gut besetzte Film, halbwegs spannend ist und Romero ordentliche Arbeit geleistet hat. Doch insgesamt war seine Regie vielleicht ein wenig zu ordentlich, denn Stark – The Dark Half wirkt ziemlich glatt und verfügt, ganz im Gegensatz zu Romeros sonstigen Werken, über keinerlei Momente die in Erinnerung bleiben.

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