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Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens

In achtzehn Jahren zeichnete Mark Bagley 111 Hefte der Serie Ultimate Spider-Man. Autor Brian Michael Bendis ließ sich hier sehr viel Zeit um davon zu erzählen, wie Peter Parker zum Netzschwinger wurde. Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens scheint eine Art Gegenkonzept zu sein, denn in nur sechs Comicheften lässt Chip Zdarsky 53 Jahre verstreichen.

Während Peter Parker ansonsten bei Marvel seit seinem ersten Auftritt im Jahre 1962 kaum alterte und ewig ein junger Erwachsener blieb, ist er bei Zdarsky im Jahre 2019 ein alter Mann. Die Miniserie erzählt quasi Spider-Man in Echtzeit. Chip Zdarsky versucht alle Highlights der Serie, wie den Tod von Gwen Stacy, die Klonsaga, das schwarze Kostüm, Kraven den Jäger und auch den jugendlichen Nachfolger Miles Morales einzuarbeiten.

Zugleich geht die Serie aber auch auf historische Ereignisse, wie den Krieg in Vietnam ein, und entfesselt bereits 1967 den erst vier Jahrzehnte in den Comics gestarteten Civil-War-Konflikt zwischen Captain America und Iron Man. Dadurch entsteht ein (weiteres) alternatives Marvel-Universum, dessen am Rande erzählten Episoden teilweise stärker fesseln als die zwangsweise etwas hektisch erzählte neue Spider-Man-Saga.

Doch die großartigen Zeichnungen von Mark Bagley sorgen für Kontinuität im Chaos. Panini präsentiert eine gebundene Neuausgabe, die als Bonus noch das 2021 erschienene Spider-Man Live Story Annual 1 enthält, in dessen Zentrum der alternative Lebenslauf von J. Jonah Jameson steht.

Hinzu kommen noch faszinierende Variantcover von Meistern ihres Fachs wie Skottie Young oder John Romita JR., sowie Hintergrundinfos zu den vom auch als Zeichner aktiven Chip Zdarsky gestalteten Titelbildern.  

Falls Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens nicht zu einem Marvel-Meilenstein werden sollte, hat es garantiert nicht an dieser großartigen Edition gelegen.

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Terry Moore: Spider-Man liebt Mary Jane

Genauso wichtig wie die Action-Sequenzen waren in den ab 1962 von Stan Lee konzipierten und von Steve Ditko, sowie seinem Nachfolger John Romita, gezeichneten klassischen Spider-Man-Comics die “Herz-Schmerz-Momente“. Die durchgehend in Hunderten von Heften erzählte Saga, handelte nicht nur von großer Macht und ebenso großer Verantwortung, sondern war auch eine Aneinanderreihung von Liebesgeschichten.

Terry Moore: Spider-Man liebt Mary Jane
Cover von Terry Moore

Doch die Saga wurde langsam aber sicher langweilig als Spidey alias Peter Parker immer erwachsener wurde und 1987 schließlich seine geliebte Mary Jane schließlich heiratete, mehr als zwei Jahrzehnte nachdem er sie erstmals erblickt hatte. Zur Auffrischung des Mythos startete Brian Michael Bendis 2000 mit Ultimate Spider-Man 2000 eine entschleunigte Version von Peter Parkers Lehr- und Wanderjahren.

Spider-Man liebt Mary Jane
Cover von Terry Moore

Fast ganz auf Action verzichtete Sean McKeever (Teen Titans) in seinem 2005 gestarteten Update Spider-Man Loves Mary Jane. Er konzentrierte sich auf die weiblichen Charaktere der Serie, wie Gwen Stacy oder Liz Allan. Während es Ultimate Spider-Man in 18 Jahren auf 111 Comichefte brachte, war aus Spider-Man Loves Mary Jane bereits nach 20 Ausgaben die Luft heraus.

Terry Moore: Spider-Man liebt Mary Jane
Artwork von Craig Rousseau

Doch nach einer einjährigen Pause folgte 2008 noch ein kleiner Nachschlag, der es in sich hatte. Mit Terry Moore konnte für eine “Season 2“ ein neuer Autor gewonnen werden. Diesem war es gelungen aus seine Serien Strangers in Paradise, Rachel Rising, Echo und Motor Girl zu einem “Terryverse“ voller glaubhafter weiblicher Charaktere zusammenzufügen.

Cover von Terry Moore
Cover von Terry Moore

In fünf Heften erzählt Moore sehr sensibel von Mary Janes Selbstzweifeln, die noch verstärkt werden, nachdem sie im Internet gemobbt wird. Moore findet auch passende Bilder für die Faszination, die der Netzschwinger auf das junge Mädchen ausübt und lässt Mary Jane von Spider-Man als King Kong träumen.

Terry Moore: Spider-Man liebt Mary Jane
Cover von Adrian Alphona

Die in sich abgeschlossene Geschichte findet eine glaubhafte Auflösung. Die zugehörigen Zeichnungen sind zwar bei Craig Rousseau (Batman ’66) in guten Händen, dennoch ist es schade, dass hier nicht Terry Moore höchstpersönlich zum Griffel gegriffen hat. Doch immerhin enthält der Panini-Sammelband alle fünf von Moore großartig zu Papier gebrachten Titelbilder, sowie sehr zwei schöne Variant-Cover von Adrian Alphona (Ms. Marvel).

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80 Jahre Marvel – Die 2010er

Ein beeindruckendes Jubiläum feiert Panini mit der Buchreihe 80 Jahre Marvel. Monatlich erscheinen Hardcover-Bände, die sich jeweils auf über 200 Seiten mit den Schwerpunkten beschäftigen, die die einzelnen Jahrzehnte dominierten.

80 Jahre Marvel

Der vorletzte Band beschäftigt sich mit den 2000er Jahren und trägt den Titel “Schlagzeilen“. Auf dem Cover ist jene Szene zu sehen, in der Peter Parker im Rahmen der für viel Aufsehen sorgenden Storyline Civil War auf einer Pressekonferenz seine Spider-Man-Maske abnahm. Das zugehörige Comicheft fand Aufnahme in diesen Sammelband. Hinzu kommt noch Captain America # 25, das eine Art Epilog zu Civil War ist und dem vor Gericht stehenden First Avenger einen Anschlag zum Opfer fallen lässt.

Wolverine - Origin

Mittlerweile wurden Elemente aus der Comicreihe Civil War auch im Kino für das Marvel Cinematic Universe vereinnahmt. In diesem Zusammenhang  steht auch das im Buch enthaltene zweite Hefte der Reihe Wolverine: The Origin. Diese 6-teilige Miniserie entstand, weil bei Marvel befürchtet wurde, dass die brachliegende Entstehungsgeschichte Wolverines ein zentrales Thema in den X-Men-Kinofilmen werden könnte. Daher wurde zuerst im Comic enthüllt, wo dieser Mutant namens Logan eigentlich herkam.

Die Ultimativen

Das Buch enthält weitere auch heute noch bedeutende Highlights, wie die vom Buffy-Schöpfer Joss Whedon geschriebene Serie Astonishing X-Men, das erste Heft der beeindruckenden Miniserie Truth: Red, White & Black von Robert Morales und Kyle Baker, sowie den sensationelle Avengers-Neustart Die Ultimativen. Mark Millar und Bryan Hitch präsentierten hier bereits eine stark an Samuel L. Jackson erinnernde Comicfigur als Geheimdienstler Nick Fury zum Einsatz, acht Jahre bevor diese Casting-Idee auf der großen Leinwand umgesetzt wurde!

Ultimate Spider-Man

Ebenfalls dabei ist auch das erste Heft von Brian Michael Bendis‘ Ultimate Spider-Man. Obwohl es mit 46 Comicseiten doppelt so dick wie die meisten US-Hefte war, konnte diesmal das Spider-Man-Kostüm nur auf dem Cover bewundert werden. Bendis und der Zeichner Mark Bagley lassen sich sehr viel Zeit Peter Parkers Alltag vor dem Spinnenbiss zu erzählen. Bendis kann dadurch die Origin des Spinnenmannes stärker und sensibler vertiefen als dies Stan Lee 1962 beim erstmaligen Vorstellen seines neuen Helden möglich war.

Ultimate Spider-Man

2009 kam es schließlich zu einer Begegnung zwischen Spidey und Präsident Barack Obama.

80 Jahre Marvel

Der Abdruck des zugehörigen Hefts Amazing Spider-Man # 583 inklusive der sechs Variantcover bildet den Abschluss dieses hervorragend zusammengestellten Sammelbands.

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Ultimate Spider-Man

Im sogenannten Golden Age (1938 – 1955) des Superhelden-Comics wurden nur ein oder zwei Seiten benötigt um die Entstehungsgeschichte von Superman oder Batman zu erzählen. Als Marvel dann das Silver Age (1956 – 1972) einläutete verwendete dieser Verlag nur unwesentlich mehr Raum darauf zu erklären, wie die Fantastischen Vier durch einen Raketenabsturz ihre Superkräfte erhielten.

Ultimate Spider-Man

Doch im August 1962 erzählten Stan Lee und Steve Ditko in Amazing Fantasy 15 schon etwas ausführlicher , wie der junge Peter Parker von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und erfuhr, dass die so erlangte Macht auch große Verantwortung mit sich bringt. Erst nach sechs Comicseiten ist erstmals das rotblaue Spinnenkostüm zu bewundern. Doch ein absolutes Novum stellte das im Oktober 2000 erschienene erste Ultimate Spider-Man-Heft dar. Obwohl es mit 46 Comicseiten doppelt so dick wie die meisten US-Hefte war, konnte diesmal das Spider-Man-Kostüm nur auf dem Cover bewundert werden.

Ultimate Spider-Man

Im Innenteil lässt sich der neue US-Starautor Brian Michael Bendis und der Zeichner Mark Bagley (Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens) sehr viel Zeit Peter Parkers Alltag zu schildern. Der hochintelligente Schüler wird als Bücherwurm verlacht. Trost und Liebe findet er jedoch bei Onkel Ben und Tante May, sowie bei seiner Mitschülerin Mary Jane, die er in der klassischen Spider-Man-Serie erst sehr viel später kennen lernen sollte.

Ultimate Spider-Man

Erst am Ende des ersten Ultimate Spider-Man-Hefts erkennt Peter Parker, dass er Superkräfte hat und klebt an der Decke. Ein Kostüm ist hingegen noch lange nicht in Sicht. Dadurch, dass jeder Leser bereits weiß, dass Parker noch tolle Dinge im Spinnen-Outfit erleben wird, kann sich Bendis natürlich sehr viel mehr Zeit mit Peter Parkers Geschichte lassen und diese sehr viel stärker und sensibler vertiefen als dies Stan Lee beim erstmaligen Vorstellen eines neuen Helden möglich war.

Ultimate Spider-Man

Die Serie schlug in den USA wie eine Bombe ein und das erste Heft war sofort ausverkauft und wird bei einem Coverpreis von 2,99 Dollar schon mit bis zu knapp 100 Dollar gehandelt. Marvel ließ dann  sofort Die Ultimativen X-Men, Die ultimativen Fantastischen Vier und dann auch noch The Avengers als Die Ultimativen auf die Leserschaft los. Bendis und Bagley schufen in 18 Jahren 111 Heften mit ihrem Ultimate Spider-Man, die bei uns von Panini in 19 Sammelbänden veröffentlicht wurden.

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80 Jahre Marvel

Das Jubiläum “80 Jahre Marvel Comics“ feiert Panini mit einer ganz besonderen Buchreihe. Im Monatstakt sind acht Hardcover-Bände erschienen, die sich jeweils auf über 200 Seiten mit den Schwerpunkten beschäftigen, die die einzelnen Jahrzehnte dominierten.

80 Jahre Marvel

Zwar erschien bereits im Oktober 1939 das Heft Marvel Comics # 1, mit dem alles begann, doch der erste Panini-Band widmet sich den 40er-Jahren und das Vorwort kann auch gute Gründe dafür benennen. Die bereits ab Ausgabe zwei in Marvel Mystery Comics umbenannte Serie präsentierte mit The Human Torch alias Die Fackel und Prinz Namor zwei Charaktere, die noch heute im Marvel-Universum aktiv sind.

80 Jahre Marvel

Sie agierten jedoch zunächst jeweils in separaten Geschichten und erst im Juni 1940 in Marvel Mystery Comics # 8 geschah etwas, was fortan zur Spezialität des Verlags wurde. Der Sub-Mariner will seinen Hass auf die Menschheit ausleben und die Fackel versucht ihn bei seinem Zerstörungstrip durch New York zu bremsen.

80 Jahre Marvel

Das Aufeinandertreffen zweier zunächst in verschiedenen Serien eingeführter Charaktere wurde immer wieder gerne bei Marvel praktiziert und zelebriert. Ein zusätzlicher Aspekt ist, dass sich die Abenteuer der Helden nicht wie bei DC in fiktiven Städten wie Metropolis oder Gotham City abspielten, sondern zumeist im realistisch dargestellten New York.

80 Jahre Marvel

Captain America ist ein Marvel-Held, der ebenfalls in den frühen 40er-Jahren debütierte, doch nachdem der Zweite Weltkrieg gewonnen war und er keine Nazis bekämpfen konnte, wurde er 1949 erst einmal in den Ruhestand geschickt. In den 50er-Jahren kam es zu einer kurzen Wiederbelebung und Captain America tritt jetzt im Kalten Krieg gegen die “rote Gefahr“ an.

80 Jahre Marvel

Der Versuch aus der in den USA herrschenden Angst vor dem Kommunismus und der Sowjetunion erzählerisches Kapital zu schlagen dauerte nur ein Jahr. Captain America wurde “auf Eis“ gelegt und in den 60er-Jahren spektakulär wieder aufgetaut. Doch auch die ab 1953 zunächst in der Reihe Young Men veröffentlichten Kurzgeschichten haben ihren ganz speziellen Reiz, zumal sie knackig erzählt und recht ansprechend vom späteren Spider-Man-Zeichner John Romita Sr. gezeichnet wurden.

80 Jahre Marvel

Der zweite Band der Reihe 80 Jahre Marvel enthält unter dem Motto „Helden in den Zeiten des kalten Krieges“ alle diese Geschichten und als Bonus mit Captain America: Theater of War – America First noch einen thematisch passenden Comic von 2008, der sich mit der McCarthy-Ära beschäftig. Zwar heißt die Figur, die sich Zeichner und Autor Howard Chaykin als Gegenspieler für Captain America ausgedacht hat, Joseph R. McMurphy, doch es wird sofort klar, wer gemeint ist.

80 Jahre Marvel

Der dritte Band widmet sich den 60er-Jahren und trägt den passenden Titel “Aufbruch in eine neue Zeit“. Naheliegend wäre es gewesen, hier zu präsentieren, wie es nach der Veröffentlichung von Fantastic Four # 1 im November 1961 Schlag auf Schlag weiterging mit Tales to Astonish # 27 (Januar 1962, erster Auftritt von Ant-Man), The Incredible Hulk # 1 (Juni 1962), Amazing Fantasy # 15 (August 1962, Spider-Man), Tales of Suspense # 39 (März 1963, Iron Man), X-Men # 1 (September 1963), The Avengers # 1 (September 1963), Daredevil # 1 (April 1964) usw.. Wer diese Comic-Hefte alle lesen möchte, dem sei der Band Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Classic I: Marvel Origins – Die Sechzigerjahre empfohlen.

80 Jahre Marvel

“80 Jahre Marvel – Aufbruch in eine neue Zeit“ geht jedoch einen anderen Weg und präsentiert in zahlreichen Geschichten von unterschiedlicher Länge wie Spider-Man in diversen Heftreihen der 60er-Jahre seine Marvel-Kollegen besucht und Abenteuer mit ihnen erlebt. Das Resultat hätte auch den Untertitel “Net-Swinging Sixties“ tragen können und ist ein unterhaltsamer Exkurs, durch das damalige Marvel-Universum.

80 Jahre Marvel

Der vierte den 70er-Jahren gewidmete Band kommt fast ganz ohne Superhelden aus und beschäftigt sich unter dem Motto “Die Monster kommen“ mit den Horror-Comics aus dem Hause Marvel. Enthalten sind natürlich die beiden ersten Hefte der recht erfolgreichen Serien um die klassische Horror-Mythen Tomb of Dracula (70 Ausgaben) und The Monster of Frankenstein (18 Ausgaben).

80 Jahre Marvel

Auch von der Serie Werewolf by Night hat der eine oder andere Marvel-Freund schon einmal etwas gehört und vom Ghost Rider oder Blade sowieso. Eine gute und teilweise ähnlich zusammengestellte Übersicht zum “Marvel Horror“ bietet übrigens Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Classic XXI.

80 Jahre Marvel

Der vierte Band der Reihe 80 Jahre Marvel kann jedoch auch noch punkten durch den kompletten den Abdruck der ersten (und einzigen Ausgabe) des schwarzweißen Magazins The Legion of Monsters. Hiermit wurde 1971 versucht das Erbe der EC-Comics anzutreten und zugleich den Warren Comics Konkurrenz zu machen. Dies schlägt sich auch in den redaktionellen Seiten nieder, die in dem Band komplett und auf Deutsch übersetzt zum Abdruck kommen. Genau wie in Famous Monsters of Filmland wurden “neue“ Horror-Filme wie Der weiße Hai oder Frankenstein Junior besprochen.

80 Jahre Marvel

Enthalten ist aber auch eine von Dick Giordano gezeichnete Adaption von Bram Stokers Dracula. Noch bemerkenswerter ist die Geschichte The Flies, die recht geschickt die Atmosphäre von Tod Brownings Filmklassiker Freaks von 1932 einfängt. Die Hauptfigur Chuckles hat große Ähnlich mit dem als Schlitzie the Pinhead bekannten Darsteller aus Freaks.

80 Jahre Marvel

Der Band über die 80er-Jahre trägt den Untertitel “Erstaunliche Entwicklungen“, was durch das Titelbild unterstrichen wird, das 1987 die Ausgabe 57 von Marvel Age – The Officicial News Magazine zierte und bekannte Superhelden in ungewöhnlichen Klamotten zeigt. Diese Veränderungen dokumentiert der Sammelband durch den Abdruck von neun in den 80er-Jahren erschienenen recht experimentierfreudigen Marvel-Heften.

80 Jahre Marvel

Wir erleben, wie Tony Stark stark an der Flasche hängt und Steve Rogers nicht mehr für die US-Regierung arbeiten mag, so dass Ersatzleute in die Kostüme von Iron Man und Captain America schlüpfen. Mary Jane Watson hingegen entscheidet sich das Kostüm einer Braut zu tragen und den seinerzeit ganz in schwarz agierenden Spider-Man zu heiraten. Storm trägt einen Irokesenschnitt, Hulk wird wieder grau und sein weiblicher Gegenpart She-Hulk Mitglied der Fantastic Four.

80 Jahre Marvel

Die 90er-Jahre starteten für Marvel damit, dass von Todd McFarlanes Comic-Heft The Amazing Spider-Man 2,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Dieser Rekord des meistverkauften Comichefts wurde kurz danach durch eine von Jim Lee gezeichnete X-Men-Ausgabe übertroffen, von der – auch dank zahlreicher Variant-Cover – acht Millionen über den Tresen gingen!

Wolverine

Daher ist es völlig in Ordnung, wenn die Reihe im 90er-Jahre-Band “Die Mutanten-X-Plosion“ feiert, auch wenn es die X-Men bereits seit 1963 gibt und die Serie – spätestens seit die Mutanten-Truppe Mitte der 70er durch Wolverine verstärkt wurde – zu einem großen Erfolg wurde.

Deadpool

Doch während zuvor die Abenteuer fast nur in der Heftserie X-Men stattfanden, kam es in den 90er-Jahren tatsächlich zu einer X-Plosion und dieser Sammelband enthält 10 Hefte aus verschiedenen Serien. Gemeinsam haben diese eine satte Farbgebung, ein oft recht durchgeknalltes Layout (manchmal muss bei der Lektüre das Buch gedreht werden) sowie Experimente mit verschiedenen Stilen wie Manga oder Cartoon oder extremen  die Grenzen des Genres sprengenden Figuren wie Deadpool.

80 Jahre Marvel

Der vorletzte Band beschäftigt sich mit den 2000er Jahren und trägt den Titel “Schlagzeilen“. Auf dem Cover ist jene Szene zu sehen, in der Peter Parker im Rahmen der für viel Aufsehen sorgenden Storyline Civil War auf einer Pressekonferenz seine Spider-Man-Maske abnahm. Das zugehörige Comicheft fand Aufnahme in diesen Sammelband. Hinzu kommt noch Captain America # 25, das eine Art Epilog zu Civil War ist und dem vor Gericht stehenden First Avenger einen Anschlag zum Opfer fallen lässt.

Wolverine - Origin

Mittlerweile wurden Elemente aus der Comicreihe Civil War auch im Kino für das Marvel Cinematic Universe vereinnahmt. In diesem Zusammenhang steht auch das im Buch enthaltene zweite Hefte der Reihe Wolverine: The Origin. Diese 6-teilige Miniserie entstand, weil bei Marvel befürchtet wurde, dass die brachliegende Entstehungsgeschichte Wolverines ein zentrales Thema in den X-Men-Kinofilmen werden könnte. Daher wurde zuerst im Comic enthüllt, wo dieser Mutant namens Logan eigentlich herkam.

Die Ultimativen

Das Buch enthält weitere auch heute noch bedeutende Highlights, wie die vom Buffy-Schöpfer Joss Whedon geschriebene Serie Astonishing X-Men, das erste Heft der beeindruckenden Miniserie Truth: Red, White & Black  von Robert Morales und Kyle Baker, sowie den sensationelle Avengers-Neustart Die Ultimativen von Mark Millar und Bryan Hitch. Hier kam bereits eine stark an Samuel L. Jackson erinnernde Comicfigur als Geheimdienstler Nick Fury zum Einsatz, acht Jahre bevor diese Casting-Idee auf der großen Leinwand umgesetzt wurde.

Ultimate Spider-Man

Ebenfalls dabei ist auch das erste Heft von Brian Michael Bendis‘ Ultimate Spider-Man. Obwohl es mit 46 Comicseiten doppelt so dick wie die meisten US-Hefte war, konnte diesmal das Spider-Man-Kostüm nur auf dem Cover bewundert werden. Bendis und der Zeichner Mark Bagley lassen sich sehr viel Zeit Peter Parkers Alltag vor dem Spinnenbiss zu erzählen. Bendis kann die Origin des Spinnenmannes sehr viel stärker und sensibler vertiefen als dies Stan Lee 1962 beim erstmaligen Vorstellen seines neuen Helden möglich war.

Ultimate Spider-Man

2009 kam es schließlich zu einer Begegnung zwischen Spidey und Präsident Barack Obama, der Abdruck des zugehörigen Hefts Amazing Spider-Man # 583 inklusive der sechs Variantcover bildet den Abschluss dieses hervorragend zusammengestellten Sammelbands.

80 Jahre Marvel

Abgerundet werden die Bücher noch durch Skizzen und informative Vorworte. Sehr unterhaltsam wird hier vermittelt wie und was in den jeweiligen Jahrzehnten bei Marvel erzählt wurde.

80 Jahre Marvel: Die 2010er: Das Zeitalter der Legenden

Der Abschlussband trägt den Titel “Das Zeitalter der Legenden“ und präsentiert Marvel-Comics, die zwischen 2011 und 2016 erschienen sind. Zweifelsohne haben die Kinoerfolge des Marvel Cinematic Universe mancher Veröffentlichung reichlich Rückenwind gegeben. So sind die fast komplett in Vergessenheit geratenen Guardians of the Galaxy mittlerweile auch bei uns wieder ein erfolgreicher Comic-Titel. In dem in diesem Band vertretenen Heft von 2013 spielt auch Tony Stark alias Iron Man eine wichtige Rolle.

Thanos

Ebenfalls wieder gut dabei ist Black Panther und sogar der Oberbösewicht Thanos bekam 2016 eine eigene, anfangs von Jeff Lemire (Essex Country) geschriebene, 18-teilige Heftreihe. Besonders bemerkenswert ist jedoch aktuell bei Marvel die große Anzahl weiblicher Superhelden. Ins Kino hat es ja bereits Captain Marvel geschafft, und Natalie Portman wird wohl demnächst Jane Foster den weiblichen Thor verkörpern.

80 Jahre Marvel – Die 2010er

Doch es wird wohl noch eine Weile dauern bis progressive und abgefahrene Konzepte, wie Kamala Khan, die als muslimische Tochter pakistanischer US-Einwanderer zur Superheldin der Ms. Marvel wird, oder das erstaunlich präsente einst von Steve Ditko geschaffene Squirrel Girl, das Licht der Leinwand erblicken. In einem furiosen Animationsfilm aus dem Hause Sony traten hingegen bereits der Afro-Latino Miles Morales als alternativer Spider-Man und sein weiblicher Gegenpart Spider-Gwen auf. All diese interessanten Helden präsentiert der Abschlussband in  aussagekräftigen Comicheften.

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