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Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

Comicfreunden muss das Ding aus dem Sumpf wahrscheinlich nicht groß vorgestellt werden, hier habe ich einiges über die Geschichte von Swamp Thing zusammengetragen. Ein schöner Sammelband präsentiert acht Geschichten mit dem “Avatar der Pflanzenwelt“, die DC 2018 und 2019 veröffentlicht hat. Swamp Thing agiert dabei häufig an der Seite der rothaarigen Hexe Briar.

Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

Den Reigen eröffnet eine von Jason Fabok (Batman: Die drei Joker) großartig in Szene gesetzte Geschichte, die den Sumpfbewohner in ungewöhnlicher Umgebung zeigt. Zusammen mit einem mysteriösen Jungen durchquert Swamp Thing in Die Stimme der Heiligen eine Schneelandschaft. Die Story vom ehemaligen CIA-Mann Tom King (Rorschach) ist ähnlich rätselhaft ausgefallen wie ihr Titel, wurde aber dennoch mit dem Eisner Award prämiert.

Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

Dass es selbst erfahrenen Autoren nicht immer gelingt, Zeichner dazu zu bringen, ihre Ideen verlustfrei in Bilder umzusetzen, belegt der wohl interessanteste Beitrag dieser Collection. Len Wein, der Erfinder von Swamp Thing kehrte 2016 mit der Miniserie Die Toten schlafen nicht zu seiner von ihm liebevoll Swampy genannten Schöpfung zurück. Ebenfalls zusammen mit dem Zeichner Kelley Jones arbeitete Wein an der Fortsetzung Frühlingserwachen. Er verstarb jedoch 2017 und konnte lediglich das Plot-Skript für das erste Heft der neuen Serie fertigstellen.

Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

Jones zeichnete nach den Vorgaben von Wein die den Auftakt von Frühlingserwachen und Michelle Madsen kolorierte diese ersten 20 Seiten. Die Sprechblasen fehlen, da Wein kein Lettering-Skript mehr verfasst konnte. Diese Collection enthält sowohl diese textlosen Seiten als auch Weins Plot-Skript. Dabei fällt auf, dass es Kelley Jones – obwohl gut als Zeichner der Figur Swamp Thing geeignet –  nicht immer gelingt für die von Wein beschriebenen Geschehnisse die richtige Bilder zu finden.

Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

Eine Kiste in Form eines Herzen ist die beste Geschichte dieses Bands. Autor Mark Russell und Zeichner Frazer Irving gelingt es auf nur acht Seiten eine schwer zu Herzen gehende Tragödie zu erzählen und diese auch noch mit einem wirklich überraschenden Ende zu versehen.

Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

Insgesamt handelt es sich um eine sehr abwechslungsreiche Story-Collection, die als Bonusmaterial noch einige großartige Cover enthält, die meist aus der Feder von Greg Capullo stammen, der ebenfalls mit einer von Brian Azzarello geschriebenen Geschichte vertreten ist.

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Batman/Catwoman

Wenn ich es richtig verstanden habe, veröffentlicht DC unter dem Black Label Geschichten, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richten, zugleich aber auch für Leser, die nicht regelmäßig Superhelden-Comics lesen, zugänglich sein sollen. In letzterer Hinsicht passt Batman/Catwoman nicht wirklich in diese Reihe.

Batman/Catwoman

Autor ist der ehemalige CIA-Mann Tom King, dem mit Rorschach ein großartiger Black-Label-Titel gelungen ist. Bei seiner “definitiven Geschichte der Liebe zwischen Bruce Wayne und Selina Kyle“ lässt er Neuleser leider völlig außen vor.

Batman/Catwoman

Auf drei Zeitebenen arbeitet King nicht nur Elemente aus seinem aus über 80 Heften bestehenden Beitrag zur Batman-Serie ein, deren Finale die aus 12 Heften bestehende Maxiserie zugleich ist, sondern lässt auch noch eine gewisse Andrea Beaumont eine wichtige Rolle spielen.

Batman/Catwoman

Diese Dame hatte zwar einen großen Auftritt in Batman und das Phantom (Batman: Mask of the Phantasm), dem teilweise sogar im Kino gezeigten auf Batman: The Animated Series basierenden Zeichentrickfilm, doch dies ist fast drei Jahrzehnte her.

Batman/Catwoman

Ohne die Lektüre des wie immer kurzen aber fundierten Vorworts von Christian Endres ist es selbst für Insider nicht leicht Kings verschachtelter Geschichte etwas Sinn abzutrotzen. Dies ist mein Eindruck nach der Lektüre der ersten 80 Seiten von Batman/Catwoman, doch vielleicht gelingt es King in den noch folgenden neun Ausgaben noch Ordnung in sein Chaos zu bringen.

Batman/Catwoman
Variant-Cover

Wie bei den meisten Black-Label-Veröffentlichungen von Panini ist formal jedoch alles in Ordnung. Das großartige Artwork von Clay Mann kommt im diesmal etwas schmalen Überformat von 21 x 32 cm der aus vier Bänden bestehenden Hardcover-Ausgabe bestens zur Geltung.

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Rorschach

Alles was in den letzten Jahren bei DC an Trittbrettfahrer-Comics zum Meilenstein Watchmen von Alan Moore und Dave Gibbons veröffentlicht wurde, konnte zwar optisch durchaus überzeugen, inhaltlich jedoch keineswegs. Bei der neuen Rorschach-Serie (in einem schwächeren Beitrag zur Reihe Before Watchmen versuchten sich bereits Brian Azzarello und Lee Bermejo an der wohl beliebtesten Figur des Klassikers, drängt sich anfangs der Gedanke auf, dass die interessante Geschichte von Tom King (Batman/Catwoman) einen besseren Zeichner verdient hätte.

Rorschach
Cover von Lucio Parillo

Rorschach spielt 35 Jahre nach den in Watchmen geschilderten Ereignissen. King, der einst beim CIA arbeitete, zeigt scheinbar sehr viel mehr Interesse an einem verzwickten Kriminalfall, als daran, ganz genau zu zeigen, wie sich die Welt nach der fast vollständigen Zerstörung von New York entwickelt hat. Doch ein Hinweis darauf, dass es gelegentlich Tintenfische regnet, deutet an dass Zack Snyders Kinofilm in Kings Geschichte keine Rolle spielt, die HBO-Serie von Damon Lindelof hingegen schon.

Rorschach
Variant-Cover von Jorge Fornés

Am Anfang des Comics wird gezeigt, wie jemand erschossen wird, der anscheinend in das Kostüm des vor 35 Jahren verstorbenen Rorschachs schlüpfte, um ein Attentat zu verüben. Zielobjekt schien der konservative US-Präsidentschaftskandidat Turley zu sein, der gegen den Amtsinhaber Robert Redford antritt. Unter der Rorschach-Maske steckt William Myerson, der einst große Erfolge mit einer Piraten-Comicserie feierte.

Rorschach

Ein Polizist, dessen Namen der Leser nicht erfährt, versucht herauszufinden, wie der erfolgreiche aber vereinsamte Autor Myerson zum gewaltbereiten Kriminellen wurde. Dabei blickt Tom King tief in menschliche Abgründe und erzählt von einem scheinbar banalen Ereignis (ein verunglücktes Date), das Jahrzehnte später tödliche Folgen hat.

Rorschach

Zwar greift der spanische Zeichner Jorge Fornés, in seinem auf den zweiten Blick gar nicht mehr so nüchtern wirkenden Artwork, gelegentlich auf das fast schon patentierte “9 Panels pro Seite“-Artwork von Dave Gibbons zurück, doch ansonsten hält sich Rorschach mit visuellen Anspielungen auf den Comic-Klassiker Watchmen ziemlich zurück (und zum Glück wird auch auf Prosa-Einlagen verzichtet).

Rorschach

Doch die Virtuosität mit der Alan Moore eine auf mehreren Zeitebenen spielende Geschichte erzählt, war zweifelsohne eine Inspiration für diesen sehr eigenständigen Watchmen-Comic. Panini veröffentlicht die aus 12 US-Heften bestehende Miniserie in vier übergroßen Hardcover-Bänden. Es ist zu hoffen, dass diese spannende Serie bald komplett vorliegt!

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Batman und Signal

Der neueste Zugang zur Batman-Familie ist Duke Thomas. Seinen ersten Auftritt hatte er in US-Batman (Vol. 2) #21 (August, 2013) in der Storyline Batman: Jahr Null. Er ist das einzige Mitglied der Gemeinschaft mit Metakräften.Er hat einen Photokinetischen Blick, der es ihm erlaubt, Licht aus der Vergangenheit und ein wenig aus der Zukunft zu sehen. Viel ist über ihn noch nicht bekannt. Dies soll diese drei-teilige Miniserie nun ändern.

Batman und Signal

Da seine Kräfte nur am Tag voll wirken, ist er auch das einzige Mitglied der Batman-Squad, das hauptsächlich am hellen Tag in Erscheinung tritt. Und so ist er der geeignete Beschützer von Gotham City bei Tageslicht.

Batman und Signal

Eine Zeitlang sah es so aus, als ob er der neue Robin werden würde, aber nun ist sein Vigilanten-Name Signal. Teenager mit Meta-Kräften machen Gotham City unsicher. Viele sterben auch, als sich ihre Kräfte zum ersten Mal manifestieren. Und das seltsame ist, die Kräfte der Jugendlichen sind umso intensiver, wenn sich Signal ihnen nähert.

Batman und Signal

Ein neuer Bösewicht – Gnomon – taucht auf und behauptet, er sei die Ursache für all dies und darüber hinaus auch noch der Vater von Duke. Der neue jugendliche Held ist eine Bereicherung für das Batman-Team, auch wenn vieles von seiner Herkunft und seinen Kräften noch im Dunklen liegen.

Batman und Signal

In dem Batman Annual kommen drei Kurzgeschichten zum Abdruck. Die erste schildert, wie der Bat-Hund Ace zu Batman kam. Diese Origin in „Good Boy“ unterscheidet sich von der bisherigen Pre-Crisis Origin, brachte aber dem Zeichner David Finch und dem Autor Tom King im Jahr 2017 in der Kategorie “Beste Kurzgeschichte“ den Eisner Award ein. Ace ist nicht zu verwechseln mit dem anderen Hund Titus, der ebenfalls auf Wayne Manor lebt.

Norbert Elbers

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DC und die Looney Tunes

Bereits 2000 kam es mit der vierteiligen Miniserie Superman / Bugs Bunny zu einem Crossover zwischen den DC-Superhelden und den Charakteren aus den Looney-Tunes-Trickfilmen. Damals schrieb Mark Evanier (Groo the Wanderer) eine ziemlich witzige durchgehende Geschichte, die im konventionellen, doch recht gut zu den Animations-Figuren passenden, Retro-Stil gezeichnet wurde.

DC und die Looney Tunes

Nachdem Ende 2015 bei DC fünfundzwanzig Variant-Cover für reguläre Superhelden-Hefte produziert wurden, auf denen Catwoman auf Tweety traf oder Flash mit Speedy Gonzales und dem Road Runner um die Wette lief, folgte zwei Jahre später eine Reihe mit Cross-Over-Geschichten. Das absolute Highlight ist dabei ganz gewiss die Begegnung zwischen Batman und Elmer Fudd, dem lispelnden Erzfeind von Bugs Bunny und Daffy Duck.

DC und die Looney Tunes

Die vom hochgelobten Autor Tom King (The Vision, Sheriff of Babylon) geschriebene Geschichte Pray for me (Bete für mich) wäre nur die halbe Miete, wenn der erfahrene Daredevil-Zeichner Lee Weeks sie nicht souverän als Film noir in Szene gesetzt hatte. Die Story erzählt wie Batman versucht zu verhindern, dass Elmer Fudd, der sich mal wieder auf Hasenjagd befindet, Bugs Bunny erledigt. Einer der Clous der Story ist, dass Bugs durch einen Menschen verkörpert wird, dessen Aussehen etwas an dessen Sprecher Mel Blanc erinnert.

DC und die Looney Tunes

Pray for me ist optisch und inhaltlich das absolute Highlight dieses Sammelbands, der noch fünf weitere Crossover zwischen Superhelden und Trickfilm-Figuren enthält. Hübsch anzusehen sind alle diese Geschichten und auch die Paarungen wurden originell ausgewählt. So trifft Wonder Women auf den Tasmanischen Teufel, die Legion of Superheroes muss sich mit Bugs Bunny auseinandersetzten, während mit Jonah Hex und Yosemite Sam zwei hart gesottene Burschen aufeinandertreffen. Fast schon ein Zungenbrecher ist der Titel des außerirdischen Begegnungs-Hefts Martian Manhunter / Marvin the Martian.

DC und die Looney Tunes

Potential gehabt hätte auch die Sache mit Lobo und dem Road Runner zumal mit dem neuen MAD-Chefredakteur Bill Morrison (The Simpsons) ein versierter Autor am Werke war. Doch die Geschichte plätschert eher dahin, doch es bleibt immerhin die Freude am Betrachten der herrlich morbiden Bilder von Batman-Ikone Kelley Jones. Es ist schade, dass das Niveau der meisten Geschichten und auch der jeweiligen im Animations-Look gestalteten Zweit-Storys nicht beim teilweise wirklich spektakulären Comic-Artwork mithalten kann.

DC und die Looney Tunes

Jetzt folgen unter dem Motto “Der Irrsinn geht weiter“ neue Crossovers. Doch der zweite Band ist mit nur vier anstatt sechs Begegnungen etwas dünner ausgefallen. Auch diesmal sind die Ideen zumeist origineller als die Ausführung. Dies bezieht sich jedoch eher auf die zumeist etwas arg bemühten Storys als auf die auch diesmal sehr gelungenen Bilder, die sich wieder daran versuchen „realistische“ Versionen der Looney Tunes zu Papier zu bringen.

DC und die Looney Tunes

Die am prominentesten besetzte Begegnung kam auf das Cover des Panini-Sammelbandes und zeigt Daffy Duck gemeinsam mit dem Joker in der Klapsmühle. Catwoman trifft in einer weiteren Geschichte auf den Kater  Sylvester, hier kommt es zugleich auch noch zu einer Begegnung zwischen dem Vögelchen Tweety und Black Canary. In Lex Luthor/Porky Pig kommt es zum Gipfeltreffen der Glatzenträger.

DC und die Looney Tunes

In der wohl schönsten Geschichte des Bands trifft Harley Quinn auf ein weniger bekanntes Mitglied der Looney Tunes. Das haarige rote Monster Gossamer hatte eine Vorliebe für weiße Turnschuhe und strahlte bei aller Bedrohlichkeit auch eine gewisse Unschuld aus. Auch diesmal gibt es wieder Zweitstories, die im Animated-Look gehalten sind und den Band gut abrunden.

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Sekundär-Literatur zu Batman

Die 67. Ausgabe der “Zeitschrift für Graphische Literatur“ Reddition beschäftigt sich auf bewährte Weise mit einem Schwerpunkt-Thema. Im Zentrum des 80-seitigen durchgehend farbig bebilderten Magazins steht diesmal Batman. In siebzehn Artikeln beschreiben 13 Autoren wichtige Personen oder Phänomene aus der knapp 80-jährigen Geschichte des maskierten Rächers.

Sekundär-Literatur zu Batman

Porträtiert werden herausragende Autoren oder Zeichner wie Dennis O’Neil, Frank Miller, David Mazzucchelli, Steve Englehart, Jeph Loeb, David Mazzucchelli, Jim Aparo, Tom King und Grant Morrison. Dabei wird auch auf Werke eingegangen, die nicht im Zusammenhang mit Batman stehen. Zudem wird Appetit gemacht auf den demnächst anstehenden Batman-Comic von Enrico Marini (Die Adler Roms), der als Co-Produktion von DC und Dargaud-Lombard entstanden ist.

Sekundär-Literatur zu Batman

Auch auf die Filme sowie die animierte TV-Serie wird eingegangen. Natürlich gibt es mit “Batman: Ein amerikanischer Mythos“ von Peter Schimkat und “Batman und seine Zeiten“ von Heiko Langhans auch Versuche, den sich immer wieder neu definierenden Helden im Zusammenhang mit politischen und gesellschaftlichen Strömungen zu interpretieren.

Sekundär-Literatur zu Batman

Doch in dieser Disziplin dürfte so schnell keiner bei Lars Banhold mithalten können. Dieser verfasste bereits 2008 unter dem Titel Batman: Konstruktion eines Helden ein 100-seitiges Büchlein, das er zehn Jahre später komplett überarbeitet und aktualisiert hat. Dass es auf den 250 mit sehr kleinen Lettern bedruckten Seiten des Hardcover-Bands jetzt um die “Re-Konstruktion eines Helden“ geht, hängt natürlich damit zusammen, dass in den Batman-Comics immer mal wieder versucht wird, etwas völlig Neues zu machen, bevor dann mit mindestens ebenso großem Getöse der gute alte Dunkle Ritter zurückkehrt.

Sekundär-Literatur zu Batman Fazit des Buchs: “Batman ist als Figur, obwohl diegerisch vollkommen statisch, als kulturelles Men geradezu die Verkörperung von Entwicklung, Dialektik, Affirmation und Subversion.“ Wie man hier sieht, haut Banhold manchmal ähnlich wild Fremdwörter heraus, wie Batman die Gadgets aus seinem Wundergürtel. Doch Banhold gelang ein unerhört kluges Buch, das aus einer fundierten und faktenreichen Analyse heraus, interessante Fragen stellt.

Sekundär-Literatur zu Batman

Warum etwa ist jemand ein Held, der “körperlich und psychisch Versehrte mit grober Gewalt bestraft“? Hat der von Heath Ledger gespielte Joker in Christopher Nolans Blockbuster The Dark Knight vielleicht doch recht, wenn er versucht mit brutalen Methoden zu beweisen, dass die (in Gotham City) herrschende Gesellschaftsform aus “Wahrheit, Ordnung und Moral eine Illusion ist“. Fast möchte ich das ganze Buch zitieren um zu belegen, wie genial es ist.

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